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„Ich bin nicht euer Integrationserfolg!“ Hila Latifi hat keine Lust (mehr), als „Vorzeige-Ausländerin“ instrumentalisiert zu werden. Die gesellschaftlichen Strukturen beschreibt sie als diskriminierend.
Um dagegen politisch etwas zu unternehmen, sitzt Hila Latifi seit Anfang März für Die Linke in der Hamburger Bürgerschaft – und hat es sich zur Aufgabe gemacht, vor allem ihre eigene Community anzusprechen und zu mobilisieren. „Ich habe meinen Wahlkampf zu 90 Prozent auf Dari gestaltet.“ Als junge Mutter und Afghanin sah sie sich von der Politik nicht repräsentiert und beschloss, ihren Aktivismus ins Parlament zu tragen.
In ihrer Arbeit als Diversitätsberaterin und Therapeutin sieht Hila Latifi, wie systemische Abhängigkeiten Individuen prägen. Und sie weiß, warum es kein Zufall ist, dass in Parteien viele Perspektiven fehlen. Das alles versucht sie zu ändern.
Hila Latifi gibt außerdem Einblicke in die aktuelle Situation in Afghanistan und kritisiert den Umgang der Regierung mit afghanischen Menschen. Mit der Machtübernahme der Taliban 2021 erfüllte sie Aufgaben des Staates und schrieb von morgens bis abends an Evakuierungslisten für aufnahmeberechtigte Personen. Mit Host Stephan Anpalagan spricht sie über Widerstände und das politische Scheitern in dieser Zeit.
Außerdem verrät Hila Latifa, warum sie nach ihrer Flucht durch insgesamt elf Länder ausgerechnet in Bremen gelandet ist. Sie berichtet, was sie an den Kita-Streiks wirklich wütend macht. Und teilt, warum sie es liebt, dass sich ihr Leben ständig wandelt.
TRANSPARENZ
Hila Latifa erwähnt in der Schnellfragerunde den Roman „Schwindel“ von Hengameh Yaghoobifarah.
Am Ende der Folge ruft sie dazu auf, die Initiative „Nein zur Bezahlkarte“ zu unterstützen. Sie appelliert an alle Zuhörenden, selbst Gutscheine einzutauschen und sich mit den rassifizierten Menschen zu solidarisieren.
Die Folge mit Hila Latifi wurde am 18.03.2025 aufgezeichnet.
URHEBERRECHT
Im Intro des Podcasts zitieren wir:
Enissa Amani, aus: „Rebels. Ich rebelliere also bin ich“; Folge 2: „Die Macht der Comedy“ vom 13. Dezember 2022, ARD Kultur, Timecode: 00:11:26
Anja Reschke, aus: „Panorama“, Beitrag „Mein Nachbar ist Nazi“ vom 1. Juli 2022, NDR, Timecode: 00:00:05
Disarstar, aus: „Rebels. Ich rebelliere also bin ich“; Folge 1: „Die Macht der Musik“ vom 13. Dezember 2022, ARD Kultur, Timecode: 00:01:45
DANKSAGUNG
Redaktion: Ruth Klages und Jasper von Römer; Hosts: Ninia LaGrande und Stephan Anpalagan; Produktion: Benjamin Jenak; Artwork: Karla Schröder; Sprecherin: Leni Leßmann
FINANZIERUNG
Veto wird anteilig gefördert vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung.
By Veto Magazin„Ich bin nicht euer Integrationserfolg!“ Hila Latifi hat keine Lust (mehr), als „Vorzeige-Ausländerin“ instrumentalisiert zu werden. Die gesellschaftlichen Strukturen beschreibt sie als diskriminierend.
Um dagegen politisch etwas zu unternehmen, sitzt Hila Latifi seit Anfang März für Die Linke in der Hamburger Bürgerschaft – und hat es sich zur Aufgabe gemacht, vor allem ihre eigene Community anzusprechen und zu mobilisieren. „Ich habe meinen Wahlkampf zu 90 Prozent auf Dari gestaltet.“ Als junge Mutter und Afghanin sah sie sich von der Politik nicht repräsentiert und beschloss, ihren Aktivismus ins Parlament zu tragen.
In ihrer Arbeit als Diversitätsberaterin und Therapeutin sieht Hila Latifi, wie systemische Abhängigkeiten Individuen prägen. Und sie weiß, warum es kein Zufall ist, dass in Parteien viele Perspektiven fehlen. Das alles versucht sie zu ändern.
Hila Latifi gibt außerdem Einblicke in die aktuelle Situation in Afghanistan und kritisiert den Umgang der Regierung mit afghanischen Menschen. Mit der Machtübernahme der Taliban 2021 erfüllte sie Aufgaben des Staates und schrieb von morgens bis abends an Evakuierungslisten für aufnahmeberechtigte Personen. Mit Host Stephan Anpalagan spricht sie über Widerstände und das politische Scheitern in dieser Zeit.
Außerdem verrät Hila Latifa, warum sie nach ihrer Flucht durch insgesamt elf Länder ausgerechnet in Bremen gelandet ist. Sie berichtet, was sie an den Kita-Streiks wirklich wütend macht. Und teilt, warum sie es liebt, dass sich ihr Leben ständig wandelt.
TRANSPARENZ
Hila Latifa erwähnt in der Schnellfragerunde den Roman „Schwindel“ von Hengameh Yaghoobifarah.
Am Ende der Folge ruft sie dazu auf, die Initiative „Nein zur Bezahlkarte“ zu unterstützen. Sie appelliert an alle Zuhörenden, selbst Gutscheine einzutauschen und sich mit den rassifizierten Menschen zu solidarisieren.
Die Folge mit Hila Latifi wurde am 18.03.2025 aufgezeichnet.
URHEBERRECHT
Im Intro des Podcasts zitieren wir:
Enissa Amani, aus: „Rebels. Ich rebelliere also bin ich“; Folge 2: „Die Macht der Comedy“ vom 13. Dezember 2022, ARD Kultur, Timecode: 00:11:26
Anja Reschke, aus: „Panorama“, Beitrag „Mein Nachbar ist Nazi“ vom 1. Juli 2022, NDR, Timecode: 00:00:05
Disarstar, aus: „Rebels. Ich rebelliere also bin ich“; Folge 1: „Die Macht der Musik“ vom 13. Dezember 2022, ARD Kultur, Timecode: 00:01:45
DANKSAGUNG
Redaktion: Ruth Klages und Jasper von Römer; Hosts: Ninia LaGrande und Stephan Anpalagan; Produktion: Benjamin Jenak; Artwork: Karla Schröder; Sprecherin: Leni Leßmann
FINANZIERUNG
Veto wird anteilig gefördert vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung.