Sprache. Macht. Geschlecht.

Sprache. Macht. Geschlecht.

By Verena Hofstätter & Jessica AlbrechtSociety & CultureScience
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Sprache. Macht. Geschlecht. episodes

  • Das A in Asexualität: Fehlt da was?
    Was fehlt eigentlich, wenn jemand wenig oder keine sexuelle Anziehung erlebt – und warum wird daraus so schnell ein Mangel? Wir setzen die Ace-Brille auf Foucaults Sexualitätsdispositiv und sprechen über compulsory sexuality, Pathologisierung, epistemische Ungerechtigkeit und die Frage, ob Asexualität in die Kategorie „sexuelle Orientierung“ passt – oder diese Kategorie gerade ins Wanken bringt.
    1 hr 20 min
  • Sexualität und Wahrheit
    Warum soll Sexualität eigentlich sagen, wer wir sind? In dieser Folge sprechen wir über Michel Foucaults Der Wille zum Wissen: über Beichte, Geständnis, Macht-Wissen, Biopolitik und die Frage, warum wie Sex zur Wahrheit über uns selbst werden konnte.

    Wir beginnen mit Foucaults Kritik an der Repressionshypothese, also an der Vorstellung, Sexualität sei vor allem unterdrückt worden und Befreiung bestehe darin, endlich offen über Sex zu sprechen. Foucault verschiebt den Blick: Entscheidend ist nicht nur, ob über Sex gesprochen wird, sondern wer sprechen soll, wer zuhört, wer deutet und welche Folgen diese Deutung für die Person hat.

    Von dort aus geht es um Beichte, Geständnis und die Frage, wie aus sexuellen Handlungen Hinweise auf eine ganze Person werden. Foucaults berühmtes Beispiel ist der Übergang vom Sodomiten zum Homosexuellen. Nicht gleichgeschlechtliches Begehren entsteht neu, sondern eine neue Form des Wissens, in der Sexualität als innere Beschaffenheit einer Person gelesen wird.

    Außerdem sprechen wir über Macht-Wissen, das Sexualitätsdispositiv, Biopolitik und Norm. Sexualität wird bei Foucault gerade deshalb politisch so wichtig, weil sie einzelne Körper und Bevölkerung miteinander verbindet: Gesundheit, Fortpflanzung, Familie, Krankheit, Entwicklung und demografische Zukunft.

    Am Ende kehren wir zum Begriff sex(e) zurück. Foucault fragt, ob sex(e) wirklich die natürliche Grundlage der Sexualität ist — oder ob diese scheinbare Grundlage erst im Sexualitätsdispositiv entsteht. Daraus folgt eine schwierige Frage für politische Kämpfe um Anerkennung und Sichtbarkeit: Was passiert, wenn wir weiter nach einer sexuellen Wahrheit suchen, obwohl genau diese Suche uns an das Dispositiv bindet?

    Zum Schluss geht es um Foucaults Gegenformel: nicht Sex-Begehren, sondern Körper und Lüste. Und um die Frage, warum das gerade für Asexuality Studies interessant wird: Kann ein Mensch gesellschaftlich verständlich sein, ohne überhaupt eine sexuelle Wahrheit über sich besitzen zu müssen?
    Zum Mitlesen:
    • Michel Foucault, Sexualität und Wahrheit, Band I: Der Wille zum Wissen
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    1 hr 22 min
  • Trans Phänomenologie
    Wie fühlt sich Geschlecht im eigenen Körper an? In dieser Folge sprechen wir mit Gayle Salamon und Maurice Merleau-Ponty über den gelebten Leib, soziale Konstruktion und Transgeschlechtlichkeit. Wir fragen, wie gesellschaftliche Normen körperlich spürbar werden – und warum ein Körper sich natürlich anfühlen kann, ohne deshalb natürlich gegeben zu sein.

