Südafrika steht unter erheblichem gesellschaftlichem und politischem Druck. Fremdenfeindliche Mobilisierung, die Ausreise zahlreicher Migranten, Proteste gegen Kriminalität und staatliches Versagen sowie wachsende Zweifel an der Handlungsfähigkeit zentraler Institutionen prägen die aktuelle Debatte.
In dieser Folge betrachten wir, warum Menschen aus anderen afrikanischen Ländern Südafrika aus Angst verlassen, wie legitimer Protest in Selbstjustiz umschlagen kann und welche Rolle Armut, Ungleichheit und eine unzuverlässige Grundversorgung dabei spielen.
Außerdem geht es um die Krise der staatlichen Institutionen: Die Aussagen vor der Madlanga-Kommission werfen Fragen zur Arbeit der Antikorruptionseinheit IDAC, zu politischer Verantwortung und zu mangelnder Rechenschaft auf.
Am Beispiel Johannesburgs wird schließlich deutlich, wie eng nationale und kommunale Probleme miteinander verbunden sind. Instabile Koalitionen, fragmentierte Verwaltungsstrukturen, Probleme bei Wasser, Strom und Sicherheit sowie fehlendes Vertrauen in die politische Führung bestimmen den Alltag vieler Menschen.
Eine Folge über Migration, gesellschaftliche Spannungen und die Frage, was passiert, wenn Bürger nicht mehr darauf vertrauen, dass der Staat seine grundlegenden Aufgaben erfüllt.