Gott spricht: „Siehe, ich mache alles neu.“ Diese Worte stammen aus der Offenbarung des Johannes, dem letzten Buch der Bibel. Johannes empfängt diese Visionen ungefähr im Jahr 95 nach Christus. Zu dieser Zeit befindet er sich im Exil auf einer griechischen Insel mit dem Namen Patmos. Er ist dort, weil unter Kaiser Domitian die Christenverfolgung richtig groß wurde. Johannes musste fliehen – er ist isoliert, verfolgt, seine Zukunft ist ungewiss.
Man kann sogar heute noch auf Patmos (ich habe das mal gegoogelt – in Geografie bin ich wirklich eine totale Niete) diese Höhle anschauen, in der Johannes scheinbar lag und die Vision empfangen hat. Da wurde ein Weg hineingeklopft, damit man reinkommt – die Höhle war wahrscheinlich nicht so groß damals. Und in der orthodoxen Tradition gilt Johannes bis heute auch als Nationalheiliger.
Und obwohl wir heute nicht mit Gewissheit sagen können, was aus Johannes damals geworden ist – nach dieser Vision und mitten in der Christenverfolgung –, können wir doch sagen: Das Buch der Offenbarung ist wirklich kein leichtes Buch. Im Gegensatz zu diesem tollen Vers, der dieses Jahr über unserem Jahr steht, ist der Rest der Offenbarung ganz schön chaotisch und wüst. Es geht super früh um Kampf, es geht viel um das Ende der Welt, es geht um irgendwelche Wesen, Engel, 23 Flügel, 45 Tentakel – alles ganz schön … na ja, es ist echt chaotisch. Schlimme Dinge: viel Kampf, Tod, Gericht.
Aber die Offenbarung des Johannes endet nicht in diesem Chaos. Denn genau diesem Mann, der mitten in Bedrängnis lebte – in Leid und Unsicherheit –, zeigte Gott keine schnelle, billige „Licht“-Antwort, sondern eine Perspektive. Eine alles verändernde Perspektive.
Und die lesen wir heute aus Offenbarung 21, die Verse 1 bis 7.
Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.
Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Frau.
Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein.
Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.
Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!
Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will den Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Wer überwindet, der wird dies ererben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein.
Offenbarung 21,1–7
Fünf Worte – und doch so viel Inhalt
Dieser ganze Abschnitt um unsere Jahreslosung herum ist relativ lang. Unsere Jahreslosung in sich aber hat nur fünf Worte: „Ich mache alles neu.“ Und diese fünf Worte möchte ich mir mit euch heute Abend etwas genauer anschauen.
Wir starten mit dem ersten Wort:
1. „Siehe“ – ein Aufmerksamkeitsmarker
„Siehe“ ist ein Aufmerksamkeitsmarker. Er soll uns aufmerksam machen auf einen Sachverhalt, der gleich kommt und eine besondere, eine große Bedeutung hat. Was jetzt kommt, das soll nicht überlesen werden, soll nicht nebensächlich behandelt werden, nicht untergehen oder überflogen werden.
Gott sagt: „Schau hin. Hör jetzt zu. Heb deinen Blick. Das, was jetzt kommt, das ist wichtig.“
Gerade im Angesicht von Trauer und Leid und Schmerz – in dem Johannes damals feststeckte, aber den auch wir aus unserem Leben kennen – ist genau das manchmal richtig schwer. Wenn etwas zerbricht, dann können wir uns oft in dem Moment nicht vorstellen, dass daraus mal wieder etwas Gutes erwächst. Wenn wir uns verletzen oder wehtun, können wir uns manchmal nicht vorstellen, dass das mal wieder verheilt, mal nicht mehr wehtut, keine Narbe zurückbleibt – oder wie meine Mama zu sagen pflegte: „Bis zur Hochzeit ist es weg.“
In den Momenten, wenn wir drinstecken, fällt es uns schwer, eine Hoffnungsperspektive zu haben. Zu sehen, dass da mehr kommt. Und interessanterweise erkennen wir genau dieses Wirken Gottes dann oft erst in der Retrospektive: wenn wir zurückschauen, wenn wir sehen, wo aus einer schlimmen Situation etwas Gutes gewachsen ist, wenn wir erleben und zurückschauen und sehen, dass eine Wunde verheilt ist oder etwas besser geworden ist.