    Wir haben nicht einen Körper, sondern wir leben unseren Körper. Aber wie entsteht das Gefühl, dass dieser Körper selbstverständlich, real oder sogar „natürlich“ ist?
    In dieser Folge sprechen wir über Körperlichkeit und Verkörperung. Ausgehend von Gayle Salamons Buch Assuming a Body: Transgender and Rhetorics of Materiality fragen wir, wie sich Geschlecht körperlich erfahren lässt, ohne den Körper entweder als rein biologisch gegeben oder als bloßes Produkt gesellschaftlicher Diskurse zu verstehen.
    Dafür wagen wir uns in die Phänomenologie und sprechen unter anderem über Maurice Merleau-Pontys Unterscheidung zwischen dem betrachteten Körper und dem gelebten Leib. Was ist ein Körperschema? Wie verändern Gewohnheiten, Erfahrungen, Verletzungen und gesellschaftliche Räume das, was ein Körper kann? Und warum lässt sich das eigene Körpergefühl niemals vollständig davon trennen, wie andere Menschen uns sehen und wahrnehmen?
    Außerdem geht es darum,
    • warum soziale Konstruktion körperliche Erfahrungen nicht weniger real macht,
    • wie Geschlecht, Sexualität und Körper miteinander verflochten sind,
    • weshalb Transgeschlechtlichkeit grundlegende Annahmen über Körper sichtbar macht,
    • was Berühren und Berührtwerden mit Geschlecht zu tun haben, und
    • warum sich etwas natürlich anfühlen kann, ohne natürlich gegeben zu sein.

      Besprochen werden unter anderem:
    • Gayle Salamon: Assuming a Body: Transgender and Rhetorics of Materiality
    • Maurice Merleau-Ponty: Phänomenologie der Wahrnehmung
    • Sowie die bisherigen Folgen zu Sara Ahmed und Judith Butler.

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    1 hr 19 min
  • Die Frau ohne Eigenschaften
    Wie schreibt man eine queere weibliche Figur, ohne sie festzuschreiben? Wir sprechen über Karen Barads agentiellen Schnitt, Judith Butlers Begriff der Lebbarkeit und darüber, wie Kategorien, Labels und literarische Formen mitbestimmen, welche Körper und Beziehungen verständlich werden.

    Ausgangspunkt dieser Folge ist die kritische Rückmeldung einer Hörerin: Warum haben wir in einer früheren Folge erneut trans Frauen als Beispiel herangezogen, um die Instabilität der Kategorie „Frau“ zu zeigen – obwohl unser Argument ausdrücklich transinklusiv war?

    Wir nehmen diese Kritik auf und fragen, warum es nicht genügt, die Grenzen einer Kategorie immer weiter auszudehnen oder einen anderen marginalisierten Körper zum neuen Grenzfall zu machen. Mit Karen Barad sprechen wir über Quantenphysik, Apparate, agentielle Schnitte und die Frage, ob Eigenschaften unabhängig von den Bedingungen ihrer Bestimmung bereits vollständig vorhanden sind.

    Von dort führt die Folge zu einem literarischen Experiment: Verena schreibt unabsichtlich an einem Roman über Hedy, eine junge Frau, deren Frausein niemand bestreitet, deren Art zu begehren, Nähe herzustellen und Beziehungen zu leben aber nicht als queere Möglichkeit weiblichen Lebens gelesen wird, sondern als Mangel, Unreife oder Störung.

    Mit Judith Butler fragen wir, warum Anerkennung allein nicht genügt, wenn die Bedingungen dieser Anerkennung ein Leben unverständlich oder unlebbar machen. Wir sprechen darüber, wie die Kategorie „Frau“ nicht nur nach außen abgrenzt, sondern auch im Inneren festlegt, welche Formen von Weiblichkeit, Begehren und Beziehung als plausibel gelten.

    Außerdem geht es um queere Zeit, E-Mail-Korrespondenzen, Labels und Fehllektüren, die Briefform als materiell-diskursive Anordnung, Hedy als mögliche Cyborgfigur und um Korrigierbarkeit als ethische Praxis des Lesens.

    Texte und Autor*innen, über die wir sprechen:
    • Butler, Judith (2004) Undoing Gender, New York: Routledge
    • Barad, Karen (2007) Meeting the universe halfway: Quantum Physics and the Entanglement of Matter and Meaning. Durham: Duke University Press.
    Den erwähnten Artikel von Juliana Stocker findet ihr auf Substack: Sind cis Frauen Frauen?Absolut lesenswert!

    Juliana findet ihr übrigens auch auf Instagram.

