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700.000 Palästinenser: Vertreibung oder freiwillige Flucht? 76 Jahre nach der sogenannten Nakba – arabisch für „Katastrophe“ – spaltet diese Frage noch immer die Welt. Während Israel seinen Unabhängigkeitstag feiert, gedenken Palästinenser ihrer größten Tragödie. Doch was geschah wirklich 1947-1949, als vier von fünf Arabern aus dem heutigen Israel verschwanden?
Die historische Analyse wird kompliziert: Neue israelische Historiker wie Benny Morris sprechen von kriegsbedingter Vertreibung ohne Masterplan. Andere wie Ilan Pappé sehen koordinierte ethnische Säuberung. 418 palästinensische Dörfer wurden zerstört, 70 Prozent vollständig vernichtet. Die UN-Resolution 194 garantierte bereits 1948 das Rückkehrrecht – bis heute uneingelöst.
Heute eskaliert der Konflikt erneut: 62.000 Tote in Gaza, Genozid-Vorwürfe am Internationalen Gerichtshof, deutsche Staatsräson im Dilemma. Während 80 Prozent der Deutschen Israels Vorgehen kritisieren, liefert Berlin weiter Waffen. Rechtsextreme auf beiden Seiten propagieren die „zweite Nakba“ oder rufen zur Vernichtung Israels auf.
Patrick und Jens analysieren, wie aus Trauma und Vergeltung ein Teufelskreis der Entmenschlichung entsteht – und warum nur der Universalismus diesen durchbrechen kann.
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By Jens Brodersen & Patrick Breitenbach700.000 Palästinenser: Vertreibung oder freiwillige Flucht? 76 Jahre nach der sogenannten Nakba – arabisch für „Katastrophe“ – spaltet diese Frage noch immer die Welt. Während Israel seinen Unabhängigkeitstag feiert, gedenken Palästinenser ihrer größten Tragödie. Doch was geschah wirklich 1947-1949, als vier von fünf Arabern aus dem heutigen Israel verschwanden?
Die historische Analyse wird kompliziert: Neue israelische Historiker wie Benny Morris sprechen von kriegsbedingter Vertreibung ohne Masterplan. Andere wie Ilan Pappé sehen koordinierte ethnische Säuberung. 418 palästinensische Dörfer wurden zerstört, 70 Prozent vollständig vernichtet. Die UN-Resolution 194 garantierte bereits 1948 das Rückkehrrecht – bis heute uneingelöst.
Heute eskaliert der Konflikt erneut: 62.000 Tote in Gaza, Genozid-Vorwürfe am Internationalen Gerichtshof, deutsche Staatsräson im Dilemma. Während 80 Prozent der Deutschen Israels Vorgehen kritisieren, liefert Berlin weiter Waffen. Rechtsextreme auf beiden Seiten propagieren die „zweite Nakba“ oder rufen zur Vernichtung Israels auf.
Patrick und Jens analysieren, wie aus Trauma und Vergeltung ein Teufelskreis der Entmenschlichung entsteht – und warum nur der Universalismus diesen durchbrechen kann.
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