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Machtmissbrauch ist Realität - hier bei uns. Hier in der Filmszene. Und wir müssen darüber reden und handeln! Wir wollen mit der Branche ins Gespräch gehen und nehmen den Dokumentarfilm THE CASE YOU von Alison Kuhn zum Anlass, um über die weiterhin bestehenden Unterdrückungsmechanismen und den strukturellen Machtmissbrauch in kulturellen und institutionellen Räumen zu sprechen.
Welche Akteure gilt es zu aktivieren? Welche Maßstäbe gilt es zu etablieren? Und welche Initiativen verändern die starren Machtstrukturen bereits jetzt?
Zusammen mit Alison Kuhn (Regie THE CASE YOU), Isabelle Bertges (Schauspielerin), Julia Effertz (Intimitätskoordinatorin), Daniel Salzwedel (stellvertretende Geschäftsführung Medienboard Berlin-Brandenburg) sprechen wir mit der Branche über die Branche. Über Machtmissbrauch und mögliche präventive Maßnahmen - aber auch Leerstände innerhalb der deutschen Filmlandschaft.
Eine Null-Toleranz-Grenze für Nacktheit und intimen Handlungen bei Castings, eine Selbstverpflichtungserklärung für Produzent*innen die Fördergelder beantragen, eine Initimacy-Checkliste zur Sensibilisierung für Förderer und Filmschaffende. Und sicher bietet der Blick in die Nachbarländer noch viele Best-Practices Beispiele, die hier in Deutschland in die Tat umgesetzt werden können. In einem waren sich alle Gäste einig: Es fehlt der große runde Tisch. Denn dieses Thema geht alle in der Branche etwas an und deswegen müssen sich alle wichtigen Institutionen zusammentun, reden und handeln. Jetzt!
Alison Kuhn
Regisseurin / Schauspielerin
Webseite: www.alisonkuhn.com
Crew United (Schauspielerin) – LINK
Crew United (Regisseurin) – LINK
Isabelle Bertges
Schauspielerin
Webseite: https://isabellebertges.com/about
Crew United - LINK
Julia Effertz
Schauspielerin / Intimitätskoordinatorin
Webseite: https://www.juliaeffertz.com
Crew United (Intimitätskoordinatorin) - LINK
Crew United (Schauspielerin) - LINK
Daniel Salzwedel
stellvertretende Geschäftsführung Medienboard Berlin-Brandenburg
Webseite: https://www.medienboard.de/
Über den Film THE CASE YOU: Fünf junge Frauen erzählen ihre Geschichte.
Sie alle haben vor mehreren Jahren an demselben Casting teilgenommen und wurden mit systematischen Übergriffen, zum Teil sexueller und gewaltsamer Natur, konfrontiert.
Gemeinsam erarbeiten sie, was damals geschah und teilen mutig ihre Gedanken und Emotionen. Durch die aktuelle „MeToo-Bewegung“, die 2017 ins Rollen gebracht wurde, ist der sexuelle Missbrauch in der Filmbranche - aber auch außerhalb - ein brandaktuelles Thema. THE CASE YOU - EIN FALL VON VIELEN gibt Einblicke über den Ablauf solcher Taten und was es für das Leben und die Arbeit der Betroffenen bedeutet.
Aktuell brauchen die Frauen von The Case You - Ein Fall von Vielen dringende finanzielle Unterstützung, um den teuren Gerichtskosten zu trotzen. Ihr könnt jetzt helfen - handelt indem ihr unterstützt - LINK
Dies ist eine Veranstaltung von mindjazz pictures in Kooperation mit Kern des Ganzen und dem Indiefilmtalk-Podcast. THE CASE YOU ist gefördert durch die Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und der Film- und Medienstiftung NRW. Die Veranstaltung wird zudem unterstützt vom Medienboard Berlin-Brandenburg.
