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Wohin mit übrig gebliebenem Baumaterial? Wer brauchteigentlich alte Stoffe, Holzreste oder Lochbleche? Und warum sind Nägel vielleicht besser in Kunstwerken aufgehoben als im Werkzeugkasten?
In dieser Folge von Krempel de Luxe spreche ich mitDr. Corinna Vosse von KUNST-STOFFE e.V. über Materialkreisläufe, Ressourcenverschwendung – und darüber, wie aus „Abfall“ wieder Wertstoffe werden.
Seit 2006 betreibt KUNST-STOFFE ein Umverteilungszentrum für wiederverwendbare Materialien. In ihren Materialmärkten finden Holz, Stoffe, Metall, Kurzwaren und vieles mehr ein zweites Leben. Dazu kommen Upcycling-Workshops, Werkstätten und ein Repair-Café – ein echtes Paradies fürSelbermacherinnen, Künstlerinnen und alle, die nachhaltiger leben wollen.
Die interessantestens Einsichten dieser Folge:
Materialströme neu denken
In unserer Wirtschaft ist Material oft billig, Arbeit dagegen teuer. Deshalb wird viel zu schnell entsorgt. KUNST-STOFFE übernimmt die aufwendige, aber sehr sinnvolle Arbeit, Materialien und Menschen zusammenzubringen – besonderswichtig in Großstädten, wo privater Lagerraum knapp ist.
Warum so viel übrig bleibt
Bei Bauprojekten und in Unternehmen wird großzügig eingekauft – Material ist schließlich günstiger als zusätzliche Arbeitszeit. Für echte Veränderungen braucht es politische Rahmenbedingungen wie eine CO₂-Bepreisung.
Bei privaten Projekten empfiehlt Corinna: gut planen, erst die eigenen Bestände checken – und ruhig anfangen, auch wenn noch nicht alles da ist. Fehlendes Material? Erst im Freundeskreis oder über Netzwerke wie nebenan.de nachfragen.
Was es aktuell bei KUNST-STOFFE zu kaufen gibt
Tolle Lochbleche, lange Samtvorhänge, viel Holz und jede Menge Stoffe – ein Besuch lohnt sich (Stand: Februar 2025).
Was gespendet werden kann – und was nicht
Gut erhaltene, zeitgemäße Materialien mit einer gewissen Mindestgröße sind willkommen, besonders Holz und Stoffe. Nägel dagegen werden kaum noch gebraucht – heute wird fast alles geschraubt. Corinnas kreative Alternative für die Verwendung von Nägeln: Kunst a la Günther Uecker daraus machen!
Reparieren statt neu kaufen
Im Repair-Café gibt es Hilfe zur Selbsthilfe für Elektronik, Textilien und Papier. Werkzeug, Know-how und Austausch inklusive. Neben funktionierenden Geräten nehmen viele Besucher*innen vor allem eines mit: neues Selbstvertrauen.Außerdem zeigt eine „Zero Waste Musterwohnung“, wie nachhaltiges Wohnen konkret aussehen kann – von aufgearbeiteten Möbeloberflächen bis zu praktischenAlltagstipps.
Hier die erwähnten Links aus der Folge:
Kunst-Stoffe https://kunst-stoffe-berlin.de/
Verband der Initiativen der Materialkreisläufe: https://material-initiativen.org/
Nebenan.de https://nebenan.de/
By Claudia KnoblochWohin mit übrig gebliebenem Baumaterial? Wer brauchteigentlich alte Stoffe, Holzreste oder Lochbleche? Und warum sind Nägel vielleicht besser in Kunstwerken aufgehoben als im Werkzeugkasten?
In dieser Folge von Krempel de Luxe spreche ich mitDr. Corinna Vosse von KUNST-STOFFE e.V. über Materialkreisläufe, Ressourcenverschwendung – und darüber, wie aus „Abfall“ wieder Wertstoffe werden.
Seit 2006 betreibt KUNST-STOFFE ein Umverteilungszentrum für wiederverwendbare Materialien. In ihren Materialmärkten finden Holz, Stoffe, Metall, Kurzwaren und vieles mehr ein zweites Leben. Dazu kommen Upcycling-Workshops, Werkstätten und ein Repair-Café – ein echtes Paradies fürSelbermacherinnen, Künstlerinnen und alle, die nachhaltiger leben wollen.
Die interessantestens Einsichten dieser Folge:
Materialströme neu denken
In unserer Wirtschaft ist Material oft billig, Arbeit dagegen teuer. Deshalb wird viel zu schnell entsorgt. KUNST-STOFFE übernimmt die aufwendige, aber sehr sinnvolle Arbeit, Materialien und Menschen zusammenzubringen – besonderswichtig in Großstädten, wo privater Lagerraum knapp ist.
Warum so viel übrig bleibt
Bei Bauprojekten und in Unternehmen wird großzügig eingekauft – Material ist schließlich günstiger als zusätzliche Arbeitszeit. Für echte Veränderungen braucht es politische Rahmenbedingungen wie eine CO₂-Bepreisung.
Bei privaten Projekten empfiehlt Corinna: gut planen, erst die eigenen Bestände checken – und ruhig anfangen, auch wenn noch nicht alles da ist. Fehlendes Material? Erst im Freundeskreis oder über Netzwerke wie nebenan.de nachfragen.
Was es aktuell bei KUNST-STOFFE zu kaufen gibt
Tolle Lochbleche, lange Samtvorhänge, viel Holz und jede Menge Stoffe – ein Besuch lohnt sich (Stand: Februar 2025).
Was gespendet werden kann – und was nicht
Gut erhaltene, zeitgemäße Materialien mit einer gewissen Mindestgröße sind willkommen, besonders Holz und Stoffe. Nägel dagegen werden kaum noch gebraucht – heute wird fast alles geschraubt. Corinnas kreative Alternative für die Verwendung von Nägeln: Kunst a la Günther Uecker daraus machen!
Reparieren statt neu kaufen
Im Repair-Café gibt es Hilfe zur Selbsthilfe für Elektronik, Textilien und Papier. Werkzeug, Know-how und Austausch inklusive. Neben funktionierenden Geräten nehmen viele Besucher*innen vor allem eines mit: neues Selbstvertrauen.Außerdem zeigt eine „Zero Waste Musterwohnung“, wie nachhaltiges Wohnen konkret aussehen kann – von aufgearbeiteten Möbeloberflächen bis zu praktischenAlltagstipps.
Hier die erwähnten Links aus der Folge:
Kunst-Stoffe https://kunst-stoffe-berlin.de/
Verband der Initiativen der Materialkreisläufe: https://material-initiativen.org/
Nebenan.de https://nebenan.de/