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🎙️🩷🎧 Es war nicht, wie ich es wollte – aber ich war, wie ich sein wollte
15 Jahre Praxis. Ein Jubiläum, auf das ich mich vorbereitet, das ich geplant und mit vielen Erwartungen verbunden hatte.
Und dann kam dieser Tag – und manches war anders, als ich es mir vorgestellt und gewünscht hatte.
In dieser Folge nehme ich dich mit in meine ganz persönliche Reflexion nach meinem Praxisjubiläum. Ohne fertige Erkenntnis, ohne schönzureden und ohne die Enttäuschung kleinzumachen.
Ich spreche darüber,
– was ich mir von diesem Jubiläum erhofft hatte,
– warum mich die geringe Resonanz und kurzfristige Absagen getroffen haben,
– wie ich zwischen Enttäuschung, Stolz und Selbstzweifeln hin- und hergegangen bin,
– warum ein gelungenes Fest nicht allein an der Zahl der Gäste gemessen werden kann,
– und was ich im Nachhinein über meine Erwartungen, meine Sichtbarkeit und meinen eigenen Mut verstanden habe.
Denn während nicht alles so war, wie ich es mir gewünscht hatte, war ich selbst an diesem Tag genau so, wie ich sein wollte:
Ich habe mich gefeiert.
Ich habe mich gezeigt.
Ich habe Danke gesagt.
Ich habe über meine Visionen und meine Veränderung gesprochen.
Und ich habe das Ende der klassischen Physiotherapie deutlich ausgesprochen.
Dieses Jubiläum war deshalb nicht nur ein Rückblick auf 15 Jahre Praxis. Es war auch ein Abschied, ein Übergang und ein sichtbares Bekenntnis zu der Frau, die ich heute bin – und zu der Arbeit, für die ich künftig stehen möchte.
Eine sehr ehrliche Folge über enttäuschte Erwartungen, echte Gefühle und die Frage:
War es wirklich nicht gut – oder war es nur anders, als ich es geplant hatte?
Und vielleicht liegt genau darin Wachstum:
Das Außen darf anders reagieren, als wir es uns wünschen. Und wir dürfen trotzdem erkennen, dass wir uns selbst treu geblieben sind.
Und wenn du sein möchtest, wie es dir entspricht, komm unbedingt noch mit zu “Herzschlag” Link! https://alfima.com/yvonne_sperling/herzschlag-ich-bin
Es war keine stressige Phase. Es war eine echte Umbruchszeit.
Personelle Veränderungen in meiner Praxis, das Loslassen der Physiotherapie, wichtige berufliche Entscheidungen, die Vorbereitung meines 15-jährigen Praxisjubiläums, neue Angebote, mehr Sichtbarkeit und gleichzeitig ein herausfordernder Familienalltag: In den vergangenen Wochen war sehr viel los.
Und auch wenn vieles davon schön, selbst gewählt und richtig war, hat es meinen Körper Energie gekostet.
In dieser Folge mache ich eine ehrliche Bestandsaufnahme:
Ich erzähle auch, warum ich meinen Körper nicht ignoriert, manches aber gehört habe, ohne wirklich darauf reagieren zu können. Und warum Selbstfürsorge nicht bedeutet, unser Leben komplett ruhig und möglichst anstrengungsfrei zu gestalten.
Manchmal bedeutet sie, morgens länger zu schlafen, Yoga zu machen oder einen Termin nicht wieder aufzufüllen. Manchmal bedeutet sie, eine richtige Mahlzeit zu organisieren, einen Powernap zu machen oder im Garten einen Kaffee zu trinken. Und manchmal bedeutet sie sogar, auf eine Party zu gehen – und dort den eigenen Platz und die Ruhe zu finden, die man gerade braucht.
Diese Folge ist keine Geschichte über Perfektion. Sie ist eine Einladung, deinen Körper wieder im Zusammenhang mit deinem Leben zu betrachten, seine Signale einzuordnen und dich nicht dafür abzuwerten, wenn du in herausfordernden Zeiten nicht alles ideal umsetzt.
