Labor Inside - Wie wir Menschen den richtigen Wert geben

Labor Inside - Wie wir Menschen den richtigen Wert geben

By Georg Endler, Georg Engstler, Bernhard MühlScienceMedicineHealth & FitnessEducationCoursesNatural Sciences
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Labor Inside - Wie wir Menschen den richtigen Wert geben episodes

  • Folge 35 Der Niere zweiter Teil Cystatin C und UACR
    Wann Kreatinin allein nicht reicht und welche Laborwerte bei Diabetes und Bluthochdruck zur Früherkennung beitragen.

    🩺 Folge 35: Niere gut, alles gut – Der Niere zweiter Teil

    Reicht Kreatinin allein aus, um die Nierenfunktion zuverlässig zu beurteilen? Oft nicht! Besonders bei stark abweichender Muskelmasse stößt dieser Standardmarker an seine Grenzen. In dieser Folge besprechen René Zadnikar und Georg Endler zwei essenzielle Alternativen: Cystatin C und die Albumin-Kreatinin-Ratio (ACR). Sie erklären, wie beide Parameter diagnostische Lücken schließen und warum ein jährliches Screening bei Risikopatienten irreversible Nierenschäden und eine Dialysepflichtigkeit verhindern kann.

    🔬 Themen dieser Folge

    • Grenzen des Kreatinins: Warum stark abweichende Muskelmasse (bei sehr mageren, muskulösen oder älteren Patientinnen und Patienten) den klassischen Nierenwert verfälscht.
    • Cystatin C als Alternative: Ein blutbasierter, von der Muskelmasse unabhängiger Marker, der eine präzisere Schätzung der glomerulären Filtrationsrate (GFR) ermöglicht.
    • Einschränkungen von Cystatin C: Mögliche falsch-hohe Werte bei akuten Entzündungen, Sepsis oder hochdosierter Cortisontherapie.
    • Die Albumin-Kreatinin-Ratio (ACR): Warum die Quantifizierung von Eiweiß im Harn entscheidend ist, um eine pathologische Durchlässigkeit des Nierenfilters (Mikroalbuminurie) zu erkennen.
    • Screening bei Risikopatienten: Die enorme Bedeutung der jährlichen ACR-Kontrolle bei Diabetes mellitus und Bluthochdruck.
    • Präanalytik und Fehlerquellen der ACR: Wie Faktoren wie Harnwegsinfekte oder Menstruationsblut das Untersuchungsergebnis verfälschen können.
    • Kostenübernahme in Österreich: Aktuelle Herausforderungen bei der Erstattung von Cystatin C durch die Kassen (z. B. ÖGK) im Vergleich zur weithin bezahlten ACR.

    📚 Wissenschaftliche Quellen

    • Leitlinie zur Diagnostik und Behandlung chronischer Nierenerkrankungen

    Autor(en): KDIGO (Kidney Disease: Improving Global Outcomes)

    Fachzeitschrift und Erscheinungsjahr: Kidney International, 2024
    Originaltitel: KDIGO 2024 Clinical Practice Guideline for the Evaluation and Management of Chronic Kidney Disease (CKD)
    Link: https://kdigo.org/guidelines/ckd/

    • Studie zur Präzision der GFR-Bestimmung durch Cystatin C

    Autor(en): Lesley A. Inker et al.

    Fachzeitschrift und Erscheinungsjahr: The New England Journal of Medicine (NEJM), 2012
    Originaltitel: Estimating Glomerular Filtration Rate from Serum Creatinine and Cystatin C
    Link: https://doi.org/10.1056/NEJMoa1114248

    • Bedeutung des jährlichen Nieren-Screenings (ACR) bei Diabetes

    Autor(en): Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), AWMF

    Fachzeitschrift und Erscheinungsjahr: Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL), 2023
    Originaltitel: Nationale VersorgungsLeitlinie Typ-2-Diabetes
    Link: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/nvl-001

    • Metaanalyse zum prädiktiven Wert der Albuminurie

    Autor(en): Chronic Kidney Disease Prognosis Consortium

    Fachzeitschrift und Erscheinungsjahr: The Lancet, 2010
    Originaltitel: Association of estimated glomerular filtration rate and albuminuria with all-cause and cardiovascular mortality in general population cohorts: a collaborative meta-analysis
    Link: https://doi.org/10.1016/S0140-6736(10)60674-5

    🎙️ LaborInSight – Der Podcast rund um Labormedizin und die Bedeutung von Laborwerten.

