Niedrige Pegelstände in Rhein, Donau und anderen Flüssen sind längst nicht mehr nur ein Problem für die Binnenschifffahrt. Nach langen Hitze- und Dürreperioden wird Wasserknappheit zunehmend zum Wirtschaftsfaktor – auch für produzierende Unternehmen.
Doch was bedeutet Niedrigwasser eigentlich für die industrielle Wasserbehandlung?
In dieser Folge von „INWAtalk – auf ein Wort mit Jan Muras“ spricht Jan Muras mit seinem Kollegen Josef Wohland über die Auswirkungen veränderter Wasserqualitäten auf Kühlwassersysteme. Denn sinkende Pegel und hohe Temperaturen können dazu führen, dass sich Salze, Härtebildner, Feststoffe und mikrobiologische Belastungen im verfügbaren Zusatzwasser deutlich erhöhen.
Damit steigen auch die Anforderungen an die Kühlwasserbehandlung: Ablagerungen, Korrosion und mikrobiologische Aktivität müssen sicher beherrscht werden. Gleichzeitig gilt es, möglichst wenig Frischwasser einzusetzen und die Abwassermenge zu reduzieren.
Jan und Josef sprechen darüber, welchen Einfluss die Eindickung eines Kühlsystems auf den Wasserverbrauch hat, warum leistungsfähige Konditionierungsmittel und eine angepasste Biozidstrategie immer wichtiger werden und wann eine zusätzliche Wasseraufbereitung sinnvoll sein kann. Auch das Recycling von Kühlwasser und die Wiederverwendung von Absalzwasser spielen eine Rolle.
Dabei wird deutlich: Entscheidend ist ein ganzheitliches Wassermanagement, das Wasserqualität, Betriebssicherheit, Hygiene, Abwasser und Wirtschaftlichkeit gemeinsam betrachtet.