Am 10. Oktober 2025 verschwindet der achtjährige Fabian aus Güstrow. Vier Tage später wird seine Leiche an einem abgelegenen Tümpel bei Klein Upahl gefunden.
Seit April 2026 steht Gina H., die (ehemalige) Lebensgefährtin seines Vaters, wegen Mordes vor dem Landgericht Rostock. Sie bestreitet, Fabian getötet zu haben.
Einen Augenzeugen für die Tat gibt es nicht. Der Prozess ist deshalb ein Indizienprozess.
Das erwartet euch in Teil 1 der Doppelfolge:
Wie funktioniert ein Indizienprozess?Welche Rolle spielen der Pick-up, Handy- und Standortdaten sowie Blut- und Faserspuren?Warum ist die Frage so wichtig, ob Gina H. den späteren Fundort bereits vorher kannte?Können Google-Suchanfragen und einzelne Äußerungen auf mögliches Täterwissen hindeuten?Welche Bedeutung könnte ein mögliches Tatmotiv haben?Und wie stark ist das Belastungsbild, wenn man sämtliche Indizien in ihrer Gesamtheit betrachtet?Dabei ordnet Sascha die einzelnen Indizien aus richterlicher Sicht ein: Was ist tatsächlich belastend? Wo liegen die Grenzen eines Indizes? Und wie entsteht aus vielen einzelnen Puzzleteilen am Ende eine gerichtliche Gesamtwürdigung?
Hinweis: Das Strafverfahren ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Folge noch nicht abgeschlossen. Gina H. ist nicht rechtskräftig verurteilt. Für sie gilt die Unschuldsvermutung. Unsere Darstellung beruht auf der öffentlich zugänglichen Berichterstattung über das laufende Verfahren und ersetzt insbesondere nicht die unmittelbare Beweisaufnahme vor dem Landgericht Rostock.
Wie bewertet ihr die einzelnen Indizien?
Ihr habt Fragen zur Folge, möchtet uns eure Gedanken zum Fall mitteilen oder habt Anregungen für kommende Folgen? Dann schreibt uns gerne. Ihr findet uns auf Instagram unter @hinterderrobe oder erreicht uns per E-Mail unter [email protected]. Wir freuen uns auf eure Nachrichten und den Austausch mit euch.
Musik: Harald Bauch von der Heyde, big [arts]