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Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater und unserem Herrn Jesus Christus. Amen. Ja, Weihnachten ist rum eigentlich innerlich zumindest. Gestern war in Schwebnitz Knutfest, da haben die meisten ihre Weihnachtsbäume zur Feuerwehr gebracht. Der aus der Kirche ist auch schon weg. Hier steht er noch da.
Bei den meisten sind schon die letzten Nadeln aufgesaugt und alles feinsäuberlich wieder in Kisten verpackt und ähm ich kann das nachvollziehen. Ich spüre auch diesen so nach Weihnachten, nach der Adventszeit und nach allem diesen jetzt mal gut Gedanken und weiß aber die christliche Tradition spricht davon die Weihnachtszeit geh geht bis 2. Februar Lichtmess. Unser Baum ähm war frisch geschlagen aus Hausdorf. Der lebt auch noch sehr quick lebendig. Ähm, der darf noch bisschen stehen. Die Weihnachtszeit so mit ins neue Jahr zu nehmen, das verstehe ich als eine Einladung auch das Weihnachtsfest, das Fest der Liebe nicht ganz so schnell abzuhaken und Jesus Christus mit in unserem Alltag zu nehmen. auch dann, wenn uns der Alltag schon wieder ganz umfang hat und es sich gar nicht mehr so weihnachtlich anfühlt, trotzdem sich bewusst zu machen, der Herr ist da, er ist in dieser Welt und in meinem Leben. Und da möchte ich Ihnen willkommen heißen. Heute im Predigtext hören wir auch so ein Nachklang von Weihnachten. Wir hören eine Stimme, die sagt: „Du bist mein Kind, ich habe dich lieb.“ Vielleicht klingt sie wie von fern diese Stimme. Vielleicht werden da auch Erinnerungen wach. „Ich habe dich lieb“, sagen Eltern zu ihren Neugeborenen ganz leise, ohne Bedingung. Das Kind hat nichts dazu getan, denn es ist einfach da und darf geliebt werden. Maria und Josef wären das zu dem kleinen Jesus gesagt haben, der ihn in den Armen lag. Ich habe dich lieb. Und davor haben ihre Eltern es zu ihnen gesagt. Ich sage es meinen Kindern, ihr sagt es euren Kindern. Und ich hoffe, jemand hat es zu euch gesagt oder sagt es vielleicht heute schon einmal zu euch ohne Bedingung. Du bist geliebt. Ich habe dich lieb. das für mich der zentrale Satz in diesen Predigtext, den wir als Evangeliumslesung gehört haben. Ich möchte ihn gerne noch mal lesen aus Matthäus 3, die Verse 13 bis 17. Damals kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes. Er wollte sich von ihm taufen lassen. Und Johannes versuchte ihn Jesus davon abzuhalten. Er sagte: „Ich müsste doch eigentlich von dir getauft werden und du kommst zu mir“. Jesus antwortete: „Lass es zu. So erfüllen wir, was Gottes Gerechtigkeit fordert. Da gab Johannes nach. Als Jesus getauft war, stieg er sofort aus dem Wasser. In diesem Moment öffnete sich der Himmel über ihm. Er sah den Geist Gottes, der wie eine Taube auf ihn herabkam. Da klang eine Stimme aus dem Himmel. Das ist mein geliebter Sohn. An ihm habe ich Freude.
An dir habe ich Freude, dich habe ich lieb. Du bist geliebt. Ob Johannes der Täufer das gepredigt hat, wohl eher nicht. Bei ihm habe ich da noch was anderes im Ohr. Der hat seine Leute, die dort vor ihm standen, Otterngezücht genannt und mit dem Zorn Gottes gedroht. Hat Buße gefordert und ein Leben nach Gottes Regeln.
Taufe durch Johannes, das war Bekenntnis der eigenen Schuld und der Versuch eines Neustarts mit Gott. Und im Unterschied zum Gott fern ungerechten Leben vorher soll dieses neue Leben geschehen. Hunderte, vielleicht tausende Menschen haben das damals gehört von ihm und gehört: „Du lebst falsch. Erkenne deine Fehler und ändere dein Leben. Leb Gott es will. Und zum Zeichen, dass du es ernst meinst, lass dich taufen.
