Informationssicherheits-Podcast der Volksbank Rhein-Erft-Köln eG

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By Martin Placzek und Thorsten Mittelstaedt | Volksbank Rhein-Erft-Köln eGTechnology
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Informationssicherheits-Podcast der Volksbank Rhein-Erft-Köln eG episodes

  • Folge 12 - Künstliche Intelligenz

    KI im Bankkundenservice: Sebastian erklärt, dass KI bereits im Kundenservice und Digital Banking eingesetzt wird. Kunden, die bei der Bank anrufen, werden von Sprachbots unterstützt, die deutlich menschlicher wirken als noch vor wenigen Jahren. Eine Studie zu ChatGPT 4.5 zeigte, dass 73 % der Nutzer glaubten, mit einem Menschen zu sprechen. Der Chatbot der Bank, "Rob", basiert ebenfalls auf generativer KI und bietet kontextbezogene und intuitive Antworten, was das Kundenerlebnis verbessert.

    Transparenz und EU AI Act: In Europa, und damit auch in Deutschland, ist man Vorreiter bei der Regulierung von KI. Der EU AI Act verpflichtet dazu, transparent zu machen, wenn Kunden mit einer KI interagieren. Dies ist entscheidend, damit der Kunde weiß, ob er mit einem Menschen oder einer Maschine spricht.

    Herausforderungen und Risiken von KI:

    • Halluzinationen und Falschinformationen: Generative KI kann dazu neigen, überzeugende, aber falsche Informationen zu generieren, da sie auf Wahrscheinlichkeiten basiert und oft das "sagen" möchte, was der Nutzer hören will.
    • Bias und Diskriminierung: KI-Modelle lernen aus ihren Trainingsdaten. Wenn diese Daten Voreingenommenheiten enthalten, kann die KI diese übernehmen und zu diskriminierenden Ergebnissen führen. Dies ist besonders kritisch bei Kreditentscheidungen, wo eine KI keine Entscheidungen auf Basis persönlicher Merkmale wie Alter, Geburtsort oder Migrationshintergrund treffen darf.
    • Datenschutz: Kundendaten, die der Bank anvertraut werden, dürfen nicht zum Training allgemeiner KI-Modelle verwendet werden. Die Daten bleiben im geschützten Umfeld der Bank, um Datenschutz und Vertrauen zu gewährleisten.
    • Menschliche Kontrolle und Zusammenarbeit:

      • "Human in the Loop": Die Ergebnisse von KI-Modellen werden auch weiterhin von menschlichen Fachexperten bewertet und bestätigt. Dies ist ein entscheidender Schritt, um die Qualität und Richtigkeit der KI-Outputs sicherzustellen.
      • Feedback-Mechanismen: Kunden können den Chatbots direktes Feedback geben (z.B. "war das Ergebnis gut oder nicht so gut"), was zur kontinuierlichen Verbesserung der Modelle beiträgt.
      • Entwicklung von Fähigkeiten: KI wird nicht den Menschen ersetzen, sondern repetitive Aufgaben übernehmen, für die heute oft wenig Zeit bleibt. Sie soll vielmehr als Werkzeug dienen, um die menschlichen Fähigkeiten zu erweitern und die Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI ("Work with") zu fördern.
      • Wichtiger Appell zur Nutzung im beruflichen Kontext: Thorsten betont dringend, dass KI-Tools im beruflichen Umfeld nur in abgestimmter Form und nach Freigabe durch den Arbeitgeber genutzt werden sollten. Es dürfen keine vertraulichen oder arbeitsbezogenen Informationen einfach in öffentlich zugängliche KI-Systeme (wie z.B. ChatGPT) eingegeben werden. Dies hat rechtliche und datenschutzrelevante Konsequenzen. Bevor man KI für die Arbeit einsetzt, muss der Arbeitgeber sicherstellen, dass das genutzte Tool offiziell freigegeben ist und die rechtlichen Rahmenbedingungen (Datenschutz, Informationssicherheit) erfüllt sind.

