Laut + Leis
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Laut + Leis episodes

  • Uni-Seelsorger Thomas Reschke über die Generation Z an der HSG

    Er ist seit 25 Jahren katholischer Seelsorger und Lehrbeauftragter für Theologie an der Hochschule St. Gallen (HSG). Wie hat sich die Kaderschmiede verändert, und wie erlebt Thomas Reschke die Studierenden der Generation Z? Ein Gespräch über Höhepunkte und Tiefschläge, über Vorurteile und Lebensrealitäten.

    Die Themen:

    • Ende Jahr geht Thomas Reschke in Frühpension: Hat er genug von seiner Arbeit als Uni-Seelsorger?
    • Zu Beginn seiner Tätigkeit hatte die HSG exakt 4701 Studierende. Heute sind es mehr als doppelt so viele: Was heisst das für seine Arbeit?
    • Was ist dran an der Aussage, dass an der HSG vor allem sogenannte «Rich Kids» studieren?
    • Das Umfeld ist sehr kompetitiv: Wie schwer fällt es den Studierenden, bei Problemen das Gespräch mit einem Seelsorger zu suchen?
    • Wie unterscheiden sich die Sorgen der Generation Z von den Sorgen früherer Generationen?
    • Kriege, Klimakrise und künstliche Intelligenz: Wie stark ist Zukunftsangst auch an der HSG spürbar?
    • Früher hat es an der HSG kein Care-Team gegeben. Das hat sich vor ein paar Jahren geändert: Was war der Auslöser?
    • Arbeits- und Wohnort fallen bei Reschke zusammen: Wie grenzt er sich ab?
    • Neben der Tätigkeit als Seelsorger sind Vorlesungen ein wichtiger Bestandteil seiner Arbeit: Wie frei ist er in der Wahl seiner Themen?
    • Mit dem neuen Jahr beginnt für Thomas Reschke ein neuer Lebensabschnitt: Wie wird er ihn gestalten?

    34 min
  • Jan Loffeld: «Säkularisierung ist ein Mega-, aber kein Universaltrend»

    Er ist Priester in Münster und Professor für Praktische Theologie in Utrecht und hat mit seinem Buch «Wenn nichts fehlt, wo Gott fehlt» für innerkirchlichen Wirbel gesorgt. Jan Loffeld spricht über den Bedeutungsverlust des Christentums und sagt, was ihn trotzdem optimistisch stimmt.

    Weitere Themen:

    • Beide grossen Landeskirchen der Schweiz verlieren kontinuierlich Mitglieder: Warum?
    • Die Niederlande gehören zu den säkularisiertesten Ländern der Welt: Ist dort der Tiefpunkt erreicht?
    • In Angola oder auf den Philippinen wächst die römisch-katholische Kirche: Warum?
    • Die Erwachsenen-Taufe erlebt in Frankreich einen Boom: Könnte das der Anfang einer Trendwende in Europa sein?
    • Loffeld beobachtet eine zunehmende Gleichgültigkeit gegenüber religiösen Fragen: Woran macht er diese Gleichgültigkeit fest?
    • In der Schweiz sind jetzt auch Geistliche zum Militärdienst verpflichtet, weil es keine «Unentbehrlichkeit» mehr gebe. Ist das schockierend?
    • Hat der Relevanzverlust auch etwas mit der Qualität der Gottesdienste und kirchlichen Angebote zu tun?
    • Konfessionelle Unterschiede seien nur noch für eine verschwindend kleine Minderheit relevant. Ist das ein Plädoyer für die Ökumene?
    • Für den Religionssoziologen waren die letzten beiden Jahre so etwas wie eine «ökumenische Entdeckung»: Was hat er erlebt?
    • «Die Kirchen befinden sich biblisch gesprochen im Karsamstag», so Loffeld: Was meint er damit?
    • Das Buch von Jan Loffeld: «Wenn nichts fehlt, wo Gott fehlt. Das Christentum vor der religiösen Indifferenz», 191 Seiten, Herder-Verlag 2024

    34 min
  • Leihmutterschaft ist ethisch umstritten – was sagen die beiden grossen Schweizer Landeskirchen dazu?

    Ein unerfüllter Kinderwunsch kann zu einer existenziellen Krise führen. Ob eine Leihmutterschaft unter strengen Bedingungen eine Lösung sein könnte, darüber debattieren Sophie Zimmermann und Wolfram Kötter. Sie arbeitet als römisch-katholische Theologin im Pastoralraum Stadt Luzern und ist Mitglied im Vorstand des Frauenbund Schweiz. Er ist Kirchenratspräsident der evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Schaffhausen.