Und die Leute handelten danach und wollten es wirklich besser machen. Haben den festen Vorsatz, ich will es jetzt wirklich richtig machen. Das muss ich doch schaffen können. Sind viele gekommen zu Johannes, die sich diesen auch gestellt haben. Und dann kommt Jesus und reih sich in all diese Menschen ein, stellt sich in die Schlange, will sich von Johannes taufen lassen. Jesus, warum? Das passt dem Johannes nicht ins Bild, in seinem Bild von Schuld und Neuanfang, von Recht und Gerechtigkeit. Johannes weiß offensichtlich, erkennt offensichtlich in Jesus schon Gottes Sohn. Hier kommt Gott selbst zu ihm. ausgerechnet, der muss doch nicht neu mit Gott starten. Der hat doch den direkten Trat zu Gott. Und Jesus muss tatsächlich Johannes erst überzeugen. Lass es zu. Lass es zu. Auch wenn es dir vielleicht unsinnig erscheint, dass du mich taufst. Es soll so sein, damit Gottes Gerechtigkeit erfüllt wird. Steht das bis heute nicht so ganz, warum Jesus das eigentlich einfordert? Vielleicht ist es so ein Stück weit Respekt, Wertschätzung vor dem, was die Tradition mitbringt. Vielleicht auch Respekt und Wertschätzung von dem vor dem, was Johannes predigt, weil das nicht nicht falsch ist. Jesus sagt nicht, das ist verkehrt. Äh vielleicht ist es vor allen Dingen das, die Anerkennung dessen, was Johannes sagt. Wir brauchen Vergebung und wir brauchen Neuanfang, aber wir brauchen noch was anderes. Und das ist Jesus noch wichtiger offensichtlich als das.
Als Jesus sich dann hat taufen lassen, dann passiert das, was vielleicht mit der Taufe Jesu ihm zentral ist, Jesus zentral ist. Die Botschaft, die vom dem Himmel herkommt, der sich öffnet über ihm, das ist mein Sohn, den habe ich lieb.
Das hebt das Vorgesagte von Johannes nicht auf, aber das setzt noch mal was drauf. Das ist mein Sohn, den habe ich lieb. Johannes hat sie Ottern Zücht gezücht genannt, bevor er sie getauft hat. Ähm, mit Otter und gezücht fühle ich mich nicht verwandt. Ja, auch nicht. Wohl wird das evolutionär gesehen schon irgendwie auch sind. Man kann es nicht ganz absprechen. Jesus stellt sich zu ihnen inmitten des Orderngezüchts und in seiner Taufe offenbart sich, was Taufe für Jesus aber darüber hinaus heißt. Nix Ordern Gezücht, du bist mein Kind. Ein Abbild Gottes von Angesicht zu Angesicht geschaffen, Teil von mir. Mir bist du wichtiger als ich selbst. Ich liebe dich.
Wenn ich Menschen taufe, Kinder oder Erwachsene gleichermaßen, wenn ich Kindern oder Erwachsenen erzähle, warum wir in der Kirche taufen, dann schwingt für mich diese Geschichte immer mit. In der Taufe begründet Gott eine Verbindung mit dir, die unzerstörbar und bedingungslos ist. Vater, Sohn, für mich ist das ein sprachliches Bild, was versucht, die Beziehung zu beschreiben. Vielleicht ist es das Bild, was am nächsten rankommt. Das Bad der Wiedergeburt wird die Taufe im Titusbrief im dritten Kapitel, Vers 5 genannt. In der Taufe werden wir wiedergeboren als Kind Gottes. Bei einer Geburt passiert ja eine Bindung, die ist sozusagen nicht mehr auflösbar, ne? Ähm, ich bleibe Vater, ich bleibe Mutter äh von diesem Kind und mein Kind bleibt mein Kind. Was da auch immer passiert, das lässt sich nicht mehr ähm leugnen oder das lässt sich auch nicht mehr abstreiten. Diese Verbindung besteht und in meinem Kind lebt ein Teil von mir.