Denn vielleicht hast auch du nicht alles so gehalten, wie es deinem eigenen Anspruch entspricht – aber dich trotzdem nicht vollständig verlassen.
Mein Körper hat nicht versagt. Er hat mir gezeigt, was zu viel war, was zu kurz kam und welche Bedingungen ich verändern darf, damit mein gesamtes System wieder Kraft aufbauen kann.
Wenn du noch tiefer erforschen möchtest, wer du in herausfordernden Zeiten sein willst und wie deine Identität deine täglichen Entscheidungen für deinen Körper und deine Gesundheit prägt, dann schau dir Herzschlag – Ich bin. an.
Alle Informationen zu Herzschlag findest du hier:
https://alfima.com/yvonne_sperling/herzschlag-ich-bin
Bewusst sein. Politisch sein. Mensch sein.
Warum spirituelles Vertrauen und politische Haltung keine Gegensätze sind.
Was geschieht in uns, wenn ein Wahlergebnis nicht nur unserer politischen Haltung widerspricht, sondern Angst, Wut, Verzweiflung und existenzielle Unsicherheit auslöst?
In dieser Folge spreche ich mit Ines, die ich aus unserer gemeinsamen Coaching-Ausbildung kenne. Ines arbeitet in einem Magdeburger Verein, der Menschen zum Thema sexualisierte Gewalt berät und unterstützt. Gleichzeitig engagiert sie sich politisch und zeigt ihre Haltung seit einigen Jahren sehr bewusst in der Öffentlichkeit.
Wir sprechen darüber, warum diese Sichtbarkeit für sie zunächst Mut erforderte – und weshalb der frühere Versuch, Arbeit, Privatleben und politische Haltung strikt voneinander zu trennen, sie so viel Kraft gekostet hat. Seit Ines sich als ganzer Mensch zeigt, ist ihr Leben intensiver und nahbarer geworden. Es sind neue Begegnungen, Verbindungen und ein Gefühl von Verbundenheit entstanden.
Ausgangspunkt unseres Gesprächs ist die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Dabei geht es uns nicht um eine politische Wahlanalyse und auch nicht darum, ein Ergebnis bis ins Detail zu diskutieren. Uns interessiert, was eine solche Situation mit einem Menschen macht.
Ines erzählt, welche Angst und Verzweiflung das Wahlergebnis in ihr ausgelöst hat – auch weil die Zukunft ihrer Arbeit und der Unterstützungsangebote, für die sie steht, plötzlich unsicher erscheint. Als langjährige Wahlhelferin hat sie den Wahltag unmittelbar erlebt. Der Stress war mit dem Sonntag nicht einfach vorbei: Ihr Körper reagierte weiter, alte Bewältigungsmechanismen wurden aktiviert und Kampf- und Fluchtimpulse spürbar.
Wir sprechen darüber, wie das Nervensystem auf gefühlte Bedrohung und Unsicherheit reagiert und warum sich solche Erfahrungen nicht mit einem schnellen „Lass los“, „Vergib“ oder „Es wird schon für irgendetwas gut sein“ auflösen lassen.
Denn was passiert, wenn spirituelle Überzeugungen und unser sehr menschliches Erleben aufeinanderprallen?
Wie können wir Menschen sein lassen, wie sie sind, und trotzdem entschieden für unsere politischen und gesellschaftlichen Werte eintreten? Wie können wir vertrauen, obwohl wir Angst haben? Und dürfen wir bewusst und spirituell leben, ohne uns aus dem politischen Geschehen zurückzuziehen?
Auf diese Fragen finden wir keine abschließenden Antworten. Wir lassen sie bewusst offen.
Was aber bleibt, ist die Erkenntnis: Wir sind nicht weniger bewusst, weil wir eine politische Meinung haben. Wir sind nicht weniger spirituell, weil uns gesellschaftliche Entwicklungen Angst machen. Und Vertrauen bedeutet nicht, zu schweigen, wegzusehen oder die eigene Haltung aufzugeben.
Politisches Engagement, Selbstfürsorge und ein spirituelles Leben müssen keine Gegensätze sein. Sie dürfen nebeneinander existieren, ineinandergreifen und sich gegenseitig stärken.
