Kommunismusgeschichte

Kommunismusgeschichte

By Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-DiktaturHistory
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Kommunismusgeschichte episodes

  • »Was für ein Teufelspack«: Die Deutsche Operation des NKWD in Moskau und im Moskauer Gebiet 1936 bis 1941
    Auf der Grundlage von über 700 im Staatsarchiv der Russischen Föderation aufbewahrten Strafakten stellt der Historiker Alexander Vatlin Verlauf und Auswirkung der »Deutschen Operation« des NKWD in Moskau und dem Moskauer Gebiet dar. Mit ihr begann 1937 der »Große Terror«, der nach dem Überfall der Wehrmacht auf die UdSSR eine Neuauflage erlebte. Alexander Vatlin hat die Geheimdienstaktion zur Bekämpfung der »hinterlistigen Machenschaften der ausländischen Spione« akribisch recherchiert und dabei zahlreiche Einzelschicksale von Politemigranten und Facharbeitern sowie ihren Familienangehörigen dokumentiert.
    Vortrag von Prof. Dr. Alexander Vatlin und anschließendes Gespräch mit Dr. Ulrich Mählert von der Bundesstiftung Aufarbeitung.
    1 hr 38 min
  • Deine Schnauze wird dir in Sibirien zufrieren
    Wie liest sich große Geschichte im Leben eines Einzelnen? Was erinnert ein Arbeiter aus Lichtenberg vom vergangenen Jahrhundert? Als Zeitzeuge, Idealist und politischer Akteur schildert Erwin Jöris (1912-2013) sein Jahrhundert zwischen Weltrevolution, Illegalität, Krieg, Utopie und Enttäuschung. Ein Leben immer mitten in den politischen Brennpunkten: in den Straßenschlachten der untergehenden Weimarer Republik, im Widerstand gegen Hitler, als Konzentrationslager-Häftling, in der sowjetischen Aufbau-Euphorie und dem Großem Terror Stalins, ausgeliefert von der Lubjanka an die Gestapo, als Wehrmachtssoldat vor Moskau und in russischer Kriegsgefangenschaft, im Ruinen-Berlin mit früher DDR-Hoffnung und einem NKWD-Urteil: 25 Jahre Gulag im ewigen Eis. Der Schweizer Historiker Dr. Andreas Petersen hat das Leben des hundertjährigen Erwin Jöris in die Zeit eingebettet, die Interviews in den Archiven von Berlin, Moskau bis Swerdlowsk nachrecherchiert, Weggefährten befragt und diesen Lebensstoff mit der neueren Forschungsliteratur gegengelesen. Zur Buchvorstellung las A. Petersen aus dem Buch und unterhielt sich mit Ernest Wichner (Leiter des Literaturhauses Berlin) über das Buch und das Leben Erwin Jöris'.
    1 hr 17 min
  • Stalinistischer Terror in der Volksrepublik Polen. Vortrag von Piotr Madajczyk
    Der polnische Historiker Piotr Madajczyk (Warschau) sprach in seinem Vortrag über den stalinistischen Terror in der Volksrepublik Polen. Spätestens mit der Vereinigung von Kommunisten und Sozialisten im Dezember 1948 waren die letzten Hindernisse auf dem Weg zur Diktatur beseitigt. Unter ihrem Generalsekretär Bolesław Bierut, der selbst Gegenstand eines pompösen Personenkultes wurde, überzogen die Kommunisten das Land mit Terror und Gewalt.
    1 hr 31 min
  • »Norman Naimark: Stalin und der Genozid«
    Norman Naimark, Professor an der Stanford-Universität sprach über sein Buch "Stalin und der Genozid" (Suhrkamp 2010). In seinem Vortrag rekapitulierte er die Geschichte des Genozid-Konzepts und erläuterte die Zusammenhänge zwischen den Massentötungen in der Sowjetunion der 1930er und der politischen Linie bzw. dem Vorgehen Stalins. Naimark begründete seine Überzeugung, dass die stalinistischen Verbrechen als Genozid anzusehen und im Vergleich mit denen Hitlers und der Nazis zu betrachten seien.
    1 hr 33 min
  • Unüberwindbar? Vom Umgang mit der Teilung in Korea
    Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur hatte gemeinsam mit der Botschaft der Republik Korea zu einer Veranstaltung eingeladen, in der mit einer Podiumsdiskussion der Blick über den europäischen Tellerrand gewagt und die Situation auf der koreanischen Halbinsel thematisiert wurde. Im Zentrum stand der aktuelle Umgang mit der koreanischen Teilungsgeschichte sowie die wechselseitigen Beziehungen von Süd-und Nordkorea: Wie nehmen sich beide Staaten wechselseitig wahr? Wie werden die Menschenrechtsverletzungen und die Situation im kommunistischen Norden in Südkorea thematisiert? Welche Rolle spielen die Flüchtlinge aus Nordkorea? Welche Bedeutung besitzt der Korea-Krieg heutzutage in der öffentlichen Wahrnehmung? Existieren Planungen zur Überwindung der Teilung und wenn ja, welche? Begrüßung: Hartmut Koschyk Impressionen aus Nordkorea von Dr. Bernhard Seliger Podiumsgespräch mit Hartmut Koschyk, Kim Young-Il, Dr. Bernhard Seliger und Dr. des. You Jae Lee. Moderation: Dr. Jens Hüttmann
    2 hr 6 min
  • Traditionen widerständigen Verhaltens gegen die kommunistische Diktatur in der Frühzeit von SBZ und DDR
    Die Friedliche Revolution ist unbestritten das herausragende Ereignis der deutschen Freiheitsbewegungen. Aber sie ist auch der Schlusspunkt einer Vielzahl von Widerstandsaktionen, die die Errichtung der kommunistischen Diktatur in SBZ und DDR Zeit ihres Bestehens begleiteten. Viele der Akteure aus den 1940er/1950er Jahren, die ihr Eintreten für demokratische Rechte mit langen Haftstrafen bezahlten, sind im Laufe der Jahrzehnte in den Hintergrund getreten. Mit dieser Veranstaltung, auf der Protagonisten des frühen Widerstands über ihre Erfahrungen und Motivationen berichteten, wurden die Traditionen widerständigen Verhaltens in SBZ und DDR fokussiert. Podiumsgespräch mit: Achim Beyer, Roland Bude, Dr. h.c. Karl Wilhelm Fricke und Erich Loest. Moderation: Jaqueline Boysen
    2 hr 8 min
  • »Peking 2008: Fröhliche Spiele ohne Menschenrechte?«
    Nach der Vergabe der olympischen Sommerspiele an Peking erklärte das IOC, es werde die Menschenrechtslage in China beobachten und die Beachtung fundamentaler Rechte fordern. Aber die Kritik an Menschenrechtsverstößen in China hält weiter an. Weder sind die Verantwortlichen für das Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1989 zur Verantwortung gezogen worden, noch lässt China sich ernsthaft zur Einhaltung der Bürger- und Menschenrechte bewegen. Mit der Veranstaltung sollte der Frage nachgegangen werden, inwieweit die Olympischen Spiele tatsächlich ein Beitrag für Demokratie und Menschenrechte in China sein können, oder ob eine internationale Aufwertung der chinesischen Führung ohne echte demokratische Zugeständnisse zu befürchten ist. Podiumsgespräch mit: Prof. Ines Geipel, Dr. Harald Maass, Prof. Walther Tröger, Lea Zhou. Moderation: Friedhard Teuffel.
    1 hr 54 min
  • Kaltgestellt - Intellektuelle in den Knast
    Als 1956 in der Sowjetunion unter Chruschtschow eine Entstalinisierung eingeleitet wird, sehen auch junge Intellektuelle in der DDR die historische Chance, mit dem bisherigen Sozialismus sowjetischer Prägung zu brechen. Aber mit der Niederschlagung der ungarischen Revolution im November 1956 hat sich das kurze »Tauwetter« in der DDR verzogen. Wenige Jahre nach dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953 antwortet Ulbricht seinen Kritikern mit Schauprozessen. Von den Parteidogmen abweichende Meinungen werden zu Staatsverbrechen erklärt. Gustav Just geriet als stellvertretender Chefredakteur der kulturpolitischen Zeitung »Sonntag« 1957 in den Strudel der so genannten »Harich-Janka-Verschwörung« und wurde zu vier Jahren Haft verurteilt. Auch Erich Loest hoffte auf eine Entstalinisierung in der DDR und einen menschlichen Sozialismus. Dafür sollte er teuer bezahlen: Sieben Jahre Zuchthaushaft in Bautzen. In seinem Buch »Prozesskosten« beschreibt Loest nicht nur eindrucksvoll und fesselnd die Ereignisse, die zu seiner Verhaftung führten. Er stellt seine persönliche Geschichte auch in den historischen Kontext und schreibt mit fünfzig Jahren Abstand von der Zurichtung der DDR durch die Aburteilung einiger ihrer besten Köpfe.
    1 hr 22 min
  • 25 Jahre Solidarność
    Am 31. August 1980 setzten die polnischen Arbeiter nach langen Streiks die Gründung einer unabhängigen Gewerkschaft durch. Die Bilder selbstbewusster Frauen und Männer, die unter der Führung Lech Walesas mit dem Kruzifix in der einen und der Solidarność-Fahne in der anderen Hand die Diktatur in Polen herausforderten, gingen um die Welt. Neidvoll und ermutigt blickte die kleine DDR-Opposition nach Polen, dessen Entwicklung die SED mit Unmut und Sorge beobachtete. In der Bundesrepublik fiel es insbesondere Teilen der Linken schwer, »Solidarität mit Solidarność« zu üben - vielen war die Bewegung schlicht zu katholisch. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und das Deutsche Historische Museum erinnerten mit der Veranstaltung »25 Jahre Solidarność« an die Gründung der »Solidarität«, die nicht nur Polen auf den Weg der Demokratie geführt, sondern auch das politische Antlitz Europas mit verändert hat. Podiumsgespräch »Solidarität mit Solidarność? Die Reaktionen auf die unabhängige polnische Gewerkschaftsbewegung in West- und Ostdeutschland.« mit Wolfgang Templin, Irmchen Hemmerlein, Dr. Martin Jander, Dr. Kazimierz Wóycicki. Moderation: Dr. Ulrich Mählert.
    1 hr 21 min

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