    Mit Georg Endler und René Zadnikar.
    Unterstützt von labors.at.

    Hinweis: Der Podcast richtet sich vorwiegend an medizinisches Fachpersonal und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung.

    18 min
  • Folge 34 Niere gut alles Gut
    Was der Nierenwert verrät – und warum Muskelmasse, Ernährung und Medikamente die GFR-Berechnung beeinflussen.

    Folge 34: Ni(e)re gut, alles gut – Kreatinin für Anfänger

    Wie gut funktionieren unsere Nieren – und was verrät uns der Kreatininwert wirklich?

    Chronische Nierenerkrankungen bleiben häufig lange unbemerkt. Kreatinin gehört zu den wichtigsten Laborparametern zur Beurteilung der Nierenfunktion. Doch der Wert hat seine Grenzen: Muskelmasse, Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente können das Ergebnis beeinflussen.

    In dieser Folge von LaborInSight erklären die Labormediziner Georg Endler und René Zadnikar, wie Kreatinin entsteht, warum die berechnete glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) häufig aussagekräftiger ist und welche Vorteile neue Berechnungsformeln bieten.

    🔬 Themen dieser Folge

    Kreatinin: Entstehung und Bedeutung für die Nierenfunktion
    Einflussfaktoren: Warum Muskelmasse, Ernährung und Medikamente den Kreatininwert verändern können
    Der kreatininblinde Bereich: Wenn die Nierenfunktion bereits eingeschränkt ist, obwohl das Kreatinin noch im Referenzbereich liegt
    eGFR: Wie wird die Filterleistung der Niere berechnet?
    Neue GFR-Formeln: Verbesserte Abschätzung der Nierenfunktion bei Kindern und Erwachsenen
    24-Stunden-Harn: Warum die Kreatinin-Clearance fehleranfällig sein kann
    Besondere Patientengruppen: Worauf bei Schwangeren, Kindern und älteren Menschen zu achten ist
    Cystatin C: Ein weiterer Biomarker zur Beurteilung der Nierenfunktion
    📚 Wissenschaftliche Quellen

    1. Internationale Leitlinie zur chronischen Nierenerkrankung

    2. KDIGO (2024)
      Clinical Practice Guideline for the Evaluation and Management of Chronic Kidney Disease
      https://kdigo.org/guidelines/ckd-evaluation-and-management/

    3. Neue GFR-Berechnungsformeln für Kinder und Erwachsene

    4. Pottel H. et al., Annals of Internal Medicine (2021)
      Development and Validation of a Modified Full Age Spectrum Creatinine-Based Equation to Estimate Glomerular Filtration Rate
      https://doi.org/10.7326/M20-4366

    5. Kreatinin und Cystatin C zur Abschätzung der Nierenfunktion

    6. Inker LA et al., New England Journal of Medicine (2021)
      New Creatinine- and Cystatin C–Based Equations to Estimate GFR without Race
      https://doi.org/10.1056/NEJMoa2102953

    7. Einfluss von Fleischkonsum auf Kreatinin und eGFR

    8. Preiss DJ et al., Annals of Clinical Biochemistry (2007)
      The influence of a cooked-meat meal on estimated glomerular filtration rate
      https://doi.org/10.1258/000456307780480963