Eine ehrliche Folge über Sichtbarkeit, Verbundenheit, politische Verantwortung und die Frage, wie wir in bewegenden Zeiten bei uns bleiben können, ohne uns aus der Welt zurückzuziehen.
Manchmal suchen wir sehr lange nach dem Problem.
Wir analysieren. Rechnen. Optimieren. Führen Gespräche. Verändern Strukturen. Ärgern uns über das, was im Außen nicht funktioniert – und versuchen noch ein bisschen mehr, es irgendwie hinzubekommen.
Dabei wissen wir längst, dass es um etwas ganz anderes geht. In dieser Folge nehme ich dich sehr persönlich mit in einen Prozess, der mich über viele Monate begleitet hat.
Vor einem Jahr war ich überzeugt davon, eine Physiotherapie führen zu wollen, die auch ohne mich richtig gut funktioniert. Ich hatte eine wunderbare Mitarbeiterin gefunden, die ich sehr ins Herz geschlossen habe – und trotzdem war da immer wieder dieses Störgefühl.
Also habe ich nach Gründen gesucht.
Patientenzahlen. Auslastung. Umsätze. Fehlzeiten. Wirtschaftlichkeit. Strukturen. Führung. Verantwortung.
Ich habe festgehalten.
Gestruggelt.
Verändert.
Wieder festgehalten.
Wieder gezweifelt.
Bis ich in diesem Sommer plötzlich erleben durfte, wie ich eigentlich arbeiten möchte. Und irgendwann konnte ich die Wahrheit nicht mehr überhören:
Ich will an der Physiotherapie nicht mehr festhalten.
Das Verrückte daran: In dem Moment, in dem ich diese Entscheidung wirklich zu mir genommen habe, musste niemand anderes mehr schuld sein.
Nicht die Umstände.
Nicht Zahlen.
Nicht Mitarbeitende.
Nicht das, was funktioniert oder nicht funktioniert hat.
Die eigentliche Veränderung musste bei mir stattfinden.
In dieser Folge geht es deshalb nicht um Physiotherapie. Und eigentlich auch nicht um Business. Es geht um die Frage, wie lange wir versuchen, etwas im Außen zu reparieren, obwohl es sich in uns längst nicht mehr stimmig anfühlt. Es geht um fehlendes Commitment. Um Verantwortung. Um Festhalten. Um die Angst vor den Konsequenzen einer Wahrheit, die wir eigentlich längst kennen.
Und um diese unglaubliche Freiheit, die entstehen kann, wenn wir aufhören, jemanden oder etwas im Außen zum Grund dafür zu machen, warum unser Leben nicht mehr passt. Vielleicht gibt es auch in deinem Leben gerade etwas, das du immer wieder versuchst zu optimieren.
Dann frag dich einmal:
Was, wenn das Problem gar nicht das Problem ist?
Und:
Was weißt du längst – und willst es nur noch nicht wissen?
🎧 Körperlaut – Leadership mit Haltung
Folge #28: Ich habe es längst gespürt. Ich wollte es nur noch nicht wissen.
„Wenn du deine Wahrheit in voller Integrität lebst, brauchst du keine Disziplin.“
Dieser Satz ist mir hängen geblieben. Weil ich ihm im ersten Moment fast zugestimmt hätte. Und dann dachte ich: So einfach ist es nicht. Denn deine Wahrheit zu kennen bedeutet noch lange nicht, dass dein Verhalten ihr automatisch folgt.
Du kannst wissen, dass du dich mehr bewegen möchtest – und trotzdem auf der Couch landen.
Du kannst wissen, dass du weniger arbeiten willst – und trotzdem jeden freien Nachmittag wieder vollmachen.
Du kannst wissen, dass Freiheit dir wichtig ist – und gleichzeitig ein Leben führen, das kaum noch Raum dafür lässt.
Genau hier wird Disziplin interessant.
Nicht als Härte.
Nicht als „Reiß dich zusammen“.
Nicht als Selbstoptimierungsprojekt.
Sondern als Brücke.
Als Brücke zwischen dem Leben, das du bisher gelebt hast, und dem Leben, das deiner Wahrheit immer näherkommt.