    Die Themen:

    • Die Causa Jens Spahn
    • Ein Recht auf ein Kind gibt es nicht. Doch der Wunsch nach einem Kind ist verständlich.
    • Die Lebensphilosophie vieler Menschen ist heute eine andere als vor dreissig Jahren. Heute gibt es in der Schweiz die Ehe für alle.
    • Was sagt die Bibel zur Leihmutterschaft?
    • Die römisch-katholische Kirche sagt klar Nein zur Leihmutterschaft: Was sind die Hauptgründe?
    • Die evangelisch-reformierte Kirche hat sich nicht klar positioniert. Sie betont die Individualethik und hat einen aktuellen Aufsatz publiziert.
    • Frauenbund Schweiz: Ein 35-seitiges Diskussionspapier von 2016 beleuchtet Leihmutterschaft aus verschiedenen Perspektiven.
    • Kommerzielle und altruistische Leihmutterschaft
    • Boomender Markt: Laut Schätzungen wurden im vergangenen Jahr weltweit für Leihmutterschaften rund 8 Milliarden Dollar ausgegeben.
    • In der Schweiz ist Leihmutterschaft verboten. Doch die Kinder sind da: Es braucht einen menschenwürdigen Umgang für alle Beteiligten.

    39 min
  • Markus Hofer über die radikale Lebensform des Franz von Assisi

    Vor 800 Jahren gestorben, fasziniert Franz von Assisi bis heute viele Menschen. Wer war der Mann, der auf jeglichen Besitz verzichtete? Tiere als Geschwister ansah und den Franziskaner-Orden gründete? Auf Spurensuche mit dem österreichischen Theologen und Buchautor Markus Hofer.

    Weitere Themen:

    • Kaum eine Persönlichkeit aus dem Mittelalter ist so gut dokumentiert wie Franz von Assisi. Was ist neu an der Biografie?
    • Umgang mit den historischen Quellen: Was stimmt tatsächlich? Was ist ausgeschmückt, was schlicht erfunden?
    • Franz von Assisi hat das Evangelium wortwörtlich genommen War er ein Fundamentalist?
    • Berührt hat er die Menschen seiner Zeit vor allem mit seinen Predigten. Was war das Aussergewöhnliche?
    • Er hat über lange Zeitperioden gefastet und sich auch gezüchtigt. Doch seinen Brüdern hat er die extreme Askese verboten. Warum?
    • Der berühmte «Sonnengesang» von Franz inspiriert Menschen bis heute. Was bedeutet Markus Hofer dieser Lobgesang auf den Schöpfer?
    • Wer sich mit Franz befasst, stösst auch auf Klara von Assisi: In welcher Beziehung standen die beiden zueinander?
    • Franz von Assisi stirbt mit 44 oder 45 Jahren und hinterlässt ein Testament: Weshalb sorgte es für heftige Kontroversen?
    • Jorge Mario Bergoglio hat sich 2013 als erster Papst überhaupt den Namen Franziskus gegeben: Was bedeutet das für den Heiligen?
    • Das Buch von Markus Hofer: «Franz von Assisi. Ein radikales Leben neu erzählt», 184 Seiten, Tyrolia-Verlag 2026

    33 min
  • Wie kann Verzeihen gelingen, Joachim Küchenhoff?

    Er war Direktor der Erwachsenenpsychiatrie Baselland in Liestal und hat jetzt ein Buch übers Verzeihen geschrieben. Warum das oft ein langwieriger und schmerzhafter Prozess ist, erklärt der Psychiater und Psychoanalytiker Joachim Küchenhoff. Enorm beeindruckt hat ihn Gisèle Pelicot.

    Weitere Themen:

    • Verzeihen ist das Pendant zur Rache: Warum ist Rache so süss?
    • Vergebung ist auch in der Bibel zentral, zum Beispiel im «Vater unser». Wann wird moralischer Druck belastend?
    • Küchenhoff spricht konsequent vom Verzeihen. Was ist der Unterschied zwischen verzeihen und vergeben?
    • Zurzeit gibt es weltweit über 60 Kriegsherde: Was braucht es, damit ein kollektives Verzeihen überhaupt möglich wird?
    • Heute betreibt der Psychiater eine eigene Praxis: Welches sind die häufigsten Probleme, mit denen Menschen zu ihm kommen?
    • Warum fällt es vielen Menschen schwer, sich selber zu verzeihen?
    • Was braucht es, damit ein Opfer nicht ein Leben lang in der Opferrolle gefangen bleibt?
    • Gisèle Pelicot und ihre Tochter Caroline Darian: Wie gehen die beiden mit den monströsen Taten von Dominique Pelicot um?
    • Was erleben Menschen, die sich selber oder jemand anderem verzeihen können?
    • Das Buch von Joachim Küchenhoff: «Verzeihen. Plädoyer für eine unverzichtbare psychosoziale Fähigkeit», 160 Seiten, Psychosozial-Verlag 2026.