Gott kennt uns, und er weiß, dass wir so sind. Er weiß, dass es uns schwerfällt, im Moment des Unglücks hoffnungsvoll zu bleiben. Und er weiß auch, dass wir oftmals – wenn die Sache hinter uns liegt und eine Weile Gras drüber gewachsen ist – dann doch feststellen: Er war da. Wir waren nicht allein.
Die Hoffnung unserer Jahreslosung steht genau in dieser Spannung: in der Spannung von einem Rückblick – Jesus Christus ist gestorben und auferstanden. Er hat bereits überwunden. Er hat bereits gesiegt. Es ist vollbracht. Und auf der anderen Seite die Hoffnung eines Ausblicks: Genau dieser Jesus wird wiederkommen und er wird vollenden, was jetzt gerade noch nicht vollkommen ist.
„Siehe, ich mache alles neu“ heißt: Schau nicht auf das, was gerade ist, sondern auf das, was Gott verheißen hat.
2. „Ich“ – Gott selbst spricht
Weiter geht es mit dem Wörtchen „ich“. Und obwohl uns allen klar ist, dass hier von Gott die Rede ist, spüre ich so einen ganz kleinen Funken Hoffnung in mir, dass es vielleicht doch ich sein könnte. Also ich persönlich – ich als Macher. Denn wie cool wäre es, wenn ich alleine die Probleme meiner Welt, unserer Welt lösen könnte?
Wie cool wäre es, wenn mein Versuch, meinen CO₂-Abdruck gering zu halten, wirklich dafür sorgen könnte, dass der Klimawandel gestoppt wird? Oder wie cool wäre es, wenn mein Beitrag, faire Kleidung oder faire Lebensmittel zu kaufen, wirklich dafür sorgen würde, dass es keine Sklaverei mehr gibt? Oder wie cool wäre es, wenn der übermäßige Konsum an Weihnachten nicht dafür sorgen würde, dass meine Neujahrsvorsätze „Fasten“ und „Sport“ lauten müssten?
Es wäre einfach cool, wenn ich sagen könnte: „Siehe, ich mache alles neu“ – und es wird tatsächlich alles neu. Aber das steht da nicht.
Wenn dort steht: „Siehe, ich mache alles neu“, dann sprechen wir dort von Gott.
Ein paar Verse vor unserer Jahreslosung – in Vers 2 – beschreibt Johannes die Gemeinde Gottes als eine geschmückte Braut:
„… und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.“
Wenn Gott hier direkt mit uns spricht und sagt: „Ich mache alles neu“, dann meint er: Du und ich – wir müssen nichts leisten. Wir können es auch nicht. Wir schmücken uns nicht selbst, sondern er schmückt uns. Er macht uns schön. Er vergibt unsere Schuld. Er macht uns frei. Er schenkt uns ein Leben in Ewigkeit.
Denn: „Siehe, ich mache alles neu“ heißt: Wir strahlen durch seine Gnade – und nicht durch unsere Leistung.
Gott spricht hier zweimal direkt
Noch ein zweiter Gedanke zu diesem „Ich“: Ich habe gerade gesagt, hier spricht Gott selbst – kein Engel, kein Prophet, kein Mittler. Im Buch der Offenbarung spricht Gott nur zweimal direkt: einmal ganz am Anfang (Kapitel 1, Vers 8: „Ich bin das A und das O“) und einmal ganz am Ende – hier, in unserer Jahreslosung.
Diese direkte Rede erinnert an den Anfang der Bibel, an den Anfang der Menschheitsgeschichte: Als Gott spricht: „Es werde Licht“ – und es ward Licht.
