## Themen dieser Folge
### Von Scraping zu ethischem Data Sharing: Der neue VIADUCT-Bericht der GPAI
*Quelle: OECD AI Policy Observatory*
Ein neuer, unter der VIADUCT-Initiative erstellter Bericht befasst sich mit dem KI-Daten-Paradox: Trotz einer riesigen Menge verfügbarer Daten im Internet mangelt es an hochwertigen, nutzbaren Trainingsdaten, während bisherige Scraping-Praktiken zunehmend rechtliche Konflikte, technische Barrieren und Qualitätsprobleme wie KI-generierten „Slop“ hervorrufen. Basierend auf Interviews und Workshops mit Experten argumentiert der Bericht, dass Datenaustausch kein rein technisches, sondern ein systemisches Problem an der Schnittstelle von Recht, Wirtschaft und Technik ist, da Daten je nach Art – etwa personenbezogene Gesundheitsdaten, urheberrechtlich geschützte Inhalte oder Geschäftsgeheimnisse – unterschiedlichen rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unterliegen. Als Lösung schlagen die Autoren drei Leitprinzipien vor – Rechtskonformität, Vertrauen und Fairness – und plädieren für nachhaltige, faire Datenaustauschvereinbarungen zwischen Datenhaltern und KI-Entwicklern anstelle unkontrollierten Scrapings.
[Originalartikel ↗](https://oecd.ai/en/wonk/rethinking-ai-data-from-scraping-to-sustainable-and-ethical-data-sharing)
### Gesichtslesen im Beruf: Was die Physiognomie des Chefs über seinen Führungsstil verrät
*Quelle: ComputerWoche*
Der Artikel stellt die Psychophysiognomie vor, eine Methode, mit der sich anhand von Gesichtsmerkmalen Rückschlüsse auf Charakter und Führungsstil ziehen lassen. Unterschieden werden dabei das dynamische, durchsetzungsstarke Bewegungsnaturell mit markanten Gesichtszügen, das feinfühlige, harmoniebedürftige Empfindungsnaturell mit zarten Zügen sowie das stabilitätsorientierte, pragmatische Ernährungsnaturell mit runden Formen, wobei in der Praxis meist Mischformen vorkommen. Zusätzlich lässt sich anhand von Merkmalen wie Stirn, Wangen und Nase erkennen, ob jemand eher ergebnisorientiert im „Ich-Modus“ oder teamorientiert im „Du-Modus“ denkt, was Mitarbeitern helfen soll, ihre Kommunikation gezielt anzupassen und Konflikte mit Vorgesetzten zu vermeiden.
[Originalartikel ↗](https://www.computerwoche.de/article/4014962/so-lesen-sie-im-gesicht-ihres-chefs.html)
### EU-Kommission fördert KI-Kompetenzen, Talente und AI-Literacy im Rahmen des AI Act
*Quelle: EU AI Act / Europäische Kommission*
Die Europäische Kommission verfolgt eine breite Strategie, um mehr KI-Expertinnen und -Experten auszubilden und anzuziehen sowie die KI-Kompetenz von Arbeitnehmern und Bürgern zu stärken, wobei Artikel 4 des AI Act seit Februar 2025 Anbieter und Betreiber von KI-Systemen zu einem ausreichenden Maß an KI-Literacy ihres Personals verpflichtet. Unterstützt wird dies durch ein Repository mit über 40 Praxisbeispielen, Q&A-Dokumente sowie größere Initiativen wie den AI Continent Action Plan, die Apply AI Strategy und die Union of Skills, die unter anderem eine AI Skills Academy, Fellowship- und Talent-Programme sowie sektorspezifische Schulungen und ein Monitoring der Arbeitsmarktauswirkungen von KI umfassen. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch Initiativen zu digitalen Kompetenzen, MINT-Bildung und den kürzlich vorgeschlagenen Digital Omnibus mit gezielten Anpassungen des AI Act.
[Originalartikel ↗](https://digital-strategy.ec.europa.eu/en/policies/ai-talent-skills-and-literacy)
### 9 Warnsignale für einen drohenden Burnout bei Freelancern
*Quelle: ComputerWoche*
Viele Freiberufler arbeiten dauerhaft über ihre Grenzen hinaus, ohne die schleichenden Warnzeichen eines Burnouts zu erkennen, wie der polnische Blogger und Unternehmer Karol Krol beschreibt. Zu den typischen Anzeichen zählen nächtliches Arbeiten, morgendliche Antriebslosigkeit, fehlende Entspannungsphasen, ständige Zeitnot sowie vernachlässigte Hobbys, Lektüre und Freundschaften. Wer diese Symptome bei sich bemerkt, sollte bewusst Erholungspausen einplanen und Techniken wie Yoga, Meditation oder tiefes Atmen nutzen, um Stress abzubauen und eine gesunde Work-Life-Balance wiederherzustellen.
[Originalartikel ↗](https://www.computerwoche.de/article/4200771/9-anzeichen-dass-sie-kurz-vorm-burnout-stehen-2.html)
### KI in der Selbstständigkeit: Nützliches Werkzeug mit klaren Grenzen
*Quelle: t3b*
Die selbstständige Autorin Anna Burgess Yang nutzt KI-Tools wie ChatGPT oder Claude für viele Aufgaben, etwa Rechnungen oder Social-Media-Inhalte, zieht aber klare Grenzen bei kreativen und zwischenmenschlichen Prozessen. Sie unterscheidet zwischen KI-unterstützter Arbeit, bei der ein Mensch die Kontrolle behält, und rein KI-generierten Inhalten, die Vertrauen und Ansehen bei Kund:innen gefährden können. Gerade weil immer jüngere Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, betont sie, dass KI zwar bestehende Ideen kombinieren, aber echtes Denken und persönliche Beziehungen nicht ersetzen kann.
[Originalartikel ↗](https://t3n.de/news/ki-in-der-selbststaendigkeit-wo-sie-hilft-und-wo-sie-mehr-schadet-als-nuetzt-1754835/?utm_source=rss&utm_medium=newsFeed&utm_campaign=newsFeed)
### Professor überführt Studierende per Prompt-Injection beim KI-Schummeln
*Quelle: t3b*
Der Geschichtsprofessor Jason Gibson von der Alcorn State University versteckte in einer Prüfungsaufgabe unsichtbaren Text, der KI-Tools anwies, sinnlose Abschweifungen über Madagaskar einzufügen. Auf diese Weise konnte er 32 von 35 Studierenden überführen, die die Aufgabe ungeprüft in einen Chatbot kopiert hatten, um ihre Antworten generieren zu lassen. Der Fall verdeutlicht ein wachsendes Problem an Hochschulen weltweit, die noch nach geeigneten Strategien im Umgang mit KI-Nutzung bei Prüfungen suchen, wie auch das Beispiel der University of Chicago Law School mit ihrem Laptop-Verbot für Erstsemester zeigt.
[Originalartikel ↗](https://t3n.de/news/per-prompt-injection-wie-dieser-professor-seine-studenten-beim-schummeln-mit-ki-erwischte-1754816/?utm_source=rss&utm_medium=newsFeed&utm_campaign=newsFeed)
### Anthropic veröffentlicht Claude Opus 5 mit verbesserter Effizienz und Sicherheitslückenanalyse
*Quelle: Heise*
Anthropic hat mit Claude Opus 5 den Nachfolger von Opus 4.8 vorgestellt, der bei gleichen Kosten deutlich mehr Leistung bieten soll, insbesondere in der Softwareentwicklung, und in Benchmarks teils an das teurere Highend-Modell Fable 5 heranreicht. Beim Finden von Sicherheitslücken erreicht Opus 5 laut Anthropic nahezu das Niveau des spezialisierten Modells Mythos 5, bleibt beim aktiven Ausnutzen solcher Lücken jedoch bewusst zurück, während die Sicherheitsvorkehrungen ähnlich streng wie bei Opus 4.8 ausfallen. Das neue Modell ist zum bisherigen Preis verfügbar und erscheint vor dem Hintergrund wachsenden Wettbewerbsdrucks durch das chinesische Modell Kimi K3, das als besonders effizient und kostengünstig gilt.
[Originalartikel ↗](https://www.heise.de/news/Claude-Opus-5-soll-Sicherheitsluecken-auf-Mythos-Niveau-finden-11378138.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag)
### Geburtenraten weltweit: Afrika an der Spitze, San Marino und Südkorea am Ende
*Quelle: Business Insider*
Laut Daten der Weltbank aus dem Jahr 2024 verzeichnen afrikanische Länder mit Abstand die höchsten Geburtenraten weltweit, angeführt von der Zentralafrikanischen Republik mit 46,2 Geburten pro 1.000 Einwohner und einer Fruchtbarkeitsrate von rund sechs Kindern pro Frau. Am unteren Ende der Skala liegen vor allem europäische und asiatische Staaten wie San Marino, Südkorea und die Ukraine mit teils weniger als einer Geburt pro Frau, wobei wirtschaftliche Unsicherheit und hohe Lebenshaltungskosten als wesentliche Gründe genannt werden. Die USA belegen mit 10,6 Geburten pro 1.000 Einwohnern und einer Fruchtbarkeitsrate von 1,6 weltweit Platz 135 und liegen damit unter dem globalen Durchschnitt von 16 Geburten pro 1.000 Einwohnern.
[Originalartikel ↗](https://www.businessinsider.com/countries-birth-rates-ranked)