      25 min
    9. Folge 33 Männersachen - Kinderwunsch beim Mann
      Die Wahrheit über männliche Fruchtbarkeit, Laborwerte und unerfüllte Wünsche. Ein ehrlicher Blick hinter die Kulissen.
      # Labor Inside Folge 33: Männersachen – Kinderwunsch beim Mann & Spermiogramm
      ## Zusammenfassung
      Liebe Kolleginnen und Kollegen, Hand aufs Herz: Wenn ein Paar nach einem Jahr engagierten Übens mit unerfülltem Kinderwunsch in der Praxis vorstellig wird, wandert der Blick der Medizin traditionell reflexartig zur Frau. Das ist nicht nur ungerecht, sondern auch statistisch schlichtweg falsch: In rund einem Drittel der Fälle liegt die Ursache allein beim Mann, in einem weiteren Drittel spielen kombinierte Faktoren beider Partner eine Rolle. Dennoch scheuen viele Männer den Gang zur Abklärung wie die Katze das Wasser – nagt das Thema doch empfindlich am mythologischen Ego der eigenen Zeugungskraft.
      In dieser Folge nehmen Labormediziner Dr. Georg Endler und sein Kollege Felix Endler das „Männer-Thema“ mit gewohntem Wiener Schmäh unter die Lupe. Die gute Nachricht für die hausärztliche Praxis vorweg: Den Mann abzuklären ist ungleich einfacher, schneller und vor allem deutlich weniger invasiv als die hormonelle und apparative Odyssee, die Frauen oft durchlaufen müssen. Neben einem basalen Labor (Blutbild, Leber-, Nieren- und Schilddrüsenwerte) sowie einem konsequenten STD-Screening (insbesondere Chlamydien, die sich stumm im Urogenitaltrakt festsetzen können) steht das Spermiogramm an vorderster Front.
      Allerdings verlangt die Samenanalyse dem Probanden einiges an Logistik und Demut ab. Die Probe muss frisch sein – ab 60 Minuten sinkt die Vitalität der kleinen Schwimmer rapide ab. Entweder begibt sich der Patient also in die berühmt-berüchtigte, wenig romantische Laborkabine („nicht zwingend für Wohlfühlatmosphäre konzipiert“), oder er absolviert einen veritablen Transport-Sprint vom heimischen Schlafzimmer ins Labor binnen maximal 45 Minuten. Hinzu kommt die strikte Karenzzeit von drei bis fünf Tagen ohne Ejakulation.
      Doch Vorsicht bei der Befundinterpretation: Ein einzelnes schlechtes Spermiogramm ist noch lange kein Urteil zur Zeugungsunfähigkeit! Die Spermienzahl und -qualität unterliegt enormen biologischen Tagesschwankungen von 50 bis 60 Prozent. Ein fieberhafter Infekt vor sechs Wochen, Stress oder Schlafmangel genügen, um die Werte vorübergehend in den Keller rauschen zu lassen. Daher gilt die eiserne Labor-Regel: Ein pathologischer Befund muss immer durch eine Zweituntersuchung im zeitlichen Abstand kontrolliert werden – und wenn eine Probe normal ist, zählt der bessere Befund!
      Zudem ist das Spermiogramm kein binärer Schwangerschaftsgarant: Auch mit einer diagnostizierten Oligo-, Astheno- oder Teratozoospermie werden Männer spontan Väter (schließlich genügt im Idealfall eine einzige vitale Samenzelle), während rund 20 Prozent der Männer mit unerfülltem Kinderwunsch ein vollkommen unauffälliges Spermiogramm aufweisen. Und nicht zuletzt lohnt sich immer ein einfühlsamer hausärztlicher Realitätsabgleich in der Anamnese: Manchmal beruht das Problem schlicht auf zwischenmenschlichen Missverständnissen über den weiblichen Zyklus oder elementaren Lücken im Biologieunterricht. Ein Plädoyer für den frühen, niederschwelligen Männertest – hören Sie rein!
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      ## Key Takeaways für die Praxis
      * **Parität der Ursachen:** Bei unerfülltem Kinderwunsch liegt die Ursache zu ca. einem Drittel rein beim Mann und zu einem weiteren Drittel bei beiden Partnern gemeinsam.