    34 min
  • Bestattungskultur im Wandel: Das Krematorium Luzern ist 100 Jahre alt

    Eine Ausstellung auf dem Friedhof Friedental in Luzern schlägt den Bogen vom Literaturnobelpreisträger Carl Spitteler, der sich als Erster einäschern liess, bis zu Menschen, die ihre letzte Ruhe in einem Gemeinschaftsgrab suchen. Warum der Bau des Krematoriums einen Streit bis vor Bundesgericht auslöste, erzählt der Historiker und Ausstellungsmacher Jürg Stadelmann.

    Weitere Themen:

    • Katholikinnen und Katholiken durften sich bis 1963 nicht kremieren lassen. Warum?
    • Heute ist Kremation völlig normal: 90% aller Verstorbenen lassen sich in Luzern verbrennen. Wie ist dieser Wandel zu erklären?
    • Das Friedental ist heute ein Friedhof für alle fünf Weltreligionen. Wie funktioniert Integration konkret?
    • Hindus verbrennen ihre Verstorbenen auf dem Scheiterhaufen. Das ist in der Schweiz verboten. Welchen Kompromiss hat man gefunden?
    • Seit 2008 gibt es im Friedental muslimische Gräber, die nach Mekka ausgerichtet sind. Wer hat sich zuvor dagegen gesträubt?
    • Bestattungen: Mit welcher Bevölkerungsgruppe hat das Friedhofspersonal oft den grössten Aufwand?
    • Heute entscheiden sich 40% aller Kremierten für ein Gemeinschaftsgrab. Warum?
    • Seit ein paar Jahren kann man auch im Gemeinschaftsgrab den Namen anzeigen lassen. Warum sind Erinnerungsorte wichtig?
    • Die Ausstellung «Frieden im Tal. 100 Jahre Krematorium Luzern» dauert bis zum 15. November und ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

    34 min
  • Philippa Rath: «Die Hoffnung ist für mich die stärkste Kraft überhaupt» (W)

    Die prominente Benediktinerin ist eine spätberufene Frauenaktivistin und setzt sich ein für Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche. In einem neuen Buch spricht Schwester Philippa Rath über ihr Leben und ihren Glauben. Nach einer Herzoperation hat sie jetzt ihr erstes Interview gegeben.

    Themen dieser Folge:

    • Umgang mit der eigenen schweren Erkrankung: Wie geht es ihr?
    • Frauen in der römisch-katholischen Kirche sind Menschen zweiter Klasse: Wie ist sie zu dieser Erkenntnis gekommen?
    • Weltsynode in Rom: Wie geht es jetzt weiter?
    • Kindheit und Jugend: Was hat sie geprägt?
    • 15 Jahre lang hat sie ihre an Demenz erkrankte Schwester betreut: Hat Philippa Rath mit Gott gehadert?
    • Die Hoffnung ist bei ihr noch stärker als der Glaube oder die Liebe: Warum?
    • Die Bibel ist voller Hoffnungsgestalten: Was unterscheidet Hoffnung von naivem Optimismus?
    • Sehnsucht nach einer anderen Kirche: Wie soll diese Kirche aussehen?
    • Das Buch von Philippa Rath und Burkhard Hose: «Meine Hoffnung übersteigt alle Grenzen. Ein Gespräch über Leben und Glauben», Herder-Verlag, 205 Seiten

    35 min
  • Leadership – Rita Famos lässt Chefinnen zu Wort kommen

    Rita Famos ist die erste Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS). In ihrem Buch «Leadership. Weibliche Perspektiven» versammelt sie Texte von 18 Führungspersönlichkeiten. So unterschiedlich ihre Biografien sind, etwas verbindet alle Frauen: geteilte Erfahrungen.

