Kontrafunk: Wirtschaft und Gesellschaft

Kontrafunk: Wirtschaft und Gesellschaft

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Kontrafunk: Wirtschaft und Gesellschaft episodes

  • Wirtschaft und Gesellschaft: Berlins Kultur braucht einen Neustart
    Frank Wahlig im Gespräch mit Robert Eschricht
    Die Deutsche Oper bekommt für jede Vorstellung pro Sitzplatz 225 Euro Subvention – zusätzlich zum Ticket. Die Volksbühne erhält 160 Euro pro Sitzplatz. Kulturpolitik in Berlin ist nicht unbedingt Kultur für die Berliner. Kultur in Berlin, das soll Schaufenster für die Republik sein. Die Bundesregierung finanziert mit etlichen Millionen die Kulturlandschaft. Der Senat von Berlin lässt Spielstätten renovieren, umbauen und erweitern. Wer soll das bezahlen? Vor allem: Muss das alles weiter bezahlt werden? Robert Eschricht, kulturpolitischer Sprecher der AfD im Berliner Abgeordnetenhaus, formuliert Ideen und Forderungen, wie der Wasserkopf der Kultur auf tragfähige Füße gestellt werden kann.



    56 min
  • Wirtschaft und Gesellschaft: Homeoffice am Ende? Warum die Rückkehr ins Büro zum Machtkampf wird
    Mercedes will seine Mitarbeiter wieder an vier Tagen pro Woche im Büro sehen. Bei der Allianz reichen vier gemeinsame Präsenztage im Monat. Zwei Konzerne, zwei völlig unterschiedliche Vorstellungen von moderner Arbeit. Doch wer liegt richtig? Macht Homeoffice produktiver und zufriedener – oder leiden Kreativität, Zusammenhalt und Karrierechancen? Und geht es bei der Rückkehr ins Büro tatsächlich um bessere Zusammenarbeit oder vor allem um Macht und Kontrolle? Der Wirtschaftsethiker Prof. Christoph Lütge von der Technischen Universität München hat sich mit diesen Fragen wissenschaftlich beschäftigt. Im Kontrafunk sprechen wir darüber, was die Forschung wirklich zeigt, warum gerade junge Mitarbeiter im Homeoffice verlieren könnten und wie viel Freiheit Unternehmen ihren Beschäftigten lassen sollten.
    49 min
  • Wirtschaft und Gesellschaft: Die Politik torpediert den Wohnungsbau
    Warum wird Wohnen immer teurer, und weshalb entstehen zu wenige neue Wohnungen? Ausgangspunkt ist Berlin: Einst standen Wohnungen leer, heute ist bezahlbarer Wohnraum knapp. Welche Rolle spielen Investoren, Spekulation, Ferienwohnungen und Migration? Unser Gast Jürgen Michael Schick, Ehrenpräsident des Immobilienverbands Deutschland, meint: Das zu geringe Angebot an Wohnungen liegt nicht an den Unternehmen. Es liegt an Bauvorschriften, Bürokratie und immer neuen Regeln, die Wohnungen teurer machen. Zugleich wehren sich Anwohner und Lobbygruppen gegen Neubau in der Nachbarschaft. Der Ausweg ins Eigenheim ist vielen zu teuer und angesichts gestiegener Zinsen und Baukosten unerreichbar. Oder konsumieren die Deutschen einfach an der falschen Stelle?


