Kleine Patienten, große Themen – Kinderchirurgie im Gespräch

Kleine Patienten, große Themen – Kinderchirurgie im Gespräch

By Kinderchirurgie BrandenburgMedicineHealth & Fitness
Download on the App Store

Kleine Patienten, große Themen – Kinderchirurgie im Gespräch episodes

  • Internationaler Konsens zur endoskopischen Pilonidalsinus-Behandlung

    Die vorliegenden Quellen behandeln die Behandlung der chronischen Pilonidalsinuserkrankung (PSD) und konzentrieren sich insbesondere auf die minimal-invasive Endoskopische Pilonidalsinusbehandlung (EPSiT) als Alternative zu konventionellen Verfahren. Eine internationale Delphi-Konsensstudie legt Expertenempfehlungen für die Anwendung von EPSiT fest, wobei Bereiche wie die routinemäßige präoperative Antibiotikagabe und die Notwendigkeit der Integration des Verfahrens in chirurgische Ausbildungsprogramme konsolidiert werden. Im Vergleich zu traditionellen Operationstechniken weist EPSiT Vorteile wie eine schnellere Genesung, geringere Komplikationsraten und weniger Schmerzen auf, auch wenn die kurzfristigen Rezidivraten vergleichbar sind. Eine separate Studie untersuchte die frühen Ergebnisse einer kombinierten Behandlung, bei der EPSiT mit der Lasersinusablation (SiLaC®) kombiniert wurde. Diese Kombination zeigte in einer Kohorte von 83 Patienten eine sehr niedrige Rezidivrate (3,6 %) und eine schnelle Heilung innerhalb von durchschnittlich 17 Tagen, was ihre Sicherheit und Wirksamkeit für primäre und rezidivierende Fälle unterstreicht. Insgesamt fördern die Ergebnisse die stärkere Akzeptanz und Standardisierung minimal-invasiver Techniken in der Chirurgie der Pilonidalsinus.

    18 min
  • RAND/UCLA Angemessenheitsmethode

    Benutzerhandbuch aus dem Jahr 2001, das die RAND/UCLA Angemessenheitsmethode (RAM) beschreibt, ein systematisches Verfahren zur Bewertung der Nutzung medizinischer und chirurgischer Eingriffe. Diese Methode, eine Modifikation der Delphi-Technik, stützt sich auf eine umfassende Literaturrecherche und die Bewertung spezifischer klinischer Szenarien (Indikationen) durch ein Expertengremium. Die Eingriffe werden anhand des Verhältnisses von Nutzen zu Schaden als angemessen, unsicher oder unangemessen eingestuft, wobei auch die Uneinigkeit der Sachverständigen eine zentrale Rolle spielt. Darüber hinaus verwendet die RAM strengere Kriterien, um die Notwendigkeit von Verfahren zu messen und so sowohl Über- als auch Unterversorgung zu ermitteln. Das Handbuch liefert detaillierte Anweisungen zur Durchführung des RAM-Prozesses, von der Zusammenstellung des Panels bis hin zur Nutzung von Software-Tools für die Datenanalyse in retrospektiven Studien oder zur Entwicklung prospektiver Entscheidungshilfen. Es werden auch methodologische Fragen wie die Zuverlässigkeit der Ergebnisse und die Auflösung von Inkonsistenzen behandelt, um die Validität der Kriterien sicherzustellen.

    19 min
  • Operation und Ergebnisse von Leistenhernien bei Jugendlichen

    Die bereitgestellte Quelle ist ein wissenschaftlicher Artikel mit dem Titel „Surgical methods and outcomes of inguinal hernia repair in children, adolescents and young adults in a retrospective cohort study“ (Chirurgische Methoden und Ergebnisse der Leistenhernienreparatur bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in einer retrospektiven Kohortenstudie), der sich mit der Behandlung von Leistenhernien in dieser Altersgruppe befasst. Die retrospektive Kohortenstudie untersuchte 3249 Patienten unter 25 Jahren in China, die zwischen 2015 und 2021 operiert wurden, um chirurgische Methoden und langfristige Ergebnisse wie Reoperation und postoperative Komplikationen zu analysieren. Es wurde festgestellt, dass die laparoskopische Sakus-Hochligatur die dominierende Methode bei jüngeren Kindern (unter 13 Jahren) war, während bei älteren Patienten offene und laparoskopische spannungsfreie Reparaturen häufiger angewandt wurden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sowohl der laparoskopische als auch der offene Ansatz sicher und wirksam waren, mit einer niedrigen Inzidenz von Komplikationen und Reoperationen. Zudem identifizierte die Studie Alter unter 3 Jahren, unilaterale Hernie und Anämie als unabhängige Risikofaktoren für eine Reoperation.

