Impulskontrolle

Impulskontrolle

By Steven Grieger + Kevin KlinkenbergKids & FamilyPets & Animals
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Impulskontrolle episodes

  • 20 - Ich will. Ich mache. Ich lasse.

    Warum heißt unser Podcast eigentlich Impulskontrolle? Nicht aus Zufall. Für uns ist sie eine der wichtigsten Grundlagen für Lernen, Entwicklung und dafür, dass Hunde Erfahrungen sammeln und mit ihrer Umwelt umgehen können.


    Aber Impulskontrolle ist eben nicht einfach nur die Fähigkeit, einen Reiz auszuhalten.


    Ein Hund kann auf seinem Platz liegen bleiben und dabei innerlich immer weiter hochfahren. Er kann ein Verhalten zeigen, weil er eine Belohnung erwartet, weil wir es von ihm verlangen oder weil er gelernt hat, dass er keine andere Möglichkeit hat. Von außen sieht das vielleicht nach Kontrolle aus – sagt aber noch lange nichts darüber aus, was im Hund tatsächlich passiert.


    Der entscheidende Unterschied liegt für uns darin, ob ein Hund lediglich aushält oder ob er gelernt hat, seine eigene Erregung zu regulieren, einen Reiz loszulassen und wieder in einen ansprechbaren Zustand zu kommen.


    Und genau das schauen wir uns nicht nur theoretisch an, sondern vor allem anhand konkreter Situationen aus dem Alltag und Training.


    Wir sprechen über unsere eigenen Hunde, über Trainingshunde und über Situationen, die vermutlich viele von euch kennen: Der Hund sieht etwas Spannendes, wartet auf sein Futter, möchte zu einem anderen Hund, soll irgendwo bleiben oder muss einen Reiz aushalten, obwohl er eigentlich gerade ganz andere Pläne hat.


    Dabei schauen wir uns an, was wir in solchen Situationen eigentlich trainieren können. Wie bauen wir Impulskontrolle sinnvoll auf? Wie können wir einem Hund helfen, seine Erregung selbst herunterzufahren? Wann ist es sinnvoll, einen Reiz länger auszuhalten – und wann wäre es viel sinnvoller, dem Hund überhaupt erst die Möglichkeit zu geben, den Reiz loszulassen?


    Auch die Frustrationstoleranz spielt dabei eine wichtige Rolle. Die beiden Themen hängen eng zusammen, sind aber nicht dasselbe. Wir erklären, wo die Unterschiede liegen und warum es im Training einen entscheidenden Unterschied macht, ob wir Frust begleiten und verarbeitbar machen oder lediglich erwarten, dass der Hund ihn irgendwie aushält.


    Und natürlich sprechen wir darüber, warum Fairness beim Training von Impulskontrolle so wichtig ist. Denn Selbstregulation lässt sich nicht einfach einfordern. Wir müssen wissen, was wir unserem Hund gerade zumuten können, wie hoch seine Erregung bereits ist und wie wir die Anforderungen so gestalten, dass tatsächlich Lernen stattfinden kann.


    Diese Folge ist deshalb nicht nur etwas für alle, die verstehen möchten, was Impulskontrolle eigentlich ist, sondern vor allem für diejenigen, die sich fragen:

    Was kann ich mit meinem Hund konkret anders machen?


    Eine Folge mit viel Theorie, noch mehr Praxis und jeder Menge Situationen, die ihr wahrscheinlich aus eurem eigenen Alltag kennt.


    Schreibt uns eure Fragen, Themenvorschläge oder eigenen Geschichten — vielleicht landen sie schon in einer der nächsten Folgen.


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    Habt eine schöne Woche und denkt immer daran – ein bisschen mehr Impulskontrolle schadet niemandem. 😉

    1 hr 16 min
  • 19 - Das Leben ist nicht immer fair

    Fairness – was bedeutet das eigentlich im Zusammenleben mit unseren Hunden?


