Neunmal ist Siegfried Schöße diese Strecke schon gefahren. Die Regeln: Das Auto soll in der Anschaffung höchstens rund 1.000 Euro kosten, ein paar Hundert Euro fließen in Reparaturen – und am Ende wird der Wagen in Gambia versteigert. Die Erlöse, zuletzt weit über 100.000 Euro, gehen an Krankenhäuser, Schulen und frühere Projekte wie Werkstätten und Nähereien, die inzwischen selbstständig laufen.
Im Gespräch erzählt Schöße, warum ab Mauretanien aus Sicherheitsgründen in Kolonne gefahren wird, welche Rolle Wüsten-Guides spielen und wieso trotz militärischer Begleitung nie echte Gefahr drohte. Es geht um Nächte im Zelt oder im Auto, um Kinder am Straßenrand, die Mützen und Plüschtiere bekommen, und um spontane Kleiderspenden, sobald es nachts nicht mehr unter 10 Grad geht.
Außerdem spricht er darüber, wie Teilnehmer alte Schulmöbel per Container nach Gambia bringen, welche Kosten pro Fahrt tatsächlich auf ihn zukommen und wie er seine Rente mit Busfahren aufbessert, um sich die Reisen leisten zu können. Ob er mit 70 Jahren Tour Nummer zehn in Angriff nimmt, erfahrt ihr im Video.