      * **Wenig Invasivität, hoher Nutzen:** Das Spermiogramm ist die am wenigsten invasive Erstmaßnahme bei Infertilität und sollte frühzeitig initiiert werden.
      * **Strenge Präanalytik:** 3 bis 5 Tage Ejakulationskarenz; die Probe muss körperwarm und binnen 30–45 Minuten im Labor einlangen.
      * **Keine Panik bei Erstbefunden:** Die Spermienzahl schwankt physiologisch um 50–60 %. Ein pathologisches Spermiogramm erfordert immer eine Zweitmessung vor weiterführenden Interventionen.
      * **STD-Screening obligat:** Chlamydieninfektionen verlaufen oft asymptomatisch, stellen aber einen der häufigsten infektiösen Risikofaktoren für Infertilität dar.
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      ## Quellen & Weiterführende Links
      ### Akademie für labormedizinische Fort- und Weiterbildung
      * „Das Service zum Literaturstudium der Akademie für labormedizinische Fort- und Weiterbildung.“
      Link: https://www.laborakademie.at/online-fortbildungen/
      ### AWMF Leitlinien
      * „Die Diagnostik und Therapie bei Fertilitätsstörungen sollte sich an den individuellen Bedürfnissen des Paares orientieren und psychosomatische Aspekte von Beginn an integrieren.“
      Link: https://register.awmf.org/assets/guidelines/016-003l_KF_S2k_-Psychosomatische-Diagnostik-Therapie-Fertilitaetsstoerungen_2020-02.pdf
      * „Bei unerfülltem Kinderwunsch soll eine strukturierte Abklärung beider Partner erfolgen, um somatische sowie psychosoziale Belastungsfaktoren frühzeitig zu identifizieren.“
      Link: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/016-003
      * „Die Indikation zu weiterführenden reproduktionsmedizinischen Maßnahmen setzt eine differenzierte andrologische und gynäkologische Basisdiagnostik voraus.“
      Link: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/015-085
      ### Labors.at
      * „Sollte die Chlamydien-Infektion Ursache der Infertilität sein, liegt die Peak-Infektion meist schon zehn oder 15 Jahre zurück. Nicht nur Frauen, auch Männer können betroffen sein.“
      Link: https://www.labors.at/wp-content/uploads/2023/03/DFP-Literaturstudium-Chlamydienscreening-02-03-2023.pdf
      * „Auch wenn die bisherige Studienlage nicht eindeutig ist, empfiehlt die WHO den Test in ausgewählten Fällen, speziell bei schlechtem Spermiogramm.“
      Link: https://www.labors.at/blog/2024/01/31/neue-analyse-dna-fragmentationsindex-dfi-im-spermiogramm/
      * „CHLAMAK ist das Gruppenkürzel für die Blockanforderung 'Chlamydien Antikörper'. Diese besteht aus den Einzelanforderungen: Chlamydia trachomatis IgG-AK, IgA-AK.“
      Link: https://www.labors.at/analysenverzeichnis/analyseverzeichnis-detail/1871
      * „Chlamydien-Erreger, die sich im Rahmen einer Harnröhreninfektion eines Mannes manifestieren, können unbemerkt persistieren und übertragen werden.“
      Link: https://www.labors.at/wp-content/uploads/2022/01/STD-Labors.at-V6-17.9.2019.pdf
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      ## Disclaimer
      Dieser Podcast richtet sich an medizinisches Fachpersonal und dient der fachlichen Fortbildung und Information. Die Inhalte ersetzen keine individuelle klinische Untersuchung, Befunderhebung oder therapeutische Entscheidung.
      21 min
    10. Folge 32 Dicke Knie und neue Liebe - Das Labor bei reaktiver Arthritis
      Warum sie selten ist, aber oft vermutet wird. Ein Blick hinter die Diagnosen und Laborwerte.