Wir leben, weil Gott einmal gesprochen hat – ganz am Anfang der Weltgeschichte. Und wir werden in Ewigkeit leben, weil Gott noch einmal spricht: am Ende der Weltgeschichte, so wie wir sie kennen.
In Offenbarung 21,3 steht: „… und er wird bei ihnen wohnen.“ Das heißt: In der neuen Welt wird es keine Trennung mehr geben zwischen Gott und uns. Es wird niemanden mehr geben, der dazwischen steht. Keine indirekte Rede mehr. Gott wird direkt ansprechbar sein.
Wenn dort steht: „Siehe, ich mache alles neu“, heißt das damit auch: Weil sein Wort uns am Leben hält, werden wir in der neuen Welt mit Gott ewig leben.
3. „Mache“ – Gottes Handeln und unser Handeln
Jetzt aber genug geredet, genug gehört, genug gesagt – gehen wir weiter zum „Machen“, zum Tun.
Ich habe einmal den Satz gehört: „Wir können uns Betten kaufen, aber keinen Schlaf.“ Das soll bedeuten: Es gibt Dinge in unserer Welt, die für uns unverfügbar bleiben. Dinge, die allein in Gottes Hand liegen.
Und ich habe vorhin gesagt: Wenn Gott sagt „Ich mache alles neu“, dann heißt das: Er handelt – nicht wir. Und ich bleibe dabei.
Aber diese Aussage – sein Tun – soll uns nicht in eine Handlungsunfähigkeit bringen. Sie soll nicht dafür sorgen, dass wir nichts mehr tun. Nur weil ich den Klimawandel allein nicht stoppen kann oder die Sklaverei auf unserer Welt nicht beenden kann, kann ich trotzdem meinen Beitrag dazu leisten, dass es irgendwann einmal so weit ist. Und natürlich kann ich mir guten Schlaf nicht kaufen – aber ein richtig gutes Bett und eine gute Matratze tragen schon sehr viel dazu bei, dass es klappen könnte.
Unser Gott ist kein theoretischer, kein „zerdenkender“ Gott. Er ist ein Gott, der praktisch wirkt. Und er wirkt durch das Natürliche und durch das Übernatürliche. Er wirkt durch die perfekte Matratze, die irgendwann mal ein sehr schlauer Mensch entwickelt hat. Und er wirkt durch den perfekten Schlaf, den kein Mensch dieser Welt jemals machen oder herstellen könnte.
Wer nur auf das Natürliche vertraut, der verpasst die großen Wunder, die Gott tut – und hat die Hälfte der Bibel irgendwie nicht richtig gelesen. Wer nur auf das Übernatürliche vertraut, der hat die andere Hälfte der Bibel nicht richtig gelesen und verstanden. Denn Gott kam als Sohn, als Mensch auf diese Welt – als du und als ich. Als ein Mann, der auf Matten schlief, der Wein trank, der Brot aß, der auch mal überreizt war von den vielen Menschen, vom Lärm und von dem, was auf ihn einprasselte.
Die Bibel erzählt nicht von einem Gott, der ausschließlich und immer übernatürlich wirkt.
Darum heißt „Siehe, ich mache alles neu“: Du darfst dich ausstrecken nach Gottes Wirken – nach seinem Wirken im Natürlichen und im Übernatürlichen.
4. „Alles“ – Trost, der bleibt, und Neuheit, die alles verändert
Jetzt sind wir beim Begriff „alles“ angekommen – und damit auch ein bisschen am Knackpunkt unserer Jahreslosung. Es wird noch mal richtig spannend, aber auch ein bisschen knifflig. Denn hier steht: „Ich mache alles neu“. Nicht etwas. Nicht ein bisschen. Nicht ein Stück. Nicht eine einzelne Komponente. Sondern: alles.
Und dieses „alles“ beinhaltet zwei konträre Aussagen:
Es wird etwas geben, das bleibt.Und zugleich wird gar nichts bleiben – alles wird neu.Schauen wir uns das genauer an.