    Fairness ist ein Begriff, den wir im Hundetraining ziemlich häufig verwenden. Aber was bedeutet es eigentlich, fair mit seinem Hund umzugehen? Heißt Fairness, dass der Hund möglichst viele Entscheidungen selbst treffen darf? Dass wir ihm unangenehme Dinge ersparen? Oder dass er immer bekommt, was er möchte?


    In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Fairness nicht mit Gleichbehandlung oder grenzenloser Freiheit gleichzusetzen ist. Jeder Hund ist anders, hat seine eigene Persönlichkeit, seine individuellen Bedürfnisse, seine Lerngeschichte und seine ganz persönlichen Grenzen. Was für den einen Hund sinnvoll und angemessen ist, kann für einen anderen bereits zu viel sein.


    Wir sprechen darüber, welche Verantwortung wir als Hundehalter tragen, wann Erwartungen an unsere Hunde fair sind und wann wir vielleicht einfach Dinge verlangen, die wir ihnen nie richtig beigebracht haben. Dabei geht es auch um Grenzen, Konsequenzen, Training und die Frage, ob „positiv“ automatisch auch fair bedeutet.


    Außerdem schauen wir uns an, wie Fairness zwischen Hunden aussieht. Muss jeder Hund jeden anderen Hund begrüßen? Wie viel Konflikt dürfen Hunde untereinander selbst lösen? Und wann ist es unsere Aufgabe, einzugreifen?


    Denn fair zu sein bedeutet nicht, seinem Hund alles zu erlauben oder jede unangenehme Situation aus dem Weg zu räumen. Es bedeutet vielmehr, seinen Hund ernst zu nehmen, ihn als Individuum zu betrachten und gleichzeitig die Verantwortung zu übernehmen, die wir als Menschen tragen.


    Aber wo genau diese Grenze verläuft und wann vermeintliche Fairness vielleicht sogar unfair wird – darüber sprechen wir in dieser Folge.


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    1 hr 18 min
  • 18 - Nur so viel wie nötig

    „Mein Hund muss ausgelastet werden.“ Ein Satz, den man im Hundetraining ständig hört. Aber was bedeutet Auslastung eigentlich?


    In dieser Folge schauen wir uns genauer an, was hinter dem Begriff steckt und warum ein voller Terminkalender noch lange nicht bedeutet, dass ein Hund tatsächlich das bekommt, was er braucht. Wir sprechen über den Unterschied zwischen körperlicher und mentaler Auslastung und darüber, warum Beschäftigung nicht automatisch bedürfnisorientierte Auslastung bedeutet.


    Welche Faktoren spielen bei der individuellen Auslastung eines Hundes eine Rolle? Woran erkenne ich, dass meinem Hund etwas fehlt – und woran erkenne ich, dass ich vielleicht längst zu viel mache? Wir sprechen über typische Anzeichen für Über- und Unterforderung und darüber, warum gerade das „Leck“ in der Auslastung manchmal ganz woanders zu finden ist, als man zunächst denkt.


    Dabei geht es auch um den Einfluss von Social Media. Ständig sehen wir Hunde, die scheinbar permanent beschäftigt werden: Training, Hundesport, Wanderungen, Ausflüge, Social Walks, Nasenarbeit und noch schnell ein bisschen Kopfarbeit obendrauf. Schnell entsteht das Gefühl, mit dem eigenen Hund nicht genug zu machen. Unser menschliches schlechtes Gewissen kann dabei dazu führen, dass wir immer mehr anbieten – und unsere Hunde dadurch nicht auslasten, sondern zunehmend überreizen.


    Ein großer Teil der Folge dreht sich deshalb um ein Thema, das bei der Diskussion über Auslastung häufig vergessen wird: Ruhe.


    Wir bringen unsere eigenen Hunde mit ein und erklären, wie wir Auslastung bei ihnen betrachten und warum weniger manchmal tatsächlich mehr ist. Denn auch in einer reizvollen Umgebung einfach nichts zu tun, kann für einen Hund eine enorme Leistung sein. Selbstregulation ist anstrengend – und ein Hund muss nicht permanent beschäftigt werden, um einen erfüllten Alltag zu haben.


