kunstundquer – der Podcast der KulturRegion Stuttgart

kunstundquer – der Podcast der KulturRegion Stuttgart

By Redaktion KulturRegion StuttgartSociety & CultureEducationLeisure
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kunstundquer – der Podcast der KulturRegion Stuttgart episodes

  • Vom Ton zur Galaxie: Keramikkünstler Kenji Fuchiwaki
    Töpfern im Residenzschloss Ludwigsburg

    Ein bisschen Eisen und Kupfer, ein Ofen mit rund 1.300 Grad – und plötzlich schimmert eine Glasur in Blau, Violett und Weiß. Wie solche kleinen Welten entstehen, zeigt der Keramikkünstler Kenji Fuchiwaki in seinem Atelier im Residenzschloss Ludwigsburg.

    Fuchiwaki verbindet Handwerk mit Chemie, Physik und genauer Naturbeobachtung. Er erzählt, wie eine Schale in einem Lagerraum ihn zurück zur Keramik brachte, warum er misslungene Arbeiten aussortiert und was beim Brennen alles schiefgehen – oder überraschend schön werden – kann. Ein Besuch bei der Töpferscheibe, mitten im Prozess: vom Tonklumpen zum Gefäß. Und eine Einladung, die eigene Kaffeetasse einmal genauer anzuschauen.

    Kurzbio

    Kenji Fuchiwaki, 1979 in Tokio geboren, studierte von 2002 bis 2010 an der Freien Kunstakademie Nürtingen. Seit 2010 arbeitet er als freischaffender Künstler in seinem Atelier im Keramikmuseum des Württembergischen Landesmuseums im Schloss Ludwigsburg. Er stellte unter anderem im Kunstverein Aalen und in Osaka aus und nahm mehrfach an der MKG-Messe in Hamburg teil.

    https://www.kfunf.com/

    48 min
  • Theater mit der ganzen Stadt?
    Mitmachen im Backnanger Bandhaus Theater

    Was passiert, wenn ein Theater nicht nur für eine Stadt spielt, sondern gemeinsam mit ihren Bewohner*innen entsteht? Im Bandhaus Theater Backnang führen Juliane und Jakob, Jonathan durch ein Haus, in dem professionelle Theaterarbeit und bürgerschaftliches Engagement eng zusammengehören.

    Im Zentrum steht die Backnanger Bürgerbühne: Menschen aus der Stadt entwickeln, proben und spielen hier gemeinsam – unabhängig davon, ob sie bereits Bühnenerfahrung mitbringen. Beim Rundgang durch das mehr als 400 Jahre alte Bandhaus geht es um die Geschichte und den Alltag des Theaters, um gemeinsames Machen und um die Frage, wem ein Theater eigentlich gehört.
    Juliane und Jakob erzählen, wie Beteiligung gelingen kann, welche Herausforderungen ein kleines Theater zu bewältigen hat und welche Zukunftspläne sie für das Bandhaus haben.
    Eine Folge über Theater als Treffpunkt, Werkstatt und öffentlicher Raum – und darüber, was entstehen kann, wenn eine Stadt selbst die Bühne betritt.

    Juliane Putzmann hat an der Theaterwerkstatt Heidelberg die Ausbildung zur Theaterpädagogin absolviert und 2013 mit Jasmin Meindl das Bandhaus Theater Backnang gegründet. Seit Oktober 2024 gestaltet sie den Spielplan mit dem Regisseur und Theaterpädagogen Jakob Dambacher-Walesch. Es ist ihr ein Anliegen, Amateurtheaterspieler*innen an literarische Texte heranzuführen und sie für das Bühnengeschehen zu begeistern. Unter ihrer Regie entstanden unter anderem die Stücke »Romeo und Julia«, »Emil und die Detektive«, »Oh, wie schön ist Panama« und das Freilichtstück »Ein Sommernachtstraum«. Sie macht zudem eine Ausbildung zur Logotherapeutin am Institut für Logotherapie und Existenzanalyse Fürstenfeldbruck.