Mein Kind ist ein Teil von mir. So auch in der Taufe, wir ein Teil von Gott, Gott ein Teil von uns. ein Leib mit Jesus und mit allen Getaauften. Nichts kann uns von der Liebe Gottes trennen, schreibt der Apostel Paulus an die Römer im 8. Kapitel, Vers 38. Ich kann mich daran erinnern, wie in Schwebnetz ähm bei einem Familiengottesdienst so eine große Taube gebastelt worden ist, die dann ähm vom Altarraum herabhing, dort, wo sonst die Erntekrone runterhing und äh so herabgelassen wurde. Darunter Jesus Johannes der Täufer im angedeuteten Fluss, die Menschen im Altarraum und die Menschen im Kirchenschiff. Alle blicken nach oben auf diese Taube und hören genauso wie Jesus die Worte: „Du bist mein Kind, ich habe dich lieb.“ Für mich ein wunderschönes Bild für diese Himmelsbotschaft. Ich habe dich lieb, so wie Eltern ihr Neugeborenes lieb haben. Ich habe dich lieb, ohne dass du etwas dafür tust. Ich habe dich lieb und damit ist meine Gerechtigkeit erfüllt. Das ist Gottes Botschaft. Wie hört sich das an für dich? Passt das so? Ist in Ordnung? Ist es gerecht? Gott hat mich lieb und alles ist gut. Bei mir regt sich da manchmal auch Widerstand. Wie kann Gott denn uns alle lieb haben? Manchmal kann ich mich selbst nicht leiden, weil ich etwas nicht schaffe, was ich doch können sollte. Heute habe ich vergessen, die Flyer für den Glaubenskurs mitzubringen. Ich habe vergessen, die Unterstützungsliste mitzubringen, die die KVs eigentlich noch unterschreiben sollen für äh zwei Kandidaten, die in der Landessen kandidieren wollen. Manchmal stehe ich mir selbst im Weg.
Manchmal sind es aber auch viel größere, schlimmere Sachen, die der Selbstliebe im Weg stehen. Das tut mir dann auch leid und besonders in Fällen, wo es gar nicht möglich ist, das wieder gut zu machen. Gott hat dich und mich lieb. Manche Menschen sind doch so furchtbar, vielleicht schlimmer als ich sogar. Das passt doch auch irgendwie nicht zusammen. Das ist doch auch nicht gerecht und fair, oder? Wenn Gott alle Menschen liebt, egal was sie tun, was für Schweineprietzel das sind oder Menschen, denen es wichtig ist, gut zu sein und gut zu leben. Es fällt mir mit unter schwer, das auch zusammenzubringen. Und was das Leben mir oft lehrt, ist ja eher ich habe dich lieb, wenn du auch lieb bist. Wenn du mir Gutes tust, tue ich dir auch Gutes. Umgekehrt, wenn jemand sich nicht liebenswert benimmt, dann muss ich ihn doch auch nicht lieb haben, oder? Am Ende die Konditionierung der Liebe. Da ist schon was dran. Tun, ergehens Zusammenhang nannte das Alte Testament das. Ähm, die goldene Regel spiegelt das wieder: „Behandle andere Menschen so, wie du selbst behandelt werden möchtest. Wenn du das nicht tust, dann wirst du erleben, dass das irgendwann zurückkommt wie ein Bumang.
Konditionierung der Liebe, die ist Realität in vielen Fällen und wahrscheinlich auch in unseren menschlichen Liebesbeziehungen. Liebe ich meine Frau bedingungslos? Liebt sie mich bedingungslos? Wirklich bedingungslos?