    Wie immer freuen wir uns über eure Gedanken: Wie geht es euch, wenn ihr queere Figuren lest? Was macht ihre Queerness aus? Wie viel Gutes oder Schlechtes tun Labels in der Literatur? Habt ihr euch diese Fragen vielleicht sogar schon einmal selbst beim Schreiben gestellt?
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    1 hr
  • Tiere, Menschen, Technik
    In dieser Folge sprechen Jessica und Verena über Donna Haraway. Ausgangspunkt sind Haraways Ideen zu Companion Species, Verwandtschaft und Beziehungen, die weit über Menschen hinausgehen. Wir besprechen, was wir von Hundetraining über Liebe, Macht und Verantwortung lernen, warum „bedingungslose Liebe“ keine so harmlose Vorstellung ist und was es bedeutet, in einer kaputten Welt in diesem Problemen zu bleiben.

    In dieser Folge von Sprache Macht Geschlecht geht es um Donna Haraway und ihre Vorschläge, Beziehungen, Familie und Verantwortung anders zu denken. Wir sprechen darüber, warum Haraway sagt, dass wir nie einfach als einzelne, fertige Individuen existieren, sondern immer mit anderen werden: mit Menschen, Hunden, Bakterien, Pflanzen, Technologien, Landschaften und anderen Tieren. Ausgangspunkt ist ihre Idee der companion species – der Begleitspezies.

    Dabei geht es auch um die sehr konkrete Frage, was Hunde eigentlich für uns sind: Familienmitglieder, Kinderersatz, Trainingspartner*innen, Projektionsflächen oder eigenständige Gegenüber? Warum kritisiert Haraway die Idee „bedingungsloser Liebe“? Und was hat Hundetraining mit Aufmerksamkeit, Macht, gegenseitigem Lernen und queerer Theorie zu tun?

    Wir fragen außerdem, warum die Grenze zwischen „Haustieren“ und „Nutztieren“ nie nur eine harmlose oder natürliche Grenze ist. Sie hängt mit Fleischkonsum, kolonialen Vorstellungen, Rassismus und der Frage zusammen, welche Tiere wir lieben, essen oder schützen.

    Zum Schluss gehen wir von Haraways früherem Companion Species Manifesto zu Staying with the Trouble: Was heißt es, Verwandtschaft aktiv herzustellen? Warum gibt es keine unschuldige Position außerhalb von Klimakrise, Kapitalismus, Kolonialismus und Speziesgewalt? Und was könnte das für unser Verhältnis zu KI bedeuten?

    Texte und Autor*innen, über die wir sprechen:
    • Donna Haraway, The Companion Species Manifesto (2003)
    • Donna Haraway, Staying with the Trouble: Making Kin in the Chthulucene (2016)
    • N. Katherine Hayles, Technosymbiosis: Figuring (Out) Our Relations to AI (2023)
    Wie immer freuen wir uns über eure Gedanken: Mit wem oder was macht ihr Verwandtschaft? Welche Beziehungen tragen euch – und welche Abhängigkeiten bleiben im Alltag oft unsichtbar?
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    1 hr 3 min
  • Frauen, Gossip, Mütter
    Happy Birthday to us! Zum ersten Geburtstag von Sprache. Macht. Geschlecht. greifen wir zwei eurer Themen auf: Gossip und Mutterschaft. Warum wird informeller Wissensaustausch als Getratsche abgewertet, sobald er weiblich codiert ist? Und wie kann Fürsorge anerkannt werden, ohne Muttersein erneut zur weiblichen Bestimmung zu erklären?

