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Was hat der Prophet David mit unserer heutigen Arbeitswelt zu tun? Mehr, als man denkt.
In dieser Episode gehen wir von zwei Quranversen aus, in denen Allah David das Eisen „weich macht“ und ihn lehrt, Panzerhemden herzustellen. Daraus entfaltet sich eine theologische Mini‑Revolution: Ein Prophet und König, der als Handwerker arbeitet, seinen Lebensunterhalt mit den eigenen Händen verdient und gerade darin von Gott gelobt wird.
Wir schauen uns klassische Tafsīr an (Ibn Kathīr, Ṭabarī, Qurtubī), die das Wunder des „geschmeidigen Eisens“ und die Erfindung des Kettenhemds beschreiben, und fragen: Was sagt das über die Würde manueller Arbeit? Dann folgen wir rationalistischen Stimmen wie Maudūdī und Zamakhsharī: Vielleicht liegt das Wunder nicht gegen, sondern in der Technik – in der göttlichen Pädagogik, die Menschen Handwerk, Experiment und Innovation lehrt.
Schließlich öffnet eine sufische Lesart den inneren Horizont: Eisen als Symbol des harten Egos, das unter Gottes Hand weich und formbar wird, Handwerk als spirituelle Übung – beten, arbeiten, meditieren als ein integrierter Weg.
Die Folge verbindet so Quran, Exegese, Archäologie und Gegenwart: Was bedeutet es heute, „wie David“ zu arbeiten? Warum ist jede ehrliche Arbeit Gottesdienst? Und wie kann eine islamische Theologie der Arbeit aussehen, die Handwerker, Ingenieurin und Akademikerin gleichermaßen ehrt?
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