      Reaktive Arthritis ist so ein bisschen wie der „Verdächtige“ in jeder Kniegeschichte: ständig im Raum, selten wirklich schuldig. Im Transkript wird genau das pointiert: In der Praxis wird sie massiv überdiagnostiziert – besonders, wenn irgendwo das Wort „Borreliose“ durchs Wartezimmer weht.

      Woran soll man klinisch denken? Eher jüngere Patient:innen, häufiger Männer, und typischerweise eine Oligoarthritis: meist ein bis zwei große Gelenke (Knie, Sprunggelenk, Hüfte). Das Gelenk ist oft beeindruckend dick, aber für die optische Dramatik erstaunlich wenig schmerzhaft. Wenn dagegen der Schmerz „nicht zum Patienten passt“: erst mal brav das Naheliegende abklopfen – Traumaanamnese, Meniskus, Bildgebung.

      Die zeitliche Spur ist hilfreich: reaktive Arthritis kann 1–6 Wochen nach einem Infekt auftreten. Und diese Infekte haben Lieblingskandidaten. Gastrointestinale Auslöser (Salmonella, Yersinia, Campylobacter) haben laut Transkript einen gewissen „Erinnerungsfaktor“ – Patient:innen vergessen den „legendären Durchfall“ selten. Urogenitale Trigger gibt’s auch: Chlamydien und Gonokokken.

      Der rote Faden der Folge: Serologie ist oft der falsche Reflex. Bei Chlamydien-Antikörpern sind viele Ergebnisse unspezifisch positiv – und helfen klinisch wenig. Stattdessen: direkter Erregernachweis, wenn es passt (z.B. PCR/Abstrich), weil man dann auch wirklich etwas Konkretes behandeln kann.

      Und Borrelien? Im Transkript wird es bewusst zugespitzt: Borrelienarthritis ist in Europa extrem selten, eher ist Europa „Neuroborreliose-Land“; die klassische Arthritis-Assoziation wird eher mit US-Stämmen verbunden. Merke außerdem fürs „Knie-Notfallradar“: Bei sehr hohem CRP und heißem, rotem Gelenk ist die Frage nicht „reaktiv oder nicht“, sondern eher: septisch? Protheseninfektion? → zügig Orthopädie, Punktion/Kultur, gezielte Antibiose.

      10 Links mit Zitaten (für Shownotes)

      AWMF – S2k-Leitlinie „Akutes rheumatisches Fieber und Poststreptokokken reaktive Arthritis“ (Registereintrag) https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/023-027
      „S2k-Leitlinie Akutes rheumatisches Fieber und Poststreptokokken reaktive Arthritis. Version: 5.1 Stand: 17.01.2024 …“

      AWMF – PDF zur Leitlinie (Volltext) https://register.awmf.org/assets/guidelines/023-027l_S2k_Akutes-rheumatisches-Fieber-Poststreptokokken-reaktive-Arthritis_2024-04.pdf

      „… Poststreptokokken reaktive Arthritis (PSrA) …“

      Labors.at – DFP-Literaturstudium Chlamydienscreening (PDF) https://www.labors.at/wp-content/uploads/2023/03/DFP-Literaturstudium-Chlamydienscreening-02-03-2023.pdf

      „Auch die reaktive Arthritis kann als Folge einer Chlamydia-trachomatis-Infektion entstehen …“

      Labors.at – Analysenverzeichnis: Chlamydia trachomatis PCR/Genital https://www.labors.at/analysenverzeichnis/analyseverzeichnis-detail/4827

      „Weitere Manifestationen: … reaktive Arthritis.“

      Labors.at – Analysenverzeichnis: Chlamydia pneumoniae IgM-AK https://www.labors.at/analysenverzeichnis/analyseverzeichnis-detail/1285

      „… reaktive Arthritis.“

      PubMed Central – Diagnostic Procedures to Detect Chlamydia trachomatis Infections https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5039585/

      „Therefore, NAATs are generally considered the test of choice for chlamydia …“

      NCBI Bookshelf – Chlamydia trachomatis Infection (StatPearls) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK537286/