    Wir sprechen darüber, warum wir nicht versuchen wollen, jede freie Minute unserer Hunde mit Aktivitäten zu füllen, weshalb Ruhe nicht mit Langeweile gleichzusetzen ist und warum es manchmal genau das Richtige sein kann, gemeinsam einfach nichts zu machen.


    Eine Folge über Bedürfnisse, Reize, Ruhe, schlechtes Gewissen – und die Frage, ob unsere Hunde wirklich mehr brauchen oder wir ihnen manchmal einfach zu viel geben.


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    1 hr 12 min
  • 17 - Hunde-Tinder

    Kaum ein Thema wird unter Hundehalter:innen so kontrovers diskutiert wie die Kastration. In dieser Folge schauen wir uns das Thema deshalb einmal genauer an und sprechen darüber, was das Tierschutzgesetz dazu eigentlich sagt und unter welchen Voraussetzungen eine Kastration überhaupt gerechtfertigt sein kann.


    Dabei betrachten wir insbesondere die Gründe, die gegen eine Kastration sprechen – und warum der Eingriff gerade bei jungen Hunden häufig viel zu schnell als vermeintliche Lösung für unerwünschtes Verhalten ins Spiel gebracht wird. Was bedeutet eine Frühkastration für die körperliche und soziale Entwicklung eines Hundes? Welche möglichen Folgen kann sie haben? Und warum ist es wichtig, sexuelles Verhalten bei Junghunden zunächst einmal als das zu verstehen, was es ist: ein völlig normaler und natürlicher Bestandteil der Entwicklung?


    Wir sprechen darüber, warum steigendes Sexualverhalten, Aufreiten oder zunehmendes Interesse am anderen Geschlecht nicht automatisch ein Problem darstellen, das medizinisch „wegoperiert“ werden muss. Vielmehr spielt gerade in dieser Entwicklungsphase eine gute Erziehung, Orientierung und das richtige Management eine entscheidende Rolle.


    Und natürlich geht es auch um die Frage, wann eine Kastration tatsächlich sinnvoll oder sogar notwendig sein kann. Denn eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema bedeutet nicht, jeden Eingriff grundsätzlich abzulehnen. Entscheidend ist vielmehr, die individuellen Umstände zu betrachten und sich bewusst zu machen, dass eine Kastration kein universeller Problemlöser für Verhalten ist.


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    1 hr 10 min
  • 16 - Zwei Introvertierte reden über Sozialkompetenz

    Was bedeutet eigentlich Sozialkompetenz bei Hunden?


    Ist ein Hund sozial kompetent, wenn er jeden anderen Hund freundlich begrüßt, mit jedem spielt und „gut mit allen kann“?


    Wir sagen: Nein.


    In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Sozialkompetenz deutlich mehr mit Kommunikation, Konfliktfähigkeit und dem richtigen Umgang mit sozialen Situationen zu tun hat als mit möglichst vielen Hundekontakten.


    Wir schauen uns an, welche Aufgabe dabei uns Menschen zukommt, warum der jeweils gegenüberstehende Hund eine entscheidende Rolle spielt und weshalb es so wichtig ist, den eigenen Hund wirklich zu kennen: seinen Charakter, seine Grenzen, seine Stärken und seine Schwächen.


    Denn Sozialkompetenz bedeutet nicht, jeden Konflikt zu vermeiden. Sie bedeutet auch nicht, sich alles gefallen zu lassen. Ein sozial kompetenter Hund kann kommunizieren, Grenzen setzen, Grenzen anderer akzeptieren und Konflikte angemessen bewältigen.


    Anhand zahlreicher Beispiele aus unserem Hundetraining zeigen wir, wie unterschiedlich solche Situationen aussehen können und wo wir als Halter:innen eingreifen, unterstützen oder auch einfach mal Raum lassen sollten.


    Dabei sprechen wir auch über die Entwicklung unserer beiden Hunde, die in ihrem charakterlichen Grundgerüst kaum unterschiedlicher sein könnten. Genau daran lässt sich besonders gut zeigen: Sozialkompetenz sieht nicht bei jedem Hund gleich aus.


    Es geht also nicht darum, aus jedem Hund einen „Ich-mag-jeden“-Hund zu machen.


    Es geht darum, einem Hund die Möglichkeit zu geben, seine soziale Kompetenz innerhalb seines eigenen Charakters weiterzuentwickeln.


    Und genau da wird es spannend:

    Was können wir trainieren?

    Was müssen Hunde untereinander lernen?

    Wann sollten wir eingreifen?

    Und wann nehmen wir unserem Hund vielleicht sogar die Möglichkeit, selbstständig soziale Erfahrungen zu sammeln?


    Eine Folge über Kommunikation, Grenzen, Konflikte, Charaktere – und darüber, warum „verträglich mit jedem Hund“ kein sinnvolles Ziel für jeden Hund sein muss.


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    1 hr 20 min
  • 15 - Kevin allein zuhaus

    Alleine bleiben ist für viele Hundehalter ein großes Thema – und gleichzeitig eines, das unglaublich individuell betrachtet werden muss. Denn nicht jeder Hund erlebt das Alleinsein gleich und nicht jeder Hund braucht denselben Trainingsweg.


    Wir sprechen darüber, warum alleine bleiben erlernt werden muss. Dabei geht es aber nicht darum, einem Hund beizubringen, eine bestimmte Zeit irgendwie auszuhalten. Vielmehr sollte der Hund in einem kleinschrittigen und für ihn passenden Aufbau lernen: Alleine zu sein ist sicher, vorhersehbar und kein Grund zur Sorge. Und vor allem: Es kommt immer jemand zurück.


    Eine wichtige Rolle spielen dabei sogenannte Ankündiger. Welche Signale kündigen dem Hund an, dass sein Sozialpartner gleich geht? Und was passiert eigentlich schon lange vor dem eigentlichen Verlassen der Wohnung? Auch die Qualität der Beziehung zwischen Hund und Sozialpartner kann eine entscheidende Rolle spielen.


    Wir sprechen außerdem über das sogenannte Stalken innerhalb der Wohnung: Wenn der Hund seinem Menschen permanent folgt, jede Bewegung beobachtet und kaum Distanz zulässt. Warum dieses Verhalten für die Einschätzung des Problems relevant sein kann und was es uns über die emotionale Situation des Hundes verrät.


    Ein besonders wichtiger Punkt ist für uns die Analyse der Reaktion auf das Alleinsein. Denn zwischen „mein Hund fühlt sich dabei nicht besonders wohl“, echter Unsicherheit und einer ausgeprägten Trennungs- bzw. Separationsangst liegen fachlich große Unterschiede. Bei einer massiven Separationsangst kann das Alleinsein für einen Hund zu einer Situation werden, die er als existenziell bedrohlich erlebt. Dann reicht es nicht, einfach länger zu warten, bis der Hund „es irgendwann aushält“.


    Diese Folge gibt deshalb nur einen kleinen Einblick in einige wichtige Aspekte rund um das Thema Alleine bleiben. Denn gerade hier gilt: Es gibt keinen pauschalen Trainingsplan, der für jeden Hund funktioniert. Entscheidend ist, genau hinzuschauen, die individuelle Reaktion des Hundes zu verstehen und den Trainingsaufbau daran anzupassen.


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    1 hr 9 min
  • 14 - Dann holt euch lieber eine Katze

    Für alles Mögliche im Leben brauchen wir einen Führerschein, eine Ausbildung oder zumindest einen Nachweis, dass wir wissen, was wir tun. Nur beim Hund gilt vielerorts noch: Anschaffen, halten – fertig.


    Wir finden: Ein verpflichtender Hundeführerschein ist längst überfällig.


    Denn wer einen Hund hält, übernimmt Verantwortung für ein Lebewesen, für dessen Verhalten und letztlich auch für die Sicherheit seiner Umwelt. Aber was müsste ein zukünftiger Hundehalter eigentlich wissen, bevor er einen Hund übernimmt? Es geht um Körpersprache und Kommunikation, rechtliche Grundlagen, Rasse und Genetik, Lernverhalten, Training und vor allem darum, einen Hund im Alltag sicher führen und Situationen richtig einschätzen zu können.


    Dabei sollte eine solche Prüfung unserer Meinung nach vor allem eine Prüfung des Halters sein. Nicht der Hund sollte zeigen müssen, wie gut er Sitz, Platz oder Fuß beherrscht. Der Mensch sollte darlegen, dass er in der Lage ist, seinen Hund zu verstehen, zu führen, Risiken einzuschätzen und verantwortungsvoll mit ihm umzugehen.


    Wir machen außerdem einen Ausflug zu einem besonders emotionalen Thema: Rasselisten. Wie kann es sein, dass ein Hund in Bundesland A als gefährlich gilt, während derselbe Hund in Bundesland B völlig anders bewertet wird? Und wie kann es sein, dass ein Lebewesen als gefährlich eingestuft wird, nur weil es im vermeintlich falschen Körper geboren wurde? Wir schauen kritisch darauf, wie sinnvoll und fachlich belastbar solche pauschalen Einstufungen eigentlich sind.


    Natürlich stellen wir uns auch die Frage: Wie würden wir einen Hundeführerschein überhaupt aufbauen? Was müsste ein Halter wissen und praktisch können, damit wir wirklich von verantwortungsvoller Hundehaltung sprechen können?


    Und dann wäre da noch die spannende Frage: Wie werden eigentlich die Profis geprüft? Die Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz ist keine bundesweit einheitliche Prüfung mit einem standardisierten Kompetenznachweis. Die konkrete Ausgestaltung liegt maßgeblich bei der zuständigen Behörde. Gleichzeitig arbeiten noch immer viele alteingesessene Trainer mit Methoden, die längst nicht mehr dem aktuellen Wissensstand über Lernen, Verhalten und Training entsprechen.


    Eine Folge über Verantwortung, Kompetenz, Rasselisten, Hundetrainer, veraltete Trainingsmethoden und die Frage, warum wir beim Thema Hundehaltung dringend über bessere Standards sprechen müssen.


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    1 hr 7 min
  • 13 - Psychiatrische Tagesklinik für Vierbeiner

    Hundeauslaufgebiete klingen auf dem Papier nach einem ziemlich guten Konzept: kontrollierter Freilauf, Sozialkontakte ermöglichen und gleichzeitig die Umwelt vor frei laufenden Hunden schützen. Doch wie gut funktioniert dieses Konzept in der Realität?


    In dieser Folge sprechen wir über die Hundeauslaufgebiete in Berlin und darüber, warum die Realität häufig ganz anders aussieht als die Idee dahinter. Denn obwohl am Eingang große Tafeln mit Regeln stehen, werden diese in der Praxis nicht selten konsequent ignoriert. Leinen, Rücksichtnahme und ein verantwortungsvoller Umgang miteinander? Fehlanzeige.


    Stattdessen haben häufig die Mobber, Pöbler und sozial eher schwierigen Artgenossen die Vorherrschaft übernommen. Für Halter:innen mit unsicheren oder sozial weniger unkomplizierten Hunden kann ein Besuch dadurch schnell zum Spießrutenlauf werden – und im schlimmsten Fall zu einer richtig schlechten Erfahrung für Hund und Mensch.


    Wir spielen deshalb einmal durch, wie wir ein Hundeauslaufgebiet betreiben würden. Was müsste sich verändern, damit wirklich unterschiedliche Hunde und ihre Menschen einen solchen Ort nutzen können, ohne anschließend traumatisiert wieder nach Hause zu gehen? Dabei geht es unter anderem um Regeln, Kontrolle, Struktur, Verantwortlichkeiten und die Frage, wie man kontrollierten Freilauf tatsächlich ermöglichen kann.


    Natürlich fließen auch wieder unsere eigenen Erfahrungen aus der Arbeit mit Hunden und aus Besuchen in Hundeauslaufgebieten mit ein.


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    59 min
  • 12 - Schön ruhig bleiben

    Eigentlich wartet unser Hund ein Leben lang: darauf, dass wir nach Hause kommen, auf sein Futter, auf den Spaziergang, auf Beschäftigung und auf das nächste spannende Ereignis. Kein Wunder also, dass es vielen Hunden schwerfällt, einfach einmal nichts zu tun.


    Doch Ruhe ist nicht selbstverständlich. Ruhe muss zunächst erlernt werden. Wir sprechen darüber, warum Ruhe am Anfang vor allem ein Verhalten ist, das wir unseren Hunden beibringen und aufbauen müssen, bevor daraus echte emotionale Entspannung und Selbstregulation entstehen können.


    Dabei schauen wir auch kritisch auf unseren eigenen Anteil: Wie viel von dem, was wir heute als „unruhigen Hund“ wahrnehmen, ist eigentlich menschengemacht? Wir entscheiden, wann gefressen, spaziert, gespielt und trainiert wird – und schaffen gleichzeitig eine Welt, in der unsere Hunde ständig beschäftigt, angesprochen und aktiviert werden. Tragen wir damit vielleicht auch einen Teil der Verantwortung dafür, dass ihnen die Fähigkeit zur Selbstregulation schwerer fällt?


    Natürlich sprechen wir wieder aus unserer eigenen Erfahrung und erzählen, wie wir bei unseren Hunden Ruhe aufgebaut und in den Alltag integriert haben.


    Und wie so oft hilft auch diesmal der Blick auf uns Menschen: Wie gut können wir eigentlich selbst nichts tun? Wie lange schaffen wir es, einfach dazusitzen, ohne zum Handy zu greifen? Wie oft erwischen wir uns dabei, dass wir lieber noch ein bisschen scrollen, statt tatsächlich einmal Ruhe auszuhalten und zu erleben?


    Eine Folge über Ruhe, Selbstregulation, unsere Verantwortung – und die Erkenntnis, dass „nichts tun“ manchmal deutlich schwieriger ist, als es klingt.


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    59 min
  • 11 - Du bekommst, was du belohnst

    Belohnen gehört zum Hundetraining dazu – doch was bedeutet positive Verstärkung eigentlich wirklich?


    In dieser Folge sprechen wir darüber, was positive Verstärkung ausmacht, welche unterschiedlichen Formen der Belohnung es gibt und warum am Ende immer der Hund entscheidet, was für ihn tatsächlich eine Belohnung ist. Denn was in einer Situation motivierend wirkt, kann in einer anderen völlig an Bedeutung verlieren.


    Außerdem geben wir euch einen verständlichen Einblick in die Grundlagen der Lerntheorie. Wir sprechen über klassische und operante Konditionierung und werfen auch einen Blick darauf, dass Hunde auf ganz unterschiedliche Weise lernen – zum Beispiel durch eigene Erfahrungen, Beobachtung oder den Einfluss von Stimmungen. Denn wer versteht, wie Hunde lernen, kann Training bewusster, fairer und erfolgreicher gestalten.


    Damit die manchmal etwas theoretischen Inhalte greifbarer werden, ziehen wir immer wieder Vergleiche zum menschlichen Alltag. So wird schnell deutlich, dass viele Lernprozesse, die wir bei Hunden beobachten, uns Menschen gar nicht so fremd sind und sich oft überraschend leicht nachvollziehen lassen.


    Natürlich sprechen wir auch darüber, wie wir unsere eigenen Hunde trainieren, welche Belohnungen bei ihnen besonders gut funktionieren und warum es sich lohnt, den individuellen Hund statt starrer Trainingsregeln in den Mittelpunkt zu stellen.


    Außerdem widmen wir uns dem Thema Bestrafung. Wir erklären, warum dieser Bereich oft kontrovers diskutiert wird, welche Auswirkungen Strafen haben können und weshalb ein verantwortungsvoller Umgang mit Lerntheorie die Grundlage für jedes gute Hundetraining sein sollte.


    Eine Folge für alle, die ihren Hund nicht nur trainieren, sondern ihn und sein Lernverhalten wirklich verstehen möchten.


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    1 hr 5 min

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Impulskontrolle ist der Podcast über Hunde, Menschen und all die Momente, in denen der Verstand kurz Auslauf hat.