Der Caravan und Camping-Markt ist auf hohem Niveau stabil geblieben, mit jährlich über 90.000 Neuzulassungen von Reisemobilen und Wohnwagen. Für das laufende Jahr nennt Dr. Holger W. Siebert ein leichtes Minus von etwa drei Prozent, unter anderem wegen regulatorischer Effekte. Die Lage der Händler beschreibt er als angespannt, aber nicht außergewöhnlich schlecht. Er verweist auf Überproduktion, hohe Kapitalbindung und Zinsbelastungen. Einige Händler hätten zu viel bestellt, weshalb es vereinzelt Insolvenzen gegeben habe, mitunter Schuld daran ist die Corona-Pandemie, da diese einen Camping-Hype auslöste, der mit der Zeit abgenommen hat. Als aktuelle Trends nennt er eine stärkere Nachfrage nach kleineren, günstigeren Fahrzeugen und eine Reduktion der Modellvielfalt aus Kostengründen. Vor allem junge Menschen sind interessiert an Camper-Vans, weiterhin bleibt das klassische Reisemobil im Trend. Zudem ist es Zeit, dass der „Kinderführerschein“ durch den 4,25t Caravan-Führerschein ersetzt wird.