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Bezahlt. Ausgepackt. Abhängig.
Gehört dir. Sagt zumindest die Rechnung.
Die Waschmaschine steht bei dir. Über ihre Zukunft entscheidet womöglich der Preis eines Ersatzteils. Bei vernetzten Geräten redet auch noch ein fremder Server mit. Eigentum mit Mitbewohnern. Die zahlen nur keine Miete.
In dieser Folge von „Irgendwas mit Nachhaltigkeit?“ geht es darum, warum Kaufen oft erstaunlich einfach ist – und Behalten zur organisatorischen Zusatzqualifikation wird.
Wir schauen auf Reparaturrechnungen, die vernünftige Menschen zum Wegwerfen bringen, und auf die Frage, wann längere Nutzung der Umwelt tatsächlich hilft. Auf ältere Nest-Thermostate, denen die App-Anbindung abhandenkam. Und darauf, was die neuen Reparaturregeln in Deutschland verändern.
Denn zwischen „Das gehört mir“ und „Darüber kann ich bestimmen“ passt inzwischen eine ziemlich lange Geschäftsbeziehung.
IRGENDWAS MIT NACHHALTIGKEIT?
S3 E18 - Die ohne Jobs
Im März habe ich hier eine Folge über „Jobs mit Sinn“ gemacht. (Staffel 2, Folge 18..)
Über Nachhaltigkeitsjobs, einen boomenden Arbeitsmarkt, erste Zeichen der Ernüchterung und die Frage, ob Nachhaltigkeit überhaupt ein eigener Beruf sein muss.
Sechs Monate später ist es Zeit für die Fortsetzung.
Diesmal geht es um die... nunja die ohne Jobs.
Denn irgendetwas ist in den letzten zwei Jahren gekippt. Nachhaltigkeitsabteilungen werden kleiner, Budgets enger, Projekte verschoben und aus dem regulatorischen Rückenwind der letzten Jahre ist spätestens mit dem Omnibus ein ziemlich kräftiger Gegenwind geworden. Gleichzeitig ist die Arbeit erstaunlicherweise nicht verschwunden.
PPWR, Lieferketten, Scope 3, Energie, Rohstoffe, Kundenanforderungen, Klimarisiken, EcoVadis, SBTi, Produktdaten und geopolitische Abhängigkeiten interessieren sich nur begrenzt dafür, ob gerade noch jemand „Sustainability Manager“ auf der Visitenkarte stehen hat.
Ausgangspunkt dieser Folge sind Gespräche auf der B.A.U.M.-Jahrestagung: offiziell viel Aufbruch, in den Gesprächen dazwischen aber auch Unsicherheit, Überlastung und die Frage, wie viel echte Transformation zwischen Regulierung, Reporting und Krisenmanagement eigentlich noch übrig bleibt.
Wir schauen auf den Nachhaltigkeitsarbeitsmarkt, sinkende Gehälter und veränderte Rollen, auf Omnibus und regulatorisches Whac-A-Mole, auf Beratung nach dem CSRD-Goldrausch und auf eine Wirtschaft, die gleichzeitig mit Energiepreisen, geopolitischen Risiken, schwachem Exportgeschäft und neuen Abhängigkeiten umgehen muss.
Also: Vielleicht erleben wir gerade gar nicht das Ende der Nachhaltigkeitsarbeit.
Vielleicht erleben wir gerade die endgültige Entkopplung von Nachhaltigkeitsarbeit und Nachhaltigkeitsjobs.
Die Stelle ist weg. Die Aufgabe leider nicht.
Eine knappe Stunde Podcast. Und: Drei bis vier Stunden Arbeit!
Und am Ende weißt du hoffentlich ziemlich genau, welche Klimarisiken deinem Unternehmen wirklich auf die Füße fallen können.
In dieser Folge machen wir keinen weiteren theoretischen Ausflug in Klimarisiken.
Wir machen einen Selbsttest.
