Was bedeutet eigentlich Sozialkompetenz bei Hunden?
Ist ein Hund sozial kompetent, wenn er jeden anderen Hund freundlich begrüßt, mit jedem spielt und „gut mit allen kann“?
Wir sagen: Nein.
In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Sozialkompetenz deutlich mehr mit Kommunikation, Konfliktfähigkeit und dem richtigen Umgang mit sozialen Situationen zu tun hat als mit möglichst vielen Hundekontakten.
Wir schauen uns an, welche Aufgabe dabei uns Menschen zukommt, warum der jeweils gegenüberstehende Hund eine entscheidende Rolle spielt und weshalb es so wichtig ist, den eigenen Hund wirklich zu kennen: seinen Charakter, seine Grenzen, seine Stärken und seine Schwächen.
Denn Sozialkompetenz bedeutet nicht, jeden Konflikt zu vermeiden. Sie bedeutet auch nicht, sich alles gefallen zu lassen. Ein sozial kompetenter Hund kann kommunizieren, Grenzen setzen, Grenzen anderer akzeptieren und Konflikte angemessen bewältigen.
Anhand zahlreicher Beispiele aus unserem Hundetraining zeigen wir, wie unterschiedlich solche Situationen aussehen können und wo wir als Halter:innen eingreifen, unterstützen oder auch einfach mal Raum lassen sollten.
Dabei sprechen wir auch über die Entwicklung unserer beiden Hunde, die in ihrem charakterlichen Grundgerüst kaum unterschiedlicher sein könnten. Genau daran lässt sich besonders gut zeigen: Sozialkompetenz sieht nicht bei jedem Hund gleich aus.
Es geht also nicht darum, aus jedem Hund einen „Ich-mag-jeden“-Hund zu machen.
Es geht darum, einem Hund die Möglichkeit zu geben, seine soziale Kompetenz innerhalb seines eigenen Charakters weiterzuentwickeln.
Und genau da wird es spannend:
Was können wir trainieren?
Was müssen Hunde untereinander lernen?
Wann sollten wir eingreifen?
Und wann nehmen wir unserem Hund vielleicht sogar die Möglichkeit, selbstständig soziale Erfahrungen zu sammeln?
Eine Folge über Kommunikation, Grenzen, Konflikte, Charaktere – und darüber, warum „verträglich mit jedem Hund“ kein sinnvolles Ziel für jeden Hund sein muss.
Schreibt uns eure Fragen, Themenvorschläge oder eigenen Geschichten — vielleicht landen sie schon in einer der nächsten Folgen.
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Habt eine schöne Woche und denkt immer daran – ein bisschen mehr Impulskontrolle schadet niemandem. 😉