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Es ist der Morgen des 30. Juli 2012 in der kanadischen Provinz Québec, als der Wirtschaftsprüfer Michelle Juvro in einer unspektakulären roten Backsteinhalle in Saint Louis de Blanford eine Inventur durchführt. Er klettert an einem Turm aus Metallfässern hinauf, stürzt beinahe ab und bemerkt, dass sich ein Fass stark bewegt, weil es völlig leer ist. Daraufhin entdeckt er weitere leere Fässer, während bei manchen anderen beim Öffnen nur klares Wasser statt Ahornsirup zum Vorschein kommt.
Am Ende wird das ganze Ausmaß der Tat klar: Der Inhalt von fast 10.000 Fässern ist verschwunden. Das sind fast drei Millionen Kilogramm Ahornsirup im Wert von über 18 Millionen kanadischen Dollar. Die Täter hatten die Fässer in einer gigantischen Logistik-Operation über fast ein Jahr lang unbemerkt geleert, mit Wasser gefüllt und einfach wieder zurückgestellt.
In dieser Folge sprechen Bastian und Kerstin über den legendären „Great Canadian Maple Syrup Heist“. Sie beleuchten, wie eine Organisation in Québec den globalen Ahornsirup-Markt mit Quoten wie ein Kartell kontrolliert. Zudem werfen sie einen Blick auf die Täter – wie den Insider Avic Caron –, die diesen unfassbaren Diebstahl durchzogen und den Sirup über ein illegales Netzwerk auf dem Schwarzmarkt verkauften.
Punktesammeln beim Einkaufen kennt jeder – aber was passiert, wenn die Belohnung plötzlich ein militärischer Senkrechtstarter ist? In dieser Folge sprechen Kerstin und Bastian über einen der kuriosesten Rechtsstreite der Wirtschaftsgeschichte: den Fall Leonard v. Pepsico.
Mitte der 1990er-Jahre, auf dem Höhepunkt des legendären „Cola-Kriegs“, startete Pepsi die Werbekampagne „Pepsi Stuff“. In einem TV-Spot landete ein Jugendlicher mit einem echten AV-8B Harrier-Kampfjet auf dem Schulhof – Kaufpreis laut Einblendung: 7.000.000 Pepsi Points.
Was die Marketingabteilung als offensichtliche Übertreibung gedacht hatte, nahm der 21-jährige BWL-Student John Leonard wörtlich. Nach gründlichem Studium des Kleingedruckten fand er die Lücke: Fehlende Punkte ließen sich legal für jeweils 10 Cent dazukaufen. Zusammen mit Investoren trieb er 700.000 Dollar auf, schickte die vorgeschriebenen 15 echten Punkte samt Scheck an Pepsi und forderte seinen Jet.
Stell dir vor, du sitzt in einem gewöhnlichen Aluminium-Gartenstuhl aus den 80er Jahren. Doch anstatt im Garten zu entspannen, bist du an 42 riesige, heliumgefüllte Wetterballons geschnallt und fliegst fast 5.000 Meter hoch über Los Angeles. Die Episode "Podcast Klingt Erfunden? " beleuchtet genau dieses unglaubliche Ereignis.Diesen verrückten Traum erfüllte sich der 33-jährige Lkw-Fahrer Larry Walters am 2. Juli 1982. Ausgerüstet mit Wasserkanistern als Ballast, einem Fallschirm, einem CB-Funkgerät, einer Luftpistole, Sandwiches und einem kühlen Bier startete er seinen absurden Flug mit dem bei Sears gekauften Stuhl namens "Inspiration I". Was als Ausflug geplant war, endete im kontrollierten Luftraum, wo er in 16.000 Fuß Höhe von ungläubigen Piloten einer TWA- und Delta-Maschine gesichtet wurde.Bastian und Kerstin sprechen über einen der skurrilsten Momente der Luftfahrtgeschichte. Wir klären, warum Larry wegen seiner schlechten Augen nicht Pilot der Air Force werden konnte, wie er den Sinkflug mit der Waffe einleitete und welches tragische Ende diese wahre Geschichte durch seinen Suizid im Jahr 1993 nahm.
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Über 40 Tatorte, sechs Morde, drei Länder, 14 Jahre – und immer dieselbe DNA. Acht Jahre lang jagt die Polizei eine Frau, die niemand je gesehen hat. Die Auflösung ist absurder, als jeder Krimi es sich trauen würde.
25. April 2007, Theresienwiese Heilbronn: Die Polizistin Michèle Kiesewetter wird in ihrem Streifenwagen erschossen, ihr Kollege schwer verletzt. Am Tatort findet sich die DNA einer unbekannten Frau – und diese Spur taucht plötzlich überall auf: bei Morden, Einbrüchen und Autodiebstählen in Deutschland, Österreich und Frankreich, zurück bis ins Jahr 1993. Auf einem angebissenen Keks, einer Spielzeugpistole, einer Heroinspritze im Wald.
