Lena Dunham hat ein Memoir geschrieben. Es heisst «Fame Sick» – und es erzählt davon, was passiert, wenn das Internet nicht nur deinen Ruf zerstört, sondern deine Identität übernimmt. Genau das machen Deepfakes möglich. Und sie betreffen längst nicht mehr nur Prominente.
Kerstin spricht in dieser Folge über Geburtstage und Host-Anxiety und über Lina Dunhams Memoiren, die sie sich gerade als Hörbuch anhört, was sich ein bisschen anhört, als hätte sie «Hannah» aus «Girls» in den Ohren. Ausserdem: Frankreich, Vincent Bolloré und was passiert, wenn ein Multimilliardär systematisch Medien aufkauft, um ein rechtsaussendes politisches Narrativ salonfähig zu machen. Sounds familiar, oder?
Im Hauptteil spricht Kerstin mit zwei erfahrenen Juristinnen und Expertinnen für digitales Strafrecht: Sarah von Hoyningen-Huene und Jutta Oberlin. Sie arbeiten an der Schnittstelle von KI, Datenschutz, Strafrecht und digitaler Gewalt – und sie erklären, warum wir in der Schweiz rechtlich noch weit davon entfernt sind, Frauen vor Deepfakes wirklich zu schützen. Was tun, wenn man betroffen ist? Warum greift der neue Revenge-Porn-Artikel nicht? Wie sexistisch ist unser Rechtssystem – und was braucht es jetzt, um das zu ändern?
Tipps der Folge:
Jutta empfiehlt: Thomas-Gabriel Rüdiger, Professor und Polizist, der zu KI, Kinderpornografie und Strafrecht im digitalen Raum arbeitet – auf LinkedIn und über seine Homepage erreichbar.
Sarah empfiehlt: Die Buchserie «Rebel Girls» – 100 Geschichten über 100 beeindruckende Frauen, die die Welt bewegen.
Kerstin empfiehlt: «Mit Männern leben – Überlegungen zum Pelicot-Prozess» von der Philosophin Manon Garcia
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