Italiens Süden ist wunderschön. Zum Beispiel Matera. Die pittoreske Felsenstadt in der Basilicata galt noch vor wenigen Jahrzehnten als "Schande" Italiens. Menschen lebten dort in Tuffstein-Höhlen, unter Bedingungen, die einer stolzen Industrienation nicht würdig waren. Seitdem hat sich viel verändert. Die Höhlen wurden evakuiert, später dann restauriert. Heute beherbergen sie kleine, schicke Hotels für zigtausende Menschen aus aller Welt, die Matera besuchen wollen. 2019 wird Matera Kulturhauptstadt Europas, der Arbeitsmarkt boomt, rund um Matera haben sich etliche Startup-Unternehmen angesiedelt. Matera genießt eine Ausnahmestellung in einer weitgehend abgehängten Region. Die Arbeitslosenquoten übertreffen sogar die Griechenlands, junge Menschen verlassen scharenweise den Süden und die organisierte Kriminalität ist an vielen Orten immer noch die tonangebende Macht.