        21 min
      • Folge 11 - Betrugsfälle

        Zunehmende Raffinesse von Betrugsmaschen durch KI: Früher waren Phishing-E-Mails oft an Rechtschreibfehlern oder unpersönlicher Anrede erkennbar. Durch den Einsatz von KI können Betrüger nun jedoch perfekt formulierte Nachrichten erstellen und sich auf Personen und Situationen vorbereiten, was die Unterscheidung zwischen echtem Kontakt und Betrug für Kunden extrem erschwert.

        Beispiel "Microsoft Mitarbeiter"-Betrug: Ein weiterhin aktuelles und häufiges Betrugsszenario ist der Anruf von angeblichen Microsoft-Mitarbeitern. Die Betrüger erscheinen freundlich und drängen nicht, sondern überzeugen die Kunden, dass ein Software-Update erforderlich sei. Sie bitten darum, auf den PC zugreifen zu dürfen, um das Update durchzuführen. Währenddessen loggen sie sich ins Online-Banking ein (da Daten oft gespeichert sind) und tätigen Überweisungen. Die Kunden merken erst Tage später, dass ihr Geld weg ist.

        Die Bank als erste Anlaufstelle bei Betrugsverdacht: Christina betont, dass ihr Team die erste Anlaufstelle für Kunden ist, die einen Betrug vermuten oder bereits Opfer geworden sind. Auch bei einem vagen unguten Gefühl sollten Kunden umgehend die Bank kontaktieren.

        Umgang mit betroffenen Kunden: Viele Kunden sind, wenn sie bei der Bank anrufen, bereits verzweifelt, nervös oder aufgelöst, weil sie den Betrug erst dann realisieren, wenn sie das Gespräch mit der Bank suchen. Das Team der Bank ist geschult, emotional auf diese Kunden einzugehen, sie zu beruhigen und durch die notwendigen Schritte zu führen, wie z.B. eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten, das Online-Banking zu sperren oder Überweisungen zurückzuholen.

        Nicht jede Form von Betrug kann von der Bank direkt gelöst werden: Bei Betrugsfällen im Zusammenhang mit Online-Plattformen wie eBay kann die Bank lediglich versuchen, bereits getätigte Überweisungen zurückzuholen. Für die weitere Abwicklung und Geldrückforderung müssen sich Kunden direkt an die jeweilige Plattform oder die Strafverfolgungsbehörden wenden.

        Emotionale Belastung für Opfer und Mitarbeiter: Opfer von Betrug empfinden oft Scham und Sorge, wie sie ihren Angehörigen den Vorfall erklären sollen. Die Bankmitarbeiter sind emotional gefordert, da sie sich in die Lage der Kunden versetzen und diese begleiten müssen, besonders wenn es um hohe Geldbeträge oder die Rente geht.

        Wichtige **Ratschläge **für Kunden ("Stoppen, Denken, Klicken"):

        • Im Zweifelsfall anrufen: Lieber einmal zu viel bei der Bank anrufen als einmal zu wenig, wenn man ein komisches Gefühl bei E-Mails, Anrufen oder App-Benachrichtigungen hat.
        • Keine Daten oder Zugriffe teilen: Niemals auf Links klicken, Updates von unbekannten Quellen installieren oder Dritten unüberlegt Zugriff auf den eigenen PC oder Online-Banking-Zugänge gewähren.
        • Nichts voreilig freigeben: Wenn die Online-Banking-App eine Freigabe verlangt, sollte man genau wissen, warum und was man freigibt.
        • Es kann jeden treffen: Betrugsmaschen sind so ausgeklügelt, dass wirklich jeder darauf hereinfallen kann. Man sollte sich nicht schämen oder sich selbst Vorwürfe machen, sondern umgehend Hilfe suchen.

          Persönlicher Kontakt als Stärke: Unsere Volksbank bietet den persönlichen Kontakt als Ansprechpartner an, sei es vor Ort oder telefonisch, um Kunden in unsicheren Situationen zu unterstützen und zur Seite zu stehen.

