Innovation einfach machen.

Ideen testen ohne Prototyp: So geht’s mit dem Ideenkonzept


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Bianca Prommer [00:00:00]:

Warum ich zukünftig nicht mehr Prototypen im Design Thinking erstelle, sondern hier mit Ideenkonzepten arbeite, darüber sprechen wir in der heutigen Podcast Folge. Wenn du also eine neue Möglichkeit finden möchtest, Ideen schnell zu testen, dann bleib unbedingt in dieser Podcast-Folge dran. Lass uns loslegen. Hallo und herzlich willkommen bei 1 neuen Folge von Innovation einfach machen, deinem Podcast für pragmatische Wege in der Innovationsarbeit. Ja, Heute möchte ich dir von einem meiner aktuellen Innovationsprojekte erzählen. Und zwar ein Innovationsprojekt, wo wir jetzt ganz bewusst umgestiegen sind vom Prototyping, das heißt wirklich dieses schnelle Visualisieren, das schnelle Zurverfügungstellen von Ideen in irgendeiner 3D-Form, visualisieren, das Schnelle zur Verfügung stellen von Ideen in irgendeiner 3D-Form, sei es in Form von Moodboards, Zeichnungen, aber auch in Form von gebastelten Werken sozusagen und wie wir da jetzt umgestiegen sind auf Ideen, Konzepte und ich erkläre das ganz genau noch gleich. Es ist wirklich ein Case, der jetzt gerade stattfindet. Also wir arbeiten jetzt seit Januar an 1 Sozialinnovation, ein super spannendes Projekt und haben mit Design Thinking begonnen.

Bianca Prommer [00:01:21]:

Also das Projekt ist ein Förderprojekt und es geht jetzt bis Anfang 2026 und wir haben mit Design Thinking gestartet und haben da wirklich auch alles durchlebt. Also wir haben Interviews durchgeführt, wir haben alles gemacht, was man so im Design Thinking macht, haben großartige Ideen entwickelt und jetzt war gerade der Punkt, wo es eigentlich ins Prototyping gegangen wäre und dann ins Testing. Also dass wir uns wirklich überlegen, wie stellen wir diese Ideen vor und wie holen wir uns dann Feedback ein. Und ich war ja vor kurzem in Mailand, das habe ich euch schon ein paar mal erzählt in diesem Podcast und in Mailand habe ich mich ja ausbilden lassen zur zertifizierten FORTH Facilitator, also zu 1 Workshop-Moderatorin für die Methode FORTH Innovation. Und FORTH ist eine Innovations-Expedition, die Design Thinking mit Business Thinking verbindet. Also ist nicht nur in Prototypen und Ideen denkt, sondern auch in validierten, getesteten Business Cases. Und wenn dich das näher interessiert, da gibt es eine eigene Podcast Folge dazu, wo ich das ganz im Detail erkläre, was FORF überhaupt ist, wie das funktioniert. Also hör da unbedingt rein, verlinke ich in den Show Notes.

Bianca Prommer [00:02:34]:

Und wir waren jetzt wirklich in diesem Innovationsprojekt mittendrin in diesem Übergang vom Prototyping ins Testing, im Design Thinking und dann war eben diese Ausbildung und dann hat mir das dort so gut gefallen, dass man sagt, reduziere doch einmal diesen Aufwand im Prototypen zu denken und arbeite mit sogenannten Ideenkonzepten. Und ich erkläre das gleich noch ganz genau, was ein Ideenkonzept ist und wie so ein Ideenkonzept aufgebaut ist. Was mir dort halt so wirklich gut gefallen hat, ist, dass ich schon öfter mal gedacht habe, lohnt sich das überhaupt in Prototypen zu denken, lohnt es sich überhaupt Prototypen zu bauen, Prototypen überhaupt zu visualisieren, weil natürlich Prototypen schon auch Meinungen beeinflussen können. Es ist ja meine Unternehmensfarbe Pink. Wenn ich es an Prototypen erstellen würde, dann wäre er in irgendeiner Art und Weise wahrscheinlich Pink. Jetzt stell dir vor, du magst Pink aber nicht und sollst diese Idee feedbacken. Also mir Feedback auf eine Idee geben und dieses Pink zum Beispiel, in Pink dargestellt. Es kann sein, dass deine Abneigung gegenüber der Farbe Pink auch dein Feedback beeinflusst und damit das Feedback entsprechend vielleicht negativer ausfällt, als es eigentlich für die Idee notwendig wäre.

Bianca Prommer [00:03:56]:

Also ein Prototyp kann sehr schnell ablenken, vor allem in 1 frühen Phase, wo es einmal darum geht, ein erstes Feedback von der Idee zu der Idee zu bekommen und das kann sehr sehr schnell ablenken. Gleichzeitig erlebe ich immer wieder in Teams, der Prototyp kann ja nicht mit seinem Papierprototyp rausgehen und wie schaut es denn dann aus Und das ist ja nicht professionell genug. Also ja, auch das könnte das Feedback beeinflussen. Erstens, weil die Teams gar nicht erst rausgehen, weil sie zu 100% den perfekten Prototyp haben wollen. Und zweitens, weil der befragte Kunde vielleicht sich denkt, was wollen die denn mit so einem Papierprototypen jetzt. Also so ein Prototyp kann die Meinung, das Feedback beeinflussen. Und deshalb habe ich mich jetzt eben in diesem Projekt umgestellt auf Ideenkonzepte. Was ist jetzt so ein Ideenkonzept? Ganz was Einfaches tatsächlich.

Bianca Prommer [00:04:54]:

Ein Ideenkonzept ist einfach eine Seite, wo ein Konzept, wo die Idee ganz klar beschrieben worden ist. Das heißt, es geht nicht darum, dass wir jetzt visualisieren, basteln, sondern es geht darum, dass wir dieses Ideenkonzept formulieren. Was heißt das jetzt konkret? Was ist da drauf? Es ist ein Blatt Papier, da gibt es, also ich verwende dafür Vorlagen, da ist einmal drauf ein ganz ganz klarer Titel. Wie heißt diese Idee? Danach kommt eine Beschreibung der Zielgruppe in Form 1 Statements. Ich arbeite da mit den sogenannten Customer Frictions, Auch das ist eine Technik aus Forth. Das Customer Friction sagt aus, ich bin, also wer bin ich, ja, also die Zielgruppe, ich bin eine junge Mutter, 35 Jahre alt, wohne in Kratz, Ja, zum Beispiel. Ich habe dieses Bedürfnis, also ich möchte, ich brauche, was möchte ich denn? Und dann but, also aber. Also welches Problem habe ich? Was möchte ich, aber was ist das Problem dahinter? Das heißt, wir beschreiben in einem kurzen Statement die Zielgruppe.

Bianca Prommer [00:06:10]:

Danach kommt die Lösung. Das heißt, wir beschreiben ganz genau die Lösung. Wie genau schaut die Lösung aus? Wie funktioniert diese Lösung? Was kostet diese Lösung auch? Also ein grobes Gespür dafür zu bekommen, ist der Kunde bereit dafür zu bezahlen, was steckt denn da so dahinter. Und am Schluss gibt es dann noch einen Slogan, der die Idee auf den Punkt bringt. Das Schöne ist, dass wir da auch super mit KI arbeiten können. Also wenn wir die gut füttern, KI kann uns innerhalb weniger Sekunden eigentlich auf Knopfdruck so ein ganz ganz tolles Ideenkonzept erstellen, wenn wir davor schon gute Vorarbeit geleistet haben. Ja, das heißt, wir drucken dieses Konzept aus oder können es auch online präsentieren. Es ist niedergeschrieben und dann gehen wir quasi zu den Userinnen.

Bianca Prommer [00:07:01]:

Das heißt, wir gehen zu den Nutzer, zu den Nutzerinnen, zu unserer Zielgruppe. Das kann online sein, im Präsent sein, in Gruppen, Einzelnen, wie du möchtest und holen uns dann darauf Feedback ein. Jetzt können wir uns Feedback einholen, einerseits auf die Idee selbst, wie attraktiv findest du die, aber auch auf diese Beschreibung der Zielgruppe. Haben wir denn die Zielgruppe richtig verstanden? Also zum Beispiel kann ich fragen, auf 1 Skala von 1 bis 5, wie sehr erkennst du dich denn in der Beschreibung? Wenn dann rauskommt zum Beispiel eine 2, naja, dann sollte ich mir vielleicht überlegen, ob ich die richtige Zielgruppe habe. Das heißt, mit diesem Ideenkonzept können wir wirklich großartig an die Zielgruppe rangehen, uns hier Feedback einholen, sowohl qualitatives als auch quantitatives Feedback und können uns hier wirklich Feedback auf die Idee einholen, ohne dass irgendein Design, irgendeine Schrift, irgendeine Farbe hier irgendwas beeinflusst. Und wenn du jetzt zum Beispiel mehrere Ideenkonzepte hast, dann ist es ganz ganz wichtig, dass du alle Ideen gleich formatiert in diesem Formular zeigst. Denn auch da, wir haben das tatsächlich erlebt in einem Projekt, Eine Gruppe hat dieses Ideenkonzept ein bisschen anders formatiert, das war sofort eine Beeinflussung der befragten Zielgruppe. Super spannend.

Bianca Prommer [00:08:25]:

Also du hast dieses Ideenblatt, dieses Ideenkonzept und das ist für alle Ideen gleich Und damit wird das Feedback absolut vergleichbar und dann kann man wirklich die Konzepte super weiterentwickeln. Ja, wir haben das jetzt gerade gemacht. Wir haben tatsächlich alle unsere Ideenkonzepte jetzt in dieses Template gepackt, haben jetzt auch die ersten Feedbacks durchgeführt, die ersten 6 Rückmeldungen von 22, also wir planen 22 Interviews, die ersten 6 Rückmeldungen sind jetzt auch schon da und das zeigt wirklich, dass es funktioniert. Also wir bekommen da so viel Feedback, so wertvolles, also auch sehr kritisches Feedback, aber ohne eine Beeinflussung durch einen Prototypen. Und natürlich können wir dann, wenn wir die Idee jetzt weiterentwickeln, dann auch mit Prototypes arbeiten. Also auch dann können wir Visualisierungen verwenden. Aber jetzt für ein erstes schnelles Feedback empfehle ich dir zukünftig mit Ideen Konzepten zu arbeiten. Das ist wirklich etwas, was ich jetzt mit Hilfe von FORTH gelernt habe und das ist wirklich etwas, was ich ab sofort in allen meinen Projekten einführen werde.

Bianca Prommer [00:09:37]:

Also auch egal, am Ende ist es nur eine Ideen-Workshop, gar kein Design-Thinking. Das ist so eine großartige Möglichkeit, eine Idee noch einmal auf den Punkt zu bringen. Ja, das war es eigentlich für heute auch schon. Also was ich dir heute mitgeben möchte ist, überleg dir, ob es wirklich immer Prototypen braucht, also gerade diese Minimal Viable Products, diese sehr schnellen ersten Visualisierungen und überleg dir, ob da nicht vielleicht so ein Ideenkonzept hier auch reichen könnte. Wenn du selbst in so einem Innovationsprozess steckst und das Gefühl hast, irgendwie da kommt nicht wirklich was raus, wir sind nicht radikal genug im denken, wir haben nicht wirklich die Innovation. Dann solltest du dich unbedingt mit der FORTH Innovationsmethode auseinandersetzen. Hör dir die Podcastfolge dort an, ich verlinke dir das wie gesagt entsprechend in den Show Notes. Das ist wirklich eine Methode, mit der du validierte Business Cases entwickelst.

Bianca Prommer [00:10:37]:

Von der, wir müssen was tun, hin zu validierten Business Cases, ohne irgendwelchen Bastelmaterialien, dass du dort einfach hängen bleibst. Nein, am Ende sind es wirklich validierte Business Cases, die dann weitergeführt werden können innerhalb der Organisation, im Innovationsprozess und das ist wirklich was ganz ganz Tolles. Also ich höre unbedingt rein in die Folge mit forth. Wenn du da mehr erfahren möchtest, buch dir ein unverbindliches kostenloses Erstgespräch mit mir. Lass uns darüber sprechen, wie du das vielleicht bei dir einsetzen kannst und damit wünsche ich dir Viel Erfolg beim Testen deiner Ideen und wir hören uns beim nächsten Mal. Ciao, ciao.

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Innovation einfach machen.By Bianca Prommer