Bastian legt Kerstin die Fakten wie Indizien vor, und Kerstin rät als Hobby-Profilerin mit: Profi-Killerin? Zwillinge? Oder ein Fehler im System? Am Ende steht die teuerste Fahndung nach einer einzelnen Täterin in der deutschen Kriminalgeschichte, ein unbequemes Kapitel über ethnisches Profiling – und eine Wendung, die den eigentlichen Mord in ein ganz anderes Licht rückt.
Dixon, Illinois – eine beschauliche Kleinstadt mit rund 15.000 Einwohnern, bekannt als Heimatort von Ronald Reagan. Eigentlich ein Ort, an dem man sich kennt und vertraut. Doch über zwei Jahrzehnte hinweg fehlte der Stadtkasse an allen Ecken und Enden das Geld: Schlaglöcher blieben offen, der Polizei fehlte Ausrüstung und die Mitarbeiter warteten vergeblich auf Gehaltserhöhungen. Die Erklärung kam stets von derselben Person: Rita Crundwell, der geschätzten und allseits beliebten Finanzchefin im Rathaus. Angeblich ließ der Bundesstaat Illinois mit den Überweisungen auf sich warten.
Was niemand ahnte: Während die Gemeinde sparte, baute sich Rita mit gestohlenen Steuergeldern heimlich ein millionenschweres Luxusleben auf.
In dieser Episode rollen Bastian Brockmann und Kerstin Keller den unglaublichen Fall auf: Wie konnte eine einzelne Beamtin 22 Jahre lang völlig unbemerkt 53,7 Millionen Dollar veruntreuen? Warum flog das System erst auf, als Rita einmal länger in den Urlaub fuhr? Und wieso sorgte ihre vorzeitige Haftentlassung während der Pandemie für eine zweite Schockwelle in Dixon?
Bastian nimmt Kerstin in dieser Folge mit auf einen Trip in seine Jugend – und an einen der extremsten Orte der Welt: das kalifornische Death Valley. Während Bastian von nächtlichen Zeltlagern auf kochend heißem Asphalt, einer abenteuerlichen Jugendreise ohne Eltern und heimlich gekauftem Alkohol erzählt, geht es im Kern um eines der größten Naturrätsel der letzten 100 Jahre.
Mitten in dieser lebensfeindlichen Wüste liegt ein ausgetrockneter See, die sogenannte Racetrack Playa. Das Bizarre: Auf dieser absolut flachen Ebene liegen Hunderte schwere Felsbrocken, einige davon über 300 Kilo schwer, die sich scheinbar wie von Geisterhand bewegen. Sie hinterlassen bis zu 100 Meter lange Schleifspuren im harten Wüstenboden. Doch das Unheimliche daran ist: Nirgendwo um die Steine herum sind Fußabdrücke von Menschen, Reifen- oder Tierspuren zu sehen.
Jahrzehntelang rätselten Wissenschaftler, Geologen und Verschwörungstheoretiker über das Phänomen. Waren es Aliens? Unerforschte Magnetfelder? Oder ein gigantischer Streich? In dieser Folge lüften Bastian und Kerstin das Geheimnis und klären auf, welches völlig absurde Zusammenspiel der Natur nötig ist, um massive Felsbrocken in einer trockenen Wüste zum Segeln zu bringen.
Stell dir vor, du bist U-Bahn-Fahrer auf deiner letzten Schicht. Es ist kurz nach Mitternacht, der Zug ist leer und du erreichst die Endstation. Doch anstatt anzuhalten, durchbricht die Bahn den Prellbock und schießt über das Ende des zehn Meter hohen Viadukts hinaus.
Genau das passierte in der Nacht auf den 2. November 2020 in der niederländischen Stadt Spijkenisse. Doch statt in die Tiefe zu stürzen, wurde der vordere Waggon in der Luft aufgefangen – von der gigantischen Flosse einer Walschwanz-Skulptur. Das absolut Absurde daran: Das Kunstwerk bestand nicht aus massivem Beton, sondern lediglich aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Wie durch ein Wunder hielt die Konstruktion, die dort bereits seit fast 20 Jahren stand, dem Gewicht des tonnenschweren Zuges stand und rettete dem Fahrer das Leben. Da Episodenbeschreibungen der wichtigste Weg sind, um Hörern zu vermitteln, worum es in der Folge geht, rollen wir diesen unfassbaren Zufall hier komplett auf!