          20 min
        • Folge 7 - Onlinebanking-Betrug
          Wie kann es dazu kommen, dass ich beim Onlinebanking betrogen werde?
          Diese Folge mit unserer Kollegin Petra Thielen als Gast und Expertin.
          Betrugsmaschen:
          Phishing: Betrug beginnt oft mit gefälschten E-Mails oder SMS (z.B. von Paketdiensten, Gewinnspielen oder scheinbar von der Bank), die Kunden dazu verleiten, auf Links zu klicken und ihre Online-Banking-Zugangsdaten (Benutzername, Passwort) auf gefälschten Seiten einzugeben.
          Social Engineering per Telefon: Nachdem Betrüger Zugang zum Online-Banking haben, rufen sie die Kunden an. Mittels Spoofing fälschen sie die Telefonnummer der Bank, um vertrauenswürdig zu erscheinen. Sie nutzen Informationen aus dem Online-Banking (z.B. Beratername, Umsätze), um glaubwürdig zu wirken.
          Druckausübung: Die Anrufer setzen die Kunden massiv unter Druck und behaupten z.B. eine betrügerische Überweisung stoppen zu müssen. Dafür sollen die Kunden eine Freigabe über ihre Banking-App (z.B. SecureGo Plus) erteilen oder Codes nennen.
          Übernahme der Freigabe-App: Eine besonders gefährliche Methode ist, wenn Betrüger über das Online-Banking einen neuen Aktivierungscode für die Freigabe-App (SecureGo Plus) anfordern und diesen per Post an den Kunden schicken lassen. Anschließend rufen sie an und bringen den Kunden dazu, diesen Code preiszugeben. Damit übernehmen die Betrüger die Kontrolle über die Freigabe-App und können Transaktionen ohne weitere Mitwirkung des Kunden tätigen.
          Wichtige Warnungen & Schutzmaßnahmen:
          Die Bank ruft niemals an, um nach PINs, TANs, Passwörtern oder Aktivierungscodes zu fragen oder Kunden unter Druck zu einer Freigabe zu drängen.
          Online-Banking selbst ist sicher, aber die Zugangsdaten müssen geschützt werden wie ein Haustürschlüssel.
          Seien Sie skeptisch bei unerwarteten Anrufen, E-Mails oder SMS, die zur Eingabe von Daten oder zur Freigabe auffordern.
          Geben Sie niemals sensible Daten am Telefon preis.
          Wenn Sie einen verdächtigen Anruf erhalten: Legen Sie auf!
          Rufen Sie im Zweifel die Bank über die offiziell bekannte Telefonnummer zurück (nicht über die angezeigte Nummer oder eine vom Anrufer genannte Nummer).
          Kontaktieren Sie sofort die Bank, wenn Sie den Verdacht haben, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, um Zugänge sperren zu lassen.
          Häufigkeit & Professionalität:
          Diese Betrugsfälle sind sehr häufig und kein Einzelfall.
          Die Täter sind hochprofessionell, psychologisch geschult und agieren oft in organisierten Banden, auch international.
          16 min
        • Folge 6 - Captchas
          Die nervigen kleinen Rätsel ...
          Was sind Captchas und wie können die zum Sicherheitsrisiko werden?
          Und überhaupt, wer ist das BSI? :-)
          10 min
        • Folge 5 - CEO Fraud
          Vertrauen Sie nicht dem vermeintlichen Vorgesetzten!
          CEO-Fraud ist eine Betrugsmasche, bei der Kriminelle sich als hochrangige Führungsperson (z. B. CEO, CFO, Geschäftsführer) eines Unternehmens ausgeben. Mit einer vermeintlich dringenden Anweisung versuchen sie Mitarbeitende (in der Regel aus dem Finanz- oder Buchhaltungsbereich) dazu zu bringen, Geld auf ein Konto zu überweisen oder vertrauliche Informationen preiszugeben.
          Häufig erfolgt der Kontakt per E-Mail, kann aber auch über Telefonanrufe oder sogar über Deep-Fake-Sprachnachrichten stattfinden. Die Täter setzen die Opfer meist unter Zeitdruck und bauen eine Art „Autoritätsdruck“ auf („… das muss sofort und absolut vertraulich erledigt werden …“).
          13 min

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