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Ich habe schon einige Tiefs erlebt, doch der Blick in eine freundliche, vertrauenswürdige Welt gab mir stets Trost und den nötigen Aufwind. Heute blicke ich in eine Welt, die MEINE Kraft, meine Klarheit, meinen Mut, meine Liebe, meine Wahrhaftigkeit und Entschlossenheit benötigt. Und dabei sitze ich hier und frage mich: Woher soll all das kommen?
Ich hatte schon viel früher vor, etwas zu diesem Thema zu schreiben. Da war die Lage dieser Krise noch so, dass wir alle auf das vorläufige Ende des Lockdowns warteten. Nun, da sich die Zustände anhaltend wenig optimiert haben und statt eines befreiten Aufatmens eine Teilvermummung angeordnet wurde, mutet es beinahe zynisch an, über „heilsamen Müßiggang“ nachzudenken.
Ich habe mich im Zusammenhang mit meinem Buch mit den Fragen beschäftigt, ob es Gedanken ohne Gefühle gibt, und inwiefern die beiden zusammenhängen, ohne, dass wir es ständig bemerken? Wie können wir in dem engen Geflecht herausfinden, welcher Stimme wir folgen sollen, gerade in Ausnahmezuständen, wenn alles in uns auf Hochtouren läuft.
Angst zu haben ist Teil unseres Lebens und ein wichtiger Aspekt innerhalb unserer menschlichen Entwicklung. Sie ad hoc weghaben oder überwinden zu wollen ist ebenso illusionär (gerade in Krisenzeiten), wie es niederschmetternd ist, ihr ständig neue Nahrung zu geben. Also, was tun?
Ausnahmezustände benötigen wie keine andere Lebensphase unser ganz bewusstes Zutun, zugleich sind sie meist auch Initiatoren für die Entwicklung von Bewusstsein. Was bedeutet das?
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