WICHTIGER HINWEIS: Das surreale Foto des Zuges, der auf der Walflosse balanciert, packen wir euch diese Woche auf Instagram. (@klingt.erfunden) Das müsst ihr mit eigenen Augen sehen!
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Wir reisen in die frühen 2000er Jahre – mitten in die exklusivsten und reichsten Wein-Zirkel von Los Angeles und New York. Plötzlich taucht dort ein schüchterner, aber unfassbar reicher junger Mann namens Rudy Kurniawan auf. Er schmeißt mit Geld nur so um sich, lädt Hollywood-Größen zu sündhaft teuren Dinner-Abenden ein und besitzt ein "fotografisches Geschmacksgedächtnis", das selbst die erfahrensten Sommeliers sprachlos macht.
Die Elite liebt ihn und gibt ihm den Spitznamen "Dr. Conti". Als Rudy anfängt, seine eigene, gigantische Sammlung seltener Vintage-Weine zu versteigern, reißen ihm die Milliardäre die Flaschen aus den Händen. Allein im Jahr 2006 verkauft er Wein für unfassbare 35 Millionen Dollar. Doch die Legende beginnt zu bröckeln, als ein französischer Winzer einen Blick in den Auktionskatalog wirft und eine Flasche seines eigenen Weinguts entdeckt...
In dieser Folge entkorken Bastian und Kerstin einen der dreistesten Betrugsfälle der Geschichte.
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Hast du auch schon mal bei McDonald's die kleinen Monopoly-Sticker von deinem Burger-Karton abgezogen und auf den Hauptgewinn gehofft? In den 90er Jahren war dieser Traum für Millionen von Amerikanern eine reine Illusion. Zwischen 1995 und 2001 lag die Chance auf einen der Hauptgewinne in den USA nämlich praktisch bei null. Der Grund: Das berühmteste Gewinnspiel der Welt wurde manipuliert – und zwar direkt von innen heraus.
In dieser Folge nehmen euch Bastian und Kerstin mit in einen der dreistesten Betrugsfälle der US-Geschichte. Jerome Jacobson, alias „Uncle Jerry“, war ausgerechnet der Sicherheitschef der Agentur Simon Marketing, die für den Druck und die Verteilung der Monopoly-Lose zuständig war. Sein Job war es, die Millionen-Gewinne zu beschützen. Stattdessen schmuggelte er die wertvollsten Sticker unbemerkt an den Wachen vorbei und baute ein landesweites Netzwerk aus falschen Gewinnern auf, in das am Ende sogar die Mafia verwickelt war.
Erfahrt, wie das FBI durch einen mysteriösen Anruf auf die Spur des kriminellen Netzwerks kam, die Verdächtigen mit einer gefälschten Dokumentarfilm-Crew überführte und warum dieser gigantische Skandal heute fast völlig vergessen ist.
DISCLAIMER: Die Geschichte ist aus den 90ern und wahr, das Unternehmen wurde selbst zum Opfer! Doch keine Sorge, heutzutage ist das Monopoly Spiel bei McDonalds nicht mehr manipuliert.
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Wir reisen nach Sofia, Bulgarien, ins Jahr 2017. Bulgarien befand sich zu dieser Zeit in einem massiven wirtschaftlichen Umbruch zwischen postsozialistischer Vergangenheit und digitalem Europa, geprägt von Frustration über Korruption und langsame Justiz. Genau in diesem Klima entwickelte sich in Sofia eine Generation hochqualifizierter junger Informatiker, die auf Weltklasse-Niveau programmierten, aber nur einen Bruchteil ihrer westlichen Kollegen verdienten.
Einer dieser jungen Köpfe oder eine Gruppe dahinter erkannte eine gigantische Lücke im System von Spotify: das sogenannte Pro-Rata-Modell. Statt Einnahmen direkt an die Hörer eines Songs auszuzahlen, wandern alle Abo-Gebühren in einen großen Topf, der prozentual nach den weltweiten Gesamt-Streams aufgeteilt wird.
Die mutmaßlichen Betrüger bauten daraufhin eine schier unfassbare Infrastruktur auf. Sie mieteten 1.200 Premium-Accounts bei Spotify und ließen diese rund um die Uhr laufen. Um maximale Effizienz und möglichst viele Streams zu generieren, produzierten sie Hunderte eigene, exakt 31 Sekunden lange Lieder – genau die magische Grenze, ab der ein Stream bei Spotify gezählt wird und Tantiemen auslöst.
In dieser Folge sezieren Bastian und Kerstin einen der raffiniertesten digitalen Betrugsfälle der Streaming-Ära und stellen die Frage, was dieser Vorfall eigentlich über die Fairness des modernen Musikmarktes aussagt.
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