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Er singt auf Hochzeiten, macht Musik mit Kindern und steht mit der Gitarre auf dem Weihnachtsmarkt in Nordhorn. Gleichzeitig steckt er – verborgen hinter einem Künstlernamen – hinter einem der erfolgreichsten deutschen Dance-Projekte: über 300 Millionen Streams auf Spotify!
Professorin für Online- und Social-Media-Marketing, Präsidentin einer Hamburger Hochschule – und Familienleben mitten in Nordhorn: Prof. Dr. Vera Kristina Lenz-Kesekamp bewegt sich täglich zwischen Welten, die unsere Gegenwart prägen.
Herzchirurg an der Charité, Anti-Aging-Forscher mit Harvard-Erfahrung, lautstarker Health-Influencer – und DJ vor Hunderten von Menschen: Jasper Iske passt in keine Schublade.
Staubige Akten, dunkle Keller, weiße Handschuhe: Das Bild vom Archivar ist voller Klischees. In dieser Folge von „Hinter den Schlagzeilen“ schauen wir genauer hin. Zu Gast ist Christian Lonnemann, Leiter des Kreis- und Kommunalarchivs Grafschaft Bentheim – und damit jemand, der so gar nicht ins gängige Klischee passen will: Familienvater, Feuerwehrmann und Archivar mit Leidenschaft.
Wir sprechen über seinen Weg in den Beruf, über den Unterschied zwischen Archiv, Bibliothek und Museum und über die Frage, was eigentlich bewahrt wird – und was nicht. Christian Lonnemann erklärt, warum Wegwerfen zum Berufsalltag gehört, wer die größten Feinde des Archivguts sind (nicht klauende Besucher und auch nicht fettige Finger!) und warum Archive weit mehr sind als bloße Lagerstätten alter Akten. Wiederholt sich Geschichte? Können wir aus der Geschichte lernen? Auch diesen Fragen gehen wir nach.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Kreis- und Kommunalarchiv selbst: einem modernen Archiv auf dem NINO-Areal, das Christian Lonnemann von Anfang an mit aufgebaut hat. Wer nutzt dieses Archiv? Welche Geschichten stecken in Regalkilometern voller Unterlagen? Und was ist aus rechtlichen Gründen nicht frei zugänglich?
Zum Schluss blicken wir nach vorn: Welche Rolle spielen Archive in einer digitalen Welt? Reicht Künstliche Intelligenz, um Wissen zu bewahren – oder braucht Geschichte auch in Zukunft Menschen, die sie einordnen, bewerten und als Gedächtnis der Grafschaft lebendig halten?
Kirchenschließungen bestimmen seit einigen Jahren die Schlagzeilen – auch bei uns in der Grafschaft. Immer häufiger heißt es: „Kirche zu verkaufen“. Aber was bedeutet das eigentlich? Für Gemeinden, die ihr Gotteshaus aufgeben? Für Gläubige, die ihren Ankerpunkt verlieren? Und für jene, die solche Gebäude künftig nutzen?
Georg Pauling aus Nordhorn bringt eine einzigartige Mischung aus Perspektiven mit: Er ist Christ mit bewegter Lebensgeschichte, Kirchenältester – und zugleich Immobilienmakler. Seine eigene Gemeinde steht vor genau diesem Schritt: Die Neue Kirche, ein sanierungsbedürftiger Bau aus dem Jahr 1951, soll verkauft werden. Rund 3250 Gemeindemitglieder fragen sich nun: Wie geht Gemeinde ohne Kirche?
Wir sprechen über persönliche Prägungen und darüber, was ein Kirchengebäude für den Glauben eigentlich bedeutet. Über Georgs Lebensweg – vom Internat über berufliche Brüche bis hin zu einer Nahtoderfahrung, die seinen Glauben geprägt hat. Und natürlich über die praktischen Fragen: Wer kauft eine Kirche? Welche Nutzungen sind möglich – von Kita bis Kulturkirche? Was erlaubt der Denkmalschutz? Und was kostet so ein Gotteshaus eigentlich? (Spoiler: eine knappe Million Euro.)
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