Mit neuen Folgen ist der TV-Quotenhit "Bauer sucht Frau", in dem Landwirte verkuppelt werden, auf ATV seit kurzem wieder am Start. Bei "Inside Media" erzählt Moderatorin Arabella Kiesbauer über die Dreharbeiten und Rassismus in Österreich.
"Alles nur gespielt": Den Vorwurf, den man dem Format "Bauer sucht Frau" häufig macht, weist Arabella Kiesbauer zurück. Beim Dreh würde darauf geachtet, dass alles authentisch abläuft. "Wir arbeiten mit echten Bauern. Ihnen kannst du keinen Text vorschreiben", so Kiesbauer. "Zum einen sind Spontanität und Spielfreude für mich wichtig. Mir muss es Spaß machen", erläutert Kiesbauer. Wichtig sei aber auch die Vorbereitung vor dem Dreh: "Ich habe hunderttausend Dinge schon im Kopf. Ich weiß alles über meine Bauern."
Ähnlich erfolgreich wie "Bauer sucht Frau" ist jenes Format auf ATV, das Gastwirte verkuppelt. Nach Deutschland ist der Ableger "Wirt sucht Frau" schon verkauft worden (Anm.: Aktuell ist ATV aber auch in den Medien aufgrund der öffentlich geäußerten Überlegung von Unternehmer Herbert Kloiber, beim österreichischen Privatsender auszusteigen. Der Sender solle verkauft werden. Seit 2008 gehört der Sender über die "Tele-München Fernseh-GmbH & Co" praktisch zur Gänze Kloiber. ATV sei "sein größter Fehler" gewesen, so Kloiber in einem Interview. Er habe Verluste in "zweistelliger Millionen-Euro-Höhe" gemacht.). - Für Arabella Kiesbauer, die in den 1990er-Jahren mit einer eigenen Pro7-Talkshow Popularität erlangte, ist ein ausgewogenes Privatleben neben der Karriere wichtig. Ihre beiden Kinder bringt die mit dem Unternehmer Florens Eblinger verheiratete Moderatorin morgens selbst zur Schule. "Wir haben kein Kindermädchen. Wir sind sehr nahe an unseren Kindern dran. Es ist uns wichtig, viel Zeit für sie zu haben."
Eine aktuelle Studie besagt, dass der Rassismus in Österreich wieder zunimmt. Nach wie vor erhalte sie Briefe, in denen sie "aufs übelste" beschimpft werde, erzählt Kiesbauer. Bis heute beschäftigt sie das Briefbomben-Attentat, das auf sie in den 1990er Jahren verübt wurde: "Mir hat damals geholfen, aus der Opferrolle zu treten und mich aktiv gegen Fremdenfeindlichkeit einzusetzen." - Warum sie bei ihrem "Wetten dass ..?"-Auftritt Michael Jackson nicht näher kennenlernen konnte, verrät sie bei "Inside Media".
Das ganze Gespräch: wien.njoyradio.at/4669-2
©ATV/Kainerstorfer.