    22 min
  • Präoperative Betreuung in der Kinderchirurgie: Stressreduktion und Sicherheit

    Beschreibung: In dieser Folge spricht Dr. Carlos A. Reck, Chefarzt der Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Brandenburg, über die sensible Phase der Operationsvorbereitung bei Kindern. Gemeinsam mit dem Moderator wird erläutert, warum Kinder anders auf den OP-Prozess reagieren als Erwachsene und wie man Ängste, Stress und medizinische Risiken verringern kann.

    Themen der Folge:

    • Warum präoperative Vorbereitung bei Kindern so entscheidend ist
    • Idealer Zeitpunkt der OP-Freigabe
    • Wichtige Punkte in der Anamnese und Risikoerfassung
    • Wann Blutabnahmen wirklich nötig sind
    • Umgang mit Atemwegsinfekten vor einer geplanten Operation
    • Aktuelle Empfehlungen zu Nüchternzeiten
    • Kommunikation mit Eltern und Kindern zur Stressvermeidung

    Ziel der Folge: Eltern und medizinischem Personal einen klaren, praxisnahen Überblick geben, wie gute Vorbereitung die Sicherheit und das Wohlbefinden von Kindern im Operationsprozess verbessert.

    4 min
  • Gezielte Therapien für Infantile Hämangiome: Fortschritte und Strategien

    Dieser wissenschaftliche Artikel erörtert die jüngsten Fortschritte bei gezielten Therapien für infantile Hämangiome (IHs) und beleuchtet die Herausforderungen herkömmlicher medikamentöser Behandlungen wie Propranolol, die systemische Nebenwirkungen verursachen können. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung zielgerichteter Wirkstoffabgabesysteme – einschließlich passiver und aktiver Targeting-Strategien unter Verwendung verschiedener Nanoträger wie Liposomen und Nanopartikel – um die Wirksamkeit zu steigern und die Nebenwirkungen zu reduzieren. Die Autoren stellen die Vorteile dieser gezielten Formulierungen dar, wie etwa die konzentrierte Lokalisierung des Medikaments am Läsionsort, die verlängerte Freisetzungszeit und die verbesserte Biokompatibilität. Obwohl die besprochenen gezielten Wirkstoffe derzeit nur in präklinischen Studien untersucht werden, bietet der Artikel einen Überblick übe

    20 min
  • Harmonisierte Terminologie der Kolonmotorik

    Das Expert Consensus Document präsentiert die Ergebnisse eines internationalen Konsenses, der ins Leben gerufen wurde, um die Terminologie und Definitionen der Dickdarmmotilität bei Tieren und Menschen zu harmonisieren, die mit manometrischen und anderen Techniken untersucht werden. Die Autoren stellen fest, dass Veränderungen der Dickdarmmotorik bei verschiedenen Darmerkrankungen eine Rolle spielen, aber unser Verständnis normaler Bewegungsmuster begrenzt ist und durch unterschiedliche Studientechniken und Protokolle erschwert wird. Der Bericht diskutiert eingehend myogene und neurogene Bewegungsmuster in isolierten Dickdarmpräparaten von Tieren und Menschen sowie in vivo bei Erwachsenen und Kindern, wobei er die Möglichkeiten und Grenzen von Hochauflösungsmanometrie (HRM) und nicht-manometrischen Methoden wie Szintigraphie und MRT untersucht. Ziel des Konsenses war es, ein gemeinsames konzeptionelles Verständnis zu fördern und die Forschung sowie die Entwicklung neuer Therapien für Motilitätsstörungen zu unterstützen.

    21 min
  • ERAS Leitlinien Neonatale Darmchirurgie

    Diese wissenschaftliche Übersicht präsentiert die Konsensleitlinien für die perioperative Versorgung bei neonataler Darmchirurgie (Enhanced Recovery After Surgery, ERAS), entwickelt von einer multidisziplinären internationalen Gruppe. Da es zuvor keine ERAS-Leitlinien speziell für die Pädiatrie gab, wurde dieses Dokument erstellt, um die Versorgungsqualität bei Darmresektionen bei Neugeborenen zu verbessern. Die Autoren verwendeten einen rigorosen Ansatz, der systematische Überprüfungen, gezielte Suchen und Expertenkonsens umfasste, um siebzehn abschließende Empfehlungen zu entwickeln. Diese Empfehlungen decken Bereiche wie antibiotische Prophylaxe, Schmerzbehandlung, Temperaturkontrolle und Ernährungsversorgung ab. Obwohl die unterstützende Evidenz oft von geringer bis mäßiger Qualität ist, soll diese Leitlinie eine Grundlage für zukünftige ERAS-Entwicklungen in der pädiatrischen Chirurgie bilden.