Das ist schon eine steile These, vielleicht tatsächlich was Göttliches, was da passiert. Und hier reagiert auch Gott anders. Er sagt: „Ich habe dich lieb, ohne dass du etwas dafür tust. Du musst nicht dafür arbeiten und schon gar nicht länger und härter als andere. Du darfst schlechte Laune haben und dich ärgern. Du darfst Fehler machen. Und ich glaube tatsächlich, dass das uns verändert, umso mehr das in unser Herz sinkt. Wer hört, du bist mein Kind und ich habe dich lieb und spürt, das ist bedingungslos, das kann ich nicht verlieren, darauf kann ich mich verlassen. Das ist mein Fundament, auf dem ich bauen kann. Der gewinnt eine große Freiheit selbst zu lieben und anderen zu geben, was sie brauchen. Ich glaube, hier am Jordan beginnt schon Jesu Verkündigung von der zentralen Botschaft, die er mitbringt. Das will Jesus verkündigen und leben. Alle sollen wissen, wir sind Gottes Kinder, wir sind von Gott geliebt, ohne dass wir Voraussetzungen dafür erfüllen müssen. Und wenn wir geliebt sind, dann macht uns das frei. dann können wir selbst auch lieben. Mit dieser seiner Taufe erzählen die Evangelisten, dass Jesus anfängt in die Öffentlichkeit zu treten und immer wieder von der Liebe Gottes zu erzählen. Und bis heute taufen wir Menschen auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Über all die Jahrhunderte gab es um die Taufe viel Diskussion. Wie ist sie zu verstehen? Was ist das Wichtigste an ihr? Und für mich persönlich ist es dieses Wort, dieser Satz, du bist mein Kind, ich habe dich lieb. Eben nicht, du musst alles richtig machen, damit ich dich liebe. Nein, Gott sagt, ich habe dich lieb, auch wenn du Blödsinn machst und das auch, wenn du gar nicht mehr an die Liebe denkst, im Alltag gefangen bist, dich selbst nicht mehr liebst. Sogar dann noch, wenn du selbst die Liebe mit Füßen tritzt und andere Menschen lieblos behandelst und grausam. Ich habe dich lieb und das wirst du irgendwann merken und das wirst du spüren und dann wirst du meine Liebe weitergeben und leben so gut du kannst. Ja, wie sieht das aus? Das sieht für jede und jeden von uns, glaube ich, ein Stück weit anders aus. Vielleicht aber auch so. Ich verzeihe Fehler anderen und mir selbst. Ich akzeptiere die Lebensweise, auch wenn sie mir fremd sind. Ich mache mir ein Bild, aber ich verurteile Menschen nicht. Menschen brauchen dann am meisten Liebe, wenn sie diese am wenigsten verdienen. Hat mir mal jemand gesagt. Ist immer wieder so eine Herausforderung für mich. Mit Blick auf mein Kind fällt mir das ja noch leicht. sagen, ja, ist gerade Blödsinn gemacht, ich liebe dich trotzdem, aber auch mit Blick auf andere Menschen. Vielleicht hierzu noch eine kleine Geschichte, die ich ja erzählt bekommen habe. Ein Bericht von einem Besuch in einer Pension für wohnungslose Männer. Die Sozialarbeiter haben dort den Besuchern berichtet, wie das Leben dort ist vom Trinken und von der Aggression, die oft auch dort aufbricht von Randale auf der Straße und auch Müll, der aus dem Fenster geworfen wird. Wir haben erzählt, wie oft sich die Nachbarn beschweren und dass sie das sehr gut verstehen können. Sie finden es ja auch schöner, wenn das alles aufhört, nur gelingt das eben nicht. Jedenfalls nicht ganz. und nicht immer. Manche werden es nie lernen, aber sie brauchen eben trotzdem ein Dach über den Kopf und einen Menschen, der zu ihnen hält. Und darum geben gehen sie immer wieder zu den Nachbarn, reden, bitten im Namen der Bewohner um Entschuldigung, erklären, werben um Verständnis und machen Schaden wieder gut, so gut es geht. Manchmal auch mit den Bewohnern zusammen. Und manchmal gelingt es, dass die Nachbarn sagen, was passiert ist, war blöd. Aber jetzt verstehe ich ein wenig mehr. Ich habe keinen Groll gegen diese Menschen persönlich und schon gar nicht gegen alle, die da wohnen. Wenn das passiert, dann ist von Gottes Liebe, denke ich, wieder ein Stück mehr sichtbar geworden bei uns.
Du bist mein Kind, ich habe dich lieb. Glaube mit Jesu Taufe fing das an und wir gehören dazu. Wir sind Gottes Kinder. Wir sind von Gott geliebt und das bedingungslos. Wenn wir geliebt sind, dann können wir selbst auch lieben. Auch wenn Weihnachten, das Fest der Liebe schon wieder weit wegscheint, die Weihnachtszeit sich so lang ins neue Jahr hineinzieht, ist für mich die Einladung, dass es nicht vorbei sein möge in unserem Weihna in unserem Alltag das Weihnachtsfest. Amen.
