Kolumbien ist kriegsmüde. Schließlich ist es der längste Bürgerkrieg weltweit mit bislang, muss man leider sagen, schon über 200.000 Todesopfern; Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos ist fest entschlossen, das Kriegstreiben zu beenden. Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens, kurz FARC, sind die älteste Guerillabewegung Lateinamerikas, sie ist bis heute aktiv. Experten schätzen, dass sie noch immer rund 8000 Kämpferinnen und Kämpfer unter Waffen hat. Seit über drei Jahren nun verhandeln Unterhändler der kolumbianischen Regierung mit Vertretern der linksgerichteten FARC-Guerilla über einen möglichen Frieden. Die Gespräche verlaufen schwierig, auf der Agenda stehen Themen wie der Landkonflikt, der Drogenhandel, die Entschädigung der Opfer und die Frage, wie die FARC-Rebellen für ihre terroristischen Taten zur Rechenschaft gezogen werden können.