      „The gold standard for the diagnosis of urogenital chlamydia infections is nucleic acid amplification testing (NAAT).“

      PubMed Central – Chlamydia Trachomatis Associated Reactive Arthritis: A Urinary PCR … https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7001391/

      „Nucleic acid amplification tests (NAATs) have shown promising results in the diagnosis …“

      NCBI Bookshelf – Reactive Arthritis (StatPearls) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK499831/

      „Reactive arthritis is a sterile inflammatory arthritis that arises following a gastrointestinal or genitourinary tract infection …“

      Akademie für Labormedizinische Fort- und Weiterbildung – Podigee-Seite (Folge „Let’s talk about sex“) https://laborakademie-labor-inside-podcast.podigee.io/9-let-s-talk-about-sex-geschlechtskrankheiten-fur-anfanger-und-profis

      20 min
    11. Folge 31 Das Kreuz mit dem Kreuz - Rückenschmerzen im Labor
      Wann Laborwerte bei Rückenschmerzen wirklich helfen – und wann sie nur verwirren. Ein Blick hinter die Kulissen moderner Rückenschmerzdiagnostik.

      Leitlinie Kreuzschmerz 2018

      [Neuroborreliose]

      (https://register.awmf.org/assets/guidelines/030-071l_S3_Neuroborreliose_2024-05.pdf))

      17 min
    12. Folge 30 und täglich grüßt der Rheumafaktor
      Warum Rheumafaktor nicht Rheuma bedeutet sondern auch eine altererscheinung ist.

      Leitlinie Kreuzschmerz 2018

      [Neuroborreliose]

      (https://register.awmf.org/assets/guidelines/030-071l_S3_Neuroborreliose_2024-05.pdf))

      [S2e-Leitlinie zur Behandlung der Polymyalgia rheumatica]

      (https://register.awmf.org/assets/guidelines/060-006l_S2e_Behandlung-der-Polymyalgia-rheumatica_2025-04.pdf))

      Axiale Spondyloarthritis inklusive Morbus Bechterew und Frühformen

      16 min
    13. Folge 29 Ich habs im Urin - Harnstreifen für Profis
      Von antiker Urinverkostung bis zur modernen Labordiagnostik – was steckt wirklich hinter dem Schnelltest?
      Ich habs im Urin

      Humorvoller Spickzettel für Ärztinnen & Ärzte

      Harndiagnostik ist Medizin im Schnellimbiss-Format: ein Stäbchen kurz eintauchen, einmal tief durchatmen, und schon hat man mehr Farben als ein Kindergeburtstag. Historisch war's noch „handwerklicher": Der Uroskopie‑Arzt hielt das Harnbeschauglas gegen das Licht, bewertete Farbe, Konsistenz, Geruch -- und wenn's ganz schlimm kam, angeblich sogar den Geschmack. Heute danken wir der Chemie: Urinsticks ersparen uns gastronomische Mutproben und liefern in Sekunden Hinweise -- aber eben Hinweise, keine Offenbarung. Starten wir mit den Basics: Das spezifische Gewicht ist ein grober Konzentrationsmarker und hängt gern an der Trinkmenge; pH ist meistens nur spannend, wenn man gezielt an Steinmanagement denkt -- und liefert nebenbei Steilvorlagen für Basenpulver‑Diskussionen. Leukozyten auf dem Stick sind nicht „Leukozyten", sondern deren Esterase: super, wenn Symptome dazu passen, aber ohne Klinik bitte nicht sofort die Antibiotika verschreiben. Kontamination (vaginale/genitale Sekrete) macht den Test nicht 100% zuverlässig. Nitrit ist der Kumpel bestimmter Bakterien (klassisch E. coli): gemeinsam mit Leukozyten und passenden Beschwerden wird's verdächtig. Alte Proben können Nitrit nachproduzieren -- Bahnhofstoiletten‑Aroma lässt grüßen. „Blut" misst chemisch die oxidierende Aktivität von Hämoglobin -- und kann deshalb auch ohne echte Erythrozyten positiv sein. Protein: Der Stick ist für feine Albuminmengen zu grob; bei Hypertonie/Diabetes lieber an Albumin/Kreatinin‑Ratio denken. Glukose wird bei Hyperglykämie positiv, ist aber unter SGLT2‑Hemmern quasi „Therapie‑Souvenir". Ketone sind harmlos beim Fasten, aber zusammen mit hohem Zucker ein Alarmzeichen Richtung Ketoazidose. Und die wichtigste Präanalytik: Mittelstrahl, sauberes Gefäß, nicht ewig stehen lassen -- sonst diagnostiziert man am Ende nur das Wachstum im Becher.

