Kunst und KI

KI im Journalismus: Das eigentliche Problem liegt nicht in der Technik


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Warum künstliche Intelligenz eine institutionelle Herausforderung für Redaktionen ist:

Die Diskussion über künstliche Intelligenz im Journalismus wird meist technisch geführt. Kann KI Texte schreiben? Wird sie Journalisten ersetzen? Wie zuverlässig sind automatisierte Systeme? Doch diese Fragen greifen zu kurz. Denn die entscheidende Frage lautet nicht nur, was KI kann, sondern unter welchen institutionellen Bedingungen sie eingesetzt wird.

Der Philosoph und Publizist Dr. Michael Andrick hat diese Debatte kürzlich zugespitzt. In einem Feuilletonbeitrag beim Kulturradio des öffentlich-rechtlichen Senders Deutschlandfunk Kultur formulierte er eine provokante These: Der Einsatz von KI im Journalismus sollte tabu sein. Die Forderung hat viele Journalisten irritiert – und zugleich eine Diskussion ausgelöst, die weit über Technikfragen hinausweist.

Denn hinter Andricks Argument steht eine grundlegendere Sorge: Was geschieht mit einem Beruf, wenn seine zentrale Tätigkeit – das Denken und Formulieren – zunehmend automatisiert wird?

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