Wie fühlt es sich eigentlich an, wenn Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie plötzlich Teil des eigenen Lebens werden? Was braucht es, um in einem zunächst fremden System wirklich anzukommen? Und was macht den Unterschied zwischen untergebracht oder behandelt werden und sich angenommen fühlen?
In dieser besonderen Folge von „Kinderschutz im Dialog – der Systemversteher-Podcast“ spricht Alexandra Voss mit Ina, einer Bewohnerin aus unserem Systemversteher-Verbund.
Ina nimmt uns mit in ihre ganz persönliche Perspektive. Sie erzählt von ihrer Aufnahme, von ihren Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen unseres Verbundes und von ihrem Weg durch das Heilpädagogisch-Psychotherapeutische Zentrum mit Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie die Jugendhilfe.
Dabei geht es weniger um Strukturen, Diagnosen oder Zuständigkeiten sondern um das, was für Ina entscheidend war und ist Bindung. Beziehung. Vertrauen. Ankommen. Und das Gefühl, als Mensch angenommen zu werden.
Gemeinsam sprechen wir darüber, warum tragfähige Beziehungen aus ihrer Sicht eine wesentliche Grundlage dafür sind, dass Therapie und Jugendhilfe überhaupt wirken können.
Mit dieser Folge verfolgt Ina selbst ein besonderes Anliegen: aufzuklären und Hemmnisse abzubauen.
Sie möchte gerade Menschen erreichen, die bislang keinen Kontakt mit Jugendhilfe oder Kinder- und Jugendpsychiatrie hatten und vielleicht Angst davor haben, therapeutische Hilfe anzunehmen.
Denn Hilfe in Anspruch zu nehmen bedeutet nicht, gescheitert zu sein. Manchmal bedeutet es zunächst, einen Ort und Menschen zu finden, bei denen man ankommen darf.
Eine Folge über Hilfesysteme aus einer Perspektive, über die viel zu häufig gesprochen wird, anstatt sie selbst sprechen zu lassen.
Diesmal sprechen wir nicht über einen jungen Menschen. Wir sprechen mit Ihr!