2W12 - Die besten Spielleiter der Welt

Kampagnen – Der Abenteuermotor (Ep. 14)


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Wie entsteht eigentlich eine Kampagne – ganz konkret, Schritt für Schritt?
Von der Idee zur Kampagne: Wie ein Abenteuermotor konkrete Sessions trägt

In dieser Folge wird es hands-on. Aufbauend auf der Kampagnenfolge werfen wir diesmal einen echten Blick hinter die Kulissen: Oliver steht kurz vor dem Start einer neuen D&D-5e-Kampagne mit dem Arbeitstitel „Winterwacht“ – und erklärt Schritt für Schritt, wie aus einer abstrakten Idee eine tragfähige Kampagnenstruktur wird.

Im Zentrum steht ein Begriff, der das ganze Vorgehen prägt: der Abenteuermotor. Eine Kampagne ist für Oliver kein Plot, kein Roman und kein linearer Storybogen, sondern ein System, das zuverlässig Abenteuer generiert – organisch, plausibel und langfristig tragfähig. Statt zuerst eine epische Geschichte zu schreiben, geht es darum, eine Struktur zu schaffen, die immer wieder neue Geschichten ermöglicht.

Am Beispiel der Winterwacht – einer abgelegenen Grenzstation in einer gefährlichen Winterlandschaft – wird konkret gezeigt, wie Grundkonzept, Setting, Spielerbeteiligung, Nähe-Prinzip und sogar Regelmechaniken ineinandergreifen. Das Ergebnis ist kein fertiger Masterplan, sondern ein flexibler Baukasten, der Improvisation erleichtert und langfristige Kampagnenplanung deutlich entspannter macht.

Highlights & Timestamps

00:00:00 Einstieg: Aufbauend auf der Kampagnenfolge – diesmal konkret

00:01:27 Spoilerfrei hinter die Kulissen der neuen Kampagne „Winterwacht“
00:02:53 Kampagnendefinition: Die Quintessenz – eine Kampagne als Abenteuermotor
00:04:06 Form vor Plot: Erst Struktur, dann Narrativ
00:07:49 Setting-Vorstellung: Points of Light und gefährliche Winterlandschaft
00:10:16 Die Winterwacht: Junge Wächter in einer abgelegenen Grenzstation
00:12:59 Missionsstruktur als tragendes Grundgerüst
00:16:22 Implikationen durchdenken: Was folgt logisch aus dem Setting?
00:17:43 Spieler einbinden: Warum ist dein Charakter Teil der Winterwacht?
00:20:18 Drei Instrumente zur Spielerintegration: Geheimnis, Bezugsperson, Lagerfeuergeschichte
00:25:30 Kampagnenstart vorbereiten: Rahmen vs. konkretes Abenteuer
00:29:00 Worldbuilding in Schichten: Details wie der „Bardenstein“
00:31:40 Das Prinzip der Nähe: Nahes gründlich, Entferntes skizzenhaft
00:34:55 Rolle der Regeln: Stufe 1 als bewusste Designentscheidung
00:38:07 Warum D&D 5e? Systemkenntnis, Material und Spielstil
00:40:30 Long Rest, Ressourcen und Survival-Elemente als Stimmungsträger
00:43:08 Zusammenfassung der Planungsprinzipien
00:45:19 Wie der Abenteuermotor spontane Ideen tragfähig macht

Wichtige Takeaways
  • Eine Kampagne ist kein Plot, sondern ein Abenteuermotor.
  • Struktur vor Story: Erst klären, wie Abenteuer generiert werden, dann Inhalte füllen.
  • Ein klares Grundkonzept (z. B. Missionsformat) erleichtert langfristige Planung massiv.
  • Spielerintegration sollte strukturell verankert sein, nicht optional.
  • Instrumente wie Geheimnisse, Bezugspersonen oder Rituale erzeugen organische Hooks.
  • Das Prinzip der Nähe spart Vorbereitungszeit und erhöht Relevanz.
  • Worldbuilding muss nicht vollständig sein – es braucht tragfähige Ankerpunkte.
  • Regeln sind Werkzeuge: Sie sollen unterstützen, nicht behindern.
  • Mechaniken wie Ressourcenmanagement können gezielt Stimmung transportieren.
  • Ein guter Abenteuermotor macht Improvisation leichter und Kampagnen nachhaltiger.
  • Wenn dir die Folge gefallen hat, abonniere den Podcast und erzähl deiner Spielrunde davon.

    Schreib uns, wie dein eigener Abenteuermotor aussieht – oder ob du bisher ganz anders an Kampagnen herangegangen bist.
    Du erreichst uns per Mail unter: [email protected] oder über YouTube und Instagram unter 2W12Podcast.

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    2W12 - Die besten Spielleiter der WeltBy David Kühn, Oliver Fedtke