    Jakob Dambacher-Walesch ist Veranstaltungskaufmann, Kulturvermittler und Theaterpädagoge. Leitet seit Oktober 2024 gemeinsam mit Juliane Putzmann das Bandhaus Theater Backnang und ist parallel freischaffend, insbesondere mit dem Verein PARTS Collective Stuttgart sowie in anderen Kulturprojekten aktiv. Am Theaterhaus Stuttgart rief er 2013 die Theaterpädagogik und Kulturvermittlung ins Leben und leitete diese bis Ende 2024. Zahlreiche Projekte und Produktionen im Tanz- und Theaterbereich mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen – oftmals im Kollektiv mit anderen Künstler*innen und Kulturvermittler*innen – wurden mit Festivaleinladungen ausgezeichnet (u. a. 2017 Landesamateurtheaterpreis Baden-Württemberg und 2023 Einladung zum Tanztreffen der Jugend in Berlin).

    Bandhaustheater Backnang Homepage

    34 min
  • Stuttgart kann Comedy: Raytschel und die »Comedy Cuties«

    Raytschel ist bekannt für selbstironische, ehrliche und manchmal herrlich absurde Alltagsbeobachtungen – direkt, pointiert und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Die Stuttgarter Stand-up-Comedienne war unter anderem bei der »WDR Ladies Night – Youngster Show«, wirkte bei »Falsch Aber Lustig« mit, war Halbfinalistin bei »Rebell Most Wanted« und stand im Finale des Stuttgarter Comedy Clash, dem größten Stand-up-Wettbewerb Deutschlands.

    Wir treffen Rahel Salomon alias Raytschel am Eugensplatz und begleiten sie bei einem Eis zur UHU Bar. Dort veranstaltet sie gemeinsam mit Joni Zwick und Stephie Zöllner das Open Mic »Comedy Cuties«. Auf dem Weg sprechen wir über harte Arbeit an leichten Pointen, Witze, die nicht zünden, Hater im Internet, Frauen im Comedy-Business und die Frage: Was braucht eine gute Comedy-Community?

    Gast: Raytschel

    Rahel Salomon alias Raytschel ist eine Stuttgarter Stand-up-Comedienne. Mit viel Selbstironie, ehrlichen Alltagsbeobachtungen und einer direkten Haltung bringt sie persönliche und gesellschaftliche Themen auf die Bühne. Sie ist Teil des Comedy-Kollektivs Rhythmus & Comedy (R&C) und veranstaltet gemeinsam mit zwei Comedy-Freund*innen, Joni Zwick und Stephie Zöllner, das Open Mic »Comedy Cuties« in der UHU Bar Stuttgart.

    Die Comedy Cuties

    Jeden Mittwoch bringen Raytschel, Joni Zwick und Stephie Zöllner mit ihrem Open Mic »Comedy Cuties« frische Stand-up-Comedy in die Stuttgarter UHU Bar. Newcomer*innen und erfahrene Comedians testen hier neue Witze und feilen live vor Publikum an ihrem Material. Einlass ist um 19 Uhr, die Show beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei beziehungsweise spendenbasiert; wegen der begrenzten Plätze wird eine kostenlose Reservierung über Eventbrite empfohlen. Reservierte Plätze werden nach 19:45 Uhr wieder freigegeben.

    46 min
  • Warum übernachtet eine Architekturklasse in einer ehemaligen Jesuitenkapelle?
    Die ABK im Kunstverein Neuhausen: zwischen Beichtstühlen, Waschbären und Zukunftsplänen

    In dieser Folge besuchen wir den Kunstverein Neuhausen, einen besonderen Projektraum in einer ehemaligen Jesuitenkapelle auf den Fildern. Dort arbeitet das »The Baukunst Studio« der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart mit dem Kunstverein am Projekt »ResiDensity«: Studierende entwerfen Prototypen für eine zukünftige Künstler*innenresidenz.

