Mit der Ankunft steht die erste Architektureflexion an. Die Leipziger Buchmesse ist eben nicht nur Lockruf in die Glaskolosse des Messegeländes; es ist Anlass sich unter dem Label „Leipzig liest“ mit der Stadt selbst zu beschäftigen. Den Anfang macht der Augustplatz, wie die Buchmesse fächert er das Feld auf, von bürgerlicher Hochkultur bis shabby-chic. Gewandhaus und Graffiti, Goethe und Mangas. Doch am hippsten bleibt: zeitlos moderne Fotokunst von Robert Frank in der Halle 14. Ein Vernissagegefühl wie in Kinshasa oder New York.