'Wie mir die Chinesen Freunde wurden' ist der Titel eines der Bücher, die Elisabeth Oehler-Heimerdinger geschrieben hat. Sie war 1909 alleine nach China gereist, um in Hongkong den Missionar Wilhelm Oehler zu heiraten. Er war, wie es die Basler Mission vorschrieb, als Junggeselle entsandt worden und hielt aus der Ferne um ihre Hand an. Dieses Jahr feiert die Basler Mission mit zahlreichen Symposien und Ausstellungen ihren 200. Geburtstag. Grund für Regina Oehler, sich auf Spurensuche zu begeben. Wie hat sich der Blick ihrer Großmutter auf China in ihrem ersten Jahr dort verändert? Und wie beschreibt Missionsgeschichte heute den kolonialen Gestus dieser Zeit, was meinen Historiker und Theologen mit einem polyzentrischen Zugang? Wie verändern sich beim Nachdenken darüber eigene Urteile und Vorurteile? Was können wir aus der Missionsgeschichte als einer Geschichte von Grenzbegegnungen und Grenzüberschreitungen für unseren multikulturellen Alltag lernen?