## Themen dieser Folge
### CNN verklagt KI-Suchmaschine Perplexity wegen unerlaubter Nutzung von über 17.000 Inhalten
*Quelle: Heise*
Der US-Nachrichtensender CNN hat beim Bundesgericht in New York Klage gegen das KI-Suchmaschinenunternehmen Perplexity eingereicht und wirft dem Unternehmen vor, mehr als 17.000 Artikel, Videos und Bilder unerlaubt abgegriffen und für eigene Chatbot-Antworten verwendet zu haben, wobei technische Schutzmaßnahmen gegen Webcrawler umgangen worden sein sollen. Perplexity weist die Vorwürfe zurück und argumentiert, Fakten seien nicht urheberrechtlich schützbar, obwohl Lizenzverhandlungen zwischen beiden Parteien im vergangenen Jahr gescheitert waren. CNN ist damit der erste Fernsehsender, der nach erfolglosen Verhandlungen rechtliche Schritte gegen Perplexity einleitet – weitere Medienunternehmen wie die New York Times, News Corp und die Chicago Tribune befinden sich bereits in ähnlichen Rechtsstreitigkeiten mit dem Unternehmen.
[Originalartikel ↗](https://www.heise.de/news/CNN-verklagt-KI-Suchmaschine-Perplexity-wegen-Urheberrechtsverletzung-11311111.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag)
### Vom Chemieingenieur zum KI-Gründer: Wie Vitalii Dodonov mit Vibe-Coding in sechs Wochen 50.000 Dollar monatlichen Umsatz erzielte
*Quelle: Business Insider *
Vitalii Dodonov, Mitgründer und CTO der Creator-Commerce-Plattform Stan, entwickelte gemeinsam mit seinem Mitgründer das KI-Tool Stanley in nur 14 Tagen durch sogenanntes Vibe-Coding – eine Methode, bei der KI-gestützte Werkzeuge wie Cursor den gesamten Programmiervorgang übernehmen, ohne dass der Entwickler selbst Code schreibt. Das Tool, das Creators dabei hilft, leistungsstarke LinkedIn-Inhalte in ihrer eigenen Stimme zu erstellen und deren Performance zu analysieren, erreichte innerhalb von sechs Wochen nach dem Launch 50.000 Dollar monatlich wiederkehrenden Umsatz und steuert derzeit auf drei Millionen Dollar Jahresumsatz zu. Dodonov betont, dass Vibe-Coding weniger technisches Vorwissen als vielmehr ein lösungsorientiertes Denken erfordere: Entscheidend sei nicht das Coding selbst, sondern das tiefe Verständnis des Problems, das man für möglichst viele Menschen lösen möchte.
[Originalartikel ↗](https://www.businessinsider.com/vibe-coded-content-tool-weeks-hit-monthly-recurring-revenue-2026-5)
### Microsoft droht Sicherheitsforschern, Phishing-Angriffe auf australische Parlamentarier und EU-Chips-Gesetz 2.0
*Quelle: Heise*
Microsoft reagiert mit rechtlichen Drohungen auf die Veröffentlichung von sechs Zero-Day-Sicherheitslücken in Windows innerhalb von sechs Wochen, da der Entdecker das Unternehmen entgegen branchenüblicher Praxis nicht vorab informiert habe – der Forscher hingegen wirft Microsoft vor, sein Konto für unentgeltliche Schwachstellenmeldungen gesperrt zu haben. In Australien wurden ein Parlamentsabgeordneter und drei Mitarbeiter Opfer einer Phishing-Kampagne, bei der mutmaßlich ausländische staatliche Akteure über WhatsApp Prüfcodes erschlichen und so die Konten der Betroffenen übernahmen – ein Vorgehen, das der deutschen Signal-Affäre ähnelt. Die EU-Kommission plant unterdessen mit einem zweiten Chips-Gesetz, Behörden zum bevorzugten Einkauf bei europäischen Halbleiter-Start-ups zu verpflichten und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen, um das bislang verfehlte Ziel einer Verdopplung des EU-Weltmarktanteils an der Halbleiterproduktion auf 20 Prozent bis 2030 doch noch zu erreichen.
[Originalartikel ↗](https://www.heise.de/news/Freitag-Microsoft-droht-Sicherheitsforscher-Phishing-Affaere-auch-in-Australien-11310759.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag)
### Sesame, das KI-Startup der Oculus-Gründer, veröffentlicht iOS-App für konversationelle KI-Agenten
*Quelle: Techcrunch AI*
Das von Oculus-Mitgründern ins Leben gerufene KI-Startup Sesame hat eine öffentliche Vorschau seiner iOS-App in 39 Ländern veröffentlicht, die vier eigenständige KI-Agenten namens Maya, Miles, Simone und Charlie bietet – jeder mit eigener Stimme, Persönlichkeit und Gedächtnis. Im Mittelpunkt steht eine neuartige Gesprächstechnologie, die parallele Suchanfragen während des Sprechens ermöglicht und so natürlichere, aktuelle Antworten liefert, ohne den Gesprächsfluss zu unterbrechen. Die App ist vorerst kostenlos und stellt laut Sesame nur den ersten Schritt auf dem Weg zu einer größeren Vision dar, die intelligente Datenbrillen für 2027 sowie zukünftige Agentenfunktionen umfasst, die eigenständig Aufgaben im Auftrag der Nutzer ausführen sollen.
