Hessen schafft Wissen

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Hessen schafft Wissen episodes

  • #135: Völkerstrafrecht an deutschen Gerichtshöfen – Prof. Dr. Stefanie Bock über Rechtswissenschaften

    Aufgrund von russischen Kriegsverbrechen in der Ukraine wurde im März 2023 vom Internationalen Strafgerichtshof ein Haftbefehl gegen Wladimir Putin erlassen. Deutsche Strafgerichte haben vier Personen wegen Völkerrechtsverbrechen in Syrien verurteilt. Und: Die Täter von sexuellem Missbrauch an Mädchen und Frauen in Krisengebieten werden rechtlich verfolgt. Diese drei beispielhaften Strafprozesse haben eine Gemeinsamkeit: es handelt sich um Verbrechen von großer gesellschaftlicher Relevanz, da sie grundlegende Werte der internationalen Rechtsordnung berühren. Aus diesem Grund sind sie dem Völkerstrafrecht unterzuordnen.

     

    Dr. Stefanie Bock, Strafrechtlerin und Professorin der Universität Marburg und geschäftsführende Direktorin des Forschungs- und Dokumentationszentrums für Kriegsverbrecherprozesse, hat sich in ihrer Forschung auf das Völkerstrafrecht spezialisiert. In dieser Folge von „Hessen schafft Wissen“ gibt sie uns Einblicke in die Antworten auf Fragen wie: Warum ist die deutsche Justiz für Straftaten zuständig, die auf den ersten Blick keinen direkten Bezug zu Deutschland haben? Was bedeutet der Haftbefehl gegen Putin, und welche Länder stehen hier in der Verantwortung? Und welchen Beitrag kann das Völkerstrafrecht zur Aufarbeitung des Ukrainekriegs leisten?

    48 min
  • #134: Die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine auf die EU – Prof. Dr. Andrea Gawrich über Politikwissenschaften

    Seit 2022 ist Europa im Ausnahmezustand: die Preise steigen, die Russlandpolitik hat eine drastische Kehrtwende vollzogen und viele Menschen sind auf der Flucht. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine stellt die Europäische Union vor vielfältige neue Herausforderungen. Was würde eine EU-Mitgliedschaft der Ukraine und Moldau für die EU bedeuten? Wie könnte die Demokratie in diesen Ländern gefördert werden? Ist eine diplomatische Lösung des Konflikts derzeit denkbar?

     

    Über diese und weitere Fragen sprechen wir in dieser Folge von „Hessen schafft Wissen“ mit Dr. Andrea Gawrich, Professorin für Politikwissenschaften und stellvertretende geschäftsführende Direktorin des Gießener Zentrums Östliches Europa der Justus-Liebig-Universität Gießen. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der internationalen Integration mit besonderem Bezug auf das Östliche Europa. Sie forscht und lehrt unter anderem zu den Themen Europäisierung, Regionale Integration sowie Internationale Demokratieförderung.


    Den SHAPEDEM-EU Podcast "Democracy Support Dialogues" gibt es hier auf Spotify: https://open.spotify.com/show/2s9tEgk5jgKOVak6nYTU9J



    47 min
  • #133: Die soziale und politische Dimension von Design - Prof. Dr. Tom Bieling über Designtheorie

    Bilder in den Sozialen Medien, Architektur und Alltagsgegenstände – Design ist in unserem Leben allgegenwärtig. In visuellen Darstellungen oder physischen Dingen werden Wissen, subjektive Meinungen und Denkweisen verarbeitet – das wiederum kann einen wesentlichen Einfluss darauf haben, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen, in welcher Weise wir daran teilhaben und ob wir gleichberechtigt Zugang dazu haben. Da Design in vielen Fällen bestenfalls viele Menschen bzw. die „Mehrheit“ adressieren soll, werden Minderheiten häufig ausgegrenzt. Wie wir Dinge gestalten, beeinflusst demnach, was wir als „normal“ und „normabweichend“ empfinden. 

     

    Prof. Dr. Tom Bieling, Designforscher und Professor für Designtheorie an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach (HfG), setzt sich in seiner Forschung mit den sozialen und politischen Dimensionen von Gestaltung auseinander. In dieser Folge von „Hessen schafft Wissen“ sprechen wir mit ihm über Fragen wie: Welche Rolle spielt Design in Bezug auf gesellschaftliche Teilhabe? Wie kann Design zur Inklusion beitragen? Und was genau ist eigentlich Designforschung?

