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Ein unscheinbarer Baum, eine bittere Rinde – und ein Mann aus Hessen, der für beides fast sein Leben ließ: Justus Karl Haßkarl aus Kassel reiste als Spion inkognito im Auftrag der niederländischen Kolonialmacht nach Südamerika, um unter Lebensgefahr die begehrten Chinarindenbäume zu schmuggeln. Ihr Wirkstoff, das Chinin, war für die Behandlung von Malaria lebenswichtig – und zugleich Teil einer globalen Machtstrategie. Was wie ein Abenteuer klingt, führt mitten hinein in die Geschichte von Wissenschaft, Pflanzenraub und kolonialer Ausbeutung.
Gemeinsam mit Dr. Cornelia Löhne von den Botanischen Gärten Bonn werfen wir einen Blick auf die geheime Mission Haßkarls, seine Rolle in einem kolonialen Netz – und die Frage, wie wir mit diesem Erbe heute umgehen. Dr. Nicole Gilberger vom Bernhard-Nocht-Institut erklärt, wie Chinin wirkte, welche Rolle es in der Tropenmedizin spielt – und warum Malaria noch lange nicht Geschichte ist.
Konzept: Joachim Meißner, Jessica Hentschel, Dr. Alexander Jehn, Franziska Kiermeier
Moderator: Joachim Meißner
Gäste der Folge: Dr. Cornelia Löhne von den Botanischen Gärten Bonn, Dr. Nicole Gilberger vom Bernhard-Nocht-Institut
Intro- und Outro-Musik: Rodgau Monotones, „Die Hesse komme“
Aufnahme & Bearbeitung: Joachim Meißner
Projektbetreuung HLZ: Franziska Kiermeier, Lena Luckenbach
Produktionstechnische Gesamtleitung: Joachim Meißner, Jessica Hentschel
Sie trugen Uniformen, kämpften für fremde Könige und manche von ihnen kehrten nicht zurück: Im 18. Jahrhundert machten die Landgrafen von Hessen-Kassel ein lukratives Geschäft mit dem Vermieten von Soldaten. So zogen tausende Hessen an der Seite Großbritanniens in den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, nicht aus Überzeugung, sondern weil sie „vermietet“ wurden. War das Geschäft reine Profitgier – oder Teil eines größeren Plans zur Modernisierung des Landes? Und warum wirkt dieser Mythos bis heute nach?
In dieser Folge spricht Joachim Meißner mit Prof. Christoph Kampmann von der Universität Marburg über Mythos und Realität des sogenannten Soldatenhandels, über Fake News im 18. Jahrhundert und die Frage, wie sich Moral und politische Verantwortung im Laufe der Zeit verändern. Mit Dr. Sabine Fischer von der Stiftung Wissenschaft und Politik wird der Bogen in die Gegenwart gespannt – von Hessen nach Nordkorea, von Friedrich II. bis Wladimir Putin. Was damals „Subsidienverträge“ hieß, klingt heute nach „zwischenstaatlicher Kooperation“. Doch das Muster bleibt dasselbe: Menschen als Ressource im Dienst der Macht.
Konzept: Joachim Meißner, Jessica Hentschel, Dr. Alexander Jehn, Franziska Kiermeier
Moderator: Joachim Meißner
Gäste der Folge: Prof. Christoph Kampmann, Neuzeithistoriker an der Universität Marburg, Dr. Sabine Fischer von der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik.
Intro- und Outro-Musik: Rodgau Monotones, „Die Hesse komme“
Aufnahme & Bearbeitung: Joachim Meißner
Projektbetreuung HLZ: Franziska Kiermeier, Lena Luckenbach
Produktionstechnische Gesamtleitung: Joachim Meißner, Jessica Hentschel
Wie stark prägt eine verlorene Heimat auch noch Generationen nach der Vertreibung? Was bedeutet Heimat, wenn man gezwungen wird sie zu verlassen und eine neue zu finden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Millionen von Menschen gezwungen, ihre Heimat in den ehemaligen deutschen Gebieten zu verlassen, rund eine Million der Heimatvertriebenen kam auch nach Hessen.
Über ihre Erfahrungen und wie ihre Enkel heute mit diesem Erbe umgehen, spricht Moderatorin Jessica Trommer in dieser Folge mit Historikerin Xenia Fink und Prof. Hans-Jürgen Bömelburg von der Justus-Liebig-Universität Gießen. Außerdem erzählt der 17-jähirge Fabian Berghöfer über die Vertreibung seiner Großmutter aus dem früheren Sudetenland nach Nordhessen und wie seine Familie heute damit umgeht.
Konzept: Joachim Meißner, Jessica Trommer, Dr. Alexander Jehn, Franziska Kiermeier
Moderatorin: Jessica Trommer
Gäste der Folge: Xenia Fink, Justus-Liebig-Universität Gießen, Prof. Hans-Jürgen Bömelburg, Justus-Liebig-Universität Gießen, Fabian Berghöfer
Intro- und Outro-Musik: Rodgau Monotones, „Die Hesse komme“
Aufnahme & Bearbeitung: Jessica Trommer
Projektbetreuung HLZ: Franziska Kiermeier, Nathalie Angersbach
Produktionstechnische Gesamtleitung: Joachim Meißner, Jessica Trommer
Der Inhalt des Podcast gibt die subjektive Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Gäste wieder und entspricht nicht zwingend der Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) und ihrer Bediensteten.