    Mit dieser Folge ist Sprache. Macht. Geschlecht. ein Jahr alt. Zum Geburtstag haben wir zwei Themen aus euren Nachrichten aufgegriffen, die zunächst wie lose Schnipsel wirken: Gossip und Mutterschaft. Beim genaueren Hinsehen führen beide jedoch mitten hinein in die Frage, welche Formen des Sprechens, Wissens und Sorgens als wertvoll gelten – und welche als weiblich markiert, privatisiert oder abgewertet werden.
    Wir verfolgen, wie aus gossip – ursprünglich einer Bezeichnung für enge, nichtbiologische Verwandtschaft und vertraute Begleiterinnen bei Geburten – das vermeintlich belanglose Getratsche von Frauen geworden ist. Wir sprechen über Gossip als informellen Wissensaustausch, über Gespräche abseits offizieller Kommunikationskanäle und über eine Studie, in der das stereotype Bild weiblichen Tratschens nicht mit den tatsächlichen Bewertungen der Befragten übereingestimmt hat.
    Von der Trennung zwischen öffentlichem und privatem Sprechen gelangen wir zu unserem zweiten Thema: dem Mutterbegriff. Mit bell hooks fragen wir, wie Mutterschaft als wichtige Arbeit anerkannt werden kann, ohne sie wieder zur weiblichen Natur oder Bestimmung zu erklären. Es geht um die Verschiebung von Motherhood zu Parenting, um Shared Parenting und Community-Based Childcare – aber auch um Matriarchatsmythen, Mutterkult, völkischen Nationalismus und die politische Bedeutung jener Geschichten, die eine Gesellschaft über das Gebären und Sorgen erzählt.
    Und weil es unsere Geburtstagsfolge ist, sprechen wir auch darüber, was dieser Podcast für uns geworden ist: ein öffentlicher Raum des gemeinsamen Denkens, eine kleine feministische Gemeinschaft und manchmal auch eine Form der Selbstfürsorge.
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    1 hr 7 min
  • Heterosexualität als Norm
    In dieser Folge geht es um Heteronormativität, Compulsory Heterosexuality und die Heterosexuelle Matrix - angefangen mit Adrienne Rich hin zu Judith Butler, um die Frage zu beantworten, warum Heterosexualität so oft als natürlich, selbstverständlich und unveränderlich erscheint.

    In dieser Folge machen wir weiter - und irgendwie auch nicht. Wir verbinden Adrienne Rich (”Compulsory Heterosexuality and Lesbian Existence”, 1980) mit Judith Butler (”Gender Trouble”, 1990 und ein bisschen “Bodies that Matter”) und schauen uns verschiedene Möglichkeiten an, über die Vormachtstellung von Heterosexualität zu sprechen und über die Unsichtbarkeit (oder vermeintliche?) anderer Formen von Sexualität.Dabei geht es auch darum, warum das Nachdenken über Sexualität so wichtig ist für den Feminismus und unsere Vorstellungen von “Frausein” … und ein bisschen geht es auch um Instagram-Diskussionen und Essentialisierung von Bisexualität.
    Außerdem geht es um Richs Begriff der lesbian existence und des lesbian continuum. Wir diskutieren, warum Rich feministische Theorie dafür kritisiert, lesbische Existenz und Beziehungen zwischen Frauen unsichtbar zu machen, und warum ihr eigener Begriff zugleich wichtig und problematisch ist.Im zweiten Teil wenden wir uns Judith Butler zu. Mit Butlers Konzept der heterosexuellen Matrix wird deutlich, dass es nicht nur um Sexualität geht, sondern um ein ganzes Ordnungssystem aus Körper, Geschlecht und Begehren. 

    Die Folge erklärt, warum nach Butler Subjekte nur dann gesellschaftlich ‘lesbar’ oder intelligibel werden, wenn sie in diese Ordnung passen, und warum genau hier die Verbindung von Heteronormativität, Geschlecht und Macht liegt.
    Und hier noch der Text, den Jessica zusammen mit Andy Porter über Matrix 4 geschrieben hat:“Nonviolent utopias: heroes transgressing the gender binary in the Matrix Resurrections” 2024, in: Feminist Media Studies------

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    1 hr 10 min
  • Was muss eine Frau wissen?
    Wir steigen nach dem Butler-Hangover bei Adrienne Rich ein: Was muss eine Frau wissen, um ein „self-conscious, self-defining human being“ zu werden? Anhand ihrer Rede von 1979 sprechen wir über hergestelltes Nichtwissen, die Illusion von Neutralität, „Leerstellen lesen“ als Methode – und darüber, wie Tokenismus als falsche Macht Sichtbarkeit selektiv verteilt.

