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Lidl testet Einkaufs-Option, die es schon längst geben sollte


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(Bildquelle: IMAGO / Zoonar Markus Mainka / Bildbearbeitung GIGA)

Was bei der Konkurrenz seit Jahren Standard ist, wird für Lidl-Kunden jetzt erstmals in einem Test Realität.

Nach langer Zurückhaltung testet Lidl den Einstieg in den Online-Handel mit Lebensmitteln. In Irland können Kunden ihren Einkauf per Click&Collect bestellen und ihn sich von Mitarbeitern direkt zum Auto auf dem Filialparkplatz bringen lassen.

Lidl startet Click&Collect – erst nur in Irland

Der Service wird vollständig über die Lidl-Plus-App abgewickelt, von der Bestellung über die Bezahlung bis zur Kommunikation mit der Filiale. Ab einem Mindestbestellwert von 30 Euro darf geordert werden, dazu kommt eine Gebühr von 4,99 Euro, dann stellen Mitarbeiter den Warenkorb zusammen.

Lidl-Kunden können außerdem direkt in der App das Zeitfenster für die Abholung festlegen und sollen dort auch anmelden, wenn sie an einem der Parkplätze für Click&Collect angekommen sind. Vom Bestellvorgang bis zur Abholung kann auf die Lidl-Plus-App also nicht verzichtet werden. Ebenfalls per Code in der App bestätigen Kunden zum Schluss noch, dass die Ware auch an die richtige Person übergeben wird. Dann erst wird die Zahlung freigegeben.

Das Sortiment umfasst unter anderem 112 Gemüse- und 75 Obstsorten sowie stolze 120 Käsevarianten, wie die Lebensmittelzeitung berichtet. Fast das gesamte Lebensmittelangebot ist verfügbar. Non-Food-Artikel bleiben allerdings außen vor. Für die hat Lidl gerade eine ganz neue Lösung gefunden.

Es soll nicht bei dem Test in Irland bleiben. Bei Erfolg will die Schwarz-Gruppe, der Konzern hinter Lidl und Kaufland, das Modell international ausrollen. Eine späte Reaktion, wo andere Supermärkte wie beispielsweise Rewe längst Online-Bestellungen nach Hause liefern – und so weit geht Lidl bisher noch immer nicht.

Deutsche Lidl-Kunden müssen sich gedulden

Es ist nicht der erste Anlauf des Discounters. Bereits 2017 stand ein ähnliches Projekt in Deutschland kurz vor dem Start, wurde aber in letzter Minute wieder eingestampft. Die damaligen Zweifel an der Wirtschaftlichkeit und die komplexen Abläufe scheinen nun dank der fortschreitenden Digitalisierung ausgeräumt.

Die tiefe Integration in die App macht das System heute deutlich einfacher steuerbar und vor allem skalierbar. So könnte Lidl nach dem Test in Irland das Modell von technischer Seite zügig auf weitere Länder ausweiten. Einen konkreten Zeitplan gibt es dafür allerdings offiziell noch nicht.

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