Aktuelle Nachrichten, 28. Juni 2025:
Neuer gesetzlicher Mindestlohn beschlossen
Die Mindestlohnkommission hat entschieden, den gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland in zwei Stufen bis 2027 auf 14,60 Euro pro Stunde anzuheben. Ab Januar 2026 steigt der Mindestlohn zunächst auf 13,90 Euro, ein Jahr später folgt die Anhebung auf 14,60 Euro. Aktuell liegt die Lohnuntergrenze bei 12,82 Euro. Die Entscheidung wurde einstimmig von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern getroffen, nachdem die Verhandlungen als sehr schwierig beschrieben wurden. Rund sechs Millionen Menschen profitieren direkt von der Erhöhung. Kritik kommt von Gewerkschaften und SPD, denen die Erhöhung nicht weit genug geht, während Arbeitgeber den zweiten Erhöhungsschritt als sehr hoch einstufen.
Bundesarbeitsministerin Bas stellt Rentenpaket vor
Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat ein umfassendes Rentenpaket vorgestellt. Im Mittelpunkt steht die Zusage, das Rentenniveau bis 2031 auf 48 Prozent festzuschreiben. Außerdem soll die sogenannte Mütterrente ausgeweitet werden, sodass künftig auch für vor 1992 geborene Kinder drei Jahre Kindererziehungszeit angerechnet werden. Rentnerinnen und Rentner sollen zudem leichter wieder im alten Job arbeiten können, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Die Finanzierung erfolgt aus Steuermitteln. Das Paket stößt sowohl bei Arbeitgebern als auch bei Gewerkschaften und Opposition auf Kritik – die einen warnen vor hohen Kosten, die anderen fordern eine noch stärkere Absicherung.
Europa & Welt
EU-Gipfel: Einigkeit bleibt Herausforderung
Beim EU-Gipfel in Brüssel stand das Bemühen im Vordergrund, angesichts globaler Krisen Geschlossenheit zu zeigen. In zentralen Fragen wie der Ukraine-Politik, neuen Russland-Sanktionen und dem Umgang mit Israel herrschte jedoch Uneinigkeit. Die geplante Erklärung zur Ukraine scheiterte am Widerstand Ungarns, das 18. Sanktionspaket gegen Russland wurde von der Slowakei blockiert. Beim Thema Israel gab es keine Mehrheit für Konsequenzen gegen das Land. Einigkeit herrschte hingegen bei der geplanten Erhöhung der Verteidigungsausgaben. Viele offene Fragen sollen beim nächsten Gipfel im Juli weiterverhandelt werden.
Überraschende Einigung im Handelsstreit zwischen USA und China
Im Handelsstreit zwischen den USA und China gibt es eine überraschende Annäherung: Beide Länder haben sich auf eine Lockerung zentraler Handelsbeschränkungen geeinigt. China wird künftig wieder seltene Erden liefern, während die USA im Gegenzug einige Gegenmaßnahmen aufheben. Die Einigung ist ein wichtiger Schritt zur Entspannung im Handelskonflikt und soll die Versorgungssicherheit für westliche Industrien verbessern. Wie belastbar das Abkommen in der Praxis ist, bleibt abzuwarten.