In dieser Folge spreche ich darüber,
warum Widerstand nicht automatisch bedeutet, dass ein Weg falsch ist, warum unser Nervensystem das Vertraute oft für „richtig“ hält, wie Disziplin zur bewussten Entscheidung statt zum inneren Kampf werden kann,
warum „Was fühlt sich gerade angenehm an?“ nicht dasselbe ist wie „Was ist wirklich stimmig?“,
wie aus Entscheidungen neue Erfahrungen und schließlich Identität entstehen und warum Integrität nicht bedeutet, dass alles leicht wird – sondern dass du dich immer seltener zwingen musst, jemand anderes zu sein.
Außerdem nehme ich dich nochmal mit in mein eigenes kleines Kniebeugen-Experiment und in die Frage, warum der innere Verhandlungstisch kleiner wird, wenn eine Entscheidung wirklich gefallen ist.
Mein zentraler Gedanke dieser Folge:
Disziplin ist nicht das Ziel. Sie kann die Brücke sein zu einem Leben in mehr Integrität.
Und vielleicht ist die wichtigere Frage deshalb nicht:
„Warum bin ich nicht disziplinierter?“
Sondern:
„Welchem Leben soll meine Disziplin eigentlich dienen?“
Wenn du gerade selbst an dem Punkt stehst, herauszufinden, wer du sein möchtest und wie du dein Leben mehr als Ausdruck deiner selbst gestalten kannst, dann schau dir auch meinen Audiokurs Herzschlag – Ich bin. an.
Start: 14. September.
Mehr Infos findest du auf Instagram, auf meiner Homepage oder direkt bei mir.
www.yvonne-sperling.de
https://alfima.com/yvonne_sperling
https://www.instagram.com/yvonnne_sperling/
Über Verantwortung, Kontrolle, Vertrauen und die Kunst, andere machen zu lassen
Wie gut kannst du dich zurücklehnen, wenn jemand anderes etwas macht, für das du am Ende die Verantwortung trägst?
Vielleicht kennst du diese Sätze:
„Bis ich das erklärt habe, habe ich es dreimal selbst gemacht.“ „Ich gucke lieber noch mal nach.“ „Ach komm, ich mach's schnell selbst.“
Aber was steckt eigentlich dahinter?
In dieser Folge von Körperlaut geht es nicht einfach ums Delegieren. Es geht um die viel spannendere Frage, aus welcher Haltung heraus wir handeln.
Greife ich ein, weil es tatsächlich meine Verantwortung ist? Weil ein Standard nicht eingehalten wird oder eine Grenze erreicht ist? Oder weil ich die Unruhe nicht aushalte, die entsteht, wenn jemand anderes übernimmt – und es vielleicht ganz anders macht als ich?
Manchmal nennen wir es Verantwortung. Dabei beruhigen wir nur unsere eigene Kontrollangst.
Wir schauen darauf, warum Kontrolle für unser Nervensystem Sicherheit bedeuten kann und weshalb es manchmal eine ziemlich anspruchsvolle Form von Selbstführung ist, eben nicht einzugreifen.
Es geht um Führung und darum, Mitarbeiter wirklich Verantwortung übernehmen zu lassen. Um Kinder, Haushalt und das berühmte „Ich mach's schnell selbst“. Und es geht um unseren Körper und unsere Gesundheit: Wie können wir die Verantwortung für uns selbst behalten und uns gleichzeitig einem Arzt, einer Therapeutin, einem Coach oder einer Behandlung anvertrauen?
Denn Verantwortung und Hingabe sind keine Gegensätze.
Vielleicht besteht Eigenverantwortung manchmal gerade darin, mir Hilfe zu holen. Mich bewusst für eine Begleitung zu entscheiden. Fragen zu stellen, abzuwägen und eine Entscheidung zu treffen – und mich danach auch wirklich einzulassen.
Und schließlich landen wir bei einer Frage, die weit über Delegation hinausgeht:
Wer bin ich eigentlich, wenn ich nicht diejenige bin, die alles im Blick hat, alles hinkriegt, mitdenkt und im Zweifel noch schnell rettet?