    19 min
  • Developing pediatric surgery in low- and middle-income countries

    Der akademische Artikel „Developing pediatric surgery in low- and middle-income countries“ von Marilyn W. Butler untersucht und bewertet verschiedene zeitgenössische Modelle für Bildung und Patientenversorgung in der pädiatrischen Chirurgie in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen (LMICs). Er beleuchtet zunächst den enormen, oft unerfüllten Bedarf an chirurgischer Versorgung für Kinder in diesen Regionen, wobei statistische Diskrepanzen bei der Verfügbarkeit von Gesundheitsfachkräften und Ressourcen hervorgehoben werden. Anschließend erörtert der Text die Vorteile und Nachteile unterschiedlicher Hilfsmodelle, darunter kurzfristige chirurgische Einsätze, Partnerschaften und akademische Kooperationen sowie der Einsatz von Telemedizin. Ein zentrales Anliegen ist die Entwicklung lokaler Kapazitäten zur Schaffung nachhaltiger chirurgischer Versorgung, wobei der Artikel auch die ethischen Bedenken im Zusammenhang mit humanitären chirurgischen Bemühungen anspricht.

    27 min
  • Diagnose und Therapie Funktioneller Verstopfung bei Kindern - ESPGHAN und NASPGHAN

    Die klinische Leitlinie zur Bewertung und Behandlung der funktionellen Obstipation bei Säuglingen und Kindern, erstellt von der ESPGHAN und NASPGHAN. Sie präsentiert evidenzbasierte Empfehlungen und Algorithmen für die diagnostische Abklärung und therapeutische Strategien. Die Autoren diskutieren die Definition der Obstipation anhand der Rom-III-Kriterien, untersuchen den Nutzen verschiedener diagnostischer Tests wie die rektale Untersuchung und die Kolontransitzeitmessung und geben Empfehlungen für medikamentöse und nicht-medikamentöse Behandlungen, wobei Polyethylenglykol (PEG) als Erstlinientherapie bei Stuhlimpaktion und als Erhaltungstherapie bevorzugt wird. Darüber hinaus werden Prognosefaktoren erörtert und die Indikationen für fortgeschrittene Verfahren bei hartnäckiger Obstipation, wie die Kolonmanometrie und antegrade Einläufe, beleuchtet.

    28 min
  • Anorektale Fehlbildungen: Praxisübersicht für Kinderärzte

    Anorektale Fehlbildungen (ARM) betreffen etwa 1 von 5000 Neugeborenen und

    erfordern eine spezialisierte, langfristige Betreuung. Eine sachgerecht e Diagnostik

    umfasstdasVAC TERL-Screening, bildgebende Verfahren und die Evaluation von Sakrum

    und Rückenmark. Die Krickenbeck-Klassifikation ermöglicht eine präzise Einteilung

    und Prognoseabschätzung. Während die operative Korrektur in spezialisierten Ze ntren

    erfolgen sollte , kommt der postoperativen Langzeitbetreuung durch Kinderärzte

    entscheidende Bedeutung zu. Strukturierte Darmmanagement-Pr ogramme zeigen

    nach weislich signifikante Verbesserungen der Kontinenzrat en und Lebensqualität

    bei gleichzeitiger Reduktion von Notaufnahmebesuchen und Gesundheitskosten. Ein

    multidisziplinärer Ansatz mit prokinetischen Medikamenten, Vermeidung chronischer

    Obstipation und psychosozialer Unterstützung ist essenziell für gute funktionelle

    Ergebnisse. Auch bei anhaltender Inkontinenz bestehen therape utische Optionen zur

    Erreichung sozialer Kontinenz.

    24 min

About Kleine Patienten, große Themen – Kinderchirurgie im Gespräch

From the publisher's feed

In diesem Podcast der Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Brandenburg sprechen wir über das, was uns jeden Tag bewegt: Kinder, ihre Familien und die Kunst, Chirurgie mit Herz und Verstand zu…