      .

      Labors.at

      https://www.labors.at/

      Die Laborakademie - noch mehr Fortbildung in Film Ton und Schrift

      https://www.laborakademie.at/

      [AWMF S3: Harnwegsinfektionen Erwachsene (PDF)]

      ](https://register.awmf.org/assets/guidelines/043-044k_S3_Epidemiologie-Diagnostik-Therapie-Praevention-Management-Harnwegsinfektionen-Erwachsene-HWI_2024-09.pdf))
      „Bei niedriger Vortestwahrscheinlichkeit, kann ein negativer Test auf Nitrit/Leukozyten eine Harnwegsinfektion mit ausreichender Sicherheit ausschließen."

      DEGAM / AWMF: Harnwegsinfektionen -- Anwenderfassung (PDF)

      [PubMed: Accuracy of leukocyte edsterase and nitrite tests …]](https://.ncbi.nlm.nih.gov/40912457/))

      „Pooled urine dipstick sensitivity and specificity for bacteriuria were 90% … and 56% … respectively …"

      25 min
    14. Folge 28 Vitamin D Oh weh! Wann Vitamin D Bestimmungen im Blut Sinn machen und wann nicht...
      Was steckt hinter dem Hype um Vitamin D? Wir klären Fakten, Mythen und echte Risiken rund um das Sonnenvitamin.

      In dieser Folge tauchen wir tief in die Kontroverse rund um Vitamin D ein: Ist der Mangel wirklich so verbreitet, wie es heißt? Wir sprechen über aktuelle Studien, erklären, wie Vitamin D im Körper wirkt und warum der Laborwert nicht immer alles verrät. Gemeinsam diskutieren wir, wann eine Substitution wirklich Sinn macht, warum nicht jeder niedrige Spiegel krank macht und welche Rolle Sonne, Ernährung und Lebensstil spielen. Aus der Perspektive der Labormedizin beleuchten wir, was Patientinnen und Patienten sowie Kolleginnen und Kollegen wirklich wissen sollten. Hört rein, wenn ihr wissen wollt, ob Vitamin D tatsächlich das Wundermittel ist – oder doch eher ein unterschätztes Risiko birgt.

      Vitamin D

      https://www.labors.at/analysenverzeichnis/analyseverzeichnis-detail/389

      Osteoporose

      Bartl R. Klinische Osteologie – Entstehung, Diagnostik, Prävention und Therapie aller Knochenerkrankungen. 1. Auflage. Stuttgart: Georg Thieme Verlag; 2014. ISBN 978-3-13-170161-9

      Dachverband der Deutschsprachigen Wissenschaftlichen Osteologischen Gesellschaften e. V. (DVO). S3-Leitlinie: Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen und bei Männern ab dem 50. Lebensjahr. Version 2.1. AWMF-Registernummer 183-001. 2023.

      Akut-Phase-Protein

      Halwachs-Baumann G. Labormedizin – Klinik, Praxis, Fallbeispiele. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Wien: Springer; 2011. ISBN 978-3-7091-0202-2.

      doi: 10.1007/978-3-7091-0203-9

      19 min
    15. Folge 27 Das ewige Leben im Labor Longevity und Labortests
      Wie Laborwerte unser Altern entschlüsseln – und und warum es in der Praxis nicht funktioniert. Ein Gespräch über Mythen, Fakten und gesunde Lebensjahre.

