Was wir wissen und was nur erzählt wird.
In dieser Folge liest Dušan Dražić aus seinem neuen Buch „Kampfkünste der Welt. Stile, Schulen und Traditionen von A bis Z“. Der rote Faden: Jede Kampfkunst hat eine Gründungsgeschichte. Welche davon belegt ist und welche eine Legende, das ist oft die spannendere Frage.
Die Stationen:
- Nürnberg: ein Hausbuch zwischen Kochrezepten und Pferdemedizin und der einzige erhaltene Satz über den Fechtmeister Johannes Liechtenauer
- Wing Chun: warum die Nonne Ng Mui in der ersten Romanfassung die Böse war, der Geldwechsler Chan Wah-shun in Foshan und Ip Man, der Sohn des Vermieters, der 1950 in Hongkong öffentlich zu unterrichten beginnt
- Capoeira: vom Verbot im Strafgesetzbuch von 1890 bis zu Mestre Pastinha und Mestre Bimba in Salvador da Bahia
- Engolo: der Trittkampf der Viehhirten am Cunene und warum Engolo und Capoeira eher Cousins sind als Vorfahr und Nachkomme
- Liechtenauer: Vor, Nach und Indes, ein Zeitprinzip, das im Wing Chun genauso gilt
Das Buch umfasst über 1.100 Kampfkünste, Stile und Linien aus aller Welt und 39 ausführliche Porträts. Bei jedem Eintrag steht, was belegt ist und woher wir es wissen.
Das Buch bei Amazon:
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