By imagine03.deGnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater und unserem Herrn Jesus Christus. Amen. Ja, Weihnachten ist rum eigentlich innerlich zumindest. Gestern war in Schwebnitz Knutfest, da haben die meisten ihre Weihnachtsbäume zur Feuerwehr gebracht. Der aus der Kirche ist auch schon weg. Hier steht er noch da.
Bei den meisten sind schon die letzten Nadeln aufgesaugt und alles feinsäuberlich wieder in Kisten verpackt und ähm ich kann das nachvollziehen. Ich spüre auch diesen so nach Weihnachten, nach der Adventszeit und nach allem diesen jetzt mal gut Gedanken und weiß aber die christliche Tradition spricht davon die Weihnachtszeit geh geht bis 2. Februar Lichtmess. Unser Baum ähm war frisch geschlagen aus Hausdorf. Der lebt auch noch sehr quick lebendig. Ähm, der darf noch bisschen stehen. Die Weihnachtszeit so mit ins neue Jahr zu nehmen, das verstehe ich als eine Einladung auch das Weihnachtsfest, das Fest der Liebe nicht ganz so schnell abzuhaken und Jesus Christus mit in unserem Alltag zu nehmen. auch dann, wenn uns der Alltag schon wieder ganz umfang hat und es sich gar nicht mehr so weihnachtlich anfühlt, trotzdem sich bewusst zu machen, der Herr ist da, er ist in dieser Welt und in meinem Leben. Und da möchte ich Ihnen willkommen heißen. Heute im Predigtext hören wir auch so ein Nachklang von Weihnachten. Wir hören eine Stimme, die sagt: „Du bist mein Kind, ich habe dich lieb.“ Vielleicht klingt sie wie von fern diese Stimme. Vielleicht werden da auch Erinnerungen wach. „Ich habe dich lieb“, sagen Eltern zu ihren Neugeborenen ganz leise, ohne Bedingung. Das Kind hat nichts dazu getan, denn es ist einfach da und darf geliebt werden. Maria und Josef wären das zu dem kleinen Jesus gesagt haben, der ihn in den Armen lag. Ich habe dich lieb. Und davor haben ihre Eltern es zu ihnen gesagt. Ich sage es meinen Kindern, ihr sagt es euren Kindern. Und ich hoffe, jemand hat es zu euch gesagt oder sagt es vielleicht heute schon einmal zu euch ohne Bedingung. Du bist geliebt. Ich habe dich lieb. das für mich der zentrale Satz in diesen Predigtext, den wir als Evangeliumslesung gehört haben. Ich möchte ihn gerne noch mal lesen aus Matthäus 3, die Verse 13 bis 17. Damals kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes. Er wollte sich von ihm taufen lassen. Und Johannes versuchte ihn Jesus davon abzuhalten. Er sagte: „Ich müsste doch eigentlich von dir getauft werden und du kommst zu mir“. Jesus antwortete: „Lass es zu. So erfüllen wir, was Gottes Gerechtigkeit fordert. Da gab Johannes nach. Als Jesus getauft war, stieg er sofort aus dem Wasser. In diesem Moment öffnete sich der Himmel über ihm. Er sah den Geist Gottes, der wie eine Taube auf ihn herabkam. Da klang eine Stimme aus dem Himmel. Das ist mein geliebter Sohn. An ihm habe ich Freude.
An dir habe ich Freude, dich habe ich lieb. Du bist geliebt. Ob Johannes der Täufer das gepredigt hat, wohl eher nicht. Bei ihm habe ich da noch was anderes im Ohr. Der hat seine Leute, die dort vor ihm standen, Otterngezücht genannt und mit dem Zorn Gottes gedroht. Hat Buße gefordert und ein Leben nach Gottes Regeln.
Taufe durch Johannes, das war Bekenntnis der eigenen Schuld und der Versuch eines Neustarts mit Gott. Und im Unterschied zum Gott fern ungerechten Leben vorher soll dieses neue Leben geschehen. Hunderte, vielleicht tausende Menschen haben das damals gehört von ihm und gehört: „Du lebst falsch. Erkenne deine Fehler und ändere dein Leben. Leb Gott es will. Und zum Zeichen, dass du es ernst meinst, lass dich taufen.
