Sprache. Macht. Geschlecht.

Was fehlt dir, um gehört zu werden?


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Wem glauben wir – und wem nicht? In dieser Folge sprechen wir über epistemische Ungerechtigkeit nach Miranda Fricker, über verkörpertes Wissen, Sprachlosigkeit und die politische Kraft des Zuhörens.
Was passiert, wenn du die Wahrheit sagst – aber dir niemand glaubt? Oder wenn du fühlst, dass etwas nicht stimmt – aber dir die Worte fehlen, um es auszudrücken?In dieser Folge sprechen wir über epistemische Ungerechtigkeit, ein Konzept der Philosophin Miranda Fricker, das erklärt, wie soziale Machtverhältnisse unsere Vorstellungen von Wissen, Glaubwürdigkeit und Erkenntnis prägen. Wir erklären die beiden Formen epistemischen Unrechts – ohne akademisches Vokabular, aber mit vielen Beispielen:
  • Was heißt es, systematisch nicht geglaubt zu werden?
  • Was passiert, wenn Sprache fehlt, um eine Erfahrung überhaupt sagbar zu machen?
  • Und wie hängt das mit Körper, Identität und Macht zusammen?
Wir sprechen über testimonial injustice, hermeneutical injustice und situiertes Wissen – über das Zusammenspiel von Fricker, Lorde, Standpunkttheorie und feministischer Erkenntniskritik. Und wir fragen: Was braucht es, damit Menschen nicht nur sprechen dürfen – sondern auch gehört werden können?

Drei Begriffe aus Folge 17, die du mitnehmen kannst:
  • Testimonial injustice – wenn Aussagen entwertet werden, weil sie aus bestimmten Körpern kommen
  • Hermeneutical injustice – wenn Erfahrungen unsagbar bleiben, weil die Sprache fehlt
  • Situiertes Wissen – weil Erkenntnis nie neutral, sondern immer verortet ist
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Sprache. Macht. Geschlecht.By Verena Hofstätter & Jessica Albrecht