Der Schweizer Historiker Manuel Menrath hat viel Zeit mit den indigenen Völkern Kanadas verbracht. In abgelegenen Orten am Polarkreis hat er sich ihre Geschichten angehört, mit ihnen Musik gemacht, aber auch ihre Armut gesehen. Als im Frühjahr 2021 die Nachrichten von den Massengräbern misshandelter, indigener Kinder, die an sogenannten Residential Schools umerzogen werden sollten, in den Medien auftauchten, war er gefragter Gesprächspartner.