Gemeinsam gehst du Schritt für Schritt durch dein Unternehmen und seine Wertschöpfungskette. Dafür gibt es ein Workbook mit vier Arbeitsblöcken und klaren Pausenpunkten.
Wir schauen auf:
Unternehmen & Wertschöpfung
Risiken identifizieren
Risiken bewerten
Maßnahmen & nächste Schritte
Dabei geht es um physische und transitorische Klimarisiken, eigene Standorte, Lieferanten, Logistik, Märkte, Abhängigkeiten und die Frage, was eigentlich passiert, wenn aus einem abstrakten Risiko plötzlich ein echtes Geschäftsproblem wird.
Du wählst 6 bis 8 Top-Risiken aus und bewertest sie für 2026, 2032 und 2046.
Dazwischen heißt es mehrfach:
Podcast anhalten.
Workbook aufmachen.
Selbst arbeiten.
Als Fallbeispiel begleitet uns eine vollständig fiktive Version der ehemaligen Praktiker-Baumarktkette. Nicht das heutige Unternehmen, nicht als Werbung und nicht als historische Ursachenanalyse. Einfach als Baumarkt auf dem Labortisch.
Am Ende stehen:
und natürlich die wissenschaftlich wichtigste Frage:
Welcher Klimarisiko-Typ bist du?
Vom Klimarisiko-Verdränger über den Wetter-App-Optimisten und den Excel-Schamanen bis zum resilienten Pragmatiker und Klimarisiko-Streber.
Das Workbook zur Folge findest du auf:
https://irgendwasmitnachhaltigkeit.de/selbsttest
Wichtig:
Der Selbsttest ersetzt keine vollständige professionelle Klimarisikoanalyse, keine standortbezogene Gefahrenmodellierung, keine technische Begutachtung und keine regulatorische Prüfung.
Er soll dir helfen, strukturiert anzufangen, Risiken sichtbar zu machen und ziemlich schnell herauszufinden, wo du genauer hinschauen musst.
Teste dein Unternehmen, bevor das Klima es tut!
S3 · Folge 17: Die mit der Wut, der Müdigkeit und den 43,8 Prozent
Ich wollte diese Folge am Wahlabend aufnehmen. Zum Glück habe ich erst mal eine Nacht darüber geschlafen. Danach war ich immer noch müde und wütend. Mütend eben. Immerhin gab es Ostfriesentee.
In Folge 17 geht es um die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Persönlich, politisch und stellenweise ziemlich ungehalten. Warum reicht „Protestwahl“ als Erklärung nicht aus? Was erklären die Erfahrungen nach der Wiedervereinigung und wo machen wir es uns damit zu bequem? Warum wird ausgerechnet Grün zum Feindbild für alles, was sich verändert?
Es geht um Russland und Europa, um bezahlbare Veränderung und eine schwierige Regierungsbildung. Und um die Frage, warum Unternehmen gern Menschenrechte auf ihre Website schreiben, beim ersten unangenehmen Gespräch aber plötzlich unpolitisch sein wollen.
Dabei gilt: Demokratieverteidigung bedeutet nicht Regierungsschutz. Man darf die Politik von Friedrich Merz kritisieren und trotzdem sehr gute Gründe haben, keine rechtsextreme Partei zu wählen.
Was das mit Nachhaltigkeit zu tun hat? Auch demokratische Institutionen, Vertrauen und gesellschaftlichen Zusammenhalt kann man verschleißen. Und irgendwann reicht es nicht mehr, sich über den Zustand zu beschweren.
Zur Transparenz: Die Wahlangaben beziehen sich auf das vorläufige Ergebnis; Stand der Folge ist der 7. September 2026, 9h
Eine noch nicht öffentlich verfügbare TUM-Arbeit soll zeigen, dass Elektroautos über ihren Lebenszyklus „nur“ 41 Prozent weniger CO₂ verursachen als Verbrenner. BILD berichtet exklusiv, andere Medien übernehmen, Markus Söder kennt bereits die politische Konsequenz... und die Öffentlichkeit wartet noch auf das eigentliche Whitepaper.