    1 hr 8 min
  • #132: Dem globalen Klimawandel am Amazonas auf der Spur – Prof. Dr. Christoph Müller über Pflanzenökologie (2/2)

    Tropenwälder sind für den Menschen elementar, da sie das globale Klima- und Wettergeschehen entscheidend mitbestimmen und für die Biodiversität von grundlegender Bedeutung sind. Um Fragen zum globalen Klimawandel zu erforschen, ist ein Forschungsteam der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) auf eine vierwöchige Amazonas-Expedition aufgebrochen. Die Ziele der Expedition: die sogenannten Terra-preta-Böden untersuchen, die über besondere Eigenschaften der Kohlenstoffspeicherung verfügen und sehr fruchtbar sind, sowie wissenschaftlich-forensische Verfahren zur Bekämpfung des illegalen Holzeinschlags entwickeln.

     

    Dr. Christoph Müller, Professor für Experimentelle Pflanzenökologie an der JLU Gießen und Direktor des Instituts für Pflanzenökologie, leitete die Expedition in den Regenwald. Er befasst sich in seiner Forschung mit den Folgen des Klimawandels auf Ökosysteme und nachhaltigem Landbau. In dieser Doppel-Episode von „Hessen schafft Wissen“ gibt er uns u. a. Einblicke in seine Expedition in den brasilianischen Regenwald sowie die wichtige Rolle von Bio- und Holzkohle für die Landwirtschaft, und er verrät, wie illegales Tropenholz in Deutschland identifiziert werden kann.

    47 min
  • #131: Dem globalen Klimawandel am Amazonas auf der Spur - Prof. Dr. Christoph Müller über Pflanzenökologie (1/2)

    Tropenwälder sind für den Menschen elementar, da sie das globale Klima- und Wettergeschehen entscheidend mitbestimmen und für die Biodiversität von grundlegender Bedeutung sind. Um Fragen zum globalen Klimawandel zu erforschen, ist ein Forschungsteam der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) auf eine vierwöchige Amazonas-Expedition aufgebrochen. Die Ziele der Expedition: die sogenannten Terra-preta-Böden untersuchen, die über besondere Eigenschaften der Kohlenstoffspeicherung verfügen und sehr fruchtbar sind, sowie wissenschaftlich-forensische Verfahren zur Bekämpfung des illegalen Holzeinschlags entwickeln.

     

    Dr. Christoph Müller, Professor für Experimentelle Pflanzenökologie an der JLU Gießen und Direktor des Instituts für Pflanzenökologie, leitete die Expedition in den Regenwald. Er befasst sich in seiner Forschung mit den Folgen des Klimawandels auf Ökosysteme und nachhaltigem Landbau. In dieser Doppel-Episode von „Hessen schafft Wissen“ gibt er uns u. a. Einblicke in seine Expedition in den brasilianischen Regenwald sowie die wichtige Rolle von Bio- und Holzkohle für die Landwirtschaft, und er verrät, wie illegales Tropenholz in Deutschland identifiziert werden kann.

    54 min
  • #130: Rechtsextremismus, Rassismus und Demokratiefeindlichkeit – Dr. Reiner Becker über Politikwissenschaften

    Deutschlandweit steigen die Wählerstimmen für die AfD, Verschwörungstheorien kursieren im Netz und das Vertrauen der Deutschen in die Demokratie nimmt ab – die Demokratie steht vor vielen neuen Herausforderungen. Die Landtagswahl speziell in Hessen im Herbst 2023 hat gezeigt: immer mehr Menschen orientieren sich politisch rechts. Wie steht es also um unsere Demokratie in Hessen? Nimmt der Rechtsextremismus in Deutschland zu? Bedroht er gar unsere Demokratie? Welche Auswirkungen haben Krisen auf die politische Landschaft?

     

    Über diese und weitere Frage sprechen wir in dieser Folge von „Hessen schafft Wissen“ mit Dr. Reiner Becker, dem Leiter des Demokratiezentrums Hessen im Beratungsnetzwerk Hessen. Zudem lehrt er an der Philipps-Universität Marburg. Er ist Mit-Herausgeber der Zeitschrift „Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit“ und spezialisiert sich in seiner Forschung auf die Themenschwerpunkte „Rechtsextremismus im ländlichen Raum“ und „Beratung im Kontext Rechtsextremismus“.

    59 min
  • #129: Was vor Cyberangriffen schützt – Prof. Dr. Haya Schulmann über Netzwerk- und Computersicherheit

    Gefälschte Websites, Phishing-Mails und gestohlene geheime Informationen – im Netz wimmelt es an Gefahren für die IT-Sicherheit von Privatpersonen und Unternehmen. Die Zahl der Cyber-Angriffe hat insbesondere in den letzten Jahren signifikant zugenommen. Schäden in Milliardenhöhe wurden dadurch verursacht. Kann die Cybersicherheit überhaupt mit der Digitalisierung mithalten? Wie können wir uns gegen Cyberattacken wehren? Wie ist die IT-Sicherheitslage in Deutschland? Und welche Rolle spielt Cyberwarfare derzeit im Krieg zwischen Israel und der Hamas?