Ähnliche Folgen
#114 | THE CASE YOU: Film.Macht.Strukturen
#119 | Intime Szenen richtig koordinieren
#104 | Casten: Mit Gefühl und Weitblick
Social Media - @indiefilmtalk
Über die üblichen Kanäle hinaus
(…) DRUCK“ ist eines der bemerkenswertesten Jugend-TV-Phänomene der vergangenen Jahre und sorgt kontinuierlich ebenso für hohe erzählerische Qualität wie für frenetischen Zuspruch aus der jungen Zielgruppe. (…)
Für ihre herausragende Darstellung der "Nora" erhält Mina-Giselle Rüffer den Grimme-Preis Spezial. Das Jugend-TV-Phänomen - eigentlich muss es heißen Jugend-Web-Phänomen - fällt nicht nur durch die ausgezeichnete schauspielerische Leistung auf, sondern auch durch das besondere crossmediale Konzept. Pro Woche erscheint eine Folge zwischen 10 und 40 Minuten. Diese können über den offiziellen YouTube-Kanal, wie eine ganz normale Serie gestreamt werden. Zusätzlich werden die Folgen in einzelne Clips unterteilt, welche in Echtzeit über den Verlauf einer Woche auf den Social Media Kanälen gestreut werden. Innerhalb der Serie ist die Verwendung von Sprachnachrichten, Dialoge über Chatverläufe und das Durchstöbern sozialer Kanäle fester Bestandteil der narrativen Erzählweise. Darüber hinaus dienen Instagramprofile der Serien-Charaktere als Avatare, um eine interaktive Kommunikation mit der Fanbase zu ermöglichen. Auch ein offizieller Telegram-Kanal wird als Kommunikationstool von funk angeboten und von den Fans ausgiebig genutzt.
SKAM - Der Ursprung aus Norwegen
Der bekannte norwegische Vorgänger SKAM bietet die erste Vorlage für den Auftakt der ersten Staffeln. DRUCK überlebt ihren Vorgänger und wächst weiter. Inzwischen sind sie in der sechsten Staffel angekommen und sprechen von der sogenannten 2. DRUCK-Generation. Um zu verstehen, was es braucht, um solch eine Jugendserie zu kreieren, gehen wir mit der Regisseurin Joya Thome und dem Drehbuchautor Jonas Lindt ins Gespräch. Sie berichten uns vor ihrer Arbeit an dem crossmedialen Konzept der Webserie DRUCK. Welche besonderen inhaltlichen und technischen Umsetzung müssen beachtet werden? Was muss beim Drehbuchprozess crossmedial mitgedacht werden und was bedeutet dies für den Dreh und die Arbeit mit den Schauspieler*innen?
Joya Thome
Jonas Lindt
2020 hat sich ein breites Bündnis von zivilgesellschaftlichen, privaten und öffentlichen Organisationen zusammengetan, um die Initiative "Vielfalt im Film" (ViF) ins Leben zu rufen. Im Zentrum steht die Umfrage, welche im Zeitraum vom 18. Juli bis zum 02. November 2020, mit folgenden Leitfragen, erhoben wurde:
Über 30.000 Filmschaffende hatten die Möglichkeit an dieser Umfrage teilzunehmen.
Wir stellen euch die Pressekonferenz zum Nachhören zur Verfügung. In Kooperation und mit freundlicher Genehmigung von Citizens for Europe.
Weiterführende Links:
Vielfalt im Film (Webseite) - LINK
Das Sky Original HAUSEN ist in einem Writers Room entstanden. Neben den beiden Headautoren Till Kleinert (Regisseur, Autor) und Anna Stoeva (Produzentin, Autorin) arbeiteten vier weitere Autor*innen im Kollektiv. Linus de Paoli, Erol Yisilkaya, Alexandra Schulz und Anett Gröschner. Ein nicht ganz gewöhnlicher Prozess.
Wie kann so etwas funktionierten? Wie bekommt man eine Struktur, eine Organisation in die Arbeit sechs kreativer Köpfe, die alle an einem Thema arbeiten. Insbesondere wenn diese Arbeit in einem teils digitalen Büro stattfindet. Wie kann man die Aufgaben aufteilen und mit welchen Programmen lässt es sich arbeiten, um am Schreibtisch den Überblick zu behalten?
In der aktuellen Kooperationsfolge mit der Master School Drehbuch, sprechen wir mit Till Kleinert und Anna Stoeva genau darüber. Über die Entstehung der Serie HAUSEN und die Arbeit im Writers Room. Außerdem erfahren wir, wie es zu der Idee für die Horrorserie kam und tauchen in die Tiefen des Storytellings ein. Wir lernen die Charaktere aus Sicht der Autoren kennen und bekommen spannende Einblicke in den Produktionsalltag sowie die verschiedenen Storylines.
Die Folge wurde am 2. Februar 2020 live mit über 120 Zuhörern per Videokonferenz produziert.
Till Kleinert
Till Kleinert zeigte mit seinem Spielfilmdebüt DER SAMURAI (2014) der deutschsprachigen Filmszene, dass es auch anders geht. In Eigenproduktion verwirklichte er den Genre-Filmstoff und feierte dessen Premiere auf der Berlinale. Zurzeit arbeitet er an seinem Langspielfilm TURN ON THE BRIGHT LIGHTS.
