Am Wochenende wird der Schweizer Kinder- und Jugendbuchpreis 2026 verliehen. Host Felix Münger spricht mit der SRF-Kinderbuchfachfrau Britta Spichiger über die Bedeutung des Preises, die fünf nominierten Werke – und ob das Buch gegen Tiktok und Co. in Zukunft überhaupt noch eine Chance hat.
Kinder- und Jugendbücher prägen, was wir als Erwachsene lesen – und wie wir die Welt verstehen. Der mit 20'000 Franken dotierte Schweizer Kinder- und Jugendbuchpreis zeichnet seit 2020 herausragende Werke aus allen Landesteilen aus. Die diesjährige Shortlist ist divers: Bilderbuch, Bilderbuch-Comic, Erzählung, Kunstbuch. Inhaltlich geht es um Gespenstisches, Surreales, Existenzielles, Künstlerisches…. In dieser Vielfalt spiegelt sich die Pluralität der modernen Gesellschaft. Und sie weist darauf hin, dass gerade Kinder- und Jugendbücher schon immer auch ein Ausdruck der gesellschaftlichen Zustände ihrer Entstehungszeit waren.
Buchhinweise:
Thomas Meyer (Text) und Magali Franov (Illustration): «Herschel, der Gespensterhund». Atlantis, 2025.
Émilie Boré (Text) und Vincent (Illustration): «Jean-Blaise papa poule». La Joie de lire, 2025.
Sylvie Neeman (Text) und Francesca Ballarini (Illustration): «Le petit roi». La Joie de lire, 2025.
Gionata Bernasconi (Text): «Oceano». Einaudi Ragazzi, 2025.
Verena Pavoni (Illustration), Lena Raubaum (Text) und Franziska Walther (Gestaltung): «Schlich ein Puma in den Tag». kunstanstifter, 2025.