Und die Leute handelten danach und wollten es wirklich besser machen. Haben den festen Vorsatz, ich will es jetzt wirklich richtig machen. Das muss ich doch schaffen können. Sind viele gekommen zu Johannes, die sich diesen auch gestellt haben. Und dann kommt Jesus und reih sich in all diese Menschen ein, stellt sich in die Schlange, will sich von Johannes taufen lassen. Jesus, warum? Das passt dem Johannes nicht ins Bild, in seinem Bild von Schuld und Neuanfang, von Recht und Gerechtigkeit. Johannes weiß offensichtlich, erkennt offensichtlich in Jesus schon Gottes Sohn. Hier kommt Gott selbst zu ihm. ausgerechnet, der muss doch nicht neu mit Gott starten. Der hat doch den direkten Trat zu Gott. Und Jesus muss tatsächlich Johannes erst überzeugen. Lass es zu. Lass es zu. Auch wenn es dir vielleicht unsinnig erscheint, dass du mich taufst. Es soll so sein, damit Gottes Gerechtigkeit erfüllt wird. Steht das bis heute nicht so ganz, warum Jesus das eigentlich einfordert? Vielleicht ist es so ein Stück weit Respekt, Wertschätzung vor dem, was die Tradition mitbringt. Vielleicht auch Respekt und Wertschätzung von dem vor dem, was Johannes predigt, weil das nicht nicht falsch ist. Jesus sagt nicht, das ist verkehrt. Äh vielleicht ist es vor allen Dingen das, die Anerkennung dessen, was Johannes sagt. Wir brauchen Vergebung und wir brauchen Neuanfang, aber wir brauchen noch was anderes. Und das ist Jesus noch wichtiger offensichtlich als das.
Als Jesus sich dann hat taufen lassen, dann passiert das, was vielleicht mit der Taufe Jesu ihm zentral ist, Jesus zentral ist. Die Botschaft, die vom dem Himmel herkommt, der sich öffnet über ihm, das ist mein Sohn, den habe ich lieb.
Das hebt das Vorgesagte von Johannes nicht auf, aber das setzt noch mal was drauf. Das ist mein Sohn, den habe ich lieb. Johannes hat sie Ottern Zücht gezücht genannt, bevor er sie getauft hat. Ähm, mit Otter und gezücht fühle ich mich nicht verwandt. Ja, auch nicht. Wohl wird das evolutionär gesehen schon irgendwie auch sind. Man kann es nicht ganz absprechen. Jesus stellt sich zu ihnen inmitten des Orderngezüchts und in seiner Taufe offenbart sich, was Taufe für Jesus aber darüber hinaus heißt. Nix Ordern Gezücht, du bist mein Kind. Ein Abbild Gottes von Angesicht zu Angesicht geschaffen, Teil von mir. Mir bist du wichtiger als ich selbst. Ich liebe dich.
Wenn ich Menschen taufe, Kinder oder Erwachsene gleichermaßen, wenn ich Kindern oder Erwachsenen erzähle, warum wir in der Kirche taufen, dann schwingt für mich diese Geschichte immer mit. In der Taufe begründet Gott eine Verbindung mit dir, die unzerstörbar und bedingungslos ist. Vater, Sohn, für mich ist das ein sprachliches Bild, was versucht, die Beziehung zu beschreiben. Vielleicht ist es das Bild, was am nächsten rankommt. Das Bad der Wiedergeburt wird die Taufe im Titusbrief im dritten Kapitel, Vers 5 genannt. In der Taufe werden wir wiedergeboren als Kind Gottes. Bei einer Geburt passiert ja eine Bindung, die ist sozusagen nicht mehr auflösbar, ne? Ähm, ich bleibe Vater, ich bleibe Mutter äh von diesem Kind und mein Kind bleibt mein Kind. Was da auch immer passiert, das lässt sich nicht mehr ähm leugnen oder das lässt sich auch nicht mehr abstreiten. Diese Verbindung besteht und in meinem Kind lebt ein Teil von mir.