[Originalartikel ↗](https://techcrunch.com/2026/05/28/sesame-the-conversational-ai-startup-from-oculus-founders-launches-its-ios-app/)
### Mistral AI stellt neue Agents API für komplexe KI-Agenten-Workflows vor
*Quelle: Mistral AI News *
Mistral AI hat eine neue Agents API angekündigt, die traditionelle Sprachmodelle um agentenbasierte Fähigkeiten erweitert, darunter integrierte Konnektoren für Code-Ausführung, Websuche, Bildgenerierung und MCP-Tools sowie persistentes Gedächtnis über Konversationen hinweg. Die API ermöglicht die Orchestrierung mehrerer spezialisierter Agenten, die Aufgaben untereinander übergeben können, um komplexe Probleme arbeitsteilig zu lösen – etwa in den Bereichen Softwareentwicklung, Finanzanalyse oder Reiseplanung. Besonders hervorzuheben ist die deutliche Leistungssteigerung durch Websuche: Im SimpleQA-Benchmark erreicht Mistral Medium mit Websuche einen Wert von 82,32 Prozent, verglichen mit lediglich 22,08 Prozent ohne diese Funktion.
[Originalartikel ↗](https://mistral.ai/news/agents-api)
### Amazon schafft KI-Nutzungsrangliste nach Missbrauch durch 'Tokenmaxxing' ab
*Quelle: Computerwoche*
Amazon hat seine interne Rangliste 'Kirorank' abgeschafft, die Mitarbeiter nach der Intensität ihrer KI-Nutzung auf der Entwicklerplattform Kiro bewertete. Einige Beschäftigte hatten KI-Agenten absichtlich mit sinnlosen Aufgaben beschäftigt, um ihren Token-Verbrauch künstlich zu steigern – ein Phänomen, das als 'Tokenmaxxing' bekannt geworden ist und dem Unternehmen erhebliche Mehrkosten verursachte. Amazon-Manager Dave Treadwell appelliert nun an die Belegschaft, KI gezielt zur Verbesserung von Produkten einzusetzen, anstatt lediglich Nutzungsstatistiken zu maximieren.
[Originalartikel ↗](https://www.computerwoche.de/article/4178717/tokenmaxxing-amazon-schafft-ki-rangliste-wieder-ab.html)
### DNS-AID: Linux Foundation startet Open-Source-Projekt zur Auffindbarkeit von KI-Agenten über DNS
*Quelle: Heise*
Die Linux Foundation hat das Open-Source-Projekt DNS-AID (DNS for AI Discovery) angekündigt, das KI-Agenten mithilfe der bestehenden DNS-Infrastruktur auffindbar und verifizierbar machen soll, ohne auf zentrale Verzeichnisse angewiesen zu sein. Agenten werden dabei als DNS-Einträge nach einem festgelegten Schema in einer Domain registriert und können über reguläre DNS-Abfragen gefunden werden, wobei etablierte Standards wie SVCB-Records, DNSSEC und DANE für Sicherheit und Vertrauensprüfung sorgen. Das ursprünglich von Infoblox entwickelte Protokoll ist unabhängig von einem bestimmten Kommunikationsprotokoll, unterstützt unter anderem MCP und A2A, und wird durch ein Python-SDK sowie eine IETF-Spezifikation begleitet; zu den ersten Unterstützern zählen Cloudflare, GoDaddy und Infoblox.
[Originalartikel ↗](https://www.heise.de/news/DNS-AID-Telefonbuch-fuer-KI-Agenten-11311692.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag)
### Prompt-Injection: KI-Agenten als Werkzeug zur Sabotage fremder Softwareprojekte
*Quelle: golem*
Ein Entwickler hat demonstriert, wie KI-Agenten durch sogenannte Prompt-Injection-Angriffe dazu gebracht werden können, fremde Projekte gezielt zu sabotieren. Diese Angriffsmethode nutzt manipulierte Eingaben, um das Verhalten autonomer KI-Systeme zu unterwandern und sie für schädliche Zwecke zu missbrauchen. Der Vorfall verdeutlicht die wachsenden Sicherheitsrisiken, die mit dem zunehmenden Einsatz autonomer KI-Agenten in der Softwareentwicklung einhergehen.
[Originalartikel ↗](https://www.golem.de/news/prompt-injection-entwickler-laesst-ki-agenten-fremde-projekte-sabotieren-2605-209197.html)
### Lokales RAG-System mit Künstlicher Intelligenz aufbauen
*Quelle: golem*
Der Artikel auf Golem.de beschreibt, wie man ein lokales RAG-System (Retrieval-Augmented Generation) auf Basis Künstlicher Intelligenz aufbaut. RAG-Systeme kombinieren Sprachmodelle mit einer gezielten Dokumentensuche, um präzisere und kontextbezogene Antworten zu liefern. Der vollständige Inhalt des Fachartikels ist jedoch nur für zahlende Abonnenten des Golem-Pur-Angebots zugänglich.
[Originalartikel ↗](https://www.golem.de/news/kuenstliche-intelligenz-ein-lokales-rag-system-aufbauen-2605-209145.html)
### Uber führt verschlüsselte Tonaufnahme-Funktion als Sicherheitsfeature in Deutschland ein
*Quelle: Heise*
Der Fahrdienstvermittler Uber rollt in Deutschland schrittweise eine neue In-App-Funktion aus, die Fahrgästen ermöglicht, während einer Fahrt Audioaufnahmen im Fahrzeug zu erstellen. Um datenschutzrechtliche Bedenken auszuräumen, setzt Uber auf ein Opt-in-Verfahren sowie lokale Verschlüsselung der Aufnahmen auf dem Smartphone des Fahrgasts, wobei die Dateien nur im Falle eines eingereichten Sicherheitsberichts von Uber entschlüsselt werden können. Wird kein Vorfall gemeldet, löscht die App die Aufzeichnung nach 14 Tagen automatisch und unwiderruflich.
[Originalartikel ↗](https://www.heise.de/news/Uber-erlaubt-Tonaufnahmen-neue-Sicherheitsfunktion-startet-11311482.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag)