Am 3. Dezember beginnt vor dem Hamburger Landgericht nun eine Prozessserie, die Rechtsgeschichte schreiben könnte. Angeklagt sind insgesamt 80 Personen, denen Straftaten im Rahmen der Proteste gegen den G20-Gipfel im Juli 2017 vorgeworfen werden. Es handelt sich um das sogenannte Rondenbarg-Verfahren. Benannt ist es nach einer Straße in Hamburg-Bahrenfeld. Dort hatten sich in den frühen Morgenstunden des 7. Juli 2017 Demonstrant*innen versammelt, um gemeinsam den G20-Gipfel zu stören. Bei einem Polizeieinsatz wurden zahlreiche Aktivist*innen verletzt, einige von ihnen schwer. Es wurden aber nur die Demonstrant*innen angeklagt. Einer der Verteidiger eines Angeklagten im G20-Prozess ist der Rechtsanwalt Matthias Wisbar. Wir sprachen mit ihm über das anstehende G20-Verfahren.
AutorInnen: Tagesaktuelle Redaktion
Radio: corax, Halle im www
Produktionsdatum: 22.10.2020
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