In dieser Folge geht es deshalb nicht nur um Elektroautos. Es geht um die Frage, wie aus einer vorab verbreiteten Zahl eine wissenschaftliche Sensation, aus einem Whitepaper eine „Studie“ und aus einer methodischen Diskussion politische Munition wird.
Wir schauen auf:
die Klimabilanz von Elektroautos über den gesamten Lebenszyklus,
die Bedeutung von Systemgrenzen, Strommix und Laufleistung,
den Unterschied zwischen „0 Gramm am Auspuff“ und echter Klimaneutralität,
die Logik der europäischen Flottenregulierung,
Medienframing, Pressemacht und politische Wissenschaftskommunikation,
und natürlich die entscheidende Frage: Woher kommen eigentlich diese 41 Prozent?
Wichtig: Die Folge wurde vor Veröffentlichung des TUM-Whitepapers aufgenommen. Wenn ihr sie hört, soll das Papier gerade vorgestellt werden. Die Episode ist daher eine bewusst transparente Momentaufnahme: Was wissen wir? Was wird in der Presse behauptet? Und was können wir ohne die Originalquelle lediglich vermuten?
Sobald ich das Whitepaper in Ruhe gelesen habe, folgt möglicherweise ein kurzes Update oder eine Extra-Folge. In diesem altmodischen Verfahren wird erst gelesen und anschließend eine Meinung gebildet.
Quellen, Medienberichte und weiterführende Informationen
TUM/CirculaTUM – Ankündigung des Whitepapers:
https://www.mission-networks.tum.de/circular-economy/startseite/aktuelles/article/fair-climate-assessment-beyond-the-tailpipe-towards-the-full-lifecycle/
EU-Verordnung 2019/631 – CO₂-Flottenstandards und Lebenszyklusberichterstattung:
https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2019/631/
Umweltbundesamt – Klimavorteil von Elektroautos über den Lebenszyklus:
https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/klimavorteil-fuer-e-autos-bestaetigt
Fraunhofer ISI – Batterien für Elektroautos: Faktencheck und Handlungsbedarf:
https://www.isi.fraunhofer.de/de/presse/2025/presseinfo-07-policy_brief_batterien_elektroautos_update_faktencheck_handlungsbedarf.html
ICCT – Life-cycle greenhouse gas emissions from passenger cars in the European Union, 2025 update:
https://theicct.org/wp-content/uploads/2025/07/ID-392-%E2%80%93-Life-cycle-GHG_report_final.pdf
Europäische Kommission – Automotive Package und vorgeschlagene Änderungen der Flottenregulierung:
https://transport.ec.europa.eu/transport-themes/action-plan-future-automotive-sector/automotive-package_en
BILD – Vorabbericht zur angekündigten TUM-Arbeit:
https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/e-auto-forscher-ruetteln-an-klimabilanz-markus-soeder-fordert-wende-von-eu-6a93e075518a586e1855cfe5
Focus Online – „Forscher zerlegen Klimaschutz-Politik der EU im Auto-Sektor“:
https://www.focus.de/auto/forscher-zerlegen-klimaschutz-politik-der-eu-im-auto-sektor_0d4cad14-3805-491d-9a48-a22ef7dc1a20.html
Merkur – Politische Einordnung der angekündigten Arbeit:
https://www.merkur.de/wirtschaft/soeder-sicher-studie-stellt-eu-regeln-fuer-elektroautos-infrage-zr-94466976.html
Die Medienberichte werden hier als Gegenstand der Framing-Analyse aufgeführt, nicht als wissenschaftliche Primärquellen.
Sind wir eigentlich noch im Frieden?
Keine Panzer an der Grenze. Keine Kriegserklärung. Kein Luftalarm. Und trotzdem: Sabotage, Cyberangriffe, Desinformation, Drohnen über kritischer Infrastruktur, mutmaßliche Wegwerfagenten und Anschlagspläne gegen Menschen aus der deutschen Rüstungsindustrie.