    Diese Folge hat als Brücke gestartet – und ist (natürlich) bei einer Lücke gelandet. Aus einer Insta-Story über Leerzeichen und kleine Auslassungen ist eine größere Frage geworden: Wie erkennt man Leerstellen, wenn sie nicht typografisch sind, sondern diskursiv? Und was heißt das für Feminismus nach Butler? Wir knüpfen an die Frage an, unter welchen Bedingungen wir überhaupt jemand sein können – als Frau lesbar, als feministisches Subjekt handlungsfähig, als Wissenssubjekt ernst zu nehmen – und lesen dazu Adrienne Richs Commencement Address (Smith College, 1979): „What does a woman need to know?“

    Rich antwortet nicht mit Karriere- oder Optimierungsratschlägen, sondern mit Überlebenswissen: Geschichte, politisierter Körper, Ausschlüsse aus Wissensproduktion. Von dort entwickeln wir ihre drei zentralen Bewegungen: Erstens die Kritik an „Neutralität“ – Unwissen wird hergestellt, und genau darin stabilisiert sich Macht. Zweitens Tokenismus als „false power“: eine Macht, die Frauen angeboten wird, aber nur unter Bedingungen – mit dem Preis, den Blick von außen (outsider’s eye) aufzugeben und die Ordnung fortzuschreiben. Dazwischen liegt Debriefing: die Aufforderung, sich von den „false messages“ der eigenen Bildung zu lösen und sich neu zu bilden.
    Am Ende öffnen wir die nächste Tür: Rich nennt Heterosexualität und Mutterschaft als „scheinbar natürliche“ Zustände, die institutionell hergestellt werden – und genau das nehmen wir in der nächsten Folge mit Richs Essay zu compulsory heterosexuality und Butlers Begriff der heterosexuellen Matrix wieder auf.
    Zum Mitlesen:
    • Rich, Adrienne (1979) „What does a woman need to know?“
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    1 hr 4 min
  • Wo ist der Körper?
    In dieser Folge geht es weiter mit Judith Butlers ersten Werken und vor allem der Frage nach Materie, Körper(lichkeit) und Gewalt. Von Inter- zu Transgeschlechtlichkeit, über Drag zu Gender Reveals. 

    In dieser Folge geht es weiter über Judith Butler. Wir fangen da an, wo wir in der letzten Folge aufgehört haben und gehen rein in die Frage nach Drag, Trans und Körperlichkeit.

    Es geht darum wie Macht durch Grenzen festlegt, welches Geschlecht als "echt” gilt und was das mit Gewalt und v.a. geschlechtsspezifischer Gewalt zu tun hat.

    Diesmal bauen wir auf der Basis der letzten Folge auf und gehen tiefer rein in Themen, die oft als Kritik an Butler vorgebracht werden und in solche, die sich für uns aus feministischen Debatten neu ergeben.

    Du willst wissen, was du am Besten gegen Kritik an Butler vorbringen kannst? 
    Dann ist diese Folge genau richtig für dich!
    Zum Mitlesen:
    • Butler, Judith (1990) Gender Trouble.
    • Butler, Judith (1993) Bodies that Matter.
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    1 hr 5 min
  • Wenn Geschlecht stört
    In dieser Folge sprechen wir über Sprache, Macht und Geschlecht bei Judith Butler und diskutieren zentrale Begriffe wie Diskurs, Iterabilität, Performativität und Handlungsmacht sowie die Frage, wie Subjekte durch normative Ordnungen hervorgebracht werden. Außerdem geht es darum, warum Butlers Texte als schwer verständlich gelten und welche Rolle Materialität in deren Theorie spielt.

    In dieser Folge sprechen wir über Sprache, Macht und Geschlecht ;) – und darüber, warum es bei Judith Butler nicht darum geht, was Gender ist, sondern was Gender tut.Ausgehend von Butlers frühen Texten wie Gender Trouble und Bodies That Matter fragen wir: Wie entstehen Geschlecht, Körper und Identität überhaupt? Welche Rolle spielt dieser ominöse “Diskurs” dabei? Und gibt es dann noch Materie?Wir diskutieren zentrale Begriffe wie Iterabilität, Performativität, und Handlungsmacht, und zeigen, wie Subjekte durch normative Ordnungen hervorgebracht werden.Außerdem sprechen wir darüber, warum Butler oft als „schwer verständlich“ gilt – und warum genau das Teil deren Projekts ist.Du wolltest Judith Butler schon immer besser verstehen? Dann ist diese Folge für dich gemacht!
    Zum Mitlesen:
    • Butler, Judith (1990) Gender Trouble.
    • Butler, Judith (1993) Bodies that Matter.
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    1 hr 29 min

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Welche Macht hat Sprache? Wie wird Geschlecht gemacht? Zwischen Theorie und Praxis tauchen wir ein in das, was sich zwischen den Worten abspielt — kritisch, verständlich, engagiert.