Glücklichsein ist kein Gefühl – es hat System. Sara Ahmed zeigt, warum Unglücklichsein kein persönliches Versagen ist, sondern ein Akt politischer Klarheit – und warum manchmal genau diejenige, die “die Stimmung verdirbt”, am meisten Fürsorge zeigt.
Glück scheint überall zu sein: im Self-Help-Regal, in Social-Media-Feeds, im stillen Erwartungsdruck, der uns sagt, dass ein „gutes Leben“ ein glückliches Leben sein muss. Aber was heißt eigentlich Glück – und wer darf bestimmen, wie es aussieht? In dieser Folge gehen wir dem Glücksversprechen auf den Grund und beginnen damit, eine scheinbar harmlose Frage umzudrehen: Warum hört sich „Bist du unglücklich?“ so seltsam an?
Wir knüpfen an die letzten Episoden an – Laclau, Antigenderideologie, Foucault – und fragen, was passiert, wenn Glück zur Norm wird: zu einem Ideal, das Abweichung pathologisiert und kritische Stimmen als Stimmungskiller markiert. Genau an dieser Stelle setzt Sara Ahmed an. Wir sprechen über ihre Biografie, ihre Denkbewegungen und ihre Kritik an einem Glück, das immer schon weiß, heterosexuell, häuslich und konform ist. Über Social-Media-Performances von „echtem Glück“. Über die Frage, warum manche Körper leichter als glücklich lesbar sind als andere. Und natürlich über die Figur der feminist killjoy, die zeigt, dass Widerstand manchmal damit beginnt, die Stimmung zu verderben.
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