    Die Themen dieser Folge:

    • Im Juni 2026 ist Rita Famos mit einem Glanzresultat im Amt bestätigt worden: Was ist ihr Erfolgsrezept?
    • Die EKS steckte 2020 in einer veritablen Krise, hinzu kam Corona: Ist Famos besonders furchtlos?
    • Stichwort Führung: Wer hat die heute 60-Jährige geprägt oder zumindest inspiriert?
    • Religiöse Organisationen als Hort der Tradition: Ist es für eine Frau schwieriger, in der Kirche Karriere zu machen als anderswo?
    • 16 Frauen aus verschiedenen Konfessionen und Religionen schreiben über Leadership, Männer habe abgelehnt: Warum?
    • Zwei Essays stammen von Führungspersönlichkeiten ausserhalb der Kirche: Weshalb gerade Karin Lenzlinger und Stephanie von Orelli
    • Es gibt weder einen männlichen noch einen weiblichen Führungsstil, so der Tenor, doch es gibt geteilte Erfahrungen: Welche?
    • Hang zur Harmonie oder «fear of friction»: Was bedeutet die Scheu vor Konflikten für Transformationen in religiösen Organisationen?
    • Gleichberechtigte Teilhabe der Geschlechter sei kein Nice-to-Have, sondern ein theologischer Imperativ, schreibt Rita Famos. Warum?
    • Das Buch von Rita Famos (Hg.): «Leadership. Weibliche Perspektiven», 283 Seiten, Theologischer Verlag Zürich 2026.

    33 min
  • Thomas Münch: «Ökumene ist in der Gesellschaft der Normalfall»

    Ein Berufsleben lang hat sich der katholische Theologe Thomas Münch für die Ökumene engagiert. Davon 37 Jahre in der Stadt Zürich; zuletzt in der evangelisch-reformierten Predigerkirche. Er blickt zurück und nach vorne und plädiert für die Quartierkirche.

    Weitere Themen:

    • Die Predigerkirche ist ein Unikum in der Zürcher Kirchenlandschaft und versteht sich als «ökumenischer Lernort»: Was ist damit gemeint?
    • Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit der reformierten Pfarrerin Kathrin Rehmat?
    • In Tübingen hat Thomas Münch Mathematik und Theologie studiert: Was verbindet die beiden Disziplinen?
    • Wie hat er die Auseinandersetzungen rund um den streitbaren Schweizer Theologen Hans Küng erlebt?
    • Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil war die Ökumene hoch im Kurs: Weshalb ist die Euphorie längst verflogen?
    • Vor 25 Jahren wurde die Charta Oecumenica verabschiedet und im vergangenen November aktualisiert: Was bringt diese Charta?
    • Im Vatikan leitet Kardinal Kurt Koch das Dikasterium für Ökumene. Welche Impulse bringt er?
    • Stimmt der Eindruck, dass der Vatikan Ökumene stärker mit den orthodoxen Kirchen sucht als mit den reformierten?
    • Mit Blick auf Mitgliederschwund, Personalmangel und schrumpfende finanzielle Mittel: Bleibt in Zukunft nichts anderes übrig als Ökumene?
    • Thomas Münch ist ein überzeugter Ökumeniker: Weshalb hält er die Suche nach einem Alleinstellungsmerkmal für gefährlich?

    35 min
  • Ruth-Gaby Vermot: «Ich bin eine Friedensarbeiterin»

    Sie hat die Organisation «PeaceWomen Across the Globe» vor zwanzig Jahren gegründet und bis vor kurzem präsidiert. Die frühere National- und Europarätin Ruth-Gaby Vermot spricht über ihr Leben und Wirken und erklärt, wo die Friedensarbeit der Frauen in den gegenwärtigen Kriegen geblieben ist.

     Weitere Themen:

    • Was kann «PeaceWomen Across the Globe» konkret bewirken?
    • Weshalb braucht es Friedensorganisationen, die ausschliesslich aus Frauen bestehen?
    • Lehnt Ruth-Gaby Vermot (85) Waffen grundsätzlich ab?
    • Sie stammt aus einer Taglöhnerfamilie und wollte aufs Gymnasium: Wie ist dieser Wunsch in Erfüllung gegangen?
    • Sie doktorierte in Ethnologie, gründete mit einem katholischen Priester eine Familie und lebte zehn Jahre in Afrika: Was war prägend?
    • 1986 stieg sie in die Politik ein: Warum?
    • Als Migrationspolitikerin hat sie viele Flüchtlingslager besucht: Was hat sie dort gesehen?
    • Die Idee, 1000 Frauen für den Friedensnobelpreis zu nominieren, stammt von Vermot: Was war der Auslöser?
    • Die Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrates aus dem Jahr 2000 verlangt, dass Frauen mitverhandeln. Warum sieht die Realität anders aus?
    • Friedensprozesse sind langwierige Prozesse. Was ist anders, wenn Frauen am Verhandlungstisch mitreden?
    • Friede ist Papst Leo XIV. ein grosses Anliegen: Was erwartet Ruth-Gaby Vermot von ihm?

    31 min

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«Laut + Leis», der Podcast von kath.ch, behandelt relevante und aktuelle Themen rund um Religion, Ethik und Gesellschaft. Ob im Gespräch mit einem spannenden Gast oder in der klugen Debatte: Sandra…