Genau dort wird aus einer Frage über Kontrolle plötzlich eine Frage nach unserer Identität.
Und weil mich genau diese Fragen – Wer bin ich? Wie möchte ich leben? Aus welcher Haltung heraus möchte ich handeln? – gerade besonders beschäftigen, beginnt am 14. September mein vierwöchiger Identitätskurs „Herzschlag – Ich bin.“
Vielleicht ist diese Folge schon eine kleine Einladung, dich selbst ein bisschen genauer zu beobachten.
Nicht mit der Frage: Mache ich es richtig oder falsch?
Sondern:
Warum mache ich es so?
Wie möchte ich es eigentlich?
Was gehört wirklich zu meiner Verantwortung – und was darf ich anderen zutrauen?
Und vielleicht probierst du es diese Woche einmal aus:
Lehn dich zurück.
Nicht, weil dir alles egal ist.
Sondern weil du dich bewusst dafür entschieden hast, nicht alles selbst tragen zu müssen.
Was haben 44 Kniebeugen mit Selbstführung, Grenzen und der Frage zu tun, wer du sein möchtest?
Erstaunlich viel.
Ich habe vor einigen Tagen ein kleines Experiment gestartet: Jeden Tag Kniebeugen. Jeden Tag eine mehr. Nicht, weil ich unbedingt stärkere Oberschenkel brauche, sondern weil mir etwas über mich aufgefallen ist: Gerade bei körperlicher Anstrengung neige ich dazu, meine Grenze schon von Weitem zu sehen, ihr kurz zuzuwinken – und lieber vorher umzudrehen. 😉
Und dann begann mein Kopf zu verhandeln.
„Ich habe keine Lust.“
„Ich mache sie später.“
„Ich habe Muskelkater.“
Und mein bisheriger Favorit: „Ich war heute schon beim Sport.“
Alles ziemlich gute und teilweise sogar sehr vernünftige Geschichten.
Aber was davon ist tatsächlich eine Grenze? Und was ist nur mein altes System, das ziemlich überzeugend dafür argumentiert, beim Gewohnten zu bleiben?
In dieser Folge von Körperlaut geht es deshalb um weit mehr als Kniebeugen.
Wir sprechen darüber, warum unser Gehirn Vorhersagbarkeit liebt, warum Anstrengung schon unangenehm erscheinen kann, bevor wir überhaupt an unserer tatsächlichen Leistungsgrenze angekommen sind – und warum unser Nervensystem vertraut manchmal mit sicher verwechselt.
Und dann wird es spannend: Denn während ich körperlich manchmal schon vor einer Grenze umdrehe, habe ich in anderen Bereichen meines Lebens meine Grenzen erstaunlich großzügig von anderen überschreiten lassen.
Deshalb schauen wir uns drei ganz unterschiedliche Grenzen an:
die Grenze, an der Wachstum möglich wird,
die Grenze, die mich schützen soll,
und die Grenze zwischen mir und anderen.
Denn Selbstführung bedeutet nicht, immer weiterzumachen. Sie bedeutet auch nicht, jede Grenze zu überwinden.
Selbstführung bedeutet, wahrzunehmen, welche Grenze mir gerade begegnet – und selbst zu bestimmen, wie ich mit ihr umgehen möchte.
Vielleicht ist heute die 45. Kniebeuge dran.
Vielleicht ein klares Nein.
Vielleicht das Dranbleiben an einem Projekt, obwohl die erste Begeisterung längst verschwunden ist.
Und vielleicht ist Selbstführung heute auch, aufzuhören und dich auszuruhen.
Am Ende geht es um eine Frage:
Wer möchtest du sein, wenn dein altes System dir eine ziemlich gute Geschichte darüber erzählt, warum du besser alles so lassen solltest, wie es ist?
Und genau dort berühren sich Selbstführung und Identität.
Denn nicht jede einzelne Entscheidung definiert dich. Aber in vielen kleinen Momenten entscheidest du immer wieder neu, wer du sein möchtest.
Selbstführung entscheidet sich selten bei den großen Entscheidungen. Sie entscheidet sich bei Kniebeuge 44. Und manchmal entscheidet sie sich darin, keine 45. mehr zu machen.