    Bevor geplant wird, wird erst einmal gewohnt. Für die »Self-Residency« verbringen die Studierenden zwei Tage und eine Nacht vor Ort: im Beichtstuhl, unter Planen, in selbstgebauten Schlafsituationen, zwischen Heu, Holz, Wolle, Kälte, Vogelstimmen und bestehenden Langzeitprojekten des Kunstvereins. Dabei geht es nicht nur um die Frage, wo ein Bett stehen kann. Sondern darum, wie Architektur beginnt, wenn man einen Ort nicht leer denkt: Wer wohnt hier schon? Welche Pflanzen, Tiere, Materialien, Geschichten und Nutzungen sind bereits da? Und was bedeutet es, beim Bauen nicht nur Lösungen zu liefern, sondern zuerst bessere Fragen zu stellen?
    Wir sprechen mit Susanne Jakob vom Kunstverein Neuhausen, Prof. Mark Blaschitz und Rafael Rychlik von der ABK Stuttgart sowie mit Studierenden über Komfort, Verantwortung, prozesshaftes Entwerfen und die kleine große Utopie, dass Architektur einen Ort nicht verbraucht, sondern sorgfältiger lesbar macht.
    Das Projekt »ResiDensity« ist ein transdisziplinäres Forschungs- und Entwurfsprojekt des Lehrstuhls für Wohnbau, Grundlagen und Entwerfen / The Baukunst Studio in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Neuhausen. Ziel ist ein Prototyp für eine Residenzmöglichkeit für Künstler*innen im Dialog mit Ort, Geschichte und ökologischem Bestand.
    Credits / Beteiligte
    Zu Gast: Susanne Jakob, Prof. Mark Blaschitz, Rafael Rychlik M.A.
    Projekt: »ResiDensity«, Kunstverein Neuhausen × The Baukunst Studio / Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
    Leitung: Prof. Mark Blaschitz
    Stimmen Studierende / Projektbeteiligte: Kevin Volkov, Simon Henning, Lola Dubac, Amelie Kull, Tim Fürtig, Carlotta Lauven, Ida Butt, Felix Schmitt, Stella Vossen, Merle Bernstein, Nico Singla-Martinez sowie weitere Beteiligte der Klasse.
    Kunstverein Neuhausen: Künstlerische Leitung Susanne Jakob

    Quellen:

    Baukunst Studio Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
    Residensity - Kunstverein Neuhausen

    36 min
  • Zwischen Seoul und Schwabenland
    – hinter den Kulissen bei atelierJAK in Leonberg

    **atelierJAK **ist das deutsch-koreanische Künstlerduo von Andreas Geisselhardt und Jangyoung Jung. Von Leonberg und Stuttgart aus entwickeln die beiden seit vielen Jahren Arbeiten zwischen Skulptur, Film, Installation und Zeichnung, die in Deutschland, Korea, Taiwan und den USA gezeigt werden. Im Zentrum ihres Langzeitprojekts »Soul Blindness« steht die Frage, wie wir die Welt wahrnehmen, erkennen und mit Bedeutung aufladen. Mit großer handwerklicher Präzision und einer bemerkenswerten Offenheit für unterschiedliche Perspektiven schaffen sie Kunst, die weniger Antworten liefert als neue Denk- und Erfahrungsräume eröffnet.

    Gäste:

    Jangyoung Jung (*1973 in Korea) und **Andreas Geisselhardt *(1974 in Deutschland) studierten freie Kunst u.a. an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Seit 2006 arbeiten sie zusammen, seit 2012 als atelierJAK.

    Die Arbeiten von Jangyoung Jung und Andreas Geisselhardt entstehen in der Konstellation als Gruppe, der gegenseitigen Auseinandersetzung und zwischenmenschlichen wie kulturellen Ambivalenz. Sie untersuchen die Bedingungen von Wahrnehmung an der Schnittstelle von Bild, Material und Raum. Im Zentrum steht die Frage, wie sich Sehen und Erkennen voneinander lösen lassen. Die Arbeiten erzeugen Situationen, in denen Wahrnehmung instabil wird und Bedeutung nicht unmittelbar gegeben ist, sondern sich erst im Prozess des Betrachtens konstituiert.

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    33 min
  • Schwarzwald ohne Heimatkitsch? mit Autorin Hannah Häffner durch die Waiblinger Talaue
    über Herkunft, den Literaturbetrieb und die Wucht von Phantasie

    Hannah Häffner schreibt präzise und poetisch über Herkunft, Enge und Freiheit – und erzählt mit Die Riesinnen einen eigenwilligen Generationenroman, der Heimat nicht verklärt, sondern offenlegt.

    Wir streifen mit der Autorin durch die Waiblinger Talaue. Ihr neuer Roman Die Riesinnen, hat es direkt auf die Bestsellerlisten geschafft – und hält sich dort weiterhin. Ihr Roman führt in den Schwarzwald, allerdings fern jeder Idylle: als spröden, widerständigen Raum, in dem drei Frauen sehr unterschiedliche Entscheidungen treffen – bleiben, gehen oder sich dazwischen bewegen.

    Wir sprechen über die Wucht von Heimat, über Freiheit als Möglichkeit und Zumutung – und darüber, wie man sich in Leben hineindenkt, die man selbst nie geführt hat. Es geht um die besten Momente beim Schreiben, um das Gefühl, „Gott zu spielen“, wenn neue Welten entstehen, um Figuren, die ein Eigenleben entwickeln – und um das Loslassen, Anfangen und Dranbleiben.

    🎧 Eine Folge über Herkunft, Vorstellungskraft und die Frage: Wo gehört man eigentlich hin – im Leben und im Kulturbetrieb?

    37 min
  • Buggles Awards: Zwischen Experiment und Szene
    Welche Rolle spielen Musikvideos heute noch?

    Wir sind unterwegs zu den Buggles Awards in Stuttgart-Obertürkheim, dem Landespreis für Musikvideos in Baden-Württemberg. Auf dem Weg dorthin sprechen wir mit Giovanna Thierry vom Stuttgarter Filmwinter, die den Award mit organisiert – über aktuelle Trends, die Anfänge des Genres und die Frage, warum man Musikvideos überhaupt auf die große Leinwand bringen sollte.

    Im Kino treffen sich Filmemacherinnen, Musikerinnen und Szene – und schauen gemeinsam Arbeiten, die überraschen oder Statements setzen. Dort sprechen wir vor Award Beginn noch schnell mit dem Ludwigsburger Filmemacher und Nominierten Simon Schares, über seine Arbeit, den Drehprozess, seine persönlichen Lieblingsvideos – und darüber, welche Rolle Traurigkeit spielt.
    Was bleibt vom Musikvideo im Zeitalter von Scrollen und Streaming? Und was passiert, wenn man sie gemeinsam im Kino sieht?

    Gäste

    **Giovanna Thiery **ist Kuratorin und Teil des Organisationsteams des Stuttgarter Filmwinter. Sie arbeitet an der Schnittstelle von Experimentalfilm, Medienkunst und Festivalpraxis und ist unter anderem an der Auswahl und Betreuung des Buggles Awards beteiligt. In ihrer Arbeit verbindet sie kuratorische Perspektiven mit einem besonderen Fokus auf innovative audiovisuelle Formate und aktuelle künstlerische Positionen.

    Simon Schares (*1994, Wiesbaden) ist Autor und Regisseur und studiert Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg. In seinen Arbeiten – zwischen Kurzfilm und Musikvideo – verbindet er dokumentarische Elemente mit fiktionalem Erzählen und entwickelt eine eigenständige visuelle Handschrift. Seine Filme kreisen um Alltagsbeobachtungen, Humor und Figuren abseits gängiger Normen.

    Zu seinen Arbeiten zählt unter anderem der mehrfach ausgezeichnete Kurzfilm »Tschüss, war schön!« (2022). Für seine Regiearbeit am Musikvideo »Traurig schon viel zu lang« (Musik: Paul Sies) wurde er 2026 beim Buggles Award mit dem Nachwuchspreis » YOUNG BUGS Award« ausgezeichnet: »Das Musikvideo heißt alle willkommen, die mit Einsamkeit und sozialem Rückzug zu kämpfen haben, was derzeit gerade für unsere junge Generation relevant ist. « (Auszug Jurybegründung Buggles Award 2026)
    @simonisok_

    🎬 Must-See: Musikvideo-Tipps unserer Gäste

    Für Giovanna ist »Around the World« von Daft Punk (Regie: Michel Gondry) ein unverzichtbarer Klassiker: Jede Figur steht für ein Instrument, jede Bewegung folgt dem Beat – ein lustiges Spiel aus Rhythmus und Bild, inspiriert von der Idee der »visual music« bei Oskar Fischinger.
    Simon empfiehlt: die Arbeiten von Keith Schofield – bekannt für pointierten Humor, starke visuelle Ideen und einen bewusst schrägen Zugriff auf Pop. Seine Videos brechen Erwartungen und bleiben genau dadurch im Kopf.

    Was sind eure ganz persönlichen Musikvideo Klassiker oder Must Sees? Und, gehören die auf die große Leinwand?

    Content Notes:

    Buggles Award - der Landesmusikvideopreis Baden-Württembergs organisiert von Pop Büro und dem Stuttgarter Filmwinter
    The Arrival of a Train at La Ciotat Station - Lumière Brothers - 1896
    Optical Poem (1938) Oskar Fischinger
    Simon Schares

    30 min
  • GUCK MICH NICHT AN – Viral gehen ohne Label?
    mit ildikó unterwegs an den Waggons

    ildikó macht Rap – laut, emotional, humorvoll und ohne sich auf einen Stil festzulegen. Auf den unkonventionellen Beats von IANEK erzählt sie von persönlichen Erfahrungen, fiktiven Szenarien, Feminismus und Empowerment. Mit „GUCK MICH NICH AN“ wurde sie im September 2024 plötzlich breit wahrgenommen – der Song läuft inzwischen auf Demos und unter politischen Videos.

    Für kunstundquer trifft Jonathan sie am Nordbahnhof zwischen Waggons und Wagenhallen. Beim Spaziergang erzählt ildikó, warum sie kein Label wollte, ihre Tour selbst gebucht hat und Social Media wieder gelöscht hat. Es geht um DIY-Arbeit, kreative Unsicherheiten, Kommentarspalten – und um ihren neuen Song „Aggression“.

    Song: Guck mich nicht an

    Credit: ildikó & IANEK

    26 min
  • Wenn Pornos ins Kino kommen
    Mit Lu ein Spaziergang zu Pornokunst, Öffentlichkeit und das gemeinsame Schauen

    Pornos schaut man meist allein, auf dem Handy oder im Stillen.

    Beim Natural Instincts Festival ist das anders: Seit mehreren Jahren bringt Lu Breitenberger ein Programm von pornografischer Filmkunst auf die große Leinwand – sensibel, divers und debattenoffen. Die Filme dort sind nicht Mainstream-Ware, sondern Arbeiten, die Lust, Identität, Gleichberechtigung und Einvernehmen thematisieren und anschließend im Gespräch mit dem Publikum verhandeln.

    In dieser Folge treffen wir Lu vor dem Delphi Kino und laufen mit ihr durch die Stadt – bis zum Erotikshop Frau BLUM nebenan. Unterwegs sprechen wir darüber, wie Pornografie als Kunstform funktionieren kann, wieso Sexualität trotz Überverfügbarkeit oft mit Scham besetzt ist, und was passiert, wenn Lust gemeinsam erlebt, nicht nur privat konsumiert wird.

    Notes:

    Künstlerin Vex Ashley: about vex | Four Chambers | a four chambered heart
    Natural Instincts Festival NATURAL INSTINCTS – Porno · Film · Kunst · Festival · Stuttgart
    Delphi Arthouse Kino Stuttgart
    FRAU BLUM FRAU BLUM – FRAU BLUM Hülsewig und Steinmann GbR

    Link zum Video YOUTUBE

    30 min

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Ab jetzt sind wir jeden Monat unterwegs: kunstundquer geht raus aus dem Studio und rein in die Region. Wir treffen Menschen, die hier Kunst und Kultur machen, besuchen Orte, an denen gerade etwas entsteht, und kommen ins Gespräch - direkt vor Ort. Über Ideen, Anfänge und Umwege. Wer und was ist eigentlich kreativ im Ländle?