Der Praxis-Podcast zu Liberating Structures

In die Organisation und darüber hinaus!


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Über den erfolgreichen Aufbau einer internen Community of Practice bei einem Finanzdienstleister.

In dieser Folge des „Praxispodcasts zu Liberating Structures“ spricht Host Christian Weinert mit Marco Schloss, einem Coach, Facilitator und Begleiter von agilen Transformationen bei einem großen Finanzdienstleister.

Marco teilt seine langjährigen Erfahrungen über den erfolgreichen Aufbau und die Pflege einer internen „Community of Practice“ (CoP) für Liberating Structures, die sich über die Abteilungsgrenzen hinweg im Unternehmen etabliert hat.

Themen dieser Folge:

Der Start der Community: Wie aus einer Initiative in der agilen Szene eine abteilungsübergreifende Community mit regelmäßig 20 bis 25 Teilnehmenden wurde.

Struktur und Ablauf: Die CoP trifft sich seit über drei Jahren alle sechs Wochen für 90 Minuten online via Miro-Board. Dabei bereiten wechselnde Design-Teams die Sessions vor, was besonders unerfahrenen Kolleginnen und Kollegen hilft, Moderationserfahrung zu sammeln.

Wirkung im Unternehmen: Die gelernten Methoden bleiben nicht in der Theorie, sondern werden aktiv im Arbeitsalltag eingesetzt – von Retrospektiven und Kick-offs bis hin zu Townhall-Meetings mit über 2500 Teilnehmenden.

Support durch das Management: Warum es wichtig ist, dass Führungskräfte den Einsatz von Liberating Structures fördern und ihre Teams ermutigen, an der Community teilzunehmen.

Zukunftsvisionen: Marcos Pläne, Liberating Structures offiziell in den internen Fortbildungskatalog aufzunehmen und längere Präsenz-Workshops für komplexe Strukturen wie Ecocycle oder Purpose to Practice anzubieten.

Step-by-Step Anleitung: Marcos konkrete Tipps für alle, die selbst eine interne Community of Practice gründen wollen (Mitstreiter finden, mit Präsenz starten, ins Remote-Format wechseln und kontinuierlich Werbung machen).

Marcos Appell: Warum man Liberating Structures in jedes Meeting bringen sollte, um eingefahrene Diskussionen aufzulockern und Struktur sowie Emotionen zu fördern.

In dieser Episode erwähnte Liberating Structures:

Impromptu Networking

Sehr schneller Einstieg in den Austausch: Teilnehmende treffen sich in mehreren kurzen Runden zu Zweiergesprächen, um eine fokussierte Frage zu beantworten und das Netzwerk im Raum sofort zu aktivieren.
Mehr Infos: https://www.liberatingstructures.com/2-impromptu-networking/

Chatterfall

Die Gruppe reagiert gleichzeitig schriftlich auf eine Frage oder Aussage (z.B. im Chat oder auf Karten), die Beiträge „fallen“ alle auf einmal, wodurch viele Stimmen in kurzer Zeit sichtbar werden, ohne dass Einzelne dominieren.
Mehr Infos (Beispielbeschreibung): https://befreiendestrukturen.de/ls/

Future Present

Die Teilnehmenden versetzen sich gemeinsam in eine erfolgreiche Zukunft, beschreiben diese konkret aus der Perspektive „Wir sind schon dort“ und leiten daraus die entscheidenden Schritte ab, die sie heute gehen müssen.
Mehr Infos (Kontext Zukunftsformate): https://liberatingstructures.de/originale-reihenfolge/

Discovery & Action Dialog

Strukturierter Dialog mit wiederkehrenden Fragen (z.B. „Was funktioniert schon gut?“), um aus realen Erfahrungen praktikable Lösungen zu entwickeln und gemeinsam Verantwortung für das Handeln zu übernehmen.
Mehr Infos: https://www.liberatingstructures.com/20-discovery-and-action-dialogue/

Tiny Demons

Die Teilnehmenden benennen ihre kleinen, aber hartnäckigen Hindernisse („Dämonen“) rund um ein Ziel, machen sie sichtbar und überlegen gemeinsam konkrete, kleine Schritte, um diese systematisch zu zähmen.
Mehr Infos (im 33+ Kontext): https://liberatingstructures.de/was-heisst-eigentlich-dieses-33/

1-2-4-All

Erst denkt jede Person für sich, dann im Zweier- und Vierergespräch, zum Schluss im Plenum: So wird in kurzer Zeit kollektives Wissen gehoben und praktisch jede Stimme einbezogen.
Mehr Infos: https://www.liberatingstructures.com/1-1-2-4-all/

Gallery Walk

Ergebnisse, Ideen oder Cases werden auf Postern im Raum verteilt, die Gruppe „wandert“ durch diese Galerie, ergänzt Kommentare und Markierungen und verdichtet damit gemeinsames Verständnis und Prioritäten.
Mehr Infos: https://www.liberatingstructures.com/21-gallery-walk/

Ecocycle Planning

Die Gruppe ordnet Initiativen oder Themen in einen Lebenszyklus (Geburt, Reife, schöpferische Zerstörung, Verharren), erkennt Blockaden und weiße Flecken und leitet daraus strategische Entscheidungen und nächste Schritte ab.
Mehr Infos: https://www.liberatingstructures.com/31-ecocycle-planning/

Purpose to Practice

In fünf Schritten (Purpose, Principles, Participants, Structure, Practices) entwirft eine Gruppe gemeinsam ein Vorhaben oder Projekt, sodass Zweck, Spielregeln und Umsetzung von Anfang an gemeinsam getragen werden.
Mehr Infos: https://www.liberatingstructures.com/19-purpose-to-practice/

TRIZ

Die Gruppe sammelt zunächst Ideen, wie sie ihr Ziel maximal sabotieren könnte, identifiziert, was davon sie bereits tut, und entwickelt dann konkrete Maßnahmen, um diese destruktiven Muster zu stoppen und Raum für bessere Praxis zu schaffen.
Mehr Infos: https://www.liberatingstructures.com/6-making-space-with-triz/

Event-Tipp: Am 11. September findet das jährliche Community-Treffen LS Connect in Köln statt. Marco wird dort selbst mit vier Teilnehmenden aus seiner internen Community vor Ort sein.

Kontakt & Feedback: Wenn du deine eigenen Praxiserfahrungen teilen möchtest, melde dich bei Christian Wein per E-Mail unter [email protected] oder auf LinkedIn.

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Der Praxis-Podcast zu Liberating StructuresBy Caterina Reinker, Karin Wächtler, Christian Weinert, Anja Kässner