    56 min
  • Wirtschaft und Gesellschaft: Wer soll das alles noch bezahlen?
    Die Rechnung geht nicht mehr auf. Die Sozialausgaben steigen, Krankenkassen und Pflegeversicherung brauchen mehr Geld, der Bund überweist Jahr für Jahr weit über 100 Milliarden Euro an die Rentenversicherung. Gleichzeitig stagniert die Wirtschaft. Die Babyboomer gehen in Rente. Immer weniger Erwerbstätige müssen immer mehr Empfänger finanzieren. Ulrich van Suntum ist überzeugt, so kann es nicht weitergehen. Der Finanzwissenschaftler und emeritierte Professor für Volkswirtschaftslehre sagt: Der Sozialstaat ist in seiner heutigen Form auf Dauer nicht finanzierbar. Reformen müssten deshalb nicht irgendwann kommen, sondern jetzt.
    Im Gespräch geht es um eine Frage, die politisch schnell unangenehm wird: Lohnt sich Arbeit noch ausreichend, wenn Grundsicherung, Wohngeld und weitere Transfers zusammengerechnet werden? Van Suntum erklärt, warum er die bisherigen Reformen für unzureichend hält, warum Arbeit weniger belastet werden müsste – und wo der Staat Leistungen begrenzen sollte. Ein Gespräch über eine Rechnung, die lange vertagt wurde – und nun fällig wird.



    56 min
  • Wirtschaft und Gesellschaft: Europa, du kannst so hässlich sein...
    Der pathetischen Formeln, eine Krise dafür zu nutzen, Europa „stärker“ und „resilienter“ zu machen, gab und gibt es viele. Das bedeutet: Die einzelnen Staaten der Europäischen Union geben Rechte nach Brüssel ab. Ursula von der Leyen ist mächtiger und entschlossener als je ein Kommissionschef zuvor. So machtvoll und übergriffig war die EU noch nie. „Die Macht der EU-Kommission verhindert Freiheit, Unternehmertum und Wohlstand. Das Individuum wird immer unwichtiger“, sagt Prof. Reiner Osbild. Die EU regelt alles, von der Banane bis zur Pizza, macht gleich, was einmal den Charme des Eigenen hatte. Gibt es Auswege, gibt es Entwicklungen, die den Moloch EU einhegen können.


    56 min
  • Wirtschaft und Gesellschaft: „In Minenfeldern“ – Konservativ gegen den Zeitgeist
    Ausgehend von seinem Buch „In Minenfeldern. Als deutscher Autor in der Inneren Emigration“ spricht Werner Bräuninger über den Zustand des deutschen Konservatismus und seinen eigenen Blick auf die politische und kulturelle Entwicklung der Bundesrepublik. Er sieht die CDU seit Kohl und vor allem seit Merkel als entkernt und für die kulturelle Hegemonie der 68er mitverantwortlich, weil die Konservativen ihnen Universitäten, Medien und Bildung kampflos überlassen hätten. Philipp Bagus wirbt für ein rechtslibertäres Bündnis gegen den expandierenden Staat, während Bräuninger das eher für theoretisch hält, in der AfD die realistische Kraft sieht und trotz Zweifeln, ob die Zeit noch reicht, langfristig auf einen Stimmungsumschwung durch Alternativmedien, soziale Medien und einen „Marsch durch die Institutionen“ hofft.



    56 min
  • Wirtschaft und Gesellschaft: Die dunklen Seiten des Energiemarktes
    Strom kommt aus der Steckdose, und wie geht es weiter, wenn der Strom gebraucht und verbraucht wird? Da kommen die Energiedealer ins Spiel. Die baggern Handwerksbetriebe und Firmen an und versichern, sie würden dafür sorgen, dass der Verbraucher zuverlässige und vor allem günstige Energiepreise erhält. Das ist eine Lüge in ganz vielen Fällen, sagt der Energiehändler Mario Buchner. Er hat selbst in einem Energiestrukturvertrieb gearbeitet und kennt die Branche und ihre Methoden. Mario Buchner ist ein Insider. Ein Blick hinter die Kulissen eines weithin unsichtbaren Marktes: Buchner beschreibt, wie diese Energiedrückerkolonnen vorgehen und ihren Reibach machen.
    Der Industrie fehlt durch überteuerte Energiepreise Geld, das eigentlich in die Firma investiert werden sollte. Buchner nennt Beispiele, wie Betriebe über den Tisch gezogen werden. Einen marktwirtschaftlichen Wettbewerb gibt es in diesem Bereich nicht, so Buchner. Er macht sich für transparente Lieferverträge stark und für eine Zertifizierung der Verkäufer. Im Augenblick, so Buchner, kann jeder dahergelaufene Vertriebler, Energie verkaufen und sich die Taschen auf Kosten betrogener Kunden vollmachen.