     

    Mit solchen Fragen beschäftigt sich Prof. Dr. Haya Schulmann. Sie ist Professorin für Informatik und Netzwerk- und Computersicherheit an der Johann Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main, Gastprofessorin an der Hebräischen Universität Jerusalem und Leiterin der Abteilung Cybersecurity Analytics and Defences am Fraunhofer-Institut. In dieser Folge von „Hessen schafft Wissen“ gibt sie uns Einblicke, wie wir das Internet und seine Nutzung sicherer machen können.

    55 min
  • #128: Der Umgang mit dem Tod - Prof. Dr. Christian Schütte-Bäumner und Prof. Dr. Ingo Neupert über Soziale Arbeit und Palliative Care

    Die steigende Lebenserwartung, das vermehrte Auftreten chronischer Krankheiten und die wachsende Kluft in der Gesundheitsversorgung aufgrund sozialer Unterschiede stellen neue Herausforderungen für das Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit dar. Dennoch spielt derzeit in den in Deutschland angebotenen Bachelor- und Master-Studiengängen im Bereich Soziale Arbeit Palliative Care kaum eine Rolle.

     

    Wie sollten Studierende der Sozialen Arbeit ausgebildet werden? Wie ist die Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland aufgestellt? Wie unterscheidet sich die Versorgung in der Stadt und auf dem Land? Wie und wo ist die Soziale Arbeit in den Strukturen der Hospiz- und Palliativversorgung und Onkologie etabliert? Diese und weitere Fragen diskutieren in dieser Folge von „Hessen schafft Wissen“ Prof. Dr. Christian Schütte-Bäumner und Prof. Dr. Ingo Neupert, Professoren der Sozialen Arbeit mit Spezialisierung auf die gesundheitsbezogenen klinischen Aspekte an der Hochschule RheinMain.

    1 hr 5 min
  • #127: Nachhaltige und ästhetische Architektur - Prof. Dr.-Ing. Christine Döbert und Prof. Thomas Vinson über Bauwesen und Gestaltung

    Der Gebäudesektor verursacht laut Umweltbundesamt 30 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland. Grund dafür ist u.a. die zunehmende Verwendung von umweltschädlichen Materialien wie Beton. Klar ist: Bauwerke müssen in Zukunft mit weniger Rohstoff- und Energieverbrauch gebaut werden. Jedoch spielen hierbei nicht nur nachhaltige Aspekte eine Rolle, sondern auch ästhetische – denn nur ansprechende Häuser, in denen sich Menschen wohlfühlen, werden langfristig genutzt.

     

    Aber kann nachhaltiges Bauen ästhetischen Ansprüchen gerecht werden? Wie sieht die Architektur der Zukunft aus? Welche Rohstoffe sind nachhaltig und gleichzeitig langfristig einsetzbar? Welche Rolle spielt Recycling? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigen sich die Ingenieurin und Professorin Dr. Christine Döbert und der international renommierte Künstler und Honorarprofessor für Gestaltung Thomas Vinson der Technischen Hochschule Mittelhessen im Rahmen eines Projekts. Ziel ist, neue ressourcenschonende und ästhetische Baukonstruktionen zu entwickeln, indem Abfallprodukte verwertet und Abbruchmaterialien der Bauindustrie verwendet werden. Einblicke in dieses Projekt geben sie uns in dieser Folge von „Hessen schafft Wissen“.

    1 hr
  • #126: Die Rolle der Frauen im Rechtsextremismus - Prof. Dr. Johanna Sigl über Politische Bildung und Soziale Arbeit

    Über ein Jahrzehnt hinweg ermordete die rechtsterroristische Gruppe des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) zehn Menschen. Als sich die Gruppe im November 2011 nach einem missglückten Banküberfall selbst enttarnte, erfuhr Neonazistin und Rechtsterroristin Beate Zschäpe besondere Aufmerksamkeit. Einer der Gründe dafür: Das Bild der extremen Rechten wird in der Öffentlichkeit oft mit Männern in Verbindung gesetzt. Frauen der extremen Rechten werden hingegen häufig nicht als politisch handelnde gewalttätige Akteurinnen wahrgenommen, obwohl sie ebenfalls in nahezu allen Bereichen zentrale Rollen in rechten Bewegungen einnehmen.

     

    Hier setzt Dr. Johanna Sigls Forschung an. Sie ist Professorin für Politische Bildung und Soziale Arbeit an der Hochschule RheinMain und forscht u.a. über den Zusammenhang von Geschlecht und Rechtsextremismus und gibt uns in dieser Folge von „Hessen schafft Wissen“ differenzierte Einblicke in die Rolle von Frauen in der extremen Rechten.

    54 min

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