Vielleicht ist Krieg im 21. Jahrhundert nicht mehr nur der Moment, in dem jemand mit Waffen eine Grenze überschreitet. Vielleicht beginnt das Problem schon viel früher.
Und dann wird es für einen Nachhaltigkeitspodcast unangenehm.
Denn ausgerechnet SDG 16 fordert Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen. Aber was bedeutet das, wenn Frieden nicht nur geschaffen, sondern auch verteidigt werden muss? Kann militärische Abschreckung zum Erhalt einer nachhaltigen Gesellschaft beitragen? Darf Defence dann nachhaltig sein? Oder bauen wir uns gerade eine ziemlich komfortable Begründung dafür, Waffen plötzlich grün anzumalen?
Wir sprechen über Russlands hybride Bedrohung, Wegwerfagenten und Desinformation, über Rheinmetall und Donaustahl, über VW-Werke, die plötzlich für Defence interessant werden, über die neue Karriere des Wortes „Resilienz“ und über eine Nachhaltigkeitsdebatte, deren einfache Antworten gerade ziemlich zuverlässig kaputtgehen.
Und irgendwann lande ich bei einer Friedenstaube, an der ich seit Jahrzehnten vorbeilaufe, ohne groß darüber nachzudenken.
Vielleicht ist Frieden nämlich gar kein Zustand.
Vielleicht ist Frieden Arbeit.
🎧 Eine Folge über Krieg, ohne Krieg zu erklären. Über Waffen, ohne sie gutzufinden. Über Nachhaltigkeit, ohne so zu tun, als hätte sie auf alles eine einfache Antwort.
Und über die vielleicht wichtigere Frage:
Nicht: Sind wir im Krieg?
Sondern: Was tun wir eigentlich dafür, dass wir im Frieden bleiben?
Seit dem 20. Juli war hier Ruhe. Urlaub, Sommerloch, keine Lust.
Die Welt hat meine Podcastpause allerdings nicht respektiert. Die PPWR gilt, Europa rüstet auf, Drohnen testen deutsche Zuständigkeiten und selbst Schutzwesten bekommen inzwischen einen Digitalen Produktpass.
Es wird also doch mal Zeit für ein Lebenszeichen.
In dieser Zwischenfolge geht es um Unternehmen, die zuverlässig von jahrelang angekündigten EU-Verordnungen überrascht werden, um Sustainable Defence jenseits des grün lackierten Panzers und um die Frage, was Resilienz eigentlich wert ist, wenn sie nur in PowerPoint funktioniert.
Dazu gibt es Balkan-Folk-Punk für das arbeitende Sommerloch, schweren Stoner Rock für den ersten Stromausfall und die beruhigende Erkenntnis: Ich war weg. Die Welt leider nicht.
Keine große Comeback-Folge. Nur ein akustisches Provisorium mit erstaunlich viel Weltlage.
SHOWNOTES:
- Die Verordnung (EU) 2025/40 über Verpackungen und Verpackungsabfälle gilt nach Artikel 71 grundsätzlich seit dem 12. August 2026. [EUR-Lex, Verordnung (EU) 2025/40](https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2025/40/oj/eng)
- Die Kommission veröffentlichte im Juni 2026 zusätzliche Anwendungshinweise zur PPWR. [EUR-Lex, Commission Notice C/2026/3084](https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/PDF/?uri=OJ%3AC_202603084)- Die Europäische Verteidigungsagentur beschreibt Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Speicher, Digitalisierung und den Schutz kritischer Energieinfrastruktur als Bestandteile resilienterer Verteidigung. [European Defence Agency, CF SEDSS Phase IV](https://eda.europa.eu/what-we-do/eu-policies/consultation-forum/phase-iv)
- Der EDA-Jahresbericht nennt einen Digitalen Produktpass für Schutzwesten als Projekt der Kreislaufwirtschaft im Verteidigungsbereich. [European Defence Agency, Annual Report 2025, Seiten 25 bis 26](https://eda.europa.eu/docs/default-source/applicants/eda-2026-annual-report-2025_web.pdf)
- Die NATO untersucht Klimafolgen für das strategische Umfeld, Infrastruktur, Einsätze und militärische Fähigkeiten. [NATO, The Effects of Climate Change on Security, Januar 2026](https://www.sto.nato.int/document/the-effects-of-climate-change-on-security-report/)
- Copernicus meldete für Westeuropa den heißesten kombinierten Juni und Juli der entsprechenden Datenreihe sowie außergewöhnliche Trockenheit und Waldbrandaktivität. [Copernicus Climate Change Service, August 2026](https://climate.copernicus.eu/copernicus-highest-july-global-ocean-surface-temperatures-exceptionally-hot-dry-conditions-fuel)
- Die EDA beziffert die Verteidigungsausgaben ihrer 27 Mitgliedstaaten für 2025 auf rund 418 Milliarden Euro und die Projektion für 2026 auf etwa 454 Milliarden Euro. [European Defence Agency, Defence Data 2025/2026](https://eda.europa.eu/news-and-events/news/2026/07/16/eu-defence-spending---418-billion-in-2025--projected-to--454-billion-in-2026)
- Die Bundesregierung erläuterte am 10. August 2026 Ausstattung, Zuständigkeiten und laufende Vergaben bei der Drohnenabwehr an deutschen Flughäfen. [Bundesregierung, Regierungspressekonferenz vom 10. August 2026](https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/regierungspressekonferenz-vom-10-august-2026-2449330)
Nachhaltigkeit? Das ist doch diese ziemlich "radikale" Idee, dass nicht nur diejenigen zählen, die heute am lautesten brüllen. Sondern auch die Menschen mit weniger Macht, die Menschen außerhalb unserer Grenzen und auch die Menschen, die noch gar nicht geboren sind.
Am 6. September 2026 wird in Sachsen-Anhalt gewählt. Im Infratest Dimap "Sachsen-AnhaltTREND" vom Mai und den lag die AfD bei 41 Prozent. Ihr Landesverband wird vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft. Man könnte das nun für einen bemerkenswerten Widerspruch halten. Oder für einen ganz normalen Wahlkampf im Jahr 2026.
Diese Folge von "Irgendwas mit Nachhaltigkeit" springt in eine mögliche nahe Zukunft:
Jonas Voss, Nachhaltigkeitsmanager in Magdeburg, erlebt, wie seine Abteilung umbenannt wird, Begriffe und Kolleginnen verschwinden, alte Beiträge zum Risiko werden und aus freiwilliger Vorsicht langsam vorauseilender Gehorsam entsteht.
Jonas und seine Geschichte sind erfunden. Die politische Ausgangslage, die Programme und die ersten Einschüchterungsversuche sind es nicht.
Dabei geht es nicht nur um Windräder, Wärmepumpen und Joghurtdeckel. Nachhaltigkeit umfasst ökologische Tragfähigkeit, wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit und soziale Gerechtigkeit. Sie braucht außerdem Wissenschaft, Menschenrechte, gesellschaftliche Teilhabe und Institutionen, die nicht beim ersten Regierungswechsel vorsorglich ihr Rückgrat einlagern.
Nein, nicht jeder AfD-Wähler ist ein Faschist. Ein Stimmzettel entfaltet seine Wirkung allerdings unabhängig davon, ob das Kreuz aus Überzeugung, Protest, Frust oder wegen einer besonders unangenehmen Talkshow gesetzt wurde.
„Die mit der Nachhaltigkeit im Untergrund“ ist politische Fiktion über die Frage, was übrig bleibt, wenn nicht mehr alle Menschen, Fakten und Zukünfte zählen.
Nachhaltigkeit Undercover wäre ein Notfallplan. Demokratie bleibt Plan A.
Hinweis: Die Folge thematisiert Rechtsextremismus, Bedrohung, Doxxing und körperliche Gewalt.
Shownotes
Wahl und Ausgangslage:
Originalquellen der AfD:
Bonus: Einordnung des AfD-Programms:
weitere Grundlagen:
Es wird heiß. Schon wieder.
Während Deutschland die nächste Hitzewelle erlebt, diskutieren wir über Freibäder, Ventilatoren und Temperaturrekorde. Doch Hitze ist längst mehr als nur Sommerwetter. Sie ist die tödlichste Naturgefahr in Deutschland und ein Stresstest für Menschen, Unternehmen und Städte.
In dieser Folge geht es nicht um die Ursachen des Klimawandels. Es geht um die Frage: Wie gehen wir mit einer Realität um, die längst begonnen hat?
Wir sprechen über:
warum Hitze so gefährlich ist,
was Privatpersonen wirklich tun können,
weshalb Unternehmen Hitze als wirtschaftliches Risiko verstehen sollten,
wie Städte kühler und lebenswerter werden können,
warum Klimaanpassung keine Ideologie, sondern Risikomanagement ist,
und weshalb Hitze auch eine Frage sozialer Gerechtigkeit ist.
Mit praktischen Tipps, wissenschaftlichen Fakten, einem Blick auf Politik und Wirtschaft und wie immer einer ordentlichen Portion Ironie.
Denn eines ist sicher: Die Sonne interessiert sich nicht für Parteiprogramme.
🎙️ Irgendwas mit Nachhaltigkeit.
Die Folge mit der perfekten Hitzewelle.
S3 E11 – Die mit der heißen Luft
Am 12. August 2026 gilt die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR, Verordnung (EU) 2025/40) – unmittelbar, EU-weit, ohne Wenn und Aber. In dieser Folge klären wir...
...und wen das alles trifft. Spoiler: vermutlich auch euch.
Dazu wie immer: Einordnung mit Haltung. Über berechtigte Kritik, fehlende Durchführungsrechtsakte, die Lobbyschlacht um Mehrweg gegen Einweg und den mittlerweile rituellen Ruf nach Verschiebung. Und zum Schluss das Praktische: die Verpackungsinventur in fünf Schritten.
DIE SHOWNOTES / QUELLEN:
Verordnung (EU) 2025/40 über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR) – Volltext im EUR-Lex:
https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2025/40/oj
Europäische Kommission – Packaging Waste (Überblicksseite):
https://environment.ec.europa.eu/topics/waste-and-recycling/packaging-waste_en
IHK Schleswig-Holstein: Pflichten der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) ab 12. August 2026:
https://www.ihk.de/schleswig-holstein/international/aussenwirtschaft-aktuell/eu-pflichten-der-eu-verpackungsverordnung-am-august-2026-7013664
IHK Halle-Dessau: PPWR – Neue Pflichten für Unternehmen ab August 2026:
https://www.ihk.de/halle/produktmarken/umwelt-und-energie/verpackungen/ppwr-neue-pflichten-fuer-unternehmen-ab-august-2026-7086270
Gleiss Lutz: Die neue EU-Verpackungsverordnung – die neuen Vorgaben ab August 2026 im Überblick:
https://www.gleisslutz.com/de/know-how/die-neue-eu-verpackungsverordnung-die-neuen-vorgaben-ab-august-2026-im-ueberblick
Umweltbundesamt – Verpackungen (Daten & Fakten zum Verpackungsaufkommen):
https://www.umweltbundesamt.de/themen/abfall-ressourcen/produktverantwortung-in-der-abfallwirtschaft/verpackungen
Passend dazu aus dem Archiv:
S2 E22 – Die mit dem grünen Versprechen (EmpCo)
S3 E4 – Die mit dem Fehler am Anfang (Ökodesign, ESPR, Produktpass)
S1 E7 – Die mit dem Greenwashing
Hinweis: Diese Folge ist journalistische Einordnung und keine Rechtsberatung.
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