    56 min
  • Wirtschaft und Gesellschaft: Staatenlos - der eigene Weg
    Christoph Heuermann, Autor des Buches „Staatenlos“, berichtet über seinen Werdegang vom libertär geprägten Politikstudenten in Konstanz und Madrid zum „Perpetual Traveler“, der seit 2015 systematisch Wohnsitz, Staatsbürgerschaft und Geschäftstätigkeit über mehrere Länder verteilt. Kernstück des Gesprächs ist die „Flaggentheorie“ – die bewusste internationale Streuung von Lebensbereichen wie Wohnsitz, Staatsbürgerschaft, Firmensitz und Freizeitort, um Steuerlast, Bürokratie und staatlichen Zugriff zu minimieren, ergänzt durch praktische Themen wie die 183-Tage-Regel, die deutsche Wegzugsbesteuerung und Länderbeispiele wie Spanien, Argentinien oder Paraguay. 
    Heuermann erzählt zudem von seinem Beratungsunternehmen mit acht Mitarbeitern, seinem selbst entwickelten „Freiheitsindex“ sowie Familienprojekten wie den „Citadels of Freedom“, die „Perpetual Traveling“ auch für Familien mit Kindern praktikabel machen sollen. Durchgehend vertritt er eine pragmatisch-libertäre Grundhaltung, die politische Reformen für aussichtslos hält und stattdessen individuelle Auswanderungs- und Optimierungsstrategien sowie Argentiniens Reformkurs unter Milei positiv hervorhebt.
    Website: staatenlos.ch
    56 min
  • Wirtschaft und Gesellschaft: Wasser als kostbares Gut
    Wasser ist billig, sauber und immer da. Hahn auf, Problem gelöst. Doch wie lange noch? Deutschland gilt als wasserreiches Land, gleichzeitig sinken Grundwasserspiegel, Sommer werden trockener, und Landwirtschaft, Industrie und Rechenzentren brauchen enorme Mengen. Aus einer Umweltfrage könnte deshalb schnell eine Verteilungsfrage werden: Wer bekommt Wasser zuerst, wenn es nicht mehr für alle reicht – Privathaushalte, Bauern, Kraftwerke oder Fabriken? Wie er das sieht, schildert der Wasserexperte und Unternehmer Matthias Mend. Im Gespräch geht es auch um versiegelte Böden und trockengelegte Moore, höhere Wasserpreise, Nestlé und das Geschäft mit Mineralwasser. Und über eine heikle Perspektive: Wird Wasser in diesem Jahrhundert das, was Öl im vergangenen war – knapp, teuer und politisch mächtig?



    56 min
  • Wirtschaft und Gesellschaft: Michael Kretzer – Ein überzeugter Mittelständler kehrt seiner politischen Heimat den Rücken
    Achtzehn Jahre CSU – jetzt reicht es Michael Kretzer. Der Pharmaunternehmer und langjährige Funktionär der Mittelstandsunion wirft Markus Söder und Friedrich Merz gebrochene Versprechen vor. Seine Diagnose: Die Union hat den Kontakt zu jenen verloren, die Unternehmen führen, Arbeitsplätze schaffen und jeden Tag mit Bürokratie und steigenden Kosten kämpfen. Ein Gespräch über Enttäuschungen, die Entfremdung zwischen Politik und Wirtschaft und die Frage, wie lange sich der deutsche Mittelstand das noch gefallen lässt.


    56 min

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