Anna Steova
Anna Stoeva die 2011 die Produktionsfirma Tanuki-Film gründete, arbeitet seither an internationalen Produktionen in Moskau, Berlin und Sofia. Zurzeit entwickelt sie zwei Dokumentarfilmprojekte. Diese setzen sich mit der aktuellen COVID-19 Pandemie und deren Auswirkung auf unser privates Leben auseinander.
DFFB Sessions
Was wäre der weiße Hai ohne seine ikonische Melodie bestehend aus zwei Tönen? Was wäre ein guter Horrorfilm ohne seine Soundkulisse, die uns unheimliche Situationen noch stärker durchleben lässt? Würde Gaspar Noés Film Irréversible auch ohne den in den ersten dreißig Minuten eingesetzten "Braunen Ton" so durchdringend sein?
Filmszene aus "A Quiet Place" ©Paramount
Diese Folge des Indiefilmtalks ist eine weitere Sonderfolge, welche in Kooperation mit der Deutschen Film und Fernsehakademie Berlin, der DFFB entstanden ist. In unserem heutigen Gespräch mit DFFB Dozent, Tongestalter, Set-Recordist und Filmemacher Pascal Capitolin dreht sich alles um das Thema Ton, Musik und die Audioebene im Film. Wir schauen uns in dem Gespräch an, was Ton mit uns macht und warum das Verständnis bei uns Filmschaffenden für den Ton so wichtig ist. Zusätzlich reden wir über die Entwicklung von Soundkonzepten bereits in der Vorproduktionsphase.
Mehr zu Pascal Capitolin:
DFFB - LINK
Webseite - LINK
Crew-United - LINK
Dieses Branchengespräch des Indiefilmtalk-Panels&Talks widmet sich der Entstehung internationaler Kooperationen. Lena Vurma (Produzentin), Marjorie Bendeck (Direktorin/Conecting Cottbus) und Bernd Buder (Programmdirektor) sprechen über das Filmfestival Cottbus und ihre Erfahrungen bei der Realisierung internationaler Koproduktionen.
DFFB Sessions - Der deutsche Kurzfilmpreis 2020 und die Sichtbarkeit des Kurzfilms
Wer Filme machen möchte, beginnt in der Regel mit dem Kurzformat - dem Kurzfilm. Dieses Format bietet durch seine kompakte Form, dem Filmschaffenden die Möglichkeit neue kreative Ideen auszuprobieren, um sich dabei weiter zu entwickeln. Bei präziser Umsetzung schafft es der Kurzfilm ein komplexes Thema in kürzester Zeit einnehmend zu behandeln und führt dabei den Zuschauer in noch unbekannte, neue Welten. Aber wie sieht es mit der Sichtbarkeit von diesem Format in der deutschsprachigen Filmszene aus? Bekommt auch der Rezipient außerhalb von Filmfestivals die Möglichkeit in den Genuss dieser Art von Filmkunst zu kommen oder soll der Kurzfilm "nur" als Spielwiese für angehende Filmschaffende gesehen werden?
Ein wichtiges Thema, welches wir in dieser Kooperationsfolge mit der Deutschen Film und Fernsehakademie Berlin (DFFB) behandeln wollen. Im Rahmen des deutschen Kurzfilmpreises 2020, der in diesem Jahr zum 16. Mal von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) vergeben wird, reden wir mit unseren Gästen und diesjährige Gewinnerin des Deutschen Kurzfilmpreises in der Kategorie Spielfilm zwischen 10 und 30 Minuten, Borbála (Bori) Nagy, Regisseurin und Kurzfilmpreis nominierte Clara Zoe My-Linh von Arnim und die Geschäftsführerin der AG Kurzfilm Jana Cernik. In dem Gespräch reden wir über die Probleme bei der Sichtbarkeit des Kurzfilms und welche Aufgaben Kinos und Fernsehsender bei dem Thema haben. Zusätzlich schauen wir uns bei dem Talk Auswertungsmodelle für den Kurzfilm an und reden über die Möglichkeiten die Streamingdienste dem Kurzfilmformat bieten könnten.
Unsere Gäste:
Borbala (Bori) Nagy
Clara Zoe My-Linh von Arnim
Jana Cernik
Weiterführende Informationen:
Wie ist der Stand von Frauen im deutschen Genrefilm?
Es passiert gerade etwas im deutschen Film! Aber ist das schon genug?
Die Berlinale hat sich zum Thema Frauenquote dafür ausgesprochen, das 50% der gezeigten Filme bis 2020 von Frauen gemacht sein müssen. Die ProQuote Film arbeitet seit mehreren Jahren an mehr Gleichstellung in Führungspositionen und immer mehr Menschen stehen für dieses wichtige Thema ein und wünschen sich Änderungen in unserem sehr männerdominierten System. Aber ist das genug? Und wie sieht die Situation im deutschen Genrefilmbereich aus? Gibt es dort auch diese Probleme? Oder ist dort die Diversität bereits angekommen?