      In dieser Folge sprechen wir offen und praxisnah darüber, welche Laborwerte tatsächlich mit einem längeren, gesünderen Leben verbunden sind – und welche Tests oft mehr versprechen als sie halten. Gemeinsam hinterfragen wir den Hype um Longevity, diskutieren den Unterschied zwischen biologischem und chronologischem Alter und zeigen, wo die Wissenschaft echte Fortschritte macht.

      Wir teilen unsere Erfahrungen aus der Labormedizin, räumen mit gängigen Missverständnissen auf und geben Einblicke, wie man mit einfachen, kassenfinanzierten Untersuchungen mehr für die eigene Lebensqualität tun kann als mit teuren Spezialtests. Lass dich inspirieren, wie ein gesunder Lebensstil und gezielte Diagnostik echte Lebensjahre gewinnen können – und warum manchmal der gesunde Menschenverstand der beste Ratgeber ist und warum die Anzeigen auf den sozialen Medien meist nur dem nützen der due teuren Tests verkauft.

      Labors.at

      https://www.labors.at/

      Die Laborakademie - noch mehr Fortbildung in Film Ton und Schrift

      https://www.laborakademie.at/

      DNA-Methylierungsmuster

      https://de.wikipedia.org/wiki/DNA-Methylierung

      HbA1c (Langzeitblutzucker)

      (https://www.labors.at/analysenverzeichnis/analyseverzeichnis-detail/41))

      Kreatinin und GFR (Nierenfunktion)

      (https://www.labors.at/analysenverzeichnis/analyseverzeichnis-detail/265))

      Lipoprotein(a)

      (https://www.labors.at/analysenverzeichnis/analyseverzeichnis-detail/228))

      LDL-Cholesterin

      (https://www.labors.at/analysenverzeichnis/analyseverzeichnis-detail/224))

      Vitamin D

      https://www.labors.at/analysenverzeichnis/analyseverzeichnis-detail/389

      20 min
    16. Folge 26 die Schulddrüse - Warum die Schilddrüse nicht immer an allem Schuld ist
      Warum nicht alles an der Schilddrüse liegt und es meistens nur einen einzigen Laborwert braucht um es herauszufinden-Ein Gespräch mit Augenzwinkern.

      In dieser Folge tauchen wir gemeinsam tief in die Welt der Schilddrüse ein. Wir sprechen darüber, warum Schilddrüsenerkrankungen so häufig sind, wie einfach die Diagnose oft sein kann und weshalb nicht jedes Symptom auf die Schilddrüse zurückzuführen ist. Mit praxisnahen Beispielen, persönlichen Anekdoten und einer Prise Humor erklären wir, welche Laborwerte wirklich zählen und wann weitere Untersuchungen nötig sind. Wir räumen mit Mythen auf, klären über Autoimmunerkrankungen auf und zeigen, wann ein erhöhter TSH-Wert Grund zur Sorge ist – oder eben nicht. Wer wissen will, wie man Schilddrüsenprobleme erkennt und was Laborwerte wirklich bedeuten, ist hier genau richtig.

      Labors.at

      https://www.labors.at/

      Die Laborakademie - noch mehr Fortbildung in Film Ton und Schrift

      https://www.laborakademie.at/

      (https://www.schilddruesengesellschaft.at/publikationen-der-schilddr%C3%BCsenfall))

      Jodiertes Speisesalz

      (https://www.bmgf.gv.at/themen/ernaehrung/jod))

      Eltern-Kind-Pass

      (https://www.gesundheit.gv.at/leben/eltern/mutter-kind-pass))

      19 min

    About Labor Inside - Wie wir Menschen den richtigen Wert geben

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    Jeder braucht sie - Laboranalysen sind aus der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken. Ohne Laborwerte gibt es keine Vorsorge und oft auch keine Behandlung von Krankheiten.