Wer waren eigentlich die ersten Hessen? Lange bevor es Handkäs, Äbbelwoi und die Skyline von Frankfurt gab, lebten hier Menschen, deren Spuren bis heute im Boden, in Namen und in unserer Sprache stecken. In dieser Folge reisen wir zurück in die Frühzeit – zu Kelten, Chatten und den Anfängen eines Volkes, das später Hessen genannt wurde. Eine spannende Spurensuche zwischen Archäologie, Geschichte und Identität.
Darüber wer die Menschen waren, die dieses Land zuerst besiedelten und wie sie gelebt haben, sprechen wir in dieser Folge mit dem Archäologen und Leiter des Forschungszentrums der Keltenwelt am Glauberg Dr. Axel Posluschny. Außerdem erklärt Historiker Dr. Dirk Richhardt wie die Ereignisse im Mittelalter zur Entwicklung einer hessischen Identität geführt haben.
Konzept: Joachim Meißner, Jessica Hentschel, Dr. Alexander Jehn, Franziska Kiermeier
Moderatorin: Jessica Hentschel
Gäste der Folge: Dr. Axel Posluschny, Archäologen und Leiter des Forschungszentrums der Keltenwelt am Glauberg und Historiker Dr. Dirk Richhardt
Intro- und Outro-Musik: Rodgau Monotones, „Die Hesse komme“
Aufnahme & Bearbeitung: Jessica Hentschel
Sound-Effekte: Epidemic Sound
Projektbetreuung HLZ: Franziska Kiermeier, Lena Luckenbach
Produktionstechnische Gesamtleitung: Joachim Meißner, Jessica Hentschel
Der Inhalt des Podcast gibt die subjektive Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Gäste wieder und entspricht nicht zwingend der Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) und ihrer Bediensteten.
Er kam aus England, überquerte die Alpen zu Fuß und brachte die christliche Mission nach Hessen: Bonifatius gilt als einer der prägendsten Gestalten des frühen Mittelalters – und als Gründer geistlicher wie politischer Strukturen in Mitteleuropa. Doch wer war dieser Mann, der Eichen fällte, Klöster gründete und am Ende brutal ermordet wurde? Und warum wird seine Geschichte heute als Musical erzählt?
In dieser Folge sprechen wir mit Peter Scholz, dem Produzenten des Bonifatius-Musicals in Fulda, über Zweifel, Gottvertrauen und künstlerische Freiheit auf der Bühne. Mit der Kunsthistorikerin Dorothee von Kügelgen diskutieren wir, was an der Figur Bonifatius historisch belegbar ist – und wo Mission, Macht und Mythos ineinandergreifen. Außerdem fragen wir: Was bleibt von Bonifatius – für Hessen, für Deutschland und vielleicht auch für uns heute?
Konzept: Joachim Meißner, Jessica Hentschel, Dr. Alexander Jehn, Franziska Kiermeier
Moderator: Joachim Meißner
Gäste der Folge: Dorothee von Kügelgen, Kunsthistorikerin und Autorin des Buches „Bonifatius. Apostel der Deutschen“, Peter Scholz, Produzent von Spotlight-Musicals in Fulda, bundesweit bekannt für Musicals wie "Robin Hood", "Der Medicus" und "Die Päpstin".
Intro- und Outro-Musik: Rodgau Monotones, „Die Hesse komme“
Aufnahme & Bearbeitung: Joachim Meißner
Projektbetreuung HLZ: Franziska Kiermeier, Lena Luckenbach
Produktionstechnische Gesamtleitung: Joachim Meißner, Jessica Hentschel
Der Inhalt des Podcast gibt die subjektive Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Gäste wieder und entspricht nicht zwingend der Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) und ihrer Bediensteten.
Das Weltall, die unendlichen Weiten – schon seit Jahrhunderten ist die Menschheit fasziniert vom Universum. Gerade die erste erfolgreiche Mondlandung im Jahr 1969 war dabei in vielerlei Hinsicht ein Höhepunkt. Doch schon lange vor diesem Meilenstein wurde der erste Schritt auf dem Weg zum Mond in Hessen gemacht. Bereits im Jahr 1928 war die Wasserkuppe, der "Berg der Flieger" in der Rhön, Schauplatz eines historischen Ereignisses: Dem ersten bemannten Raketenflug der Geschichte.
Darüber wie der waghalsige Start ablief und was die Raketenpioniere zu diesem Projekt antrieb, sprechen wir in dieser Folge mit Dag Peters vom Deutschen Segelflugmuseum. Mit Dr. Lutz Budrass, Historiker und Dozent an der Ruhr-Universität in Bochum, diskutieren wir, warum der erste Mensch auf dem Mond trotz dieser frühen Versuche nicht aus Hessen stammte. Außerdem schauen wir uns neben der Vergangenheit auch die Zukunft der deutschen Weltraumforschung an.
Konzept: Joachim Meißner, Jessica Hentschel, Dr. Alexander Jehn, Franziska Kiermeier
Moderatorin: Jessica Hentschel
Gäste der Folge: Dag Peters, ehemaliger Fluglehrer und ehrenamtlicher Mitarbeiter im Deutschen Segelflugmusem; Dr. Lutz Budrass, Historiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhr-Universität Bochum
Intro- und Outro-Musik: Rodgau Monotones, „Die Hesse komme“
Aufnahme & Bearbeitung: Jessica Hentschel
Sound-Effekte: Epidemic Sound
Projektbetreuung HLZ: Franziska Kiermeier, Lena Luckenbach
Produktionstechnische Gesamtleitung: Joachim Meißner, Jessica Hentschel
Der Inhalt des Podcast gibt die subjektive Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Gäste wieder und entspricht nicht zwingend der Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) und ihrer Bediensteten.
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