Mein Kind ist ein Teil von mir. So auch in der Taufe, wir ein Teil von Gott, Gott ein Teil von uns. ein Leib mit Jesus und mit allen Getaauften. Nichts kann uns von der Liebe Gottes trennen, schreibt der Apostel Paulus an die Römer im 8. Kapitel, Vers 38. Ich kann mich daran erinnern, wie in Schwebnetz ähm bei einem Familiengottesdienst so eine große Taube gebastelt worden ist, die dann ähm vom Altarraum herabhing, dort, wo sonst die Erntekrone runterhing und äh so herabgelassen wurde. Darunter Jesus Johannes der Täufer im angedeuteten Fluss, die Menschen im Altarraum und die Menschen im Kirchenschiff. Alle blicken nach oben auf diese Taube und hören genauso wie Jesus die Worte: „Du bist mein Kind, ich habe dich lieb.“ Für mich ein wunderschönes Bild für diese Himmelsbotschaft. Ich habe dich lieb, so wie Eltern ihr Neugeborenes lieb haben. Ich habe dich lieb, ohne dass du etwas dafür tust. Ich habe dich lieb und damit ist meine Gerechtigkeit erfüllt. Das ist Gottes Botschaft. Wie hört sich das an für dich? Passt das so? Ist in Ordnung? Ist es gerecht? Gott hat mich lieb und alles ist gut. Bei mir regt sich da manchmal auch Widerstand. Wie kann Gott denn uns alle lieb haben? Manchmal kann ich mich selbst nicht leiden, weil ich etwas nicht schaffe, was ich doch können sollte. Heute habe ich vergessen, die Flyer für den Glaubenskurs mitzubringen. Ich habe vergessen, die Unterstützungsliste mitzubringen, die die KVs eigentlich noch unterschreiben sollen für äh zwei Kandidaten, die in der Landessen kandidieren wollen. Manchmal stehe ich mir selbst im Weg.
Manchmal sind es aber auch viel größere, schlimmere Sachen, die der Selbstliebe im Weg stehen. Das tut mir dann auch leid und besonders in Fällen, wo es gar nicht möglich ist, das wieder gut zu machen. Gott hat dich und mich lieb. Manche Menschen sind doch so furchtbar, vielleicht schlimmer als ich sogar. Das passt doch auch irgendwie nicht zusammen. Das ist doch auch nicht gerecht und fair, oder? Wenn Gott alle Menschen liebt, egal was sie tun, was für Schweineprietzel das sind oder Menschen, denen es wichtig ist, gut zu sein und gut zu leben. Es fällt mir mit unter schwer, das auch zusammenzubringen. Und was das Leben mir oft lehrt, ist ja eher ich habe dich lieb, wenn du auch lieb bist. Wenn du mir Gutes tust, tue ich dir auch Gutes. Umgekehrt, wenn jemand sich nicht liebenswert benimmt, dann muss ich ihn doch auch nicht lieb haben, oder? Am Ende die Konditionierung der Liebe. Da ist schon was dran. Tun, ergehens Zusammenhang nannte das Alte Testament das. Ähm, die goldene Regel spiegelt das wieder: „Behandle andere Menschen so, wie du selbst behandelt werden möchtest. Wenn du das nicht tust, dann wirst du erleben, dass das irgendwann zurückkommt wie ein Bumang.
Konditionierung der Liebe, die ist Realität in vielen Fällen und wahrscheinlich auch in unseren menschlichen Liebesbeziehungen. Liebe ich meine Frau bedingungslos? Liebt sie mich bedingungslos? Wirklich bedingungslos?