🟣 Herzschlag – Ich bin.
Wenn du tiefer in die Frage eintauchen möchtest, wer du bist, wer du sein möchtest und wie Identität jeden Tag neu entsteht: Alles zu meinem neuen Kurs „Herzschlag – Ich bin.“ teile ich aktuell auf Instagram.
Wie oft sagst du über dich:
Ich bin eben so.
Ich bin zu sensibel.
Ich bin nicht diszipliniert.
Ich bin die, die immer für andere da ist.
Ich bin jemand, der Süßes liebt.
Ich bin einfach kein Morgenmensch.
Wir sprechen diese Sätze oft ganz nebenbei aus. Doch was, wenn sie viel mehr sind als bloße Beschreibungen?
In dieser Folge lade ich dich dazu ein, einen Schritt zurückzutreten und deine eigenen Geschichten über dich selbst zu hinterfragen.
Ich nehme dich mit in meinen ganz persönlichen Prozess. Denn auch ich stehe gerade an einem Punkt, an dem sich vieles verändert. Immer wieder stelle ich mir dieselbe Frage:
Wer bin ich – und passt das, was ich über mich glaube, überhaupt noch zu der Frau, die ich heute sein möchte?
Wir schauen gemeinsam darauf,
Denn vielleicht geht es gar nicht darum, jemand Neues zu werden.
Vielleicht geht es darum, der Frau mehr Raum zu geben, die längst in dir steckt.
In dieser Folge erfährst du:🟣 warum deine Worte deine Identität formen
🟣 weshalb dein Gehirn immer wieder versucht, dein bisheriges Selbstbild zu bestätigen
🟣 warum Entscheidungen aus Identität nachhaltiger sind als Entscheidungen aus Motivation
🟣 wie du beginnen kannst, deine eigenen Geschichten über dich neu zu hinterfragen
Wenn dich diese Folge berührt, dann beobachte dich heute einmal ganz bewusst.
Jedes Mal, wenn du den Satz „Ich bin …“ aussprichst oder denkst, halte für einen Moment inne und frage dich:
Ist das wirklich meine Identität? Oder ist es nur eine Geschichte, die ich schon sehr lange über mich erzähle?
Ich wünsche dir viel Freude beim Hören.
Von Herz zu Herz,
Yvonne 💜
Mit dieser Folge endet mein dreiteiliger Podcast rund um das Thema Schmerz. Ein Thema, das uns vermutlich alle irgendwann im Leben begleitet. Den einen nur für kurze Zeit. Den anderen über viele Jahre. Und manche Menschen leben mit chronischen Schmerzen, obwohl die ursprüngliche Verletzung längst verheilt ist.
In den ersten beiden Folgen haben wir gemeinsam hinter die Kulissen geschaut. Wir haben darüber gesprochen, wie Schmerz entsteht, warum unser Nervensystem lernen kann, weshalb Entzündungsprozesse, Hormone und Gene eine Rolle spielen und warum unser Körper niemals gegen uns arbeitet. Heute geht es um die entscheidende Frage:
Was bedeutet dieses Wissen ganz praktisch?
Denn Wissen allein verändert noch nichts. Verständnis dagegen kann unsere Haltung verändern. Und genau dort beginnt für mich oft der erste Schritt. Nicht gegen den Körper zu arbeiten. Sondern mit ihm. In dieser Folge sprechen wir unter anderem darüber:
✨ Warum Medizin manchmal nicht ausreicht – ohne dass das ein Vorwurf an die Medizin ist.
✨ Weshalb der Blick auf den ganzen Menschen bei chronischen Schmerzen so wichtig ist.
✨ Warum Gesundheit für mich vor allem Regulationsfähigkeit bedeutet.
✨ Weshalb es selten die eine Ursache und deshalb auch selten die eine Lösung gibt.
✨ Warum Hoffnung wissenschaftlich begründet sein darf.