In diesem interessanten Panelgespräch, welches beim Filmfestival GENRENALE6 aufgezeichnet wurde, dreht sich alles um das Thema "Neue deutsche Genreheld_innen". Carolina Hellsgård (Regisseurin), Tini Tüllmann (Regisseurin und Autorin), Olivia Vieweg (Autorin, Comiczeichnerin), Tanja Bubbel (Regisseurin) und Moderatorin Toby Anne Chlosta (Regie) reden über die Arbeit als Frau in der Produktion von Filmen, Filmgenres, die eher von Frauen oder Männern dominiert werden und darüber welche Geschichten, Figuren und Perspektiven sie sich in der Zukunft allgemein aus Deutschland wünschen.
GENRENALE6 – NEW BLOOD
Die Genrenale ist das größte deutsche Filmfestival für den deutschen Genrefilm. Neben den Filmscreenings, einer Mischung aus Spiel- und Kurzfilm, gibt es Panels wie den ARRI Genrepitch oder das AVID Genre Panel. Mehr zur Genrenale findet ihr auf der Genrenale Webseite.
In diesem Panelgespräch, welches auf den 65. Internationalen Kurzfilmtagen in Oberhausen aufgenommen wurde, geben die Gäste einen Einblick in die aktuellen Bemühungen und versuchen von Filmfestivals und kuratierten VideoOnDemand Plattformen, Filme nach dem Festival online auszuwerten oder sogar gleich ein Festival "nur" online abzuhalten (ArteKinofestival). Sie reden bei dem Panel über Hürden, wie die Lizenzfragen und Monetarisierungsmodelle, die sie nehmen müssen und über Möglichkeiten, die diese Auswertungsform Filmfestivals und Filmschaffenden bieten kann. Die Gäste bei dieser Panel-Diskussion sind Margo Cayla von FestivalScope, Giacomo Hug von dem Locarno Film Festival und Anais Lebrun von der kuratierten VOD Plattform MUBI.
Information zum Filmfestival:
Die "Internationalen Kurzfilmtage in Oberhausen" gelten mit ihren 65 Jahren als das älteste Kurzfilmfestival der Welt und ist zusätzlich einer der größten Plattformen für Kurzfilme. Neben dem Festival hat das Fimfestival einen nicht-kommerziellen Kurzfilmverleih und ein tolles Archiv mit Kurzfilmen aus 65 Jahren. Mehr zum Festival findet ihr auf der Webseite.
Zwei Köpfe eine Sprache
In Kooperation mit der Master School Drehbuch widmete sich die Hybrid-Veranstaltung des Indiefilmtalk-Podcast der engen Zusammenarbeit zwischen den Departments Regie und Drehbuch.
Simon Ostermann (Regisseur) und Seraina Nyikos (Drehbuchautorin) geben einen Einblick in ihre langjährige Zusammenarbeit. Wie findet man eine gemeinsame Sprache? Welche Kompromisse müssen hierbei getroffen werden und welche Arbeitsteilung gilt es klar zu kommunizieren? Anhand von Umsetzungsbeispielen aus ihren eigenen Produktionen erörtern sie ihren Schaffensprozess.
Zu den Gästen:
Simon Ostermanns Kurzfilme liefen weltweit auf über 100 Festivals und wurden vielfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem Max-Ophüls-Preis und einer Shortlist-Platzierung der BAFTA International Student Film Awards. DEUTSCHER fürs ZDF war seine erste Serienerfahrung (D 2020). Er drehte mehrere Folgen SOKO POTSDAM. Außerdem arbeitet er regelmäßig als Regisseur für die mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete satirische Online-Show BOHEMIAN BROWSER BALLETT.
Seraina Nyikos studierte an der Filmuniversität Babelsberg “Konrad Wolf” Drehbuch / Dramaturgie. Drehbuch / Dramaturgie. Sie schrieb für den ZDF-Mehrteiler KU’DAMM 63. Mit Simon Ostermann arbeitete sie zusammen u.a. an den Kurzfilmen HAVARIE PETITE, BAMBOULE und ROUTE B96, der den Studio Hamburg Nachwuchspreis sowie einen Publikumspreis beim Max-Ophüls-Festival gewann. Gemeinsam entwickeln sie zurzeit zwei lange Kino-Stoffe; das Drehbuch zu SPRIT & SEGEN ist für den First Steps Award nominiert.
Die Hybrid-Veranstaltung fand am 10. September 2020 in Berlin statt.
Seraina Nyikos
Simon Ostermann
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