Das ist schon eine steile These, vielleicht tatsächlich was Göttliches, was da passiert. Und hier reagiert auch Gott anders. Er sagt: „Ich habe dich lieb, ohne dass du etwas dafür tust. Du musst nicht dafür arbeiten und schon gar nicht länger und härter als andere. Du darfst schlechte Laune haben und dich ärgern. Du darfst Fehler machen. Und ich glaube tatsächlich, dass das uns verändert, umso mehr das in unser Herz sinkt. Wer hört, du bist mein Kind und ich habe dich lieb und spürt, das ist bedingungslos, das kann ich nicht verlieren, darauf kann ich mich verlassen. Das ist mein Fundament, auf dem ich bauen kann. Der gewinnt eine große Freiheit selbst zu lieben und anderen zu geben, was sie brauchen. Ich glaube, hier am Jordan beginnt schon Jesu Verkündigung von der zentralen Botschaft, die er mitbringt. Das will Jesus verkündigen und leben. Alle sollen wissen, wir sind Gottes Kinder, wir sind von Gott geliebt, ohne dass wir Voraussetzungen dafür erfüllen müssen. Und wenn wir geliebt sind, dann macht uns das frei. dann können wir selbst auch lieben. Mit dieser seiner Taufe erzählen die Evangelisten, dass Jesus anfängt in die Öffentlichkeit zu treten und immer wieder von der Liebe Gottes zu erzählen. Und bis heute taufen wir Menschen auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Über all die Jahrhunderte gab es um die Taufe viel Diskussion. Wie ist sie zu verstehen? Was ist das Wichtigste an ihr? Und für mich persönlich ist es dieses Wort, dieser Satz, du bist mein Kind, ich habe dich lieb. Eben nicht, du musst alles richtig machen, damit ich dich liebe. Nein, Gott sagt, ich habe dich lieb, auch wenn du Blödsinn machst und das auch, wenn du gar nicht mehr an die Liebe denkst, im Alltag gefangen bist, dich selbst nicht mehr liebst. Sogar dann noch, wenn du selbst die Liebe mit Füßen tritzt und andere Menschen lieblos behandelst und grausam. Ich habe dich lieb und das wirst du irgendwann merken und das wirst du spüren und dann wirst du meine Liebe weitergeben und leben so gut du kannst. Ja, wie sieht das aus? Das sieht für jede und jeden von uns, glaube ich, ein Stück weit anders aus. Vielleicht aber auch so. Ich verzeihe Fehler anderen und mir selbst. Ich akzeptiere die Lebensweise, auch wenn sie mir fremd sind. Ich mache mir ein Bild, aber ich verurteile Menschen nicht. Menschen brauchen dann am meisten Liebe, wenn sie diese am wenigsten verdienen. Hat mir mal jemand gesagt. Ist immer wieder so eine Herausforderung für mich. Mit Blick auf mein Kind fällt mir das ja noch leicht. sagen, ja, ist gerade Blödsinn gemacht, ich liebe dich trotzdem, aber auch mit Blick auf andere Menschen. Vielleicht hierzu noch eine kleine Geschichte, die ich ja erzählt bekommen habe. Ein Bericht von einem Besuch in einer Pension für wohnungslose Männer. Die Sozialarbeiter haben dort den Besuchern berichtet, wie das Leben dort ist vom Trinken und von der Aggression, die oft auch dort aufbricht von Randale auf der Straße und auch Müll, der aus dem Fenster geworfen wird. Wir haben erzählt, wie oft sich die Nachbarn beschweren und dass sie das sehr gut verstehen können. Sie finden es ja auch schöner, wenn das alles aufhört, nur gelingt das eben nicht. Jedenfalls nicht ganz. und nicht immer. Manche werden es nie lernen, aber sie brauchen eben trotzdem ein Dach über den Kopf und einen Menschen, der zu ihnen hält. Und darum geben gehen sie immer wieder zu den Nachbarn, reden, bitten im Namen der Bewohner um Entschuldigung, erklären, werben um Verständnis und machen Schaden wieder gut, so gut es geht. Manchmal auch mit den Bewohnern zusammen. Und manchmal gelingt es, dass die Nachbarn sagen, was passiert ist, war blöd. Aber jetzt verstehe ich ein wenig mehr. Ich habe keinen Groll gegen diese Menschen persönlich und schon gar nicht gegen alle, die da wohnen. Wenn das passiert, dann ist von Gottes Liebe, denke ich, wieder ein Stück mehr sichtbar geworden bei uns.
Du bist mein Kind, ich habe dich lieb. Glaube mit Jesu Taufe fing das an und wir gehören dazu. Wir sind Gottes Kinder. Wir sind von Gott geliebt und das bedingungslos. Wenn wir geliebt sind, dann können wir selbst auch lieben. Auch wenn Weihnachten, das Fest der Liebe schon wieder weit wegscheint, die Weihnachtszeit sich so lang ins neue Jahr hineinzieht, ist für mich die Einladung, dass es nicht vorbei sein möge in unserem Weihna in unserem Alltag das Weihnachtsfest. Amen.