Ich wünsche mir, dass dieser Dreiteiler dir vor allem eines mitgegeben hat: Ein neues Verständnis für deinen Körper. Denn Schmerz ist häufig nicht einfach ein Fehler. Manchmal ist er Ausdruck eines Schutzsystems, das ein wenig über das Ziel hinausgeschossen ist. So wie wir Menschen manchmal auch. Und genau deshalb lohnt es sich, neugierig zu bleiben. Nicht nur auf den Schmerz. Sondern auf den Menschen dahinter.
💜 Danke, dass du mich auf dieser Reise begleitet hast.
Wenn dir diese drei Folgen gefallen haben, freue ich mich sehr über eine Bewertung, wenn du den Podcast abonnierst oder ihn mit einem Menschen teilst, der gerade genau diese Perspektive gut gebrauchen kann.
Ich freue mich, wenn wir uns in der nächsten Folge von Körperlaut wiederhören.
Lass uns Schmerz neu verstehen.
Oder besser gesagt:
Lass uns gemeinsam hinter die Kulissen schauen.
In der ersten Folge haben wir darüber gesprochen, warum Schmerz in erster Linie ein Schutzmechanismus ist und weshalb dein Körper niemals gegen dich arbeitet.
Heute gehen wir einen entscheidenden Schritt weiter.
Denn was passiert eigentlich, wenn dieser Schutzmechanismus nicht mehr in den Ruhemodus zurückfindet?
Die moderne Schmerzforschung zeigt: Chronischer Schmerz ist häufig nicht einfach ein Schmerz, der besonders lange anhält. Er ist Ausdruck eines Nervensystems, das gelernt hat, dauerhaft aufmerksam zu bleiben. Doch dabei steht nicht der Schmerz selbst im Mittelpunkt. Sondern die Kommunikation in unserem Körper. Unser Körper ist kein Puzzle aus einzelnen Organen oder Geweben.
Er ist ein lebendiges Netzwerk aus Milliarden von Zellen, die rund um die Uhr miteinander kommunizieren.
Nervenzellen.
Immunzellen.
Hormone.
Gene.
Botenstoffe.
Alle tauschen Informationen aus und beeinflussen sich gegenseitig. Genau deshalb sprechen wir in dieser Folge unter anderem darüber:
✨ Warum Mikrogliazellen und Astrozyten eine wichtige Rolle bei chronischen Schmerzen spielen.
✨ Weshalb winzige Natriumkanäle darüber entscheiden, ob Schmerzsignale weitergeleitet werden.
✨ Warum Frauen Schmerzen häufig anders erleben als Männer.
✨ Welche Rolle Hormone – besonders in den Wechseljahren – spielen.
✨ Warum unsere Gene Möglichkeiten mitbringen, aber nicht unser Schicksal bestimmen.
✨ Und weshalb die Epigenetik zeigt, dass unser Lebensstil Einfluss darauf nehmen kann, welche genetischen Programme unser Körper gerade nutzt.
Für mich ist genau das eine der hoffnungsvollsten Erkenntnisse der modernen Medizin: Unser Körper ist kein starres System. Er lernt. Er verändert sich. Und genau deshalb kann sich auch unser Regulationssystem verändern. Ich wünsche mir, dass du nach dieser Folge deinen Körper noch ein Stück besser verstehst. Nicht als Ansammlung einzelner Organe. Sondern als ein hochintelligentes System, das jeden Tag versucht, miteinander zu kommunizieren und für dich zu sorgen.
🎧 In der nächsten und letzten Folge dieser Podcastreihe sprechen wir darüber, was dieses Wissen ganz praktisch bedeutet.
Warum Medizin manchmal nicht ausreicht – ohne dass das ein Vorwurf an die Medizin ist.
Warum der Blick auf den ganzen Menschen so wichtig ist.
Und weshalb Gesundheit für mich vor allem eines bedeutet:
Die Fähigkeit unseres Körpers, immer wieder in Regulation zu finden.
💜 Ich freue mich, wenn du diesen Dreiteiler mit Menschen teilst, denen er helfen kann, ihren Körper mit neuen Augen zu sehen.
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Körperlaut steht für gesunde Führung aus dem Körper heraus. Der Podcast richtet sich an Frauen in Verantwortung, die viele Rollen tragen, hervorragend funktionieren und sich selbst dabei oft…