In Vers 4 von Kapitel 21 – direkt vor unserer Jahreslosung – steht ein Vers, der ganz oft bei Beerdigungen gelesen wird:
„Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“
Was uns der Text damit verrät: Es gibt Leid. Es gibt Schmerz. Es gibt Trauer. Es gibt Tod. Unsere Jahreslosung – die Perspektive auf eine Ewigkeit mit Gott – verneint nicht das Leid, das wir jetzt gerade spüren und fühlen.
Wenn Gott sagt: „Siehe, ich mache alles neu“, meint er nicht, dass all die Dinge, die wir hier auf der Erde erleben und erleiden müssen, nicht echt oder nicht ernst zu nehmen sind. Er sagt nicht: „Heul leise, Chantal.“ Er sagt: „Ich werde eure Tränen abwischen.“ Ich nehme euch ernst in eurem Leid – und ich werde es überwinden.
Wenn ich euch also heute Abend sage, dass nicht alles „einfach so“ neu wird, dann meine ich damit: Schmerz und Trauer werden nicht einfach vergessen sein – sondern sie werden vollständig getröstet und geheilt werden. Schmerz und Trauer werden bei Gott nicht einfach vergessen sein – sondern vollständig getröstet und geheilt.
Das ist der Teil an „alles“, der bleibt.
5. „Neu“ – nicht nur eine neue Version, sondern eine neue Welt
Für die zweite Komponente – dass gar nichts bleibt, dass alles neu wird – schauen wir uns den letzten Begriff an: „neu“.
In unserem Leitbild als Gemeinde steht: „Wir schätzen gewachsene Traditionen und lieben Innovationen.“ Ich glaube, spätestens an Weihnachten erleben wir genau das hier in Großgrabe. Wir versuchen jedes Jahr aufs Neue, die Weihnachtsgeschichte irgendwie neu zu inszenieren. Wir versuchen ein neues Krippenspiel zu schreiben, die Lieder cool und neu zu arrangieren. Wir versuchen einen neuen Fokus in der Predigt zu setzen, damit die, die jedes Jahr herkommen, wieder mal etwas Neues hören.
Aber anders als an Weihnachten, wo wir versuchen, einen unverrückbaren Kern – Jesu Christi Geburt – in einem neuen Gewand darzustellen, schafft Gott nicht einfach nur eine neue Version unserer Welt. Er macht nicht einfach nur die Meere grün und das Gras blau.
Er sagt: „Ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde.“ Das Alte wird vergehen. Nichts wird bleiben, wie es vorher war. So wie wir die Welt jetzt kennen, wird es sie dann nicht mehr geben.
Ich finde das schwer zu begreifen. Und ich habe darüber nachgedacht und dachte dann: Stellt euch mal vor – vielleicht erinnert ihr euch auch noch –, was als Letztes in eurem Leben einmal „neu“ war: ein neues Hobby, das ihr begonnen habt; ein neuer Jahresvorsatz vor fünf Tagen; eine neue Beziehung; eine neue Freundschaft; ein neues T-Shirt – irgendetwas, das ihr euch neu zugelegt habt.
Alles, was wir uns auf dieser Welt neu machen, neu anschaffen können, wird zu irgendeinem Zeitpunkt nicht mehr neu sein. Es wird einen Zeitpunkt geben, an dem ihr nicht mehr sagen könnt: „Ich habe das Hobby erst seit gestern angefangen.“ Ihr könnt nicht mehr sagen: „Das T-Shirt ist neu.“ Es wird einen Zeitpunkt geben, wo das Neue, was ihr erlebt oder habt oder geschaffen habt, vergangen ist.
Und in Gottes neuer Welt passiert genau das nicht. Diese neue Welt, die er schafft, wird zu keinem denkbaren Zeitpunkt jemals „nicht neu“ sein. Gott macht eine Welt, die für immer und ewig neu bleibt – nicht vergänglich.
In Vers 1 heißt es: „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde.“ Und in unserer Jahreslosung heißt es: „Siehe, ich mache alles neu.“ Dieses „neu“ aus Vers 5 bezieht sich auf das „neu“ aus Vers 1: auf den neuen Himmel und die neue Erde.
Und daran ist erkennbar – Achtung, großer Schock: Diese Jahreslosung wurde Johannes 95 nach Christus nicht für das Jahr 2026 eingegeben. Ja, ich weiß: enttäuschend. Denn es geht nicht darum, welche Wandfarbe du 2026 im Wohnzimmer neu streichst. Es geht auch nicht darum, welche neue berufliche Entscheidung du triffst. Es geht nicht darum, was sonst im Jahr 2026 für dich neu wird.
Wenn in der Jahreslosung steht: „Siehe, ich mache alles neu“, dann heißt das: Das Neue von Gott trägt nichts Altes mehr in sich. Himmel und Erde werden vergehen – und etwas komplett Neues wartet auf uns.
Ganz schön viel Inhalt für fünf kleine Worte, oder?
Für wen gilt diese Verheißung?
Und auch wenn die Jahreslosung wirklich schön ist – und ich finde, in unserer gesellschaftlichen und politischen Lage momentan wirklich sehr aktuell wirkt –, ist sie nicht explizit „für 2026“ gegeben worden. Aber ihre Perspektive soll etwas an unserem Jahr 2026 verändern.
Diese Jahreslosung ist kein Automatismus. Gott sagt nicht: „Wenn irgendwas blöd läuft in der Welt – egal, ich mache sowieso alles neu.“ Sondern in Vers 7 heißt es:
„Wer überwindet, der wird dies ererben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein.“
Die letzte Frage, die dieser Text also aufwirft, ist die Frage nach dem Adressaten: Wer ist hier gemeint? Wer ist angesprochen? Für wen ist diese Perspektive gedacht?
Es heißt: „Wer überwindet.“ Anders übersetzt: Wer besiegt. Und was besiegt? Den Tod und die Sünde.
Und jetzt darf mal jeder kurz in sich gehen und überlegen: Wann hat er das letzte Mal Tod und Sünde überwunden?
Wenn das der Anspruch ist, dann ist diese Jahreslosung für niemanden von uns geschrieben – weil niemand von uns Tod und Sünde überwinden kann. Denn das kann nur einer.
Wieder in der Offenbarung – diesmal Kapitel 5, Vers 5 – steht:
„Siehe, es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda.“
Jesus Christus hat den Tod und die Sünde bereits überwunden. Er hat sie bereits besiegt. Und wer darauf vertraut, wer das glaubt, wer sich auf diese Wahrheit stellt: Für den gilt diese Perspektive.
„Siehe, ich mache alles neu“ – für den gilt diese Perspektive 2026, 2027, bis ans Ende deines Lebens und vor allem – in allererster Linie – darüber hinaus.
Weil Jesus den Tod überwunden hat, werden wir ihn auch überwinden. Weil Jesus gesiegt hat, werden wir auch einmal siegen.
Was nimmst du für 2026 persönlich mit?
Gott spricht: „Siehe, ich mache alles neu.“
Schau nicht auf das, was gerade ist, sondern auf das, was Gott verheißen hat.Wir strahlen durch seine Gnade – nicht durch unsere Leistung.Weil sein Wort uns am Leben erhält, werden wir in Ewigkeit mit ihm leben.Streck dich 2026 aus nach Gottes Wirken – im Natürlichen und im Übernatürlichen.Und sei gewiss: Dein Schmerz und deine Trauer und das, was heute gerade richtig blöd läuft, ist bei Gott nicht vergessen, sondern vollständig getröstet und geheilt.Denn: Das Neue von Gott trägt nichts Altes mehr in sich. Himmel und Erde werden vergehen, und etwas komplett Neues wartet auf uns.Denn Gott spricht: „Siehe, ich mache alles neu.“