Rainer Nowak ist seit 2025 wieder Geschäftsführer der "Presse" und seit Juni 2026 Präsident des Verbandes Österreichischer Zeitungen. In der Pilotfolge von "in medias res" spricht er mit Martin Wurnitsch und Stefan Kaltenbrunner darüber, warum die österreichische Medienbranche aus seiner Sicht in einer echten Krise steckt und nicht nur in einer weiteren Transformationsphase.
Nowak benennt das aus seiner Sicht zentrale Managementversagen der Branche: Österreichs Verlage sind deutlich später als andere europäische Medienmärkte auf Paid Content umgestiegen. Die "Presse" liegt heute bei 40.000 bis 45.000 digitalen Abos, der Förderanteil am Umsatz beträgt fünf bis sechs Prozent.
Außerdem im Gespräch: die Wiener Zeitung und ihre 16 Millionen Euro Steuergeld, die Konsolidierung im österreichischen Verlagsmarkt, sein Verhältnis zu Medienminister Andreas Babler, was künstliche Intelligenz und "Google Zero" für Reichweiten bedeuten - und er nimmt Stellung